Passagiere stehen am 20.06.2018 in einer Schlange, die durch das gesamte Terminal führt. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Audio: Inforadio | 20.06.2019 | Peter Klinke | Bild: dpa/Christoph Soeder

Lage an den Flughäfen - Erst lange Schlangen, dann ein relativ entspannter Abflug

Am Morgen bildeten sich noch lange Schlangen am Flughafen Tegel, doch dann konnte es relativ entspannt in den Urlaub gehen. Der Flugverkehr am ersten Ferientag sei "normal angelaufen", sagte ein Sprecher. Doch die große Reisewelle kommt erst noch.

Berliner und Brandenburger sind am Donnerstag als erste in die Sommerferien gestartet. An den beiden Flughäfen in Tegel und Schönefeld ist es trotzdem relativ ruhig geblieben. Der Flugbetrieb sei "normal angelaufen", sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft. Es gebe keine größeren Wartezeiten beim Einchecken sowie den Pass- und Sicherheitskontrollen. Nur früh am Morgen hatte sich am Flughafen Tegel eine lange Schlange gebildet. Der große Schwung der Flugreisenden wird aber erst noch kommen.

Bis Sonntag heben rund 430.000 Passagiere ab

Die meisten Starts werden für Freitag erwartet: Dann werden auf beiden Flughäfen zusammen laut Flugplan 435 Maschinen abheben. Auch für Samstag und Sonntag sind jeweils zwischen 350 und fast 400 Starts geplant. Zusammen mit den am Donnerstag abgewickelten Flügen wird es so bis zum Sonntag in Schönefeld und Tegel fast 1.600 Abflüge geben - mit rund 430.000 Passagieren. Easyjet werde daher den Check-in im Terminal C noch bis Sonntag bereits um 3.30 Uhr öffnen, teilte die Flughafengesellschaft auf Twitter mit.

Mindestens zwei Stunden vor Abflug da sein

Traditionell ist es am ersten und letzten Ferienwochenende an den Flughäfen besonders voll. So hatte sich am Donnerstag in Tegel gegen 6 Uhr eine lange Menschenschlange gebildet, die sich quer durch das gesamte Terminal C zog. Vor Abfertigungsschalter und Sicherheitskontrolle kam es zu längeren Wartezeiten. Nach Flughafenangaben lösten sich die Staus aber bald wieder auf. Leichte Verzögerungen bei einzelnen Flügen gingen auf Gewitterfronten zurück, sagte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung.

Auch der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen appellierte, Reisende sollten rechtzeitig am Flughafen erscheinen und die Vorgaben für Flüssigkeiten, verbotene Gegenstände sowie die Größe und Menge der Handgepäckstücke beachten. "Nur so können die Sicherheitskontrollen sicher und trotzdem zügig ablaufen."

Nach Schönefeld fährt S-Bahn-Ersatzverkehr

Wer ab Schönefeld in den Urlaub fliegen will, sollte beachten, dass der Flughafen wegen Bauarbeiten noch bis zum 5. Juli nicht per S-Bahn erreichbar ist. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ab Baumschulenweg, Schöneweide, Adlershof und Grünau ist eingerichtet. Im Vergleich zu Mittwoch sei das Passagieraufkommen am Donnerstag zurückgegangen, sagte eine S-Bahn-Sprecherin. "Es rollte planmäßig." Ein Teil der 50 eingesetzten Busse sei aber auch durch längere Exemplare ersetzt worden, um größere Passagiermengen aufnehmen zu können. Alternativ können Fahrgäste auch auf die Regionalbahnen RB14 und RE7 ausweichen.

Staus auf Autobahnen und Ausfallstraßen

Auch auf den Straßen blieb die Situation zunächst entspannt. Berlin leere sich noch nicht, sagte ein Sprecher der Verkehrsinformationszentrale (VIZ). Für Freitagnachmittag sei aber eine weitere Reisewelle mit "umfangreichen Staus auf den Stadtautobahnen und Ausfallstraßen" zu erwarten. Wartezeiten drohten auch auf mehreren Brandenburger Autobahnen, hieß es.

Generell wurde viel Verkehr prognostiziert: Denn an diesem Donnerstag wird in vielen Bundesländern Fronleichnam gefeiert, so dass ein langes Wochenende ansteht. Und in Bayern enden erst jetzt die Pfingstferien. Auch der ADAC erwartet daher bis Sonntag volle Autobahnen in ganz Deutschland.

Camping-Fans müssen mit Kontrollen rechnen

Übrigens: Wer in Brandenburg mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs ist, muss sich
noch bis Ende August auf verstärkte Kontrollen gefasst machen. Grund ist die bundesweite Schwerpunktaktion "Safe Holiday" für mehr Sicherheit im Urlaubsverkehr, wie die Polizei Brandenburg mitteilte. Beamte haben insbesondere ein Auge darauf, ob die Fahrzeuge richtig beladen wurden und das Gepäck richtig gesichert ist. Wer mit zuviel Reisegepäck unterwegs ist, dem droht je nach Überladungsgrad ein Warngeld: Bei bis zu 20 Prozent Übergewicht sind es bereits 35 Eur. Darüber hinaus kann es auch Punkte in Flensburg geben.

Für alle, die in den kommenden Tag in Berlin bleiben, gibt es angesichts weiterhin sommerlicher Temperaturen eine gute Nachricht: "Zum Start der Sommerferien in Berlin sind alle Berliner Freibäder geöffnet", teilten die Bäderbetriebe mit.

Sendung: Inforadio, 20.06.2019, 18.00 Uhr

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7 Kommentare

  1. 7.

    Das ist die Denke, die uns dahin geführt hat...
    Es geht nicht um Ersatz. Es geht um Verzicht. Auf das Abendessen in London werden wir verzichten müssen.

  2. 6.

    Die Weissagung der Cree kommt echt schnell näher.
    Nur mal so am Rande.
    Auf Leute wie #Kai u.ä. kann man nicht wirklich nicht neidisch sein - warum auch.
    Wer sich einbildet, dass dies eine Neiddebatte sein sollte, glaubt vielleicht auch noch, die Erde sei eine Scheibe um die die Sonne kreist.

  3. 5.

    na wie schön für den Klimawandel - habe sehr sehr viele Jugendliche mit Eltern gesehen -

  4. 4.

    Lieber Alfred, "Leben die Menschen weiterhin wie die Grünen" - wie leben denn die "Grünen"? Wie die Bundestagsfraktion, die von allen Anderen im Bundestag vertretenen Parteien, die meisten Flugstunden generierten? Beispiel? Claudia Roth, die über 45.000 km in 14 Tagen flog und das mit dem Kampf für den Klimaschutz erklärte? Oder die Klima-Prophetin Greta, die eher mit Einen mit Schweröl befeuerten Kreuzfahrtschiff über den Atlantik schippert, statt zu fliegen und somit die CO2 Emissionen extrem zu verkleinern? Aber, das erklären Sie ja in Ihrem Satz "Leben die Menschen weiterhin wie die Grünen oder reduzieren die die Flugreisen, weil sie es mit dem Klimaschutz Ernst meinen?" selber. Natürlich gibt es auch in Deutschland schöne Gegnen - aber stellen Sie sich nur vor, 82 Millionen aus Sylt oder im Bayerischen Wald. Aber dann ist/bleibt der Deutsche was er immer war: engstirnig, eigenbrödlerich, mit einem beschränkten Horizont.
    So, jetzt fliege ich über das WE nach Zürich.

  5. 3.

    Natürlich gibt es Alternativen zu einem Langstreckenflug in den Urlaub. Auch in Deutschland gibt es schöne Gegenden.

    Man kann aber natürlich immer für sich Gründe finden, warum man zwar für den Klimaschutz ist, aber trotzdem persönlich den Gletschern beim Schmelzen zuschauen oder die 9Uhr-Maschine nach Köln nehmen muss.

  6. 2.

    Solange akzeptable Alternativen für die Bewältigung längerer Strecken ausbleiben, ist das Flugzeug für Urlaubsreisen immer noch die 1. Wahl. Für meine Langstreckenflüge (USA, Asien, Neuseeland, Afrika) gibt es nun mal keine Alternative, die in so kurzer Zeit so große Entfernung überwindet.
    Und selbst bei innereuropäischen Reisen ist z.B. die Bahn absolut keine Alternative. Vergleichen Sie mal die Fahrzeiten der Bahn zu Destinationen wie London, Lissabon, Barcelona, Rom, etc. 20 Stunden Fahrzeit und mehr mit mehrmaligem Umsteigen ist da völlig normal. Da fliege ich lieber 2-4 Stunden, sitze Abends schon im Café/Restaurant und genieße mein Essen, während sie noch im Zug durch die Gegend rumpeln.

    Im übrigen halte ich die Argumentation von vielen Trittbrettfahrern des Klimaschutzes über Urlaubsflieger eher für eine Neid-induzierte Aktion.

  7. 1.

    Hier wäre Ei Vergleich mit dem Vorjahren interessant: Leben die Menschen weiterhin wie die Grünen oder reduzieren die die Flugreisen, weil sie es mit dem Klimaschutz Ernst meinen?

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