Symbolbild: Flammen lodern nach großer Trockenheit auf einem Feld. (Quelle: dpa/Bodo Schackow)
Bild: dpa/Bodo Schackow

Großteil der Feuerwehr abgezogen - Wald- und Feldbrand in Märkisch-Oderland unter Kontrolle

Der Wald- und Feldbrand, der am Samstag im Landkreis Märkisch-Oderland ausgebrochen ist, ist unter Kontrolle. In der Nacht zu Sonntag konnte ein Großteil der Feuerwehrkräfte wieder abgezogen werden. Die Brandstelle zwischen Batzlow und Möglin wird noch überwacht.

Die Feuerwehr hat den Wald- und Feldbrand in Märkisch-Oderland, der am Samstag ausgebrochen ist, unter Kontrolle gebracht. Die meisten Einsatzkräfte konnten in der Nacht zu Sonntag abgezogen werden. Derzeit sind noch drei Fahrzeuge mit 21 Mann vor Ort, wie die Leitstelle Oderland am Morgen mitteilte.

Am Samstagnachmittag waren, angefacht durch starke Winde, rund acht Hektar zwischen den Ortschaften Batzlow und Möglin nördlich von Müncheberg in Brand geraten. Rund 100 Feuerwehrleute waren dort bis etwa 3 Uhr morgens im Einsatz. 

Ortschaften laut Feuerwehr nicht in Gefahr

Betroffen war zunächst eine Fläche von rund sieben Hektar zwischen der Bundesstraße B167 und der weiter westlich verlaufenden Kreisstraße, die die beiden Ortschaften Batzlow und Möglin verbindet. Das teilte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel, dem rbb mit. 

Die Feuerwehr habe "Riegelstellungen" aufgebaut, erklärte Engel. Dabei werden die Löschfahrzeuge so postiert, dass die Fläche vor dem Feuer feucht gehalten werden kann und sich die Flammen nicht weiter ausbreiten können. "Die Lage ist unter Kontrolle", habe ihm der Kreisbrandmeister berichtet, sagte Engel rbb|24 am Abend. "Die beiden Ortschaften sind nicht in Gefahr", fügte er hinzu.

Lodernde Feuerfront zwischen Batzlow und Möglin

Wie Engel weiter sagte, war der Brand durch Waldbrandsensoren um kurz nach 16.00 Uhr auf den Feldern zwischen Batzlow und Möglin entdeckt worden. Bis die Feuerwehr die Lage im Griff hatte, hätten sich die Flammen auf etwa acht Hektar ausgebreitet.

Augenzeugen hatten berichtet, dass das Feuer von starken Winden angefacht wurde und sich - von Reichenberg kommend - schnell ausbreitete. Fotos auf der Website der MOZ zeigen eine lodernde Feuerfront. Neben der Feuerwehr seien auch Landwirte mit schwerem Gerät im Einsatz, um Brandschneisen zu schlagen, berichtete die "Märkische Oderzeitung".

Lage in Lieberoser Heide bleibt angespannt

Unterdessen bleibt die Lage im Waldbrandgebiet in der Lieberoser Heide (Dahme-Spreewald) angespannt. Dort brennt es weiterhin auf einer Fläche von etwa 100 Hektar. Wie der Landkreis mitteilte, liegt der Brandschwerpunkt zurzeit in Mooren. Eine Sprecherin des Landkreises sagte, wegen der Sommerhitze und des fehlenden Niederschlags könnten sich die Löscharbeiten weiter hinziehen. Der Brand war bereits am vergangenen Montag ausgebrochen.

Insgesamt hat es in Brandenburg in diesem Jahr nach Angaben des Waldbrandschutzbeauftragten Engel bereits über 250 Waldbrände gegeben. Die weitaus meisten waren allerdings nicht größer als ein Hektar und konnten dementsprechend schnell gelöscht werden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 29.06.2019, 19:30 Uhr

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