Ein Löschfahrzeug fährt am Rande eines stark munitionbelasteten Gebietes (Rote Zone) zur Wassertankstelle. Quelle: dpa/Bernd Settnik
Bild: dpa/Bernd Settnik

Einsatz gegen Großbrand - Situation in Lieberoser Heide bleibt wegen Hitze angespannt

Die Lage im Waldbrandgebiet in der Lieberoser Heide bleibt wegen der zu erwartenden neuen Hitzewelle angespannt. Nach wie vor brennt es nach Angaben des Landkreises auf einer Fläche von 100 Hektar. "Die Löscharbeiten werden sich aufgrund der Sommerhitze und des fehlenden Niederschlags noch weiter hinziehen", sagte eine Sprecherin des Landkreises am Samstag. Die Einsatzkräfte hätten die Lage im Griff, kämpften aber mit den wieder ansteigenden Temperaturen sowie der Staub- und Rauchbelastung.

Munition bleibt gefährlich

160 Feuerwehrleute sind im Einsatz, unter anderem aus den Landkreisen Spree-Neiße, Oberlausitz-Spreewald und Dahme-Spree. Da es am Sonntag wieder sehr heiß werden soll, sei eine zusätzliche Brandeinheit angefordert worden, sagte die Sprecherin weiter. "Alle sind auf Abruf." Löschhubschrauber der Bundespolizei sind den Angaben zufolge über das Wochenende nicht im Einsatz. Sie hatten in den vergangenen Tagen die Feuerwehrleute aus der Luft bei der Bekämpfung des Großbrandes unterstützt.

Momentan seien Moore ein Brandschwerpunkt, erklärte die Sprecherin. "Die Beständigkeit des Feuers dort kann nicht gelöscht werden, da hilft gar nichts".

Erschwert wird die Bekämpfung des Großbrandes auch durch die unmittelbare Nähe zur munitionsbelasteten Roten Zone des früheren Truppenübungsplatzes. Bei der Hitze werde es nicht ungefährlicher, sagte der Leiter der Oberförsterei Lieberose, Axel Becker, der Nachrichtenagentur dpa. Wenn der Brand durch diese Flächen gegangen sei, würde die Munition eher noch sensibilisiert. "Selbstentzündungen sind vor allem bei phosphorhaltiger Munition zu verzeichnen", sagte Becker.

Wald- und Feldbrand in Märkisch-Oderland

Ein Wald- und Feldbrand ist am Samstagnachmittag auch im Landkreis Märkisch-Oderland ausgebrochen. Dort loderten die Flammen in der Nähe der Bundesstraße B167 auf den Felden zwischen den Ortschaften Batzlow und Möglin. Rund 100 Feuerwehrleute waren am Abend im Einsatz.

Wie der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel, dem rbb sagte, haben die Einsatzkräfte die Lage im Griff. Die Ortschaften seien nicht bedroht, sagte Engel. Trotz der großen Hitze sei der Tag "glimpflich" verlaufen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.06.2019, 20.00 Uhr

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