Ein Fahrzeug fährt bei einem Blaulichteinsatz durch Berlin, Symbolbild (Quelle: DPA/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa

Protest gegen Immobilieninvestoren - Demonstranten bewerfen irrtümlich Krebspatienten mit Eiern

Eine Demonstration gegen den Deutschen Immobilienverband (IVD) in Berlin-Kreuzberg hat eine Gruppe unbeteiligter Patienten getroffen. Ihr voll besetzter Reisebus wurde aus einer etwa 50-köpfigen Gruppe heraus mit Tomaten, Eiern und Farbe beworfen. In dem Bus saßen Krebspatienten, die auf dem Weg zu einer privaten Veranstaltung waren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag.

Gegen Türen von Veranstaltungsraum getreten

Die Demonstranten hatten offenbar angenommen, der Bus wolle zu einer in der Nähe stattfindenden Veranstaltung des IVD in der Köpenicker Straße. Dort riefen die Demonstranten vor dem Eingang laute Parolen und hielten ein Transparent mit der Aufschrift "Immobilienfuzzis in die Spree" hoch. Der Staatsschutz, der für politisch motivierte Kriminalität zuständig ist, ermittelt.

Der Reisebus der Patienten war auf dem Weg nach Oberschöneweide, als er sich den Demonstranten in der Köpenicker Straße näherte. Dort stellten sich etwa 20 Demonstranten auf die Fahrbahn und bewarfen den Bus. Als der 48-jährige Fahrer ausstieg, um einen der Täter zu stellen, rannte dieser davon.

Danach störte die Gruppe die Veranstaltung des Immobilienverbandes. Als die Teilnehmer in die Räume flüchteten und die Tür schlossen, traten einzelne Demonstranten gegen die Tür. Vor Eintreffen der Polizei flüchtete die Gruppe.

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13 Kommentare

  1. 13.

    Ihre ganze Auffassung ist bedenklich. Ebenso wie Ihre Rechtsirrtümer.

    Aber dieser Satz ist die absolute Krönung. "Vorrausgesetzt es ging nichts zu bruch und alles ist abwaschbar, dann trat nicht mal eine Beschädigung ein. Also keine Gewalt und keine Sachbeschädigung."

    Sie meinen also tatsächlich, wenn Sie mich jetzt mit Farbe bewerfen und diese ist auswaschbar, dann haben Sie keine Sachbeschädigung begangen?


  2. 11.

    Na ja, schon die Überschrift suggeriert ja, das es lediglich die "Falschen" getroffen hat, wer immer auch die "Richtigen" sein sollen. Und der geistreiche Kommentar von "Paul" zeigt ja, wie diese Stadt in Teilen tickt...

  3. 10.

    Gewalt ist genau genommen nicht begangen worden, sondern Sachbeschädigung. Gewalt kann man nur gegen Personen begehen. Richtet sich der Angriff gegen Sachen, so kann allenfalls eine Beschädigung eintreten, was dann Sachbeschädigung ist, eine Straftat.

    Hier wurden keine Personen verletzt, sondern ein Reisebus mit Tomaten, Eiern und Farbe angegriffen. Vorrausgesetzt es ging nichts zu bruch und alles ist abwaschbar, dann trat nicht mal eine Beschädigung ein. Also keine Gewalt und keine Sachbeschädigung.

    Das Treten gegen die Tür kann man vielleicht als Sachbeschädigung auffassen. Aber nur wenn etwas kaputt gegangen ist und sei es nur eine Delle. Davon steht aber nichts in der Meldung.

    Was aber noch in Frage kommt ist Landfriedensbruch.

  4. 9.

    Peinlich, wie der RBB diesen Übergriffe schönreden will. Denonstranten! In einem Polizeibericht heißt es eindeutig, dass aus einer Gruppe schwarzgekleideter und vermummter Personen heraus, der Bus mir Eiern und Farbbeuteln angegriffen wurde und das ein bis zwei aus diesem Personenkreis versuchten die Tür aufzubrechen. Erst durch den Einsatz des Busfahrers wurde das verhindert.
    Schwarz gekleidet und vermummt? Denonstranten?
    Waren es auch "Demonstranten", die am 07.06.an Fahrzeugen eines ImmobilienUnternehmen beschädigten?
    Herr Geisel Unternehmen Sie endlich was und schützen Sie die Bürger vor den marodierenden Banden.

  5. 8.

    Bitte informieren Sie sich über den Unterschied zwischen Protest und Angriffen mit Sachbeschädigung. Kein Mensch würde etwas sagen, wenn es sich hier nur um Protest gehandelt hätte. Aber politische Analphabeten müssen ja immer gleich gewalttätig werden.

  6. 7.

    Na dann hoffe ich mal, Sie haben Verständnis dafür, wenn mal jemand gegen Sie "protestiert".

  7. 6.

    Paul, Sie dürfen gerne protestieren, aber selbstverständlich gewaltfrei. Allerdings würde mich schon interessieren, was Sie gegen Immobilieninvestoren haben. Wäre es Ihnen lieber, wenn die Leute statt in Immobilien lieber in Aktien investieren würden?

  8. 5.

    Es waren keine einfachen "Demonstranten"!
    Vermummte Linksradikale haben in Berlin einen Bus mit Krebspatienten angegriffen. Der Angriff im Stadtteil Kreuzberg am Donnerstag sollte eigentlich Teilnehmern eines Immobilien-Kongresses gelten, berichtete die Berliner Morgenpost. Die völlig unbeteiligten krebskranken Berliner waren auf der Fahrt zu einer Veranstaltung im Stadtteil Oberschöneweide. Laut Polizei wurde der Bus aus einer Gruppe von rund 50 Personen mit Eiern, Tomaten und Farbbechern beworfen. Auch gegen die Teilnehmer des Immobilienkongresses kam es zu gewalttätigen Aktionen. Einem Gast schlugen die Linksextremisten das Handy aus der Hand. Weitere Teilnehmer der Veranstaltung mußten sich vor dem gewalttätigen Mob in das Tagungsgebäude flüchten und sich dort einschließen. Mehrfach traten die Randalierer gegen die Eingangstür. Ihnen gelang noch vor dem Eintreffen der Polizei die Flucht. 
    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.818287.php

  9. 4.

    Das ist das Ergebnis jahrelanger Politik zur Duldung linksextremer Gewalt in berlin. Aber unschuldige Busfahrer und deren Fahrgästen zu gefährden oder zu verletzen ist unterste Schublade und muss konsequent geahndet und bestraft werden, hierbei muss eine Null Toleranz Politik greifen. Alles Gute für die traumatisierten Fahrgäste und dem Busfahrer.

  10. 3.

    Gewalt ist keine Lösung und Extremisten lösen ein Problem nicht. SIe schaffen Neue.
    "Autonome" können durchaus auf Problem aufmerksam machen - aber bitte ohne Gewalt.
    Ich würde es wundervoll finden, wenn sich die Akteure, gern auch anonym, öffentlich oder auf entsprechenden Medien, für "ihren Griff ins Klo" entschuldigen würden. Ändert nichts am Geschehen, wäre aber mal eine, hier menschliche Geste.
    Ich denke aber nicht, das "die" das hinbekommen.

  11. 1.

    Das Grundproblem ist, dass es in unserer Stadt Leute gibt, die es grundsätzlich für ein legitimes Mittel halten, Busse mit Eiern und Farbe zu bewerfen, wenn da möglicherweise Menschen drin sitzen, die zu einem Thema eine andere Meinung haben als sie selbst. Da kommt es dann natürlich mal vor, dass die Falschen beworfen werden.

    Ich fürchte jedoch, dass unser rot-rot-grüner Senat nichts an seiner laschen Gangart gegenüber diesen "linksautonomen Aktivisten" ändern wird, weil er mit denen klammheimlich sympathisiert. Was das für den gesellschaftlichen Frieden in Berlin bedeutet, kann sich jeder ausmalen...

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