Informationsveranstaltung am 25.11.2016 zum Thema "Drug-Checking" (Quelle: imago)
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Reinheit und Dosierung - Senat gibt grünes Licht für Drogen-Checks in Berliner Clubs

Ist es strafbar, wenn Beratungsstellen Ecstasy oder Kokain auf Dosierung und Reinheit checken? Nein, ergab nun ein Rechtsgutachten. Deshalb gibt der Senat grünes Licht für staatlich finanzierte Drogen-Checks in Berliner Clubs. In Zürich gibt es das schon längst.

Besucher von Berliner Clubs sollen künftig Partydrogen wie Kokain, Ecstasy oder LSD auf ihre Reinheit und Dosierung testen lassen können. Ein entsprechendes Projekt könne bald an den Start gehen, teilte eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage mit. Entsprechende Gelder habe der Senat in den Doppelhaushalt 2020/2021 eingestellt.

Offizieller Projektbeginn war bereits im November 2018. Rot-Rot-Grün hatte 150.000 Euro für das "Drug Checking"-Projekt bewilligt und drei freie Träger der Berliner Suchthilfe mit einem Konzept beauftragt. Zunächst muss aber die Frage geklärt sein, ob das Ganze überhaupt legal ist. Ein Rechtsgutachten sei nun zu dem Schluss gekommen, dass Projektmitarbeiter sich nicht strafbar machten, erklärte die Sprecherin weiter. Die Senatsverwaltungen für Inneres sowie für Justiz würden die Einschätzung teilen, damit seien auch Polizei und Staatsanwaltschaft abgedeckt.

Start des Projekts steht noch nicht fest

Ein Starttermin für das Testangebot steht bisher nicht fest. "Um eine zügige Umsetzung zu realisieren, befinden wir uns jetzt in den letzten Detailabstimmungen mit den relevanten Stellen", erklärte die Sprecherin.

Im Koalitionsvertrag hatte Rot-Rot-Grün angekündigt, Maßnahmen zur "Verminderung der Begleitrisiken von Drogenkonsum" stärken zu wollen - unter anderem mit Drug-Checking. Solche Risiken können neben der Gesundheitsschädigung durch Wirkstoffe - etwa von Cannabis, Kokain und Ecstasy - auch Verunreinigungen, das Strecken der Stoffe oder eine zu hohe Konzentration sein.

In Zürich warnt "saferparty" regelmäßig vor zu hochdosierten Pillen

In Österreich, Spanien und den Niederlande ist das "Drug Checking" bereits etabliert, Vorreiter war die Schweiz. Dort ist das Beratungsangebot bereits seit 20 Jahren gesetzlich erlaubt. Das Drogeninformationszentrum (DIZ) der Stadt Zürich beispielsweise bietet jeden Dienstag und Freitag Termine an, an denen Drogen zur Analyse abgegeben werden können. Zudem sind die Mitarbeiter des Projekts saferparty mit einem mobilen Labor und einem Infostand regelmäßig in Züricher Clubs unterwegs, um dort Drogen zu analysieren und über die Folgen des Drogenkonsums aufzuklären.

Wie nötig das offenbar ist, zeigt ein Blick in die Warnungen, die saferparty auf seiner Website veröffentlicht. Allein im Juni sind dort 15 Warnungen vor bestimmten zu hoch dosierten Ecstasy-Tabletten und LSD-Filzen abrufbar. In einer Warnung heißt es etwa: "Bei Überdosierungen steigt die Körpertemperatur stärker an und es können Halluzinationen auftreten. Die regelmässige Einnahme grosser Mengen MDMA ist neurotoxisch und vergrössert die Wahrscheinlichkeit irreparabler Hirnschäden."

Rund die Hälfte der Clubgänger konsumiert illegale Drogen

In Berlin war im März 2018 eine Debatte über illegale Drogen in Berliner Clubs entbrannt. Der SPIEGEL-Autor Alexander Osang hatte in einer langen Reportage das Schicksal einer US-Amerikanerin geschildert, die im Berghain eine Überdosis MDMA genommen und an den Folgen gestorben war. 

Forscher der Charité hatten rund 900 Berliner Clubgänger zu ihrem Konsum befragt. In der nicht-repräsentativen Studie hatte rund die Hälfte der Befragten angegeben, illegale, harte Drogen zu konsumieren. Die Mehrzahl der Clubgänger wünschte sich eine stärkere Aufklärung. Vor allem das "Drug Checking" hielten die Befragten für ein sehr sinnvolles Angebot.

FDP fordert Konzept zum Schutz von Drogen

Befürworter versprechen sich von Drug-Checking neben öffentlichen Warnungen vor gefährlichen Pillen auch einen besseren Zugang zu Konsumenten zu Aufklärungszwecken. Politiker der Opposition hatten zum Start scharfe Kritik an dem Vorhaben geübt: Dadurch entstehe nur ein zusätzlicher Konsumanreiz. Ein Sprecher der FDP-Fraktion sprach von einem "Förderprogramm für kriminelle Clans und deren Dealer".

In einer aktuellen Stellungnahme des gesundheitspolitischen Sprechers der FDP-Fraktion Florian Kluckert ist von diesem Argument keine Rede mehr. Stattdessen heißt es: "Auch ein Drug-Checking verhindert nicht den Handel und die Verbreitung von Drogen. Ein durchdachtes Konzept zum Schutz vor Drogen und die Bekämpfung von Dealern hat der Senat nicht zu bieten. Da ist es kein Wunder, dass Berlin zur Drogenhauptstadt Nr. 1 wird."

Auch die Berliner CDU lehnt die vom Senat geplante Überprüfung von Drogen ab. Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen kritisierte, mit einem solchen Vorgehen werde man die Kriminalität hinter dem Drogenkonsum nicht in den Griff bekommen. Das Geld sollte besser in die Polizei investiert werden.

Das Betäubungsmittelgesetz verbietet bestimmte Rauschgifte und ihre Herstellung und Einfuhr, den Handel, Kauf und weitgehend auch den Besitz. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen für medizinische und wissenschaftliche Zwecke.

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23 Kommentare

  1. 23.

    Da es diese Drogen samt deren Konsumenten nunmal zuhauf gibt, finde ich die Maßnahme richtig und wichtig. Einfach weiterhin alles laufen zu lassen spielt zudem in die Hände der Dealer und Clans. Es werden Steuergelder für so viel Mist verschleudert, in dieser Sache sehe ich wirklich Sinn drin. Wir sind diesbezüglich zwar nicht einer Meinung, insgesamt finden sich da doch trotzdem ein paar „Schnittstellen“ bezüglich des Themas Drogen allgemein. Und höflich blieb es auch. Gut gelaufen, würde ich sagen ;-). Einen schönen Abend wünsche ich.

  2. 22.

    Ja, da können wir uns die Hand reichen. Ich fände eine neue Prohibition eigentlich ganz gut, funktionieren wird das aber nicht. Um auf das ursprüngliche Thema, die allgemeinfinanzierten Tests, zurückzukommen: beim Alkohol besteht die Wahl zwischen billigem gepanschten mit den bekannten Risiken oder dem besteuerten teureren, aber kontrollierten. Auch wenn das nicht 1:1 vergleichbar da Alkohol legal ist, zahlt hier der Konsument für seine Sicherheit (insofern er es schafft, mit der Menge im Rahmen zu bleiben), ebenso bei Zigaretten (oder Silvesterknallern z.B.). Weshalb bei Konsumenten illegaler Drogen der Steuerzahler für deren Sicherheit aufkommen soll, sehe ich nicht ein. Den Entzug auf Krankenkasse stelle ich nicht in Frage.

  3. 21.

    Ich möchte nicht provozieren, aber ich sehe das differenzierter. Auch jeder, der zuviel trinkt, müsste wissen, was ihm blüht. Und dass er abhängig werden kann, wenn er das zu oft und regelmäßig tut. Und trotzdem hilft man Alk-Opfern, klärt immer wieder auf, warnt und die Allgemeinheit kommt für Entgiftungen und Entzüge auf. Warum nicht auch bei anderen Drogen? Und Ihre Studie in Ehren, es gibt Gegenstudien, die zwar vor einer Cannabis-Euphorie warnen, aber eindeutig belegen, dass Alkohol wesentlich schädlicher ist. Man sollte Cannabiskonsum bei Jugendlichen auch nicht mit dem bei Erwachsenen vermischen. Da gibt es auch große Unterschiede. Mir geht es primär darum, nicht mehr von legal oder illegal zu unterscheiden. Droge ist Droge. Es wird vor Alk gewarnt, warum also nicht auch vor anderen Substanzen?!

  4. 20.

    Ich sehe das Feierabendbier genauso kritisch, es ebnet schneller den Weg in den Alkoholismus, als den meisten bewusst ist. Ich durfte bereits mehrfach miterleben, wie Leute durch Alkohol und Zigaretten ein sehr unschönes Ende nahmen. Denen war das in der Jugend sicher auch noch nicht bewusst. Cannabis ist aber doch noch etwas anderes, schon bei Kurzzeitmissbrauch. Sie können sich da gern zur Studie des Saint-Justine Hospitals in Montreal vom vergangenen Jahr belesen. Gerade für Kanada gibt es auch eindrucksvolle Daten, wie die Zahl der Erstkonsumenten nach der Cannabis-Freigabe deutlich angestiegen ist. Cannabis zur Schmerzlinderung bei entsprechender Indikation möchte ich ausdrücklich ausnehmen. Warnungen vor gepanschten Drogen gibt es genug. Wer sie trotzdem nimmt, kennt das Risiko. Aber bitte, ich möchte kein Spielverderber sein. Je mehr Leute ringsherum sich das Gehirn zerkiffen, desto besser sind die beruflichen Aussichten für meine Familie und mich :-)

  5. 18.

    Was ja eigentlich auch ich, zumindest meiner Auffassung nach, klar zum Ausdruck brachte. Ich finde „kriminelle Machenschaften“ und Drogen auch nicht gut. Es gibt Sie aber. Und manchmal sind die Wege zu einer Lösung die, die direkt mit der Problematik zu tun haben. Daher finde ich diese Maßnahme gut, wir würden ja auch alkoholkonsumierende Bürger vor gepantschtem Alkohol warnen müssen. Jede Maßnahme, die Drogenkonsum enttabuisiert ist wichtig, eben um gegen die Clans zu zielen. Und noch einmal ein klares NEIN. Sie irren sich. Es gibt sehr viele Menschen, die nicht kiffen und für die Legalisierung von Cannabis plädieren. Ich komme aus der Jugendarbeit. Ich weiß, wie es läuft. Und ich weiß auch von sehr vielen Kids, die grottiges Zeug rauchen und sich damit kaputt machen. Viele von ihnen haben trinkende Eltern. Aber jeden Abend 3 Bier ist ja gesellschaftsfähig. Jedes Wochenende 2 Joints nicht. Das ist bigott und nicht mehr zeitgemäß. Die Warnung vor gepanschten und mit Giften gestreckten Drogen ist wichtig. Nichts zu tun ist keine Option mehr.

  6. 17.

    Lieber Hr. Svenson, ich finde Drogen und kriminelle Machenschaften nicht gut. Wenn das für Sie Vorurteile sind, habe ich gern welche. Rauchen und Alkohol sehe ich übrigen auch als Drogen. In den USA müssen Alkoholiker vor Lebertransplantationen beispielsweise 2 Jahre trocken sein, sonst kommen sie gar nicht auf die Warteliste. Personen, welche in bekanntermaßen gefährlichen Regionen entführt werden und vom Auswärtigen Amt freigekauft werden müssen, werden mittlerweile an den Kosten beteiligt. Ich finde, das sind angemessene Vorgehensweisen, welche die Chancen derjenigen verbessern, die Leben und Gesundheit nicht eigenverantwortlich aufs Spiel gesetzt haben. Die Grenze zu ziehen, ist allerdings schwierig, siehe Extremsportarten. Und mal ehrlich, die meisten, die Cannabis legalisieren wollen, tun das doch schon aus Eigeninteresse, oder? Im Übrigen haben Sie natürlich recht, man finanziert auch Dinge mit, bei denen man das nicht möchte.

  7. 16.

    Lieber RBB,
    natürlich kenne ich die anderen nicht veröffentlichten Kommentare nicht, aber wenn bei einem solchen Thema lange Zeit alle freigegebene Kommentare in die gleiche, der Senatsmeinung entsprechende Richtung gehen, legt das schon eine "Steuerung" nahe, auch wenn es vielleicht manchmal gut ist, dass nicht jeder spontane, nur mäßig reflektierte Beitrag der Allgemeinheit zugänglich wird. Allerdings durfte ich bereits mehrfach die Erfahrung machen, dass Sie bei Kommentaren, die gegen keinerlei Kommentarrichtlinien verstoßen, sondern lediglich nicht in Ihr mutmaßliches Weltbild passen, vom Lösch-Privileg sehr freigiebig Gebrauch machen. Auch die Bitte um Erklärung lief dabei bereits mehrfach ins Leere, da Sie sich von vornherein jeglicher Diskussion verweigern. Sie können das ja... Auf jeden Fall vielen Dank für Ihre Antwort diesmal.

  8. 15.

    Lieber Mario K., es täte vielleicht Not, die eigenen Vorurteile etwas zu reflektieren, ehe man eine Verschwörung wittert. Nicht jeder, der z.b. für die Legalisierung von Cannabis plädiert, ist ein Kiffer. Und wer Maßnahmen, wie oben beschrieben, befürwortet, findet nicht automatisch Drogen super. Vielleicht gibt es einfach mehr lebensnahe und -erfahrene Menschen, die mehr im Thema sind und aus guten Gründen dafür sind. Und das mit dem Finanzieren aus Steuergeldern ist immer so eine Sache. Wir finanzieren alle alles. Kinderlose finanzieren auch Schulen, Bürger ohne Autos Autobahnen und auch Menschen wie ich, die gänzlich drogenfrei leben (ja, auch ohne Alkohol!), finanzieren Entzugskliniken und Suchtprophylaxe mit. Das ist nunmal so geregelt und sollte auch so bleiben. Dafür sind Steuern da. Ich habe auch schon manches Mal gedacht, dass unbelehrbare Raucher wesentlich höhere Krankenkassenbeiträge zahlen müssten, falls sie COPD oder Lungenkrebs bekommen. Sie können sich ja schließlich auch Zigaretten leisten. Wenn man insgesamt endlich akzeptiert, dass auch Tabak und Alkohol Drogen sind und sich auch wenig Menschen darüber echauffieren, könnte man vielleicht mehr Akzeptanz zu diesem Thema an den Tag legen.

  9. 14.

    Lieber Mario K.,

    bevor Sie die große Zensurkeule wittern: Zu diesem Beitrag gab es bislang 15 Kommentare, acht wurden freigegeben. Die restlichen nicht, weil sie nicht unseren Kommentarrichtlinien entsprachen. Darin steht auch folgendes: "Wie behalten uns vor, Kommentare, die nicht zu einer konstruktiven Diskussion beitragen, zu löschen. Eine Diskussion über gelöschte Kommentare findet nicht statt."

    Viele Grüße,
    Ihre rbb|24-Redaktion

  10. 13.

    Aber zum Leben retten sind Sie da. Jedes,Leben. Das ist inklusive. Dann dürften Sie auch alle die alkoholisiert sind nicht transportieren und alle die nicht, die aufgrund jahrelanger ungesunder Lebensweisen in gesundheitliche Not geraten, auch nicht. Die Feuerwehr sollte nicht anfangen selektieren und Gott spielen zu wollen. Ich hätte auch lieber eine alkohol-, tabak- und drogenfreie Welt, die gibt es aber nunmal nicht. Ihre Attitüde finde ich für einen "Retter" verstörend. Rauchen Sie? Stellen Sie sich mal vor, sie haben irdendwann ein Karzinom und der Arzt sagt, selber schuld und die Kasse übernimmt die Behandlung nicht. Ich würde mir wünschen,, dass Sie über Ihre Worte nochmal nachdenken. Guten Tag.

  11. 12.

    Ja, endlich wird nicht mehr so getan, als wenn es keinen Drogenkonsum gäbe. Seit den 70er/80er Jahren etablierte sich in Berlin eine ernstzunehmende Drogenszene. In den 90ern durch Ecstasy & Co. dann richtig massiv. Und nichts passierte. Der erste Schritt in die richtige Richtung. Die Konsumenten zu informieren und die Szene damit ein Stück aus der Deckung zu holen macht Sinn.

  12. 11.

    Also lieber RBB, das ist wirklich übel. Nach einem Tag nur acht freigegebene Kommentare zu dem Thema - und die finden das alle gut. Sitzen bei Ihnen ausschließlich Drogenkonsumenten, die das unbedingt möchten? Also zweiter Versuch meinerseits: die Tests an sich finde ich gut, aber bitte gebührenpflichtig! Wer sich Drogen kaufen kann (und damit kriminelle Strukturen unterstützt), kann sich auch den Test leisten. Ich jedenfalls möchte das "Geschäftsmodell" der Drogenhändler nicht mit meinen Steuern fördern. Und ich finde nach wie vor, der Senat hätte mit dem sozialen Wohnungsbau weitaus Wichtigeres zu tun, als für das Wohlergehen Feierwütiger zu sorgen, die die Hände nicht von Aufputschmitteln lassen können. Mal sehen, ob es diesmal durch die Zensur geht...

  13. 10.

    Hilfreich wäre es auch, wenn die besoffenen jugendlichen die Rechnung des Einsatzes der Feuerwehr selber bezahlen müssten. Denn dann merken sie erst mal was das kostet und wir würden am Wochenende nicht ganz so viele Alarme fahren, und könnten uns echten Notfällen widmen. Denn die Berliner Feuerwehr ist keine Taxi unternehmen.

  14. 9.

    Der Senat als Kontrollinstanz für Dealer, ich kann nicht mehr...

  15. 8.

    Dass die FDP das als „Förderprogramm...“ bezeichnet, zeigt erneut deutlich auf wie arrogant und weltfremd sie ist. Die Welt ist für unsere Jugend voller Drogen, wahrlich nicht nur in Berlin. Egal ob diese Möchtegern-Saubermänner von der FDP das wahrhaben wollen, es werden immer Drogen konsumiert werden. Genau das Verteufeln und Dramatisieren davon ist kontraproduktiv. Wir sehen das am Alkohol. Trotz aller Partydrogen und Cannabis ist das die mit Abstand für die Gesellschaft schädlichste Droge. Und mit dieser Bigotterie kann man den jungen Leuten heutzutage nicht mehr kommen. In die Szene zu gehen und vor Ort zu informieren ist ein sinnvoller Ansatz. Zumal nicht nur Teenager oder Studenten diese Partydrogen konsumieren. Das tun auch mitten im Berufsleben stehende Erwachsene. Also Tunnelblick adé, laßt die Profis ran^^

  16. 6.

    "gefährliche Situationen und Dynamiken erkennen zu können..." Ja. Genauso sollte es sein. Nichts tabuisieren, über alles sprechen. Deutlich machen, dass man hofft, er/sie würde die Finger davon lassen, aber Vertrauen schaffen, dass man dem Kind keine Angst macht und dadurch Distanz aufbaut. Ihr Kommentar tut gut. Ich sehe das als Grundvoraussetzung dafür, unsere Teenager durch diese Zeit zu begleiten, ohne dass Schlimmes geschieht. Denn wenn sie selbstbewußt, informiert und emotional stark sind, wird sich das auszahlen. Habe meinem Kind den rbb24-Artikel grad weitergeschickt. Abends reden wir dann drüber.

  17. 5.

    Gute Massnahme! Die Clubszenen aller angesagten Städte und Länder sind Drogenparadiese. Die Väter und Mütter dieser Generation hat eher zum Alk gegriffen, die heutige Jugend schmeisst halt ne Pille. Und viele, viele Eltern werden sich denken, dass das ihr Kind NIEMALS...Das ist ganz dünnes Eis, auf dem da gewandelt wird. Verbieten und verdammen ist der falsche Ansatz, da stimme ich allen zu. Prophylaxe und Aufklärung sind die probatesten Mittel um Schlimmeres zu verhindern.

  18. 4.

    LSD ist keine Partydroge.

    Mal abgesehen davon freue ich mich sehr über diese Entwicklung.

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