Wenn jemand einen auf Hobby-Gärtner macht & die Parklets in der Bergmannstraße als Hochbeete für illegales Urban-Gardening missbraucht, werden unsere Kolleg. vom A52 zum amtlichen Erntehelfer. (Quelle: twitter/Polizei Berlin)
Bild: twitter/Polizei Berlin

Berlin-Kreuzberg - Polizei entdeckt Hanfplantage auf Bergmannstraßen-Parklets

Unbekannte haben auf mehreren Parklets in der Berliner Bergmannstraße Cannabis angebaut - und dabei ungeahnte Erntehilfe erhalten. Eine Polizeistreife entdeckte die illegale Plantage mit mehr 225 Jungpflanzen am Mittwochvormittag und beschlagnahmte diese umgehend, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten.

Parklets sind Parkplätze, die mit Bänken oder Gärten umfunktioniert wurden. Auf Twitter veröffentlichte die Polizei drei Bilder des Funds in Kreuzberg, auf denen ein Parklet und die Pflanzen zu sehen sind. "Sind die Dinger nicht auch so schon breit genug?", kommentierten die Polizisten scherzhaft.

Weiterer kurioser Drogenfund

Es sei Strafanzeige gegen unbekannt gestellt worden. Laut einer Sprecherin seien die Pflanzen in Parklets auf beiden Straßenseiten gefunden worden.

Es ist nicht der erste kuriose Drogenfund, der die Berliner Polizei in dieser Woche beschäftigt. Am Montag bot eine 29-jährige Frau in Berlin-Neukölln Marihuana per Instagram-Livestream zum Kauf an und bekam prompt Besuch von der Polizei. Die Beamten fanden bei der "Cannabis-Influencerin" nach dem Ende des Live-Videos 300 Gramm Cannabis, Bargeld, Laptop, Tablet, Handy und einen Schlagring.

Parklets umstritten

Die Parklets in der Bergmannstraße hatten seit ihrer Aufstellung im Oktober 2018 heftige Kontroversen ausgelöst. Sie wurden auf zuvor als Parkplätze genutzten Flächen errichtet und sollen Teil einer sogenannten Begegnungszone sein, die eine Beruhigung des Verkehrs bewirken und etwa Fußgängern mehr Raum einräumen soll. Die Parklets sollten als Sitzgelegenheiten dienen. 

Doch schon bald beklagten sich Radfahrer, statt verträglichen Miteinanders nun auf einer Fahrspur von Lastwagen bedrängt zu werden. Autofahrer beschwerten sich über fehlende Parkplätze, Anwohner zeigten sich von Trinkgelagen in den Parklets genervt.

Die Testphase für die Begegnungszone soll bis November 2019 aufrechterhalten werden. Der zuständige Bezirksstadtrat Florian Schmidt hat allerdings inzwischen Fehler bei der Einrichtung der sogenannten Begegnungszone in der Bergmannsraße eingeräumt. Besonders die ersten Parklets seien "Rohrkrepierer" gewesen, hatte Schmidt im Mai gesagt. Es werde geprüft, ob diese vorzeitig entfernt werden. 

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Na endlich sind diese Parklets mal zu irgendwas nütze.

  2. 9.

    Muß nicht unbedingt an Ihre Märchenstunde teilhaben um zu verstehen was Sie mir „jetzt erst“ im zweiten Kommentar mitteilen wollen. Gefährlicher Nutzhanf, so,so. Haben Sie überhaupt mal daran gedacht, dass es niemals auf der Bergmannstraße dazu kommen würde, eine derartige Pflanze so hoch wachsen zu lassen? So wie geschehen, wurden die Pflanzen ja bereits vor der Blüte wieder herausgerupft von der Polizei. Wer immer das gemacht hat, wusste sehr wohl, diese Pflanzen haben nur eine Halbwertzeit und sind somit als puren „Gag“ zu betrachten. Nicht mehr und nicht weniger. Meine Ruderalis Indica kann sogar bis zu 3 Meter hoch wachsen. Da ich diese aber bescheiden nur im Topf aufziehe, kommt sie gerade mal an die 2 Meter Marke ran. Ich freu mich schon auf die Ernte. MFG

  3. 8.

    Lieber Lothar,
    chilln Sie mal bitte Ihre base.
    Ich bin sehr gut informiert. Ich rede auch nicht über den Genuss. Aber kennen Sie die Geschichte von Hank dem Dockarbeiter. Der wurde von 4 ½ Tonnen Haschisch erschlagen.
    Wenn es sich hier nun gar noch um gefährlichen Nutzhanf handeln sollte um so schlimmer. Dieser kann gerne bis zu 2m hoch werden, was die Einsicht in den Verkehrsraum extrem behindert.
    Und ja, Fußgänger und Radfahrer die nicht gesehen und deshalb überfahren werden können sterben.
    Nüscht für Unjut und juten Rauch,
    Ihr verwundert

  4. 7.

    Informieren Sie sich doch mal vorher, bevor Sie hier solch einen abstrusen Unsinn verbreiten. Es hat noch nie irgendwo auf der Welt nur durch den Genuss von Cannabis auch nur einen Toten gegeben.

  5. 6.

    Standen leider noch nicht in voller Blüte. Ansonsten wären die Pflanzen auch so schnell wieder weg gewesen;-)

  6. 5.

    Endlich macht die Polizei mal was gegen die wachsende Drogenkriminalität in der Stadt. Nicht auszudenken wie viele Tote es durch diese Cannabispflanzen hätte geben können.

  7. 4.

    Auch der Anbau von Nutzhanf ist immer noch genehmigungspflichtig. Privatpersonen bekommen i.d R. keine Erlaubnis.

    Eine Verpachtung der Nutzfläche an einen professionellen Landwirt hätte angesichts der Kosten in Höhe von rund 1,6 Mio. für die Maßnahmen des Herrn Schmidt den Steuerzahler auch kaum entlastet.

  8. 3.

    Hat die berliner Polizei Botaniker oder wie können die direkt zwischen legalem Nutzhanf und verbotenem THC-haltigem Hanf unterscheiden?

  9. 2.

    Das war Herr Schmidt. Er möchte seinen Gestellen unbedingt einen Sinn geben und hofft, die doch stehen lassen zu dürfen. Vielleicht kann man ja aus seinem Steingarten was machen, da kann ja auch angepflanzt werden.

  10. 1.

    Müssen da nun unbedingt gaaanz schnell Überwachungskameras her um die Parklets vor grobem Unfug aller Art zu schützen und die dreisten Spitzbuben und -mädels und -diverse dingfestzumachen oder war das einfach nur 'ne gutgemeinte Gratiseinladung um den Begegnungsbereich chilliger, attraktiver und leiser zu gestalten damit der Lärmpegel all der Kneipen dort wieder die Oberhand hat - tja, wer weiß...

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