Ein Mann stuerzt am 10.07.2019 mit einem gemieteten E-Tretroller auf dem Gelaende des Tempelhofer Felds in Berlin (gestellte Szene)
Bild: dpa/Robert Guenther

Einstufung als Kfz - E-Tretroller vom Tempelhofer Feld verbannt

Die breiten Wege auf dem Tempelhofer Feld mögen für E-Scooter-Fahrer zwar wie eine einladende Rennstrecke aussehen, sind aber tabu: E-Tretroller werden als Kraftfahrzeuge eingestuft, und die sind auf dem Gelände nicht gestattet, teilte der Betreiber Grün Berlin GmbH auf Anfrage mit. Das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes verbiete Kraftfahrzeuge auf dem Gelände.

Ausnahmeregelung wird geprüft

Ob die Gefährte, die maximal 20 Kilometer pro Stunde fahren dürfen, bald doch über das ehemalige Flughafengelände brausen, bleibt abzuwarten. Der Betreiber will zunächst die Entwicklungen und Diskussionen rund um das Thema E-Scooter verfolgen. Anschließend wolle man sich mit der zuständigen Senatsverwaltung für Verkehr abstimmen, um zu klären, ob für E-Tretroller eine Ausnahme von dem Verbot für Kraftfahrzeuge auf dem Tempelhofer Feld gefunden werden könne.

In Berlin sind in den ersten Wochen seit der Zulassung der E-Scooter Mitte Juni mehrere schwere Unfälle bekannt geworden. Der Bürgermeister des Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), sagte, dass das Ordnungsamt bei Kontrollen am Montag im Minutentakt Verstöße mit E-Scootern festgestellt habe.

Sendung:  Inforadio, 20.07.2019, 9.00 Uhr

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22 Kommentare

  1. 22.

    Ich bin entzückt, dass sich jetzt auch Dicke schnell bewegen können. Allerdings nicht mit Muskelkraft, was ihrem Organismus hilfreich Energien entzöge, nein, mit Elektromobilität: Der größte Schwachsinn aller Zeiten.
    Die ausgelutschten Dinger werden des Nachts mit Benzin-Fahrzeugen zum Laden eingesammelt und dann wieder mit diesen ausgefahren. Dazwischen wird elektromobil durch die Gegend gebraust. Der absolute Hohn wäre, wenn dieses Irrenkonzept noch einen Umweltpreis erhielte.
    Omas, Opas, Kinder sind ab jetzt nicht mehr nur durch Klimawandel und 45°C in der Innenstadt bedroht, durch rüpelhafte Radfahrer, sondern jetzt auch durch Roller die um die Rentner Slalom fahren.
    Eine solch dekadente Gesellschaft, die Ressourcen von mehreren Generationen verballert, deren Reste man auf den urbanen Müllbergen bewundern kann - in den Kanälen , unter den S-Bahnbrücken, in der Dieselstraße in Neukölln und in den Parks - in der jede(r) machen kann was er/sie will, wird irgend wann implodieren.

  2. 21.

    Sind letztlich beides zusätzliche Umweltsünden wie viele andere Konsumprodukte.
    Körperliche Bewegung wäre außerdem gesund.

  3. 20.

    So ein Unsinn. Die Dinger fahren 20. Mit dem Rad auf dem Feld ist man locker mit dreißig und mehr unterwegs.

  4. 19.

    Je Roller desto doller: permanente Gefahr der Rücksichtslosigkeit verbreitet Stress!

  5. 18.

    Ich finde da wird übertrieben. Da fahren doch auch Segways. Was ist denn das? Wenn Fahrradfahrer, die auf dem Gehweg fahren, einmal so kontrolliert werden würden!

  6. 17.

    Dieses gilt dann auch für E Bikes. Die Dinger fahren bis zu 50 Sachen.
    Öde?

  7. 16.

    Der Gesetzgeber, nicht der Betreiber, hat bestimmt, dass "motorisierte Fahrzeug" im Allgemeinen dort nichts zu suchen haben. Das geht sogar über den Begriff "Kraftfahrzeuge" hinaus. Sie können sich gerne über diese Albernheit bei denjenigen beschweren, die das Gesetz formuliert haben.

  8. 15.

    "Ich find die Roller toll.

    Es müssen einige Dinge optimiert werden, klar!"

    Genau! Zum Beispiel sollten da min. 26" große Räder rein, ein stabiler Rahmen und Bremsen und schon haben wir ... ein Fahrrad! :-D

  9. 14.

    Schade RBB, durch das gewählte Bild entsteht ein irreführendes Framing (wer Begriff nicht kennt: Suchmaschine, einfügen, nachlesen). Wenn bei jedem Bericht über Autos ein Bild von einem zu Schrott gefahrenem Unfallfahrzeug abgebildet wäre, würde dies auch ein trügerisches Bild über Autofahrer abgeben(weil nicht alle Fahrer Unfälle bauen), wieso also diese Bildwahl bei E-Tretrollern?
    Möchten SIe, dass Scooter als besonders gefährlich wahrgenommen werden? Wenn ja, warum? Sind Sie etwa Verbrennungsmotor-fans? Oder Aktivisten gegen Emobilität?
    Selbst wenn Scooter-fahrer einen Unfall bauen, verletzen sich die Fahrer i.d.R. höchstens selbst, d. h. es sterben keine Unbeteiligte, anders als bei PKW- und LKW-unfällen. Wieso also die Panikmache gegen Scooter?

  10. 13.

    Und wieder wird das E-Roller fahren schon in der Überschrift schlechtgemacht. Die Schlagzeile „... wird verbannt“. Das ist Meinungsbildend. Ich find die Roller toll.

    Es müssen einige Dinge optimiert werden, klar! Alter mindestens ab 16 Jahre! Besser mit einem kleinen Führerschein. Und Sammelpunkte und Ausgabestellen wie z. B. Späties und Tankstellen.
    Das auf dem Tempelhofer Feld nicht gefahren werden darf find ich albern, aber wenn der Parkbetreibervdas so wünscht muss man sich dran halten. Punkt.

  11. 11.

    All die Roller- und Radfahrer sollen doch bitte nicht vergessen, dass es auch noch Fussgänger gibt.

  12. 8.

    Fahrräder mit elektrischer Kraftunterstützung sind im Sinn des Gesetzgebers keine Kraftfahrzeuge, wenn die Unterstützung u.a. bei 25km/h endet. Getunte Pedelcs (das sollen 60-80% des Bestandes sein), können teuer werden. 45km/h-S-Pedelcs sind führerschein- und haftversicherungspflichtige, es sind Kraftfahrzeuge. Die sind somit ebenso wie die neuerdings als Elektrokleinfahrzeug eingestuften Segways damit vom Feld ausgeschlossen.

    E-Rollstühle, elektrische Zuggeräte und andere rein motorische Zusatzantriebe wie auch die Sitz-E-Scooter schneller 6km/h sind ebenfalls Kraftfahrzeuge und damit vom Feld ausgeschlossen und haben auch ggf. im ÖPNV nichts zu suchen.

    Wie immer gilt in Berlin: Egal, kontrolliert eh kaum jemand.

  13. 7.

    Verbietet endlich die Roller und Segways

  14. 6.

    Krank.

  15. 5.

    Würde alles nicht zur Diskussion stehen, wenn dort endlich sozial verträglicher Wohnraum geschaffen werden würde.

  16. 4.

    Das wäre in der Tat widersprüchlich. Es würde auch die Unterscheidung unlogisch machen. Kraftfahrzeuge sind ja diejenigen, bei denen die Kraft nicht vom Fahrenden selber, sondern von außen zugeführt kommt, gleich einmal, um welche äußere Antriebsart es sich handelt. Da sind dann so bezeichnete Segways und Elektro-Fahrräder mit dabei, zumindest solange durch den äußeren Antrieb das Fahrzeug ohne eigene zusätzliche Kraft betrieben werden kann.

    Der Sinn dieser Unterscheidung liegt ja gerade darin, dass bei Kraftfahrzeugen ein ganz anderes Potenzial freigesetzt werden kann, als wenn Fahrende selber gehen und treten müssen.

  17. 3.

    Sollte wie im Britzer Garten gehandhabt werden. Räder nur für Kinder mit Stützrädern, keine Bikes, keine Skater, keine Roller usw. Herrlich entspannend. Es könnten ja Areale für diese Geräte abgssteckt werden. Natürlich sind alle Behinderten und Gehandicapten ausgenommen. Irgendwo muss mal Pause sein dürfen. Dem ist die Tatsache geschuldet, dass es so viele rücksichtslose Menschen gibt. Also bitte nicht auf mich einschießen, sondern auf die, die sich schlecht benehmen. Danke!

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