26.06.2019 Waldbodenbrand, Grunewald (Quelle: Morris Pudwell)
Video: Abendschau | 25.06.2019 | Anrdt Breitfeld, Marc Feuser, Ludger Smolka | Bild: Morris Pudwell

Brand auf rund 16 Hektar - Feuerwehr löscht bis spät in die Nacht im Grunewald

Auf rund 16 Hektar hat es im Berliner Grunewald am Dienstag gebrannt. Bis spät in die Nacht war die Feuerwehr im Einsatz. Dieser gestaltete sich als schwierig, da rund drei Kilometer Schlauch verlegt werden mussten, um die Wasserversorgung herzustellen.

Wegen des Waldbrandes im Berliner Grunewald war die Feuerwehr bis spät in die Nacht zu Mittwoch dort im Einsatz. Ein Sprecher sagte dem rbb, die Einsatzkräfte sollten noch mit Wärmebildkameras Glutnester aufspüren und löschen.

Feuer im Berliner Grunewald © rbb
Feuer im Berliner Grunewald | Bild: rbb

Am Dienstagmittag war in der Nähe der Alten Försterei Saubucht ein Feuer ausgebrochen. Ein Techniker entdeckte den Brand am Mittag vom Dach des rbb-Fernsehzentrums aus. Zunächst hatte offenbar Unterholz Feuer gefangen, später griffen die Flammen auch auf Bäume über. Dachkameras des rbb im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zeigten am frühen Nachmittag dichte Rauchsäulen über den Baumkronen.

Bis zum Abend weitete sich das Brandgebiet auf etwa 16 Hektar aus. Wie Landesbranddirektor Karsten Homrighausen dem rbb sagte, war der Brand am Abend auch noch nicht vollständig unter Kontrolle; ein Feuerwehrsprecher nannte die Lage gegenüber dem rbb aber "übersichtlich".

Wasserversorgung schwierig

Homrighausen sprach im rbb von einem "sehr schwierigen Einsatz". Zunächst sei es ein Problem gewesen, die genaue Brandstelle zu lokalisieren. Um den Brandort aufzuspüren, wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Da das Feuer mitten im Wald ausgebrochen war, kamen die Einsatzkräfte zunächst auch nur schwer an den Brandherd heran.  

Weil es im Wald keinen Hydranten gibt, musste danach Wasser zur Brandstelle gepumpt werden. Einsatzkräfte legten Schläuche über eine Länge von insgesamt rund drei Kilometern. Erst als die Wasserversorgung stand, konnte das Brandgebiet eingegrenzt werden.

"Jeder Fünfte im Einsatz"

Homrighausen zufolge kamen dadurch verhältnismäßig viele Kräfte und Material zum Einsatz. "Wir haben heute tagsüber ungefähr 100 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz gehabt - das ist ungefähr jeder Fünfte, der heute im Dienst war", sagte er dem rbb. In der Nacht würden zudem genauso viele Ehrenamtliche vor Ort sein, um Glutnester zu löschen.

In etwa vier Kilometern Luftlinie vom Brand entfernt liegt der Teufelsberg - der Grunewaldturm ist etwa eineinhalb Kilometer entfernt.

Auch in der Lieberoser Heide (Dahme-Spreewald) brennt es derzeit. Inzwischen steht eine Fläche von 100 Hektar in Flammen.

Lage des Forsthauses "Alte Saubucht":

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

33 Kommentare

  1. 33.

    Doch, schon. Oder Sie haben sich schief ausgedrückt. "...scheitert MEIST am geringen Interesse von Lehrern..." stimmt so einfach nicht. Und da Exkursionen im Lehrplan vorgesehen sind, kann das auch nicht so pauschal behauptet werden. Sie als "Retter" möchten bestimmt auch keine verallgemeinernden Äußerungen über Ihren ganzen Berufsstand lesen, oder? Da muss man schon etwas sachte sein. Schwamm drüber.

  2. 32.

    @ JK

    Ich verdrehe hier keine Tatsachen, schon eine starke Unterstellung.
    Trotzdem freuen Sie sich, dass Sie engagierte Lehrer und Erzieher im sich rumhaben.

  3. 31.

    Es geht auch primär nicht um Brandschutzerziehung bei Kindern. Die ist wichtig und gut, danke an die Feuerwehrleute, die das übernehmen. Eigentlich müssten auch Eltern dazu herangezogen werden, für solche Bereiche mehr Verantwortung zu zeigen. Das gehört zum normalen Bildungsauftrag von Eltern dazu. Diejenigen aber, die sich im Wald falsch verhalten sind bereits erwachsen. Und an die muss herangegangen werden. Sind gestern am Bestensee vorbeigefahren. Es standen direkt im trockenen Unterholz, neben den Bäumen, viele Autos. Hätte schon reichen können. Warum diese Leute so etwas nicht wissen, ist mir ein Rätsel. Haben da tatsächlich Eltern und Institutionen komplett versagt, oder ist es eher Ignoranz und Gleichgültigkeit?

  4. 30.

    Wie bitte? Das habe ich ja noch nie gehört. Jede Kitagruppe oder Grundschulklasse, die einen Termin ergattert, freut sich. Der Lehrplan steht im Weg? Das ist doch Unsinn. In einer Kita? In der 3. Klasse? Ich habe Bezug zu mehreren Kitas, die gehen gerne mit den "Großen" zu solch einer Brandschutzsache, damit sie das zum Schulbeginn schon intus haben. Wenig Angebot bedeutet aber wenig Termine. Der FW macht das keiner zum Vorwurf, wir kennen die personelle Situation, aber bitte nicht die Tatsachen verdrehen.

  5. 29.

    Die Brandschutzerziehung gibt es immer noch und wir machen es aus unser Freizeit. Nur scheitert es meist an den Lehrern, welche nur geringes Interesse aufweisen bzw auf den vollen Lehrplan verweisen.

  6. 28.

    Ehrlich jetzt? BILD lässt grüßen, bei der Überschrift!

    Hat jemand etwas anderes erwartet von den Frauen und Männern der Feuerwehr, egal ob Berufs- oder Freiwillige... die retten uns tagtäglich den Arsch, und somit auch dort...eben da wo es brennt oder brenzlig wird. Tag ein Tag aus...

    DANKE an euch da draußen für euren Einsatz, danke an deren Familien, die das unterstützen!!!!

  7. 27.

    Weil sich für die Umwelt einzusetzen nicht vernünftig ist? Lächerlich Ihr Kommentar, sorry. Ich stimme vielen Usern zu, es muss viel mehr aufgeklärt werden. Letztes Jahr in Brandenburg an mehreren Badeseen wurde bei WB-Stufe 4 völlig ungeniert gequalmt, was das Zeug hielt. Es standen auch oft Autos an Stellen, die nicht dafür geeignet waren. Viele Menschen wissen es, aus welchen Gründen auch immer, nicht oder ignorieren bewusst die Gefahr. Wohlgemerkt: Erwachsene. Keine Demo-Schüler^^

  8. 26.

    Was soll denn das? Jetzt unterstellen Sie den fff-Schülern, dass sie solche Dinge nicht wissen? M. E. fahren die noch nicht Auto und werfen Kippen aus dem Fenster. Als Vater eines ab und an mitdemonstrierendem fff-Schülers kann ich Ihnen nur sagen, dass diese Schüler eher bildungsnah und alltagkompetent sind. Blöder Versuch in die Kerbe zu hauen. Dazu sind beide Themen zu ernst. Fein dass der Brand unter Kontrolle ist. Danke, FW!!

  9. 25.

    Genauso sieht es aus, man sollte lieber mal den Kids vernünftige Dinge die fürs Leben sinnvoll sind beibringen und nicht jeden Freitag die Schule schwänzen. Da würden die Kids auch die wirtschaftlichen Zusammenhänge die durch Brände entstehen kapieren sowie auch die Auswirkungen der Umwelt und wie mann Müll vermeidet und wie man es entsorgt. Das sind grundlegende Dinge, die wichtig fürs Leben sind.

  10. 23.

    Sie könnenm jetzt noch ein paar Mal schwadronieren, dass man diese Dinge wissen müsste. Dem ist aber oft nicht so. Viele Menschen wissen auch nicht, dass man nicht nach einem Tag Frost auf einen See geht, oder nicht mit Brandbeschleuniger Gartengrills befeuert, oder mit Böllern auf Menschen zielt. Daher muss es Präventionsmaßnahmen geben. Das sehe ich genauso.

  11. 22.

    Leider musste die Feuerwehr den Branderziehungsunterricht im Sachunterricht weitgehend aufgeben, da kein Personal mehr zur Verfügung stand.

  12. 21.

    Na ja, mit dem Allgemeinwissen scheint es ja bei vielen nicht mehr weit her zu sein. Heutzutage latschen mir ja auch bei roter Fußgängerampel Leute vors Auto, weil sie nur auf ihr Smarty starren. Fahren oder laufen mit Kopfhörern rum und kriegen vom Straßenverkehr nichts oder nicht genug mit. Und auf dem Weg durch die Stadt oder gestern über die A 10 fliegt so manche Kippe aus dem fahrenden Auto.Müll auf die Straße zu schneißen scheint auch in zu sein.
    Deshalb: Man kann sich nicht auf die Vernunft der Leute verlassen- leider.

  13. 20.

    Nochmal zur Wiederholung:

    Weil all das selbstverständlich ist! Das bekommt man schon in der Kinderstube beigebracht und auch in der Schule im Sachkundeunterricht! Davon abgesehen gibt es Besuche der Feuerwehr in Kitas und Schulen wo Brandschutztechnische Früherziehung betrieben wird!

    Und: es gehört zur Allgemeinenbildung, dass man sowas nicht macht! Ist doch auch selbsterklärend...

    Und für alle die es nicht gelernt haben, hier die Erläuterung:

    https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/07843/

    Bei Waldbrandgefahr sollte man sich vor dem wegschnippen einer Kippe in den Wald etwa 25.000€ beiseite legen, um die Strafe bezahlen zu können...

  14. 19.

    Nicht lustig. Viele wissen solche grundliegenden Dinge des Lebens nämlich nicht mehr. Unglaublich, aber wahr. Leider gibt es viele Menschen, die keine Eltern hatten, die solche Sachen vermittelten. Leider auch kein sozialkompetentes Verhalten, Höflichkeit, Empathie uvm. Es wissen immer mehr Menschen immer weniger "sowas". Fragen Sie mal Lehrer...

  15. 18.

    Ja, also ich finde Paulas Vorschlag super. Meine Nachbarn die zum Garten wohnen haben z.B. einen Komposthaufen angelegt und werfen alles vom der Kartoffel über Brot bis hin zur Eierschale drauf. Jetzt wundern sie sich über einen bösen Waschbären mit Familie der sich dort anggesiedelt hat. und sind in Panik. Heute hat ein Kammerjäger Boxen wegen Ratten aufgestellt und meine Nachbarn im Garten wundern sich ... Doch, Paulas Vorschlag ist gut. Ob sich jemand dran hält .... tja.

  16. 17.

    Meine Worte. Gebetsmühlenartig müsste es spätestens ab dem Frühsommer in den Medien Informationen geben. Wie man sich im Sommer im Wald verhält, was man tun und lassen muss. Es wird ständig vor Blitzern und Staus gewarnt, aber zum Thema Waldbrandprävention kommt nichts. Kurze Spots im TV, kurze Meldungen im Radio. Viele wissen das mit den Scherben oder Katalysatoren nicht, es bleibt überall der Glasmüll liegen, Kippen aus dem Auto-Picknick im Wald inkl. die Zigarette danach. Auch die Bitte den Wald möglichst zu meiden. Warum wird da nichts auf die Beine gestellt?

  17. 16.

    Durchsagen im Radio, dass man brennende Kippen oder Glas nicht wegwirft...???? Echt jetzt?

    Ich lach mich kaputt! Das ist doch allgemeines Wissen bzw. Bildung. Das hab ich von meinen Eltern mal erklärt bekommen und in der Schule wurde es auch gelehrt.

    Scheinbar ist das jetzt bei der Generation Smartphone nicht mehr so und man muss ständig mit allem berieseln werden...

    Genauso wie man in der Fahrschule lernt wie man bei Stau eine Rettungsgasse zu bilden hat, lernt man bei halbwegs durchschnittlichen Elterhaus, IQ und Bildungsweg das man Brennende Dinge, Glas und sonstigen Müll nicht einfach irgendwo hin wirft, aus in ein entsprechendes Behältnis!

    Und die, die es sich nicht merken können, können ja vor dem Wegwerfen Google oder Alexa fragen: "Google/Alexa, darf ich meine brennende Kippe und die leere Glasflasche in den Wald werfen?" .... ;-)

  18. 15.

    Betretungsverbot unter Strafe durchsetzen, im Rundfunk diesbezügliche Ansagen gleichschalten und die Berliner informieren, Anwohner können passieren, bei Festmeilen funktioniert das auch. Ist doch wohl nicht schwer z.B. die Havelchaussee dicht zu machen, zumal dort so wieso Nachtfahrverbot herrscht. Aber wie schon geschrieben, man will erst den Schaden, dann der Held sein.

  19. 14.

    Ich wünsche mir dauerhafte Ansagen im Radio, dass weder Kippen, noch Glas weggeworfen werden darf. Mit Werbung wird man ja auch berieselt.Viele Leute können sich einfach nicht benehmen. Auch bei diesem Wetter werden Kippen aus dem Auto oder auch einfach so weggeschnippt.Die Gefahr sollte doch allen bekannt sein.
    Ein großes Dankeschön an alle Brandbekämpfer !!!!
    Hoffe, sie bekommen in diesem Jahr weniger zu tun als 2018, egal in welcher Region.

Das könnte Sie auch interessieren