Craspedacusta sowerbyi, Süßwasserqualle im Freiwasser schwebend mit mit erbeuteten Wasserfloehen an den Tentakeln. (Quelle: dpa/A. Hartl)
Video: zibb | 08.07.2019 | Felix Krüger | Bild: dpa/A. Hartl

Quallen in der Havel - Die große Suche nach Craspedacusta sowerbii

Es könnte eine Craspedacusta sowerbii sein. Vielleicht. Eine Lokalzeitung berichtet von exotischen Quallen in der Havel in Berlin-Spandau. Nun sucht das Landesamt die Tiere, die eigentlich aus dem Jangtse-Fluss in China stammen.

Nach Berichten über Quallen in der Havel in Berlin-Spandau suchen nun Spezialisten nach den Tieren. Das gab das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) am Montag bekannt.

"Die Mitarbeiter des Landeslabores werden bei den Probeentnahmen auch nach Quallen suchen", sagte Lageso-Sprecherin Silvia Kostner über zusätzliche Untersuchungen des Landeslabors während der regelmäßigen Qualitätskontrolle der Berliner Badegewässer. Die "B.Z." hatte am Wochenende über Quallen in der Bucht "Bürgerablage" an der Oberhavel in Spandau berichtet.

Sportfischer haben da auch etwas entdeckt

Auch beim Verband Deutscher Sportfischer (Landesverband Berlin-Brandenburg) waren in den vergangenen Tagen Meldungen über die Süßwassertiere eingegangen. Die Tiere sollen etwa so groß werden wie eine Zwei-Euro-Münze. Angler berichteten demnach von Vorkommen im Niederneuendorfer See und in der Unterhavel aus der Gegend um die Insel Lindwerder, südlich des Grunewaldturms. Im Amt seien aber noch keine Meldungen eingegangen, so Kostner.

Den Berichten zufolge handelt es sich um die für Menschen ungefährliche Art Craspedacusta sowerbii. Die kleinen Quallen wurden auch schon 2006 im Wannsee und in der Havel gesichtet. Sie steigen meist erst gegen Abend an die Wasseroberfläche. Laut Naturschutzbund (Nabu) benötigen sie Wassertemperaturen von mindestens 25 Grad, um sich entwickeln zu können. Demnach hat das Tier seinen Ursprung wahrscheinlich im Jangtse-Fluss in China. An den Badegewässern gibt es insgesamt derzeit keine Einschränkungen.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Haben Sie das irgendwo gemeldet? Diese Tiere sind hier nicht heimisch und wer weiß, was sie mit dem heimischen Ökosystem anstellen. Das sollte erforscht werden. Dazu bedarf es jedoch eine Meldung der Sichtung, vielleicht beim NABU, ich weiß nicht wo.

  2. 1.

    Wir haben am vorletzten Wochenende in Werder vor der Insel einen Riesenschwarn Quallen entdeckt und auch welche zur Beobachtung gefangen. Diese haben wir im Hafen in Paretz wieder frei gelassen. Die Beschreibung der Tiere passt.

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