Die großen Felsbrocken in der Kreuzberger Bergmannstraße sind wieder weg. (Bild: imago/Ritter)
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Kreuzberg fällt ein Stein vom Herzen - Bergmannstraße ist die Findlinge los

Nach grünen Punkten und Parklets sorgten die großen Felsbrocken für Gesprächsstoff: Die Findlinge gegen Falschparker in der Kreuzberger Bergmannstraße sind jetzt wieder weg. Die großen Steine wurden am Montagmorgen abtransportiert. Grund sei die Fertigstellung der Baustelle in der Friesenstraße, teilte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg mit.

Die Brocken lagen seit Ende Juni im Baustellenbereich vor der Marheineke-Markthalle und sollten verhindern, dass Autofahrer dort parken und die Arbeiten behindern. Ihre neue Bestimmung: "Die Findlinge werden nun zur Sanierung des Wasserlaufs im Viktoriapark eingesetzt", erklärte das Bezirksamt.

Grüne Punkte und Parklets

In Berlin sorgt die Umgestaltung der Bergmannstraße zur sogenannten Begegnungszone im Zuge eines Pilotprojekts schon länger für Debatten. Unter anderem wurden auf die Fahrbahn an einigen Stellen viele grüne Punkte aufgemalt - zur Verkehrsberuhigung. Mehrere Parkplätze wurden zu Aufenthaltszonen mit Bänken und Pflanzen umfunktioniert, sogenannten Parklets.

Sendung: Abendschau, 29.07.2019, 19:30 Uhr

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13 Kommentare

  1. 13.

    Ein autofreier S-Bahn Innenring... Tolle Idee in einer Großstadt. Toll, wenn Sie keine Lieferanten, Handwerker, Techniker, Dienstleister usw. brauchen. Schon mal überlegt was ein Großteil der Menschen so alles transportieren muß? Klar, muss am Verkehr was geregelt werden, aber doch das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Erst mal sinnvolle Alternativen schaffen statt dröge Parolen ausgeben.

  2. 12.

    Die Straßen sind durch viele, viele Radfahrer längst zum rechtsfreien Raum gemacht worden. Die Gehwege im Übrigen auch.

  3. 11.

    Solang Strafzettel wegen Falschparkens als Betriebsausgaben absetzbar sind wird sich nichts ändern!
    Solang Unternehmen ihre Betriebsfahrzeuge nach Dienstschluss als Werbebanner kostenfrei auf der Straße stehen lassen können wird es nicht besser werden. Als Gastronom muss ich den Gehweg "mieten".
    Ja ich hör sie schon wieder heulen die die diesen Wettbewerbs nachteil fürchten.

  4. 10.

    @RoT
    Na, dann googlen Sie mal "Natur-Park Schöneberger Südgelände" (Beispiel, es gibt einige).
    Warum nicht mal Stadt anders denken? Ein Ideal wird nie erreicht, aber man kann sich dem durchaus annähern.
    Eine (Privat-) Auto-freie (Inne-n)Stadt ist durchaus vorstellbar.
    Und noch viel mehr Umwelt- und Naturschutz in selbiger ebenfalls.
    Tatsächlich muss aber die Bereitschaft bestehen, Denkbares auch umzusetzen.

  5. 9.

    Aber was ist die Alternative? Die egomanischen Psychopathen machen lassen? Analog eines gerne bemühten Spruchs über das Internet: Die Straße darf kein rechtsfreier Raum sein!

  6. 8.

    "I have a dream!" wurde schon in viel verzwickteren Themen ausgerufen. Das Ziel klingt aus heutiger Perspektive utopisch. Aber heute leben wir in einer verkehrspolitischen Dystopie, da braucht es dringend Utopien. Und ich hoffe, dass die Bewegung in diese Richtung geht.

  7. 5.

    Zur Beruhigung der Bergmannstraße dienen Parklets, grüne Punkte und Felsbrocken nicht wirklich. Völlig abgedrehte Autofahrer werden nur noch aggressiver als eh schon und nutzen jeden freien Meter, um erstmal so richtig aufs Gas zu treten, damit alle anderen aus Angst zur Seite springen.

  8. 4.

    Ein autofreier innerer S-Bahnring ist das einzig Sinnvolle. Der Senat müsste mal ein bisschen Geld in die Hand nehmen und den ÖPNV ausbauen und komfortabler machen. Autos in der Stadt sind Dinosaurier.

  9. 3.

    Also die nächste Wahl zum Abgeordnetenhaus sowie Bezirksverordnetenversammlungen findet voraussichtlich im Jahr 2021 statt.

  10. 2.

    Ich kenne da eine andere Stelle in Kreuzberg, wo die auch abgelegt werden könnten. Ein Absperrgitter in der Nähe des Technikmuseums wird so regelmäßig umfahren, dass bereits tiefe Spuren in der Grasfläche zu finden sind.

  11. 1.

    Wann hat der Bürgermeister von Berlin endlich mal Eier in der Hose und zieht einen Schlussstrich bei dieser Geldverschwendung? Häuser kaufen für überzogene Preise, Parklets die nicht so überzeugen, grüne Punkte die Irrsinnig sind. Was wird er wohl demnächst anstellen, überall wo Baustellen sind Brocken hinbringen lassen, weiter Monopoly spielen und überteuerte Häuser kaufen, wo Enkel und Urenkel noch bezahlen? Wann wird er mit seinem Übermut endlich zur Verantwortung gezogen?

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