Mit vielen Regenbogenflaggen ziehen Teilnehmer der CSC-Parade durch Berlin. (Quelle: imago/Carsten Thesing)
Video: Abendschau | 27.07.2019 | Arndt Breitfeld | Bild: imago/Carsten Thesing

"50 Jahre Stonewall" - Eine Million Menschen feiern in Berlin den Christopher Street Day

Bunt und doch politisch: Rund eine Million Menschen haben bei der CSD-Parade in Berlin gefeiert. Doch auch 50 Jahre nach dem Aufstand in der New Yorker Christopher Street gegen Polizeigewalt sieht die queere Community sich noch nicht gleichberechtigt.

Eine riesige Parade zum 41. Christopher Street Day hat am Samstag Hunderttausende Menschen in der Berliner City-West angezogen. Um für die Rechte von Lesben, Schwulen, Transpersonen, Inter- und Bisexuellen zu demonstrieren, setzte sich am Mittag ein bunter Tross mit knapp 100 Wagen vom Kurfürstendamm Richtung Brandenburger Tor in Bewegung. Konfetti wurde in die Luft geschossen, viele Teilnehmer schwenkten Regenbogenfahnen.  

Etwa 250.000 bis 300.000 Menschen hätten sich allein am Demonstrationszug beteiligt, sagte Mitorganisator David Staeglich-Büge dem rbb, er berief sich auf Angaben der Polizei. Dazu kamen noch weitere, die den Zug als Zuschauer begleiteten. Insgesamt waren beim CSD laut Veranstaltern rund eine Million Menschen auf der Straße. Nach Angaben der Polizei gab es keine Zwischenfälle. Allerdings musste der U-Bahnhof Nollendorfplatz wegen Überfüllung zeitweise geschlossen werden.

Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor sprach auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Für musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem die Sängerin Marianne Rosenberg und die Rapperin Sookee. Zudem wurden die beiden Gründer des lesbisch-schwulen Querverlags, Ilona Bubeck und Jim Baker, ausgezeichnet. Noch bis zum späten Abend sollte am Brandenburger Tor gefeiert werden. Danach wird sich die Feier in die Clubs der Stadt verlagern.

Das Motto des CSD lautete in diesem Jahr "50 Jahre Stonewall – Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme". Damit sollten frühe Aktivisten gewürdigt werden, wie die Veranstalter sagten. Darunter sind die Malerin Lili Elbe (1882-1931) und die CSD-Gründerin Brenda Howard (1946-2005).

Projekt Maneo zählt gut 380 Angriffe auf Homosexuelle und Transgender

Zur Eröffnung der CSD-Parade wiesen einige Aktivisten der LSBTIQ-Bewegung auf immer noch bestehende Probleme hin. "Stell dir vor du bist eine Frau und keiner glaubt es dir. Stell dir vor du bist ein Mann, aber erst ein Richter muss dir das bescheinigen", sagte etwa Anastasia Biefang vom Arbeitskreis homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V.. Biefang wurde bekannt als erste transsexuelle Befehlshaberin der Bundeswehr. CSD-Organisatorin Dominique King forderte eine Änderung des Elternschaftsrechts: "Wenn zwei lesbische Frauen heiraten, ist es noch lange nicht so, dass die zweite Frau die zweite Mutter ist. Sondern das Kind muss dann adoptiert werden", so King.

Trotz Erfolgen, wie der Abschaffung des "Schwulenparagraphen", der gleichgeschlechtlichen Sex unter Strafe stellte und der Einführung der Ehe für alle, werden Homosexuelle und Transgender noch immer Opfer feindseliger Angriffe. 225 Fälle, die sich auf sexuelle Orientierung bezogen, zählte die Berliner Polizei 2018, im Jahr zuvor waren es 171. Das Beratungsprojekt Maneo registrierte im vergangenen Jahr sogar 382 solcher Fälle, was einem Anstieg um ein Drittel binnen zwei Jahren entspräche, wie es in einer Mitteilung heißt.

Erinnerung an NS-Opfer

Zum Auftakt des Christopher Street Days wurde zunächst an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) legte am Denkmal in Tiergarten einen Kranz nieder. 

Neben Vertretetern aus der Politik nahmen auch zahlreiche Schwulen- und Lesbeninitiativen teil. Sie warnten vor einer Stigmatisierung bestimmter Gruppen und riefen zu Wachsamkeit auf. Geschichte dürfe sich nicht wiederholen. Schätzungen zufolge kamen in in der NS-Zeit rund 7.000 Homosexuelle durch Lagerhaft oder Mordaktionen ums Leben.

Lederer: CSD ist immer noch politisch

Kritiker beklagen, der CSD werde zunehmend kommerzieller. So fuhren bei der diesjährigen Parade auch Trucks der Konzerne Coca Cola, Amazon, Google oder Paypal  mit. Der CSD-Vorstand hat eingeräumt, die Parade sei kommerziell. Aber es würden nur Firmen auf dem CSD zugelassen, deren Initiative für queere Menschen ernsthaft sei, sagte Monique King, eine von fünf Vorstandsmitgliedern.

Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sieht den Christopher Street Day (CSD) nach eigener Aussage weiterhin vor allem als politische Demonstration. Die Menschen, die auf der Straße seien, zeigten queere Sichtbarkeit, sagte Lederer am Freitag dem rbb. Sie wiesen außerdem auf unerledigte Themen hin. So sei das Transsexuellen-Gesetz noch immer entmündigend, so Lederer. Auch seien Therapien zur Umerziehung von Lesben und Schwulen noch immer nicht verboten.

Zu den Forderungen des diesjährigen Berliner CSD gehörte etwa, die Ausgrenzung HIV-positiver Menschen zu stoppen oder Menschen der LSBTIQ-Community, denen in ihren Heimatländern Verfolgung droht, ein Bleiberecht in Deutschland einzuräumen.

Erster Berliner CSD 1979 mit 400 Demonstranten

Sendung: Radioeins, 27.07.2019, 14 Uhr

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96 Kommentare

  1. 96.

    „Und bin auch nicht gegen den CSD und vergleichbare Karnevalsveranstaltungen“. Der CSD ist für Sie NICHTS? Solch ein ignorantes Verhalten Ihrerseits um die wichtige Bedeutung dieser alljährlichen Demonstration zeigt Ihr wahres Desinteresse um die Belange von LGBTIs. Deshalb bewerte ich Ihren Kommentar mit dem schönen Song von Billy Preston Nothing for Nothing is Nothing.

  2. 95.

    Durchatmen ist nicht nötig, da ich dieses Thema gänzlich unaufgeregt betrachte.
    Und ich bin auch nicht gegen den CSD und vergleichbare, karnevalistische Veranstaltungen.
    Nur halte ich dieses Zusammensein für überbewertet.
    Und wer Nichts feiert, muss meiner Meinung nach auch mit dem Hinweis leben, dass er genau das tut.
    Make sense, not love. :-)

  3. 94.

    Einfach mal tief durchatmen und Menschen machen lassen. Jedwede friedliche Veranstaltung ist zu tolerieren. Und wer das nicht kann, soll wegsehen oder hat einfach Pech gehabt. Fashion Week, Radrennen, Fußball und und und...jeder ist genervt von irgendwelchen Events. Iss nunmal so in sona Stadt wie Berlin. Und ob politisch genug oder Peng, es gibt ja nun noch genug Homophobe, die sich echauffieren. Alleine dafür muss der CSD weiterhin statt finden. Einmal im Jahr ist zu schaffen^^. Make Love not War :-)

  4. 93.

    Ich stamme aus Monterey. Und bin jedes Jahr bei meinen Eltern. San Francisco ist mir also sehr bekannt. Nun ja, Deutsche haben meist eine andere Sichtweise. Und über Geld spricht man ja in Deutschland auch nicht....

  5. 92.

    Lieber Nick,
    das ist mir durchaus klar. Doch wer eine Meinung äußert, sollte diese auch konkretisieren und ggfs. begründen können, wenn er sich nicht den Vorwurf purer Polemik gefallenlassen will.
    Eine politische Forderung kann ich in einem derartigen Happening (das bitte konkret WAS bewirken soll?) nicht erkennen.
    Glaubt irgendwer ernsthaft, dass eine solche Verherrlichung der eigenen Sexualität irgendwen zu irgendeinem Umdenken veranlassen wird?
    Für Sie und manch anderen mag das ein Ausdruck von irgendetwas sein - für mich ist es eine in Massen zelebrierte Selbstdarstellung ohne jeden Effekt.
    Nebenbei bemerkt ist es mir schlichtweg egal, wer warum mit wem zusammenlebt.
    Sexualität ist Privatsache und darf es auch gerne bleiben.

  6. 91.

    Zufällig habe ich seit 1975, wo ich das ganze Jahr hindurch in San Francisco gelebt hatte und mehrfach dort Jahre später immer wieder dort meinen Urlaub mit meinen amerikanischen Freunden verbracht habe, diese schleichende Entwicklung miterleben dürfen. Zu Ronald Reagans Zeit campierten die Obdachlosen protestierend in Zelten vor dem Rathaus. Jetzt gehört die Innenstadt und die dazugehörenden wunderschönen alten Viktorianischen Häuser zu den teuersten Gegenden in San Francisco. Und ja, es sind eben diese Neureichen Yuppies( Sillicon Valley läßt schön grüßen) die jetzt überwiegend das Stadtbild dort prägen und für Normalsterbliche die Mieten unerschwinglich gemacht haben. Noch etwas, wäre auch ich vermögend, so würde ich schon lange nicht mehr in Berlin wohnen. San Francisco und Umgebung sind für mich schon zur zweiten Heimat geworden. Waren Sie vielleicht überhaupt mal länger als nur 2 Wochen dort? Die Kalifornier dort, sind etwas besonderes. Ich liebe dieses Mellow Feeling.

  7. 90.

    Lieber Tremor, es ist nicht meine Aufgabe, Ihre Wissens- und Deutungslücken zu schließen und Ihre Frage habe ich bereits mit meinem ersten Beitrag beantwortet. Kern Ihrer Aussagen und provokativen Fragestellung ist eine Einstellung, die nicht teile und auf die ich mich nicht einlasse, weil es mir zu plakativ ist. Wer bin ich (oder Sie), dass ich darüber urteilen darf, wie Menschen zusammenleben dürfen oder welche Beweggründe sie haben, auf Demonstrationen zu gehen? Eine Million Menschen auf dem CSD sind der Meinung gewesen, ein Zeichen für Toleranz, Freiheit, Diversität, Anti-Diskriminierung und Selbstverwirklichung setzen zu wollen und das ist großartig. Warum müssen politische Botschaften und Forderungen immer langweilig verpackt werden? Lassen Sie die jungen Menschen doch dabei tanzen und Freude schenken... Besser als diese griesgrämige Diskussion, die Sie hier anstoßen.

  8. 89.

    Sie ist WAS ofensichtlich nicht?
    Besonderheit (wenn man stolz darauf sein sollte: Leistung) oder Alltag (wenn man sich nicht dafür interessiert: Banalität)?
    Kurzum: Ist es etwas, auf das man (beispielsweise mit einer solchen Veranstaltung) hinweisen sollte oder etwas, auf das man nicht hinzuweisen braucht, weil es ja etwas ganz Normales ist?
    Was betont der CSD?
    Den Wunsch, aus der Masse hervorzustechen (und ehrlich gesagt: genau diesen Eindruck habe ich)?
    Oder den Wunsch, als Normalität angesehen zu werden (wobei ich Egozentrik eher kontraproduktiv fände)?

  9. 88.

    „ ..da ja San Francisco jetzt mit Yuppies überzogen und sündhaft teuer geworden iSt.....“ Da redet jemand über eine Stadt, ohne sie offenbar zu kennen. Bitte einfach mal dieses Klischee sein lassen. Die Stadt ist immer noch offen und lebenswert. Ihre Yuppi-Allergie können Sie daheim lassen. BTW, teuer ist immer relativ

  10. 87.

    Das ist es ganz offensichtlich nicht, wenn man sich die glaubwürdigen Schilderungen der Interviewgäste vom rbb angesehen hat. Das, was bis jetzt für die Homosexuellen in Deutschland erreicht wurde, ist gut und richtig, aber es ist fragil, weil Ausgrenzung und Diskriminierung zunehmend wieder en vogue werden und die Errungenschaften gesellschaftlich noch nicht vollends angekommen und angenommen werden.

  11. 86.

    Wenn fast eine Millionen Menschen für Toleranz und Anti-Diskriminierung in Zeiten wie diesen auf die Straße gehen, verbietet sich m.E. jede egoistische und kleinbürgerliche Aufregung über Straßensperrungen und Pipi und Kacka in den Ecken. Wie kann man in Anbetracht dieser großartigen Veranstaltung, die wie keine andere Veranstaltung für Freiheit und Selbstverwirklichung steht, sich öffentlich über diese Banalitäten aufregen? Liebe Leute, freut euch, dass ihr Teil von etwas Größerem ward und dass unsere Stadt mit ihrer wechselhaften Geschichte ein Leuchtturm der Liebe geworden ist! Ich bin stolz auf den CSD in Berlin!

  12. 85.

    Ich zog zwei Stiefkinder groß. Problemkinder, um die wir vor Gericht hart kämpfen mussten. Zu einer Zeit, als es nicht selbstverständlich war, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht bekommt. Nach vielen zähen und zermürbenden Gutachten und Verhandlungen konnten wir die Beiden zu uns nehmen. Obwohl ich, im Gegensatz zur leiblichen Mutter, die Kinder fürsorglich und liebevoll durch ihre Kindheit begleitete, hatte ich nie Rechte. Denn für eine Adoption hätte es wiederum Anträge, Verhandlungen, Anwälte und jede Menge Stress gebraucht. Die Kraft hatten wir nicht mehr. Das hat sich hoffentlich inzwischen geändert. „Normal“ sind Eltern, die ihre Kinder in verbindlicher Geborgenheit, liebevoll großziehen. Egal welche sexuelle Orientierung sie bevorzugen. Es gibt unzählig viele schlechte, unfähige Eltern, die heterosexuell sind.

  13. 84.

    Ich begreife es nicht:
    Ist Nicht-Heterosexualität nun eine ganz normale Sache, die nicht weiter erwähnenswert und ganz alltäglich ist, oder eine Besonderheit, auf die man aus irgendeinem Grund stolz sein und ausdrücklich hinweisen sollte?

  14. 83.

    Ein Blick nach San Francisco Kalifornien genügt schon, um zu verstehen worum es bei der Demonstration eigentlich geht. Um eine politische Veranstaltung. Nicht mehr und nicht weniger. Nichts dort wird maßlos übertrieben. Da kommen sogar die Nachbarn aus ihren Häusern aus Solidarität mit dem Marsch. Naja, jetzt vielleicht auch nicht mehr, da ja San Francisco jetzt mit Yuppies überzogen und sündhaft teuer geworden ist. Aber nein, man will ja, wie in anderen großen Städten mit der größte, schönste Umzug sein. Übrigens gilt der CSD Pride in Sydney als der schönste Weltweit. Dann wundern Sie viele hier in Berlin, was das noch mit dem CSD zu hat und stellen Verbindungen her zur vergangenen Loveparade.

  15. 82.

    Falsch. Ein Stiefelternteil hat so gut wie keine Rechte. Um weiterreichende Rechte zu erhalten muß das Kind adoptiert werden. Und mit "normal" habe ich Nichts und Niemanden ausgegrenzt. Jedes Kind hat genau eine biologische Mutter und einen biologischen Vater. Das ist normal, da können Sie hoch und niedrig springen. Für alle anderen Konstellationen gibt es einen gesetzlichen Rahmen. Man kann Änderungen daran einfordern, aber eben nicht nur für eine bestimmte Klientel.
    Im zitierten Fall ist die geheiratet Frau eben die Stiefmutter. Wo ist das Problem?

  16. 81.

    Ich vermute, hinter Ihrem Synonym verbirgt sich Lotte? ;-)
    Das ist genau das, was ich meine. Wenn man es ohne eigene Gelder weiter so groß aufzieht, läuft man Gefahr, den Status als Demo irgendwann zu verlieren. So wie damals die LoveParade. Das wäre schade! Stattdessen wäre es aus meiner Sicht tatsächlich sinnvoller, das Ganze etwas kleiner aufzuziehen, dann eben ohne Wagen oder zumindest mit weniger. Irgend jemand aus der Community wird doch wohl einen Klein-LKW oder Traktor beisteuern können. Dann wäre das Event auch wieder glaubwürdiger. Für die Kostüme und fröhliches Tanzen braucht es keine Sponsoren. Meine Meinung.

  17. 80.

    Ich weiß was er meint. Man kann auch einfach leben und muss sich nicht um alles kümmern. Das heißt nicht, dass man eine andere als die eigene Lebensweise ablehnt. Und manches wird einem aufgedrängt ohne dass man sich dafür interessiert.

  18. 79.

    Ich stimme Ihnen hier sogar zu was Sie kommentieren. Nur der Unterschied zu den amerikanischen Gay Demonstrationen ist der, dass dort nur die vielen Clubs Wagen stellen und somit auch viel Geld sponsern, was in Deutschland überhaupt nicht machbar ist. Deshalb sucht immer wieder der CSD Vorstand nach Geldern um eine solch bunte und vielfältige Demo auf die Beine zu stellen. Und Sie können mir glauben, auch ich hätte es dann lieber ne Nr. kleiner. In der Community gehen auch darüber die Meinungen weit auseinander. Siehe extra Demo der Lesben oder diese Alternativ Demo.

  19. 78.

    Mit diesem Problem? Da weiß man ja gleich, wie Sie ticken.
    Wahrscheinlich sind für Sie schon Menschen, die die falsche Straßenseite benutzen, Außenseiter und ein Problem.
    Möglich, dass Sie Ihr Wesen ohne Medien entfalten konnten. Weit hat Sie das allerdings nicht gebracht. Einfach mal über den scheinbar doch recht hohen Tellerrand schauen.

  20. 77.

    Ich bleibe lieber bei einer gesunden Toleranz. Also den Hinnehmen. Bei Akzeptanz müsste ich meine Gesinnung aufgeben. Eine gesetzlicher Zwang zur Akzeptanz würde Indoktrination (ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung) bedeuten die bekanntlich verfassungswidrig ist.

  21. 76.

    Ergo war es ein viel schöneres Leben, als man in der DDR-Diktatur aus bekannten fürchterlichen Gründen von „sowas“ wie Homosexuellen verschont blieb? Das ist irgendwie fast der gruseligste Kommentar von allen schlimmen Kommentaren, die hier bisher zum Thema abgesondert wurden. Es ist Ihr Recht mit wem Sie Kontakt haben möchten und mit wem nicht. Aber warum halten Sie es nicht wie früher: ein ruhiges Leben ohne Medien. Also bitte auch ohne zu kommentieren. Übrigens war auch früher in der DDR für Homosexuelle das Thema wichtig. Weil sie das nicht offen leben dürften.

  22. 75.

    Lesen bildet bekanntlich. Sich nur mal mit dem CSD und die Umstände hierzu näher Auseinandersetzen. Soviel dazu.

  23. 74.

    Ein Vergleich von Äpfel mit Birnen hilft hier auch nicht weiter. An all den genannten Veranstaltungen verdienen die Kommunen nämlich kräftig mit und zwar mehr, als sie für Sicherheit und Ordnung aufwenden müssen. Ich finde es völlig okay, dass es den CSD in Berlin gibt, allerdings muss es eben auch eine politische Veranstaltung bleiben und keine kommerzielle werden. Ansonsten müsste nach dem Gleichheitsgrundsatz die Stadt eben Sondernutzungsentgelte erheben. Und wenn ich höre, dass Sponsoren erforderlich sind, um die Veranstaltung finanzieren zu können, dann kommen mir schon Zweifel, ob es noch eine politische Demo ist. Ich wüsste nicht, dass für die Ostermärsche damals auch Sponsoren erforderlich gewesen wären, bei etwa gleicher Größenordnung.

  24. 73.

    Frage: sind Sie in der DDR aufgewachsen?
    Ich fand es gut, das ich mit diesem Problem nicht konfrontiert worden bin. Ich konnte mein Wesen ohne Medien entfalten.
    Ich hatte ein ruhiges Leben. Ich kannte überhaupt keine Homosexuellen. Warum auch, mir reichte ja mein heterosexuelles Umfeld. So wichtig wie heute war das hier alles nicht. Alles übertriebener Aktionismus. MfG

  25. 72.

    Dann bitte auch weg mit: Weihnachtsmärkten, Radrennen, Marathons, Public Viewing jeglicher Art, Oktoberfesten, Baumblüte (Werder), Fußballveranstaltungen, Strassenfesten, Weinfesten uvm. Dort werden Drogen ohne Ende konsumiert, besonders viel Alkohol. Kostet den Steuerzahler ohne Ende, man muss ständig Umleitungen in Kauf nehmen, macht alles Dreck, überall wird hingepullert und schlimmeres, ist laut und nervig für alle diejenigen, die damit nichts am Hut haben (ich z.b. mit dem Fussballzeugs). Gleiches Recht für alle :-)

  26. 71.

    Nach dieser Logik müsste in der Tat beim nächsten Neo-Nazi-Aufmarsch Schwar- Weiß-Rot am Rathaus hängen oder Gelb-Weiß, wenn der Papst kommt.
    Rathaus- und Verwaltungsbeflaggung sollten allerdings weder politische Haltungen propagieren, Weltanschauungen, geschweige denn kommerzielle Veranstaltungen unterstützen. das ist absurder, wenn Google, Coca-Cola oder Amazon am CSD auch noch verdienen.

  27. 70.

    Bezeichnend, dass der rbb über den CSD unter der Rubrik Panorama und nicht unter Politik berichtet. Aus der Diskussion kommt deutlich hervor, dass es mehr um den CSD als bunte Veranstaltung als um eine politische Demo geht.

  28. 69.

    Vielen Dank rbb24, das ist genau die richtige Frage: Wer das Ganze als „Affentanz“ herabwürdigt und die Dreistigkeit hat, so Toleranz gegenüber der Intoleranz zu fordern, verdient vollkommen zu Recht eine kritische Nachfrage! Danke!

  29. 68.

    Einen Affentanz machen ist eine Redensart. Natürlich können wir jetzt alles auf die Goldwaage legen und politische Korrektheit auch bei Redensarten einfordern. Und das wäre wiederum ein Affentanz um die Umgangssprache. ;-) Bleibt doch alle mal locker. Viele Wege führen nach Rom, um bei Sprichwörtern zu bleiben.

  30. 67.

    Da stimme ich zu.
    Allerdings sollten Sie sich dann auch auf den richtigen Kommentar beziehen und nicht auf einen völlig harmlosen. Und genau auf diesen harmlosen haben Sie reagiert.

  31. 66.

    Schönes Bild gestern Abend in der S-Bahn: CSD-Volk und Andrea-Berg-Fans treffen aufeinander - und unterhalten sich nett.

  32. 65.

    Ich sehe zzt. beim CSD eine Parallele zur Loveparade. Wo endet die politische Demo, wo beginnt es kommerziell zu werden? Wenn schon die Diskussion aufkommt, ob es noch eine politische Demo ist, dann ist das meist der Anfang vom Ende.

  33. 63.

    Da bin ich ganz bei Ihnen.
    Das ist eine Sauerei und muss zukünftig anders geregelt werden. Leider ist das in anderen Städten (z.b. Köln-Karneval/München Wiesn) genauso schlimm. Es ist nachtürlich ungut für alle Teilnehmer, wenn einige sich so aufführen. Ich wäre auch sauer, kann Sie gut verstehen. Mir reichen schon die täglichen Hinterlassenschaften der Hunde hier, samt deren Besitzern, teils auch unbelehrbar und aggressiv.

  34. 62.

    Eine Veranstaltung als "Affentanz" zu bezeichnen, ist noch keine Meinung, sondern einfach eine Herabwürdigung. Wir finden es angebracht, den Nutzer nach seiner Motivation dafür zu fragen.

  35. 61.

    „ Wenn ein Mann eine Frau mit einem Kind heiratet, ist er noch lange nicht der Vater. Sondern das Kind muß dann adoptiert werden. Das gilt auch für den Fall, daß eine Frau einen Mann mit Kind heiratet. Normal“ Das ist falsch. Sie verkennen die Stiefelternschaft. Im ersten Fälle wäre der Mann der Stiefvater. Er muss das Kind nicht adoptieren. Und der Begriff „Normal“ ist eine Wertung, die andere Lebensweisen ausgrenzt ;-) Es ist nicht alles schwarz oder weiß.

  36. 60.

    Das wird jetzt aber eine philosophische Betrachtung. Intoleranz schließt Toleranz aus. Aber Toleranz bedeutet auch, intolerante Menschen zu akzeptieren. Man kann die Gedanken eines anderen nicht abtun. Wenn aus intoleranteren Gedanken und auch Reden aber intoleranten Handlungen werden, dann muss man ebenfalls handeln. Die Grenze ist fließend. Jedenfalls ist das das klassische Dilemma einer Demokratie. Sie muss auch radikale Meinungen aushalten.

  37. 59.

    "Wenn zwei lesbische Frauen heiraten, ist es noch lange nicht so, dass die zweite Frau die zweite Mutter ist. Sondern das Kind muss dann adoptiert werden", so King.
    Tatsächlich? Wenn ein Mann eine Frau mit einem Kind heiratet, ist er noch lange nicht der Vater. Sondern das Kind muß dann adoptiert werden. Das gilt auch für den Fall, daß eine Frau einen Mann mit Kind heiratet. Normal. Warum sollte das für gleichgeschlechtliche Paare anders sein?

  38. 58.

    Alles schön und gut aber wer Respekt und Toleranz haben möchte sollte sich auch so verhalten und diesen verdienen.
    Wie jedes Jahr wird unser Vorgarten in eine öffentliche Toilette verwandelt, selbst wenn die Türen geschlossen werden, springen die Frauen und Männer über den Zaun und erledigen ihr großes und kleines Geschäft und hinterlassen ihre Spuren. Und vereinzelt kann man auch beobachten, dass die ein oder anderen zudem noch Ihre Nase in der Ecke mit Koks oder ähnlichen Substanzen befriedigen. Wenn wir als Anwohner nach unten gehen um die Personen freundlich weg zu schicken, werden wir noch beschimpft und der Mittelfinger gezeigt. Für solch ein Verhalten, braucht man keine Toleranz oder Respekt erwarten.

  39. 57.

    RBB24, diese Interpretation einer anderen Meinung ist eine große Frechheit. Unglaublich, was Sie hier von sich geben.
    Ich mag die Idee des CSD, nicht aber dieser unglaubliche Lärm, den die von sich geben und dass ich als Anwohner nicht mal richtig aus meiner Wohnung kann, weil ALLES gesperrt ist. Bis gegen Mitternacht hatten wir etwas von diesem unglaublichen Bass-Gewummer, dem Gegröle und den sich in unsere Straßen verirrenden Krakeeler.
    Überlegt Euch mal lieber, Toleranz denen gegenüber aufzubringen, die das nicht mögen. Ich verteidige jeden Schwulen, aber nicht durch Grölen, Saufen, Feiern.

  40. 56.

    Es ist keine Meinung, so respektlos über eine Veranstaltung zu pöbeln, die für Hunderttausende wichtig zu sein scheint. Ich könnte es akzeptieren, wenn jemand schreiben würde, dass er die Innenstadt an diesem WE meidet, weil er kein Interesse an der Sache an sich hat und den Trubel meiden möchte. Völlig legitim. Ich meide oft die Innenstadt, wenn Radrennen, Marathon uvm. für einen riesen Wirbel sorgen. Nur würde ich nie despektierlich und abfällig die Menschen verurteilen, denen das wichtig ist. Daher stimme ich rbb24 zu: Toleranz für Intoleranz zu erwarten, das geht gar nicht. Schade finde ich, dass der Hauptgedanke beim CSD leider wohl zu kurz kam. Aber eine weitere Herausforderung für die kommenden Jahre für die Veranstalter.

  41. 54.

    Unter Toleranz versteh ich auch die Meinung anderer zu akzeptieren, welche diesen ganzen Affentanz ablehnend gegenüber stehen, so wie ich auch!

  42. 53.

    Ich selbst fand es einfach schade, dass die Demo gegen Ende einfach zu einer gefühlt mottolosen Party verkommen ist.

  43. 52.

    Ich war auf der ganzen Demo dabei und muss leider zu einem gewissen Punkt zustimmen. Die ersten ~3km bis zum Nollendorfplaz sind großartig, man fühlt sich teil von etwas und obwohl es so riesig ist, ist es noch immer familiär. Aber nach dem Nollendorfplatz geht es langsam abwärts und endet in einer "Mottolosen" Party (ich sage Mottolos, da diese tausenden Heteros oft nicht mal wissen, welche Ziele wir haben), deshalb bin ich mit meinem Partner dann auch nach Hause gegangen, der Anfang ist jedoch toll.

  44. 51.

    Es ist ja wirklich interessant, dass relativ viele schreiben, dass der CSD schon lange keine Demo mehr ist. Ich habe schon fast die Vermutung, dass diese Menschen noch nie auf irgendeiner Demo waren. Wo liegt der unterschied? Dass auf dieser Demo Unternehmen Werbung machen und damit die Demo finanzieren? Oder, weil man Menschen sieht, die lachen, sich freizügig zeigen und einfach locker drauf sind?

  45. 50.

    Bunt, Laut, überflüssig und eine Umweltsauerei ersten Grades. Aber was macht das schon. Hauptsache der Rest der Welt sieht, wie die toll und Multikulti die Deutschen sind. Vor allen Dingen das mit dem Toll darf man wörtlich nehmen.

  46. 49.

    Der CSD gehört abgeschafft! Es ist keine Demo sondern eine Drogen und Alkohol verherrlichende Party. Sehen die Freitagsdemos auch so aus? Der eigentliche Sinn dieser Demo geht hier völlig unter und es tut mir leid für die Menschen welche für die Toleranz kämpfen. Der CSD ist nicht zweckdienlich und vermittelt ein Bild das ich nicht tolerieren kann. Ich wohne am Nollendorfplatz und bin schockiert über das Verhalten sehr vieler Teilnehmer und die Ignoranz der Veranstalter. Unser Vorgärten werden als öffentliche Toilette benutzt und die Hauseingänge um Drogen zu konsumieren.

  47. 48.

    Der CSD geht irgendwie immer total an mir vorbei. Jedes Jahr lese ich erst im Nachhinein, dass er stattgefunden hat. :-)))

  48. 47.

    Die Kommentare gegen die Demonstration sind der Grund, warum die CSD weiterhin benötigt wird.
    Es dient dazu, Menschen aus ihrer moralischen Höhle herauszuholen und ihre ungerechtfertigten Hass gegen Menschen auszudrücken, die beim Tanzen demonstrieren.
    Sie können ja auch weiterhin darüber diskutieren, ob die CSD Ihrer Meinung nach eine politische Demonstration ist oder nicht. Die Tatsache, dass Sie darüber diskutieren, sollte darauf hindeuten.

  49. 46.

    Super Sache für Berlin! Tolle Demonstration und viel Beteiligung. Je mehr Menschen und Kommerz, umso besser. Desto unwahrscheinlicher wird es für das rechtsextreme hetzerische menschenverachtende Lager die Diskriminierung wieder einzuführen!

  50. 45.

    In der DDR hat man die Schwul/Lesbische Subkultur regelrecht ignoriert. Es sei denn, einige vielen politisch auf. Für die Bevölkerung gab es Sie nicht. Wenn einige wenige einen Antrag stellten, um in den Westen überzusiedeln, hat die Staatsführung diese Personengrugge ziehen lassen. Wieder einige weniger im Staate. Der Film von Heiner Carow „Coming Out“ beschreibt gleichermaßen auch die Situation in der ehemaligen DDR. Ich begab mich als Westberliner Schwuler mehrfach in den Ostteil der Stadt. Lernte dort Gleichgesinnte kennen und war überrascht wie offen diese über ihre Situation im Staat sprachen. Café Sennefeld war eines der beliebten Treffpunkte und immer wenn ich dort verkehrte, war es bis auf den letzten Stuhl voll.

  51. 44.

    Die neue Loveparade heißt jetzt wohl CSD, früher waren da gerade einmal 50.000 Teilnehmer nun sind es 20 x soviel, wie zu Höchstzeiten der Loveparade.

  52. 43.

    "... hier kann jeder machen, was er (sic!) will - im Rahmen der FDGO versteht sich ..." (Zit. nach Franz Josef Degenhardt, Befragungen eines Wehrdienstverweigerers durch den Vorsitzendenden ...) - "aber in die Akten scheißen, mögen wir hier nicht ... mit sowas kommt hier keiner durch, der Marx und Engels liest. Sagen Sie mal, verstehen Sie das überhaupt? Sie haben doch nur die Volksschule besucht! - Na, nun fangen Sie nicht wieder an mit: 'Die alte Klasse ist doch wieder an der Macht' ... Sie berufen sich hier pausenlos aufs Grundgesetz: Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich Kommunist?! - Na, nun regen Sie sich nicht auf, hier kann jeder machen, was er(sic!) will ... im Rahmen der FDGO versteht sich ... na, mit Russen, Amerikanern und Chinesen brauche ich hier Ihnen wohl nicht kommen ... aber, Sie haben wieder die MP dabei ..." (AKK z.K.)
    @RBB24: Aber was hat der Reg. Bürgerm. Michael Müller eigentlich am Hohenzollern-Tor gesagt zu den Hunderttausenden? Sprecht oder schreibt es, bitte!

  53. 41.

    Weshalb zählt man jeden Fußgänger zur Million?
    250.000 bis 300.000 waren dabei der Rest muss nicht unbedingt gefeiert haben, oder?

  54. 40.

    und @ Paula / Berlin, too
    Liebe(r) diverse(r) "Berliner Retter"(in) - sowie "Paula" und natürlich alle anderen Diskutanten(innen),
    DU LIEBE GÜTE,
    wir sind doch alle in diesen langen Jahren seit der sog. WENDE älter und mehrfach auf Rechts gedreht worden:
    UND DESHALB MISSLAUNIGER. Und das mit Recht!
    Klar, früher war der Sand im Slumberland auch weißer, und es wurden weniger Fahrräder in der Maaßenstraße geklaut. Auch gab es am Winterfeldtplatz gegenüber noch eine Destille zum nächtlichen Chillen, die Fallafel und auch der Sekt schmeckten nach dem samstäglichen Einkauf frischer ... --- as years go by.
    Selbst Wowereit ist grauer und nicht weiser geworden - aber ihr meckert noch immer, ohn' Unterlaß, was soll das ?!
    Schlaft doch erst mal aus.

  55. 39.

    Das ist der Witz der Woche. Am besten Anzug und Schlips, das ist so vertrauenserweckend, oder was? Diese ganzen Verkleidungen, ob in der Kirche, Politik oder Wirtschaft, sind pure Heuchelei und werden oft von den größten Verbrechern und Schlawinern zur Täuschung genutzt. Aber der Bürger möchte wohl gerne weiter verscheißert werden...

  56. 38.

    Sie wissen aber schon, dass die Linken nicht nett zu schwulen und lesbischen Menschen sind und waren? (DDR)

  57. 37.

    Unsere ganze Gesellschaft ist übersexualisiert. Die Mehrheit guckt Pornos, die jungen Mädchen stylen und benehmen sich wie Starlets-Fingernägel, falsche Wimpern, knappste Kleidung-, Hip Hop und anderes ist diesbezüglich auch kompromisslos in den Texten, Prostitution ist eines der größten Geschäfte (achja, geht ja keiner hin^^), aber wenn an einem Wochenende im Jahr friedlich tanzende Menschen aller Couleur mal etwas über die Stränge schlagen, schreit Berlins Spießertum PFUI BABA. Bigott. Solange wir für den Fussball-Mist unsere Einsatzkräfte verheizen, anstatt dass die Vereine und Kicker-Großverdiener sich daran beteiligen müssen, genauso wie Nazi-Konzerte usw., müssen solche Veranstaltungen wie der CSD auch flankiert werden. Iss wie‘s iss.

  58. 35.

    Diese Veranstaltung ist tatsächlich keine Demo mehr sondern eine Party-Veranstaltung. Es lässt sich also vermuten, dass der CSD nur aufgrund der Historie noch als Demo zugelassen wird.

    Für mich wirkt übrigens dieses offene Ausleben von sexuellen Neigungen eher befremdlich. Sexualität ist für m.E. etwas Privates (wobei die sexuelle Neigung dabei keine Rolle spielt), auf dem CSD wirkt es schon eher wie eine sexuelle Belästigung. Ob das eigentliche (und ursprüngliche) Ziel der "Demo" durch die Art und Weise dieser Veranstaltung erreicht wird, bezweifle ich stark. Dafür ist die Darstellung m.E. oft viel zu übertrieben.

  59. 34.

    Schon wieder so ein sinfreier Kommentar. Alle die sich dieser Veranstaltung kritisch gegenüber äußern sind also schwulen Hasser. Das ist sowas von unterste Schublade.....von Ihnen habe ich eigentlich mehr erwartet. Aber so kann man sich täuschen.

  60. 33.

    Bei uns kann doch jeder demonstrieren und damit die BSR, Polizei und Rettungdkräfte auf Kosten der Steuerzahlen beschäftigen. Die restliche Bevölkerung in dieser Stadt auf diesen Routen in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken, wir sind ja da einiges an Absperrungen gewöhnt. Ob Fahrraddemo, Araber gegen Israel, Türken für oder gegen Ergogan, die Liste ließe sich verlängern, wir leben in einer Demokratie.
    Der CSD erinnert mich aktuell an die Love Parade oder den Karneval der Kulturen. Garniert mit einigen Plakaten aber ohne den politischen Biss früherer Jahre.

  61. 32.

    @ Schwester Constructa

    Ich habe überhaupt nichts gegen schwule und lesben.
    Mich nervt nur das Verhalten was rund um den nollendirfplatz abgeht und wie wir dort behandelt werden, Richtung reale Pin ups und offenes sexuelles angehen.
    Und ich habe dienstlich diverse CSD mit machen dürfen und es ist aber so, dass es eine Zeit vor Wowereit gab und eine danach und das ist eine Feststellung.

  62. 30.

    Kaum zu glauben, gerade zu Hause und meckern. Nein nicht von zu Hause aus bestaunt, sondern ich sorge noch ein paar Stunden dafür, das die Teilnehmer und Gäste sicher mit der U Bahn von nach B kommen. Das ist die eine Seite, für die Sie hoffentlich Verständnis zeigen, da auch Sie ja ein Nutzer des ÖPNV sind. Und in einer Leitstelle haben wir auch Internet und TV. Das ganze sah nach einem Zirkus und Party aus. Das ursprüngliche Ziel und das wissen Sie genau, ist untergegangen.

  63. 29.

    Mein besonderer Dank hier gilt an die User @ Semsemnamm, @ guenthstefan und @ Martin T für die Aufmunterung und klärenden Worte. Ich hatte schon die Befürchtung, hier kommen nur noch die verbohrten Ansichten von Nichtwissern zu Wort. Und ja U. Brandt, Du bist nicht vergessen mit Deinem Kommentar. Doch leider interessiert das hier die Nichtwisser unter den Heterosexuellen, so nenne ich sie jetzt, einen feuchten Kehricht. Leider. Macht’s gut ihr Lieben.

  64. 28.

    Hören Sie doch gefälligst auf damit, ständig Klaus Wowereit hier ins Spiel zu bringen. Ihnen scheint es eine Genugtuung zu sein gegen Schwule hier vorzugehen. Mehr auch nicht.

  65. 27.

    Ja Heike, soviel zu Ihrer Aussage: Wir sehen uns bei der Demonstration. War es wenigsten schön, vom Sofa aus die CSD Parade zu bestaunen, dann hier wieder, ohne Wissen, Kommentare loszutreten, um die Teilnehmer der Parade zu Kritisieren? Mal sehen, ob diesmal auch rbb24 so freundlich ist und meinen Kommentar überhaupt freistellt.

  66. 26.

    Vor Wowereit war der CSD eine politische Love Parade mit ernsten Hintergrund. Nach Wowereit ist es ein Hype, welcher der eigentlichen Sache mehr schadet als hilft.

  67. 25.

    Dresscode für eine Demo? Haben sie schon einmal eine Demo gesehen? Bei den Milchbauern sind einige Demoteilnehmer als Kühe verkleidet gekommen. Ist das der richtige Dresscode? Greenpeace hat sich einmal bei ihrer Demo mit roter Farbe als Blut übergossen. Ist das der richtige Dresscode? Wusste nicht das es Regeln für einen Dresscode geht. Oder ist der einzigsten richtige Dresscode gestreiftes Outfit mit rosa Armbinde? Klären Sie mich doch bitte auf.

  68. 24.

    Welt weit werden immer noch Zigtausende Menschen verfolgt, erniedrigt, angegriffen und ermordet für das, was und wen sie lieben. Wie können Menschen Menschen hassen, die Andere lieben!
    Im letzten Jahr wurden mehr als 300 Menschen allein in Berlin deshalb mit zum Teil schwerer Körperverletzung - also einer nicht bagatellen Straftat - angegriffen. Jede Form auf diese Gewalt und die diversen anderen Formen von Benachteiligung, Diskriminierung und Nich-Teilhabe in unserer Gesellschaft hinzuweisen - und sei sie noch so bunt und schrill für die/den Ein oder Anderen - ist politisch und notwendig. Demokratie und eine gerechte, menschenwürdige Gesellschaft für alle, braucht eine wehrhafte Gesellschaft. Und deshalb ist der CSD politisch und notwendig.

  69. 22.

    Ja genau, und dann am besten zurück ins 17. Jhd. Sich so zu kleiden, wie man möchte, sollte in einer Demokratie wohl möglich sein. Ausserdem habe ich auf dem CSD noch nie jemanden im "Prostituiertenfummel" gesehen. Ich frage mich, was Sie da in die Teilnehmer hineiniterpretieren.

  70. 21.

    Warum berichtet der rbb nicht mal über die Zustände und was in dem Regenbogen Clubs rund um den nollendorfplatz abgeht?
    Das ist die andere Seite der Medaille.

  71. 20.

    Also ich habe mit dem Handzähler auf dem Balkon, klack klack klack, bisher 178.756 gezählt. Meine Frau macht solange weiter, ich mach ne kurze Pause.

  72. 19.

    Zeitgleich applaudieren Merkel, Göring-Eckhardt und wie sie alle heißen in Bayreuth dem ausgeiwesen schwulenfeindlichen Dirigenten aus Russland. Spahn und sein Partner sahen sich das auch an - apllaudierten aber nicht.
    UND die schwarze DragQueen Le Gateau Chocolat wurde in der Tannhäuser Inszenierung ausgebuht (einzige Sprechrolle).
    So viel zu Csd und wie es um die Rechte einer der Hauptopfergruppen der Nazi-Zeit steht.
    Von historischer Verantwortung reden und praktisch das Gegenteil davon vollziehen. Einfach nur schamlos und widerlich.

  73. 18.

    Erschreckende Kommentare hier zum Teil.
    Der CSD in Köln ist nicht weniger kommerziell als der Berliner, und trotzdem ist es eine politische Veranstaltung. Das erkennt man ganz einfach, wenn man sich mit den Inhalten auseinandersetzt, die z.B. auf den Plakaten in der Parade zu sehen sind.
    Wenn man dann auch noch einen politischen Dresscode - was auch immer das sein soll - verlangt, hört's mit meinem Verständnis komplett auf. Seit wann gibt es auf politischen Veranstaltungen/Demonstrationen einen Dresscode? Geht's noch?

  74. 17.

    Ganz meiner Meinung.Wenn es eine politische Demo sein soll,sollte man keinen Prostituiertenfummel anziehen,sondern in gesittet klassischem Dresscode erscheinen und auch das Demo-Verhalten sollte der Politik angemessen sein.

  75. 15.

    Da muss ich Ihnen Recht geben. Das ganze sieht nach einem Zirkus und Party aus. Das ursprüngliche Ziel ist unter gegangen.
    Nur noch Kommerz.
    Und warum der Tonnenweise Dreck?

  76. 14.

    Bei einem privaten (also auf Kommerz ausgelegten) Veranstaltung muss der Veranstalter sämtliche Kosten tragen.
    Kann man so eine Spaßveranstaltung als politisch verkaufen, dann zahlt der Steuerzahler für alles.

  77. 12.

    Da ich heute arbeiten tue, muss ich mich mit Umweg durch die nicht-schwulen Stadtbezirke durchkämpfen. Das kanns ja auch nicht sein.

  78. 11.

    Stimmt. Für heute ist es angeordnet: "Alle Dienststellen im Geschäftsbereich der Senatsverwaltung für Inneres und Sport werden am 27. Juli 2019 mit der Regenbogenfahne beflaggt", teilt die Innenverwaltung mit.

  79. 10.

    Weniger ist oftmals mehr, und das ist auch gut so. (Das gilt auch für die PC)

  80. 9.

    Als Schwuler mit einer durchschnittlichen Neigung zur Selbstachtung, habe ich mit dem CSD schon vor rund 7 Jahren abgeschlossen.
    Wenn man am CSD teilnehmen will um zu demonstrieren, dass es das Normalste der Welt ist schwul zu sein und dann sieht, das die erst 4 Wagen, Wagen von diversen Parteien im Wahlkampfmodus sind, ist aus einer Parade der Freiheit und Gleichheit nur noch Parteiwerbung geworden.

  81. 7.

    @ rbb 24

    Dann sind Sie nicht richtig informiert. Es ist angeordnet

  82. 6.

    Sie haben recht, der große CSD ist reiner Kommerz ohne große politische Aussage. Es gibt in Mitte irgendwo einen kleineren alternativen CSD. Ich denke dort wird es auch noch eine politische Aussage geben.

  83. 5.

    Ich frage mich, paßt solch ein Umzug heute überhaupt noch in unsere Zeit. Es wirkt alles mehr oder weniger poltisch aufgesetzt und überzogen. Was solls, persönlich ist mir das egal.

  84. 3.

    Vor Jahren war es politisch, jetzt ist es, infolge des hofieren von Wowereit, kommerziell. Warum
    Müssen wegen einer Demo, das ist es nur, alle Dienstgebäude die Regenbogenfahne setzen.

  85. 2.

    Dies ist leider eine totale Kommerz- Veranstaltung geworden. Was beispielsweise einige Trucks wie zum Beispiel die Teilnahme der Firma Uber mit einem politischen Ansinnen der Veranstalter zu tun haben erschließt sich dem geneigten beobachter nicht. Sehr schade

  86. 1.

    Was soll da politisch sein oder politisch rüberkommen. Anhand der Wagen sieht man eindeutig das kommerzielle.
    Diese Parade ist sehr armselig und drängt die Menschen die in Aussenseiterstellung stehen noch weiter darin rein.

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