Polizisten der Fahrradstaffel kontrollieren auf einem Bürgersteig zwei Jugendliche mit E-Tretrollern. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: rbb|24 | 16.07.2019 | Material: Abendschau | Bild: dpa/Paul Zinken

Kontrolle am Alex - Polizei stellt viele Verstöße mit E-Scootern fest

Innerhalb einer Stunde haben Polizisten nahe dem Berliner Alexanderplatz elf Fahrer von E-Scootern zur Kasse gebeten. Insgesamt wurden bei der Kontrolle am Dienstagnachmittag 21 Menschen auf den Rollern angehalten, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Kinder unter 14 mussten nicht zahlen

Darunter waren auch Kinder unter 14, die noch nicht damit fahren dürfen und auch keine Verwarnungsgelder (je nach Verstoß 10 bis 30 Euro) bezahlen müssen. Im gleichen Zeitraum stoppten die sechs Beamten der Fahrradstaffel auch 18 Fahrradfahrer rund um die Kreuzung Karl-Liebknecht- und Spandauer Straße.

Bei beiden Gruppen wurde vor allem das Fahren auf dem Gehweg geahndet. Die E-Scooter-Fahrer waren häufig Touristen.

Bereits mehrere schwere Unfälle

Die von Elektromotoren unterstützten Tretroller sind seit Mitte Juni in Deutschland zugelassen. Nach einem längeren politischen Gerangel war entschieden worden, dass die Roller nicht auf Gehwegen fahren dürfen. Das Mindestalter für Fahrer beträgt 14 Jahre, außerdem müssen die Roller versichert werden.

Seit ihrer Zulassung haben sich bereits mehrere schwere Unfälle mit E-Scootern in der Hauptstadt ereignet. Unfallforscher warnen, dass bereits Unfälle mit 20 km/h lebensgefährlich sein können und raten dringend zum Helm.

 

Sendung: Abendschau, 16.07.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

8 Kommentare

  1. 8.

    Na bravo, mächtig gewaltig: ne Menge Touristen aufgeschrieben, die auf dem Gehweg gerollert sind. Dabei war genau das Rollern auf dem Gehweg lange in den Scheuer-Entwürfen verankert und wurde erst im letzten Moment rausgekegelt. Ich plädiere da für Augenmaß.

  2. 7.

    Noch mehr Cycle-Cops müssten in Berlin unterwegs sein!

  3. 5.

    Ich wohne in Bln.-Marzahn und weder E-Roller, Leihfahrräder noch "Berlkönig" sind hier anzutreffen. Vorwiegend Touristen und Berliner, die sonst den öffentlichen Nahverkehr benutzen würden, steigen auf diese "Alternativen" um. An Stelle der Forcierung von S- und U-Bahn sowie Straßenbahn und Bus werden die innerstädtischen Räume zusätzlich zu Autos planlos von diesem Leihspielzeug "zugemüllt". Seit 1990 sind fast 30 Jahre vergangen, in denen der Ausbau von Bahnsteigen, Strecken und Bahnen zu einem sich gegenseitig ergänzenden Nahverkehrsnetz hätte erfolgen können! Stattdessen Inkompetenz in den verschiedenen Regierungen seit damals. Wir brauchen keine Politiker, die nur in 5-Jahreszeiträumen an ihre Wiederwahl denken, sondern Experten in den unterschiedlichen Ressorts, denen das Wohl der Stadt und ihrer Bürger am Herzen liegt und die auch über Legislaturzeiträume und Landesgrenzen hinaus denken!

  4. 4.

    Ich lach mich schlapp, alle Vorhersagen eingetreten!

  5. 3.

    Komisch, dass die Mitarbeiter des Herrn von Dassel nur E-Scooter auf Gehwegen erwischten.

  6. 2.

    Die Kontrollen bei E-Scooter Fahrer und Radfahrern müsste viel stärker intensiviert werden, die Verstöße dieser Gruppe nimmt tagtäglich zu. Und jetzt bitte nicht wieder auf die Autofahrer schimpfen, die sind natürlich auch nicht Musterknaben, aber laufen Sie mal über den Alex oder entlang der Linden oder am KADEWE entlang, als Fußgänger, sie werden förmlich bedrängt und genötigt.

  7. 1.

    E-Scooter sollten doch die Verkehrsdichte entlasten, hieß es doch so oft. Das man aber nun hauptsächlich Touristen erwischt hat, spricht doch mal wieder Bände. Autofahrer bleiben in ihrem Auto, Touristen haben ein Gefährt mehr, welches sie quer durch Berlin fahren und dann irgendwo willkürlich so stehen lassen können, das jeder drüber stolpert. Prima!
    Frei nach dem Motto: Ich leb hier ja eh nicht, was kümmerts mich also...
    Und nein, ich habe keinen Mitleid. Wenn ich in deren Ländern unterwegs bin, muss ich auch auf Regeln achten und mich informieren, sonst gibts Strafe.

Das könnte Sie auch interessieren