Die Regenbogenfahne weht am Christopher Street Day (CSD) vor der Siegessäule in Berlin. Quelle: dpa/Wolfgang Kumm
Audio: Inforadio | 18.07.2019 | Klaas-Wilhelm Brandenburg | Bild: dpa/Wolfgang Kumm

Konzerne im Bündnis gegen Homophobie - "PR, die den queeren Mitarbeitern in den Rücken fällt"

Zwei Bündnisse gegen Homo- und Transphobie gibt es in Berlin. Feste Mindeststandards, die ihre Mitglieder erfüllen müssen, haben beide nicht – dafür umso mehr öffentlichkeitswirksame Aktionen. Von Klaas-Wilhelm Brandenburg

Fast jeden Tag wird Berlin gerade ein bisschen bunter, denn fast jeden Tag wird in der Stadt eine Regenbogenflagge gehisst. Stolz wehen sie vor der Technischen Universität, dem Wintergarten-Varieté oder dem Berliner Rathaus, um auf den CSD-Monat aufmerksam zu machen. Wo die Fahnen gehisst werden, sind Fotografen nicht weit, Pressemeldungen werden herausgegeben, Facebook-Posts abgesetzt. Aber machen deren Urheber auch sonst etwas für queere Menschen – also für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen?

Hinter den Hissungen der Regenbogenflaggen steht das Bündnis gegen Homophobie des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg, Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister Michael Müller. 122 Mitglieder hat das Bündnis – von der BVG über Coca Cola bis zum Berliner Fußball-Verband oder der Jüdischen Gemeinde. Darunter ist auch der amerikanische Pharmakonzern und Viagra-Hersteller Pfizer – obwohl er in den USA 2017 und 2018 fast eine Million Dollar an homo- und transfeindliche Politiker spendete.

"Wir gucken, dass das Engagement auch authentisch ist"

Dabei müssen alle, die Mitglied im Bündnis werden wollen, den sogenannten Aufruf des Berliner Bündnisses gegen Homophobie unterschreiben. Darin heißt es: "Wir, die Unterzeichner dieses Aufrufes, verpflichten uns, im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Wir engagieren uns für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender." Neben dieser Unterschrift gebe es außerdem vorab ein Kooperationsgespräch, erklärt der Leiter des Bündnisses, Johannes Blankenstein rbb|24: "Wir verschaffen uns ein Bild von der Lage im Unternehmen, indem wir uns mit den Leuten im Unternehmen treffen und gucken, dass das Engagement auch authentisch ist."

Feste Mindeststandards müssen angehende Mitglieder jedoch nicht erfüllen: "Allein schon, weil wir so verschiedene Organisationen haben", erklärt Blankenstein. Man könne eine Firma wie SAP zum Beispiel nicht mit einem Sportverein vergleichen. Der Ansatz des Bündnisses sei, "die Mitglieder stetig zu sensibilisieren und einen aktiven Austausch untereinander zu fördern, um dadurch Diskriminierung abzubauen". Die Mitglieder werden aber nicht verpflichtet, vordefinierte Maßnahmen zu ergreifen, die die Diskriminierung queerer Menschen verringern.

Johannes Kram (Quelle:privat)
Blogger und Autor Johannes Kram | Bild: Privat

"Anfragen, die wir nicht positiv beantworten konnten"

Der mehrfach ausgezeichnete schwule Blogger und Autor Johannes Kram findet es zwar grundsätzlich gut, wenn Firmen ein Zeichen für Vielfalt setzen, sagt aber auch: "Wenn nicht ganz konkrete Maßnahmen eingefordert werden und deren Umsetzung auch überprüft wird, dann sind solche Bündnisse reine PR, die letztendlich den queeren Mitarbeiter*innen in den Rücken fällt!" Als Maßnahmen denkbar seien zum Beispiel Aktionspläne gegen Diskriminierung, die auf die jeweiligen Firmen ausgerichtet sind.

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), der Träger des Bündnisses gegen Homophobie ist, betont, dass nicht jedes Unternehmen, das Mitglied werden will, auch automatisch aufgenommen wird. "Es gab bereits Anfragen, die wir nicht positiv beantworten konnten", so LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert.

Und wenn ein Unternehmen bereits Mitglied ist? "Uns fällt schon auf, wenn sich Organisationen aus Arbeitsprozessen rausnehmen." In der Vergangenheit sei das zum Beispiel bei "Kaisers" der Fall gewesen, sagt Steinert: "Aber das Problem hat sich dann auch gelöst, weil es 'Kaisers' nicht mehr gibt." Aus dem Bündnis geworfen wurde "Kaisers" also nicht. Vor einigen Jahren habe aber die Mitgliedschaft des Berliner Fußballvereins Türkiyemspor zwischenzeitlich geruht, weil dem Verein Homofeindlichkeit vorgeworfen wurde.

Jörg Steinert ist Bürgerrechtler und Geschäftsführer des LSVD. (Quelle: rbb/K.W. Brandenburg)
LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert. | Bild: rbb/K.W. Brandenburg

Klagen über Diskriminierung trotz Mitgliedschaft im Bündnis

Der Grundgedanke des Bündnisses sei jedoch eher mit einem Ehevertrag zu vergleichen. "Das ist eine Absichtserklärung, und wir schauen mal, ob es gut geht", sagt Steinert. Aber es ist erstmal etwas, das einen aneinander bindet und das einem eine gewisse Stoßrichtung gibt." Das Netzwerk queerer Mitarbeiter innerhalb der BVG sei zum Beispiel durch die Mitgliedschaft im Bündnis offiziell anerkannt worden. "Der engagierten innerbetrieblichen Gruppe wurde dadurch der Rücken gestärkt", ist Steinert überzeugt.

Trotzdem gibt er auch zu: "Man wird nicht Mitglied und auf einmal ist man frei von Diskriminierung." Besonders deutlich zeigte sich das in diesem Jahr bei der Messe Berlin. Sie stand in der Kritik, weil sie trotz ihrer Mitgliedschaft im Bündnis Malaysia zum Partnerland der Internationalen Tourismus-Börse machte – und damit einen Staat, in dem Homosexuelle gefoltert werden. Und erst vor kurzem beklagten sich an der Technischen Universität Berlin trans Studierende über Diskriminierungen, weil sie ihre selbstgewählten Vornamen nicht benutzen dürfen – auch die TU ist Bündnis-Mitglied.

"Ich sehe die Veränderungsbereitschaft der Unternehmen"

"So etwas könnte auch bei uns passieren", gibt Bastian Finke zu. Finke ist Chef des schwulen Berliner Anti-Gewalt-Projekts Maneo, das 2009 das Berliner Toleranzbündnis ins Leben gerufen hat. Das hat sogar mehr als 130 Mitglieder, basiert aber – wie das Bündnis gegen Homophobie des LSVD – ebenfalls vor allem auf Freiwilligkeit. Verpflichtet werden die Mitglieder lediglich, "einmal im Jahr in ihrer Einrichtung selbst oder mit uns zusammen ein Zeichen für gesellschaftliche Toleranz und Vielfalt und gegen jede Form von vorurteilsmotivierter Hassgewalt zu setzen", so Finke zu rbb|24.

Wie dieses Zeichen konkret aussieht, bleibt den Mitgliedern überlassen. Zudem müssten sie zu Beginn der Mitgliedschaft eine Toleranz-Absichtserklärung unterschreiben. Verbindliche Mindeststandards werden aber auch hier nicht verlangt. "Das ist ein Gebiet, auf dem wir uns weiter betätigen werden", sagt Finke. So habe vor kurzem die Arbeit an einem Zehn-Punkte-Plan begonnen, in den Mindeststandards für Mitglieder aufgenommen werden sollen. In drei bis fünf Jahren könnte der dann implementiert werden – vorausgesetzt, die Mitglieder stimmen zu. Bastian Finke hat daran keine Zweifel: "Ich sehe die Veränderungsbereitschaft der Unternehmen."

13.05.2019, Berlin: Bastian Finke, Leiter von Maneo, das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, beim einem Pressetermin vor dem Friedrichstadt-Palast (Quelle: dpa/ Kalaene)Bastian Finke

Der LSVD sieht einen Zehn-Punkte-Plan für die Mitglieder des Bündnisses gegen Homophobie dagegen skeptischer. "Ich weiß nicht, ob man dann nicht andere Punkte aus den Augen verliert", sagt Geschäftsführer Jörg Steinert. Stattdessen sei "die Vertrauensbasis im Bündnis sehr wichtig." Genauso wie die Berliner Landesverfassung, auf die sich das Bündnis stütze. Laut dieser darf niemand wegen der "sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden" – in einer demokratischen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit.

Sendung: Radioeins, 19.07.2019, 09:40 Uhr

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17 Kommentare

  1. 17.

    Ich habe offen gestanden keinen blassen Schimmer, was Sie mir persönlich mitteilen wollen, da Ihre gesamte Antwort keinerlei Bezug zum Inhalt meines Kommentars hat. Ganz im Gegenteil. Nehmen wir gern das Beispiel von IKEA Polska, die sich vorbildlich verhalten und einen diskriminierenden Mitarbeiter entlassen haben. Man kann jetzt natürlich IKEA dafür rügen und die Mitgliedschaft im Verband in Frage stellen, dass sie weiter ihr Geschäft in Polen betreiben und dort gut verdienen. Aber was hilft es den deutschen Betroffenen? Richtig, gar nix! Die Rechte Homosexueller müssen in vielen Ländern erst schrittweise und mühsam erkämpft werden und gerade internationale Konzerne sind dabei Vorreiter und kleine Inseln im Meer der Intoleranz. Inseln, die langsam größer und größer werden. Mit Boykott erzielt man nichts oder sogar das Gegenteil.

  2. 15.

    Selten so einen Unsinn gelesen. Die ziehen dann nach Polen oder Russland? Oder wo soll es angeblich noch besser und toller als im bunten Deutschland sein? Ihre (nur damit sie sich nicht wieder gedemütigt fühlen) Threads sind, wie fast immer, unterste Schublade wenn es um das bedienen irgendwelcher Klischees geht. Aber Hauptsache die Nazis und Rechte stehen bei ihnen Spalier.

  3. 14.

    Es gibt Frauen und Männer. Und diese beiden Geschlechter sorgen für Nachwuchs. So ist die Natur. Und welche Neigungen der Mensch dann entwickelt ist eine ganz andere Sache. Ich sage immer jedem das seine. Ich selber liebe die Frauen mehr als die Männer, aber habe mein Leben lang nie Probleme gehabt. Aber dieses ganze Theater um die Rechte von Homosexuellen und anders Gesinnten ist in vielen Punkten hausgemacht. Einerseits gebe ich den Medien die Schuld und anderer seits aber auch den sogenannten Betroffenen. Man sollte auch als queerer Mensch mal in sich hinein schauen und überlegen was man vom Leben erwartet. Und ob nun in Polen oder hier die katholische Kirche intolerant ist und in Zeitungen Aufkleber für regenbogenfreie Zonen verteilt werden, muss mich doch ganz persönlich nicht belasten. aber jeder ist seines Glückes Schmid.

  4. 13.

    Schon das DU stößt bei mir auf eine gewisse Ablehnung, Ihnen auf solch einen Kommentar zu Antworten. Nur soviel, einige Schwule denken schon offen darüber nach, Haus und Grundstück zu verkaufen und aus Deutschland wegzuziehen. Gerade wegen der zunehmenden Tendenz in der Bevölkerung nach Rechtsaußen.

  5. 12.

    Liebe Schwester Constructa , welches voreingenommenes intolerantes Weltbild hast du denn, dass du schreibst: " Und in Brandenburg sowie in so manch westlichen Städten ( Siegen z.B.) stehen die Faschos schon Spalier ...". Auch in Brandenburg sind die in der Minderheit und stehen nicht überall Spalier.

  6. 11.

    Hallo Frank,
    Ihnen sei geholfen. Einfach mal auf „Queer.de“ klicken und sich selbst ein Bild über die Situation von LGBTs nicht nur in Deutschland, sondern Weltweit machen. Die Themen sind sehr gut übersichtlich und Sie dürfen sogar ruhig Fragen stellen oder Beiträge kommentieren. Niemand wird es Ihnen verübeln, auch wenn Sie spezielle Fragen haben. MFG

  7. 10.

    Eine Korrektur muß ich vornehmen. Es geht um die Aufkleber. Es muß heißen:“ Ein polnisches Magazin verteilt Aufkleber für LGBT-freie Zonen“. Im Grunde aber ist es dasselbe.

  8. 9.

    Auch ich stelle mir seit langen die Frage wo im Alltag Homo- und Transphobie anfängt. Aber vielleicht gibt es ja hier ein paar Fachleute, die mir diese Frage beantworten können.

  9. 8.

    Schon interessant wie sich so manche Fachfrau und Fachmann äußern. Doch Steffen, werfen Sie nur mal ein Blick ins Nachbarland Polen.“ Ikea „ macht’s dort vor und hat erst kürzlich einen homophoben katholischen Mitarbeiter gefeuert. Und jetzt kommt’s ganz dicke. In Polen werden nun Aufkleber für Regenbogenfreie Zonen schon in Tageszeitungen beigefügt. Ganz offiziell. Die katholische Kirche wettert eifrig weiter gegen Schwule und Lesben. Auch in Deutschland. Und in Brandenburg sowie in so manch westlichen Städten ( Siegen z.B.) stehen die Faschos schon Spalier um gegen Homos zu hetzen. Aber alles im grünen Bereich. Ist ja klar. Dann lieber hier in der Hauptstadt den CSD als den bunten Karnevals Zug mit Paradiesvögel abtun. Was auch hier schon so manche geschrieben hatten. Und das in Köln, Aachen und München weiterhin die Polizei kräftig einschreiten tut bei geringe Vergehen, muß hier auch nicht groß erwähnt werden, nicht wahr?

  10. 7.

    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, es gibt noch sehr wohl große Bereiche wo dieses Thema unbedingt sensibilisiert werden sollte. Darauf sollten diese Bündnisse und Verbände sich konzentrieren. Dieses sollte jedoch genau durchdacht sein. Gerade bei den harten Jungs der Baubuden und der im Männerfußball sollte es ein wachsender Prozess sein und es sollte kein Druck ausgeübt werden. Jedoch sollte auch im normalen Leben und auch bei Medienberichten auf mehr gegenseitige Toleranz geachtet werden. Dann kommt es auch unter anderem hier nicht zum Teil sehr bösen Kommentaren und Missverständnissen.In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Abend.

  11. 6.

    Vielleicht liegt das Problem bzw. das Dilemma ja ein darin, dass alles sofort und auf einmal erreicht werden soll? Natürlich wäre es wünschenswert, wenn es nirgends auf der Welt mehr Verfolgung oder Diskriminierung von Queeren gäbe. Klar, unterschreibt wohl jeder sofort. Nur sieht die Realität eben anders aus und wir haben nicht die Macht, Zustände in anderen Ländern nach unseren Vorstellungen zu ändern. Das ist bedauerlich, aber eben die böse Realität. Würde man Firmen nun zwingen, sich zu entscheiden, werden die schon aus Gründen der puren Existenz sich nicht gegen einen Geschäftspartner entscheiden sondern gegen die mehr oder weniger symbolische Mitgliedschaft im Anti-Homophobie-Verein. Dann ist den Queeren vor Ort aber nicht geholfen oder schlimmer. Manchmal muss man sich leider für das kleinere Übel entscheiden, ohne das Ziel aus den Augen verlieren zu müssen.

  12. 4.

    Was den gewöhnlichen Alltag und bspw. auch Medienberichte angeht, gebe ich Ihnen sehr wohl recht. Doch es gibt große Bereiche, wo es m. E. anders ist und herabsetzende Witze über geschlechtliche Minderheiten an der Tagesordnung sind, wie auch jemand, der keine gegengeschlechtliche Beziehung aufweisen kann, ins Abseits gerät.

    Die Bauarbeiterbuden befinden sich da gleichauf mit dem (männerdominierten) Profi-Fußball.

    Vor diesem Hintergrund finde ich es merkwürdig, dass die genannten Schwulen- und Lesbenverbände sich eher darauf konzentrieren, aus vorfindbarer 95 % iger Problemlosigkeit gegenüber gescfhlechtlichen Minderheiten in vielen Bereichen eine 100 % ige Problemlosigkeit machen zu wollen, während die beiden genannten Bereiche bspw. vollkommen unbeackert bleiben.

    Ist es mangelnder Mut?

  13. 3.

    Was hat die HU gesondert mit Schwulen und Lesben zu tun? Es ist eine steuerfinazierte Einrichtung, die nicht unbedingt eine drei Prozent Population besonders in den Blick nehmen müßte.

  14. 2.

    Im normalen Arbeitsleben und öffentlichen Leben, interessiert es doch kaum jemanden, wie der Kollege oder derjenige, der neben einem im Kino sitzt oder im KADEWE an der Kasse steht, geschlechtlich orientiert ist. Die Stonewall Geschehnisse sind in einer Zeit passiert, wo die Gesellschaft bei weitem nicht so tolerant war, wie sie es heute ist. Heute führen wir ein buntes Leben, wo im Großen und Ganzen jeder jeden toleriert. Und was jeder in seiner Freizeit macht und seinen 4 Wänden ist doch vollkommen egal. Aber die Toleranz sollte auf Gegenseitigkeit beruhen. Ich habe aber das Gefühl, das bei all dem was hier geschrieben wird, das nicht der Fall ist. Noch ein Bündnis, noch ein Blogger der Bücher schreibt usw. Des weiteren Stelle ich mir immer wieder die Frage wann fängt so genannte Homo- und Transphobie an??

  15. 1.

    Wenn das Bündnis ernst genommen werden will, müsste es m.E. Firmen wie Pfizer oder die Messe Berlin als Mitglieder ausschließen oder zumindest abmahnen können. Ansonsten bleiben die festgelegten eigenen Ziele nichts als Lippenbekenntnisse. Wo es an Glaubwürdigkeit fehlt, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht mehr ernst genommen wird. Eine bunte Flagge zu hissen, ist das Eine. Das Andere ist, einer solchen Aktion auch im täglichen Leben Taten folgen zu lassen. Und darauf kommt es letztendlich an. Sonst kann man sich die Fahne auch sparen.

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