Ein Blaulicht blinkt an einem Polizeiwagen im Einsatz, Symbolbild (Quelle: DPA/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa

Berlin-Wilmersdorf - 33-Jähriger legt Brand in Flüchtlingsunterkunft

Ein 33-Jähriger hat in der Waschküche einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Wilmersdorf ein Feuer gelegt. Es gebe keine Erkenntnisse dafür, dass die Brandstiftung am frühen Sonntagmorgen in der Aachener Straße politisch motiviert gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher. Demnach hatte der Staatsschutz ermittelt.

Der Verdächtige, ein deutscher Staatsbürger, wurde festgenommen. Gegen ihn werde wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. Laut Polizei sei der Verdächtige bereits wegen ähnlicher Taten in Erscheinung getreten.

Gegen Verdächtigen wurde bereits in ähnlichem Fall ermittelt

Laut Polizei wurden gegen 4.15 Uhr im Treppenhaus der Unterkunft die Brandmelder ausgelöst. Ein 50 Jahre alter Bewohner lief ins Erdgeschoss und begegnete auf halber Treppe dem 33-Jährigen. Dieser habe ihm gesagt, dass es einen Brand gebe. In der Waschküche fand der Bewohner eine brennende Tasche, die er in den Innenhof brachte und löschte. Die alarmierte Feuerwehr kam nicht zum Einsatz. In der Unterkunft fanden die Polizisten den 33-Jährigen. Als dieser die Beamten sah, versuchte er zu fliehen.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Wie wäre die Anklageschrift: versuchter Mord? Passend, wie ich finde, mit einer deutlichen, öffentlichen Kennzeichnung der politischen Motivation durch das Gericht.

    Aber wie man die "Anständigen", die sich über beinahe brennende Palleten in die Apokalypse hineingesteigert in Rage reden, kennt, ist das hier nur eine Nebenmeldung, ein Detail. Es geht ja nur um Menschenleben und darum, dass es echte Kriminelle gibt, die ihrer verächtlichen Ideologie (Straf)Taten folgen lassen.

    An der Stelle sei darauf hingewiesen, dass laut BKA mehrere hundert per Haftbefehl gesuchte Rechtsextremist*innen noch nicht aufgefunden und verurteilt wurden und die Serie von Anschlägen in (Nord)Neukölln vom LKA Berlin noch immer nicht aufgeklärt wurde.

    Darauf warte ich, dass ein*e Krakeler*in nach Rechtsstaatlichkeit mal konsequent handelt und sie in solchen Fällen wie hier einfordert. Und zwar ohne sich aufgefordert zu fühlen.

  2. 1.

    Auf geistige Brandstiftung folgt Brandstiftung.

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