ARCHIV 2017: Rabbiner Yehuda Teichtal spricht auf einer Chanukka-Zeremonie in Berlin (Quelle: imago/Emmanuele Contini)
Video: Abendschau | 31.07.2019 | Timo Fabian Nocolas | Studiogespräch mit Lorenz Korgel | Bild: imago stock&people

Antisemitischer Vorfall - Rabbiner in Berlin-Wilmersdorf beschimpft und bespuckt

Zwei Männer haben in Berlin den Rabbiner Yehuda Teichtal auf arabisch beschimpft und bespuckt. Berlins Antisemitismusbeauftragter Korgel verurteilte im rbb die Tat. Er warnte aber auch davor, Antisemitismus nur an einer Bevölkerungsgruppe festzumachen.

Ein Rabbiner ist in Berlin antisemitisch attackiert worden. Wie die Jüdische Gemeinde am Mittwoch bekannt gab, war Yehuda Teichtal in Wilmersdorf von zwei Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt worden.

Teichtal sei bei dem Vorfall am vergangenen Wochenende in Begleitung eines seiner Kinder gewesen. Zuvor hatte der Rabbiner in einer nahen Synagoge im Bezirk Wilmersdorf einen Gottesdienst geleitet. Nach einer Anzeige bei der Polizei ermittelt nun der Staatsschutz.

"Wir müssen leider feststellen, dass die Aggressionen gegen Juden sowohl auf den Schulhöfen als auch auf den Straßen Berlins ein Eigenleben entwickelt haben", sagte Teichtal den Angaben zufolge zu dem Vorfall. "Ich bleibe aber weiterhin überzeugt: Die meisten Menschen in Berlin wollen diese Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen."

Vorsitzender: "Bösartige Ironie des Schicksals"

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Gideon Joffe, forderte am Mittwoch in Reaktion auf den Vorfall den Einsatz von zivilen Polizeibeamten im Umfeld von Synagogen. Sie sollten sicherstellen, "dass unsere Beterinnen und Beter ihren Weg zur Synagoge und zurück im Umfeld unserer Gotteshäuser ungestört antreten können", erklärte Joffe. Der Vorfall beweise, wie wichtig es sei, den Kampf gegen Antisemitismus durch weitere praktische Maßnahmen zu verstärken.

Dass ausgerechnet Teichtal Opfer einer Attacke wurde, sei eine "bösartige Ironie des Schicksals", sagte Joffe. Der Rabbiner setze sich seit Jahren für ein Miteinander zwischen allen Religionen und Kulturen ein.

Teichtal ist Vorsitzender des orthodoxen Jüdischen Bildungszentrums Chabad Lubawitsch in Berlin-Wilmersdorf. Nach der Kippa-Warnung des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung Felix Klein im Mai hatte Teichtal erklärt, "unsere Identität" zu verbergen sei "keine Option".

Korgel: Antisemitismus ist tief verwurzelt

Berlins Antisemitismusbeauftragter Lorenz Korgel forderte eine gesamtgesellschaftliche Debatte über Antisemitismus. In der rbb-Abendschau sagte er am Mittwoch, Antisemitismus sei ein tiefverwurzeltes Problem in unserer Gesellschaft seit mehr als 1000 Jahren und könne nicht isoliert an einer Bevölkerungsgruppe festgemacht werden. Es gebe neben Rechtsextremismus auch arabischen Nationalismus und islamistische Motivationen.

Korgel wies daraufhin, dass Antisemitismus in vielen muslimischen Ländern Staatsdoktrin sei. Schon junge Menschen lernten dort Antisemitismus. Die brächten dann Vorurteile und Stereotype mit nach Deutschland. Das müsse offen thematisiert und bearbeitet werden, so Korgel.

Senatsmitglieder verurteilen Angriff auf Teichtal

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD) verurteilte den Angriff auf dern Rabbiner einer Mitteilung zufolge auf das Schärfste. "Auf den Straßen und auch auf den Schulhöfen unserer Stadt hat Antisemitismus keinen Platz", sagte er.

Raed Saleh, SPD-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, sagte: "Der Angriff auf meinen Freund Rabbiner Teichtal ist ein Angriff auf uns alle."

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) twitterte: "Es ist beschämend. Wir werden nicht nachlassen, den Antisemitismus in allen Erscheinungsformen zu bekämpfen. Herrn Rabbiner und seinem Kind habe ich meine persönliche Solidarität erkärt. Berlin steht an seiner Seite."

Immer wieder Angriffe auf Juden

Sendung: Inforadio, 31.07.2019, 12.40 Uhr

Kommentar

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55 Kommentare

  1. 55.

    Ihr verzweifelter Versuch den User in eine bestimmte Ecke drängen zu wollen ist leider sehr durchschaubar. Es gibt Bezeichnungen dafür, die ich mir aber verkneife, um die Situation nicht noch zusätzlich anzuheizen. Niemand hat bisher verharmlost oder in Schutz genommen. Das ist Nonsens, es sei denn Sie hätten als Beweis dafür Kommentare zur Verfügung, die mir bisher nicht angezeigt werden. Die Problematik, anlässlich eines solchen verabscheuungswürdigen Übergriffs, Antisemitismus zusätzlich im Ganzen und im Kontext erfassen zu wollen, darf niemandem vorgeworfen werden. Im Gegenteil. Das tut die Jüdische Gemeinde selber schon. Im Gegenzug könnte man fast vermuten, dass Sie das verhindern wollen, womöglich um von einer bestimmten Klientel abzulenken. Aber ich werde mich nicht dazu herablassen unterstellend zu werden, so wie Sie das tun. Außerdem ist das ja schließlich auch nicht das Thema, oder?

  2. 54.

    Vielen Dank, ich habe großen Respekt vor Ihrer Entschuldigung. Ich habe zwar ein breites Kreuz und bin nicht schnell zu verunsichern, konnte in meinem Kommentar aber wirklich nicht erkennen, was Sie mir vorwarfen. Man muss ganz offensichtlich nicht immer einer Meinung sein, um Differenzen aus der Welt schaffen zu können. Danke hierfür und ein schönes Wochenende!

  3. 53.

    Wo lesen Sie, dass ich die Täter in Schutz nehme? Welche Worte, welcher Satz? Wo verharmlose ich die Tat, oder ein anderer User? Das sind Unterstellungen. Das sollten Sie unterlassen. Was meinen Sie mit "die Araber"? Die Täter dieser Situation? Oder generell alle Araber? Weil alle Araber Täter sind, sein können, von Ihnen als solche abgestempelt werden? Sie kritisieren meinen Kommentar, indem Sie Dinge hineininterpretieren, die nicht geäußert wurden und merken nicht einmal, wie Sie völlig unsachlich unterstellend werden? Sie generieren grad das Feindbild, von dem die Rede ist. Karikieren sich dadurch selber. Tut mir leid, das war wohl nichts.

  4. 52.

    Wenn Antisemitismus durch Araber verharmlost wird, weil es ja auch rechtsextremen Antisemitismus gibt, dann ist das wohl etwas, was zu kritisieren ist. Wir reden hier über ersteren. Aber bitte, Sie können gerne die Araber in Schutz nehmen.

  5. 51.

    Ich muss mich entschuldigen! Tut mir leid, hab leider überreagiert und offenbar falsch, weil unvollständig, gelesen. Ist tatsächlich mein Fehler gewesen. Ich habe in der Eile des Lesens Ihres von mir kritisierten Beitrages den Inhalt anders aufgefasst als von Ihnen geschrieben. Leider wurde mir Ihr Beitrag heute Nachmittag nicht mit angezeigt und ich hatte ihn noch falsch in Erinnerung. Sonst wäre es mir früher aufgefallen. Unumwunden: Sie hatten die ganze Zeit Recht!

  6. 50.

    Man darf also anläßlich dieses Vorfalls nicht über das ganze, komplexe Thema Antisemitismus sprechen? Warum? Wer bestimmt das? Es wird doch auch über Rassismus allgemein kommentiert, wenn es einen dementsprechenden Vorfall gab. Ist doch auch sinnvoll. Und es darf nicht erwähnt werden, dass man Antisemitismus nicht mit Rassismus beantworten sollte? Warum? Wer bestimmt das? Ja, dieser Fall ging von muslimischen Menschen aus. Es gibt aber zuhauf Antisemitismus von rechts. Und da wird dann auch häufig kommentiert, dass auch immer wieder Moslems antisemitisch sind. Ich finde es nicht angebracht Usern, die sich sachlich und korrekt äußern, einen Maulkorb verpassen zu wollen. Er hat auch niemanden angegriffen, was ihm dann aber selber widerfuhr. So geht das nicht. Jeder, der sich sozialkompetent darstellt, darf ohne beleidigt und attackiert zu werden, schreiben was er meint. Diese Schulmeisterei geht gar nicht. Steht niemandem zu. Oder es gibt halt Kontra. Aber dann bitte nicht drüber beschweren. Guten Abend.

  7. 49.

    Finde ich nicht. Mehrere User haben sich sehr sachlich geäußert. Hier geht es im Einzelnen um diesen Fall, im Ganzen um das Thema Antisemitismus und mehr, wogegen angegangen werden muss. Von jedem Einzelnen und auch politisch. Whataboutismus ist so ein nettes, modernes Wörtchen, mag ja alles sein, passt aber hierher. Zu den Themen Rassismus, Ausgrenzung und und und ist jedes Mittel probat, das ändern zu wollen. Wer in so einem Fall anderen niedrige Beweggründe unterstellt, geht dann einfach zu weit. Das Thema im Ganzen zu sehen bedeutet nicht, dass der Einzelfall unterbewertet wird. Fair geht vor^^

  8. 47.

    Nun ja, wie ich hier in der Diskussion merke, ich es schon unmöglich sachlich miteinander umzugehen. Es muss verbal abgerüstet werden, sonst kommen nur noch die radikalen Stimmen durch. Im konkreten Fall geht es um Antisemitismus durch arabische Mitmenschen. Die darf und muss man dafür aufs schärfste kritisieren dürfen. Ohne dass gleich jemand mit whataboutismn daher kommt. Es geht hier um den konkreten Fall. Und da waren es nunmal Araber. Jedwede Rechtfertigung ist falsch.

  9. 46.

    Antisemitismusbeauftragter Lorenz Korgel : "In der rbb-Abendschau sagte er am Mittwoch, Antisemitismus sei ein tiefverwurzeltes Problem in unserer Gesellschaft seit mehr als 1000 Jahren "

    Vielleicht sollte Korgel mal die "Westpresse" lesen (Copyright Maaßen), in der Neuen Züricher Zeitung gibt's zum Thema einen Beitrag vom jüdischen Publizisten Professor Wolfssohn.

  10. 45.

    Danke für die Unterstützung und den Erklärungsversuch, aber der ging ja auch voll in die Hose ;-) Es ist leider zu vermuten, so wie Sie es vorsichtig äußerten, dass da bei manchen ein Feindbild generiert wird, unter dem Deckmäntelchen der Solidarität und der Bestürzung. Daher mein Wunsch auch den Blick nach rechts nicht zu vergessen, so wie andere User das auch schon erwähnten. Egal aus welcher Richtung, Antisemitismus ist verstörend. Aber es braucht nicht nur laute Rufe der Empörung, sondern viel mehr noch sinnvolle Ansätze, dem zu begegnen und entgegenzuwirken. User @Rico war schon ganz gut dabei.

  11. 44.

    Und jetzt erklären Sie das bitte noch im Kontext zu dem ursprünglichen Kommentar des Users. Es wird nämlich immer wirrer. Aber Sie scheinen in Rage, ich mach Schluß.^^ Noch ein gut gemeinter, wenn auch von Ihnen nicht erbetener, Ratschlag : "Was Du nicht willst, das man Dir tu...". Sie finden meinen Kommentar kompromitierend? Mehrere User die Ihrigen ;-) Ergo: Jeder empfindet anders. Nichts anderes wollte ich Ihnen verdeutlichen. Nichtsdestotrotz einen schönen Abend! (und Sie dürfen das letzte Wort haben. Ich bin dann mal weg :-))

  12. 43.

    Respektlos finde ich gerade Ihren Kommentar, aber sei es drum. Wenn ich den Einwurf unpassend fand, dann schreibe ich das auch und erkläre auch gerne noch mal, warum es bei mir so angekommen ist. Da ist rein gar nichts respektloses dran. Wäre es anders formuliert gewesen - kein Ding. War es aber nicht. Bei einem Beitrag zum Angriff auf einen Rabbiner durch wahrscheinlich arabischstämmige Personen darauf hinzuweisen, dass es ja auch Rassismus gegen Araber gibt, lässt meine Deutung nun mal zu und dagegen habe ich mich klar positioniert. Es hieß eben nicht: Bitte jetzt keinen Rassismus gegen alle Araber! Dem hätte ich zugestimmt und nichts geschrieben. Und wenn ich mich immer noch falsch verstanden fühle, dann stelle ich das klar, das selbe Recht hat auch der User Svenson.
    Wenn Neonazis einen Farbigen verprügeln, akzeptiert hier doch auch niemand einen Post, dass solche Menschen eine schwere Kindheit hatten. Jetzt klarer formuliert?

  13. 42.

    Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Extremismus kann man nicht unter Kontrolle bekommen.
    Dann müsste man bei allen weltweit eine Gehirn-OP anstrengen und den Lobotmomie-Lappen bei schweren Fällen psychischer Erkrankungen entfernen. Aber als erstes müsste man herausfinden, wer so alles in seinem stillen Kämmerlein dafür in Frage kommt... wahrscheinlich die Mehrheit auf der ganzen Welt.

  14. 41.

    Zum Ausdruck bringen will der User, dass diese Taten schrecklich sind und geahndet werden müssen, es aber genauso schrecklich wäre, Antisemitismus mit Rassismus zu begegnen. Ich bin sicher, dass die Jüdische Gemeinde das auch nicht begrüßen würde. Eine völlig sachliches und legitimes Statement. Ziehen Sie sich doch das Paar Schuhe nicht an, wenn es nicht passt. Oder sollte man Ihnen jetzt den Versuch der Feindbildgenerierung vorwerfen? Möchten Sie doch bestimmt auch nicht?! Zu behaupten, der User würde damit die Tat herunterspielen ist eine sehr heftige Unterstellung. Das steht Ihnen nicht zu. Zumal er Sie bat, damit aufzuhören. Und dann gehen Sie wieder in die Vollen. Ich finde das respektlos.

  15. 40.

    Vielleicht sollten Sie einfach einmal Kommentare nicht immer solange umdrehen,bis Sie etwas daran zu kritisieren haben.Das habe ich schon öfter bemerkt.Was Sie dem User lang und breit gebetsmühlenartig erklären,hat nichts mit seinem Kommentar zu tun.Sie fanden,wie schon so oft zu solchen Themen,lediglich den Einwurf unpassend,dass es Antisemitismus aus mehreren Richtungen gibt und wir daher nicht in die Rassismus-Falle tappen sollten.Völlig korrekt.Rassismus ist genauso widerlich wie Antisemitismus.Und unterstellen ihm daraus irgendwelche negativen Beweggründe.Geht gar nicht.Man ahnt leider schon,woher bei Ihnen der Wind weht.Fühlen Sie sich grundsätzlich immer ertappt und angesprochen?^^Der User hat sich nichts vorzuwerfen,nichts geschrieben was zu kritisieren wäre und deutlich Stellung bezogen.Es wirkt auch nicht,als wenn er einen Moralapostel bräuchte.Empörung und Entrüstung sind nicht von Ihnen gepachtet,die empfinden wir alle.Ich sehe es wie er.MfG!

  16. 39.

    Es geht hier um den Angriff durch offensichtlich zwei arabischstämmige Personen gegen einen Rabbiner, auf ekeligste Art und Weise und Sie haben nichts besseres zu tun, als auf den angeblichen Rassismus gegen Araber hinzuweisen. Was wollten Sie damit zum Ausdruck bringen? Ich habe Ihnen lediglich deutlich gemacht, wie dieser themenfremde Einwurf dann von Anderen gedeutet werden kann. Deshalb auch die Frage in meinem Kommentar. Ich fand den Einwurf Ihrerseits einfach bei diesem Thema völlig daneben und unpassend. Können Sie einsehen oder weiter auf Ihrem Standpunkt bestehen. Ich habe Ihnen meine Sicht erklärt, Sie bilden sich Ihre wie Sie möchten. Schönen Tag noch!

  17. 38.

    Ich verstehe die Berufsfunktionäre bei den Juden nicht. Warum sagen sie nicht, was offensichtlich ist?
    Die Entwicklung kann man in Frankreich ablesen. Da wandern die Juden aus.

  18. 35.

    die shoa hat auch damit begonnen, menschen das menschsein abzusprechen. es hat begonnen mit beleidigungen, beschimpfungen, mit anspucken, mit schlagen. es wurde schrittweise mehr. auch, weil nicht genuegend sich schuetzend vor ihre mitbuerger gestellt haben. haben wir denn gar nichts aus diesem fehler gelernt? und wenn araber das nicht begreifen wollen, muss man es ihnen beibringen. auch wenn es fuer palaestinenser schwer zu ertragen ist, die im westjordanland aufgewachsen sind oder im gazastreifen. aber dieses unrecht muss politisch geloest werden, nicht durch gewalt gegen juden. und schon gar nicht in deutschland. punkt.

  19. 34.

    Und wieder Ihr „Punkt“. Nö. Für mich noch nicht „Punkt“. Habe grad mit meinen Kollegen gemeinsam meinen Kommentar gelesen und dann Ihre Reaktion darauf. Haben Sie meine Worte rückwärts gelesen? Was Sie daraus entnehmen, ist völliger Nonsens. Wo „entschuldige“ ich etwas? Sie erklären mir jetzt, was darf und was nicht, obwohl das längst von mir geäußert war? Bitte tun Sie das nicht. Noch einmal lesen und verstehen, anstatt mir Dinge in den Mund legen zu wollen, die nichts mit meinem Kommentar zu tun haben. Macht man nicht, möchte ich nicht. Danke und guten Abend!

  20. 33.

    Wenn nicht (ist ja leider oft so), muss der Lehrer anrufen, Mails schreiben, Schulleitung mit ins Boot. Geht nicht mehr anders. Wenn dann nicht, das Schulamt. Es darf so nicht weitergehen. Auch nicht bei Mobbing usw. Die entsprechenden Eltern werden das Stück für Stück mitkriegen. Die Penetranz zahlt sich dann irgendwann aus. Die Botschaft: wegducken und ignorieren ist nicht mehr. Viele Elternvertretungen bieten bei internen Problemen jetzt schon ihre Unterstützung an. Damit die Lehrer nicht mehr mit allem alleine dastehen.

  21. 32.

    Abscheulich! Antisemitismus ist furchtbar dumm, respektlos und menschenverachtend. Das sich hier jemand traut dies zum Anlass für latent rechte Hetze zu nehmen, ist dazu noch zu tiefst beschämend und abstoßend.

  22. 31.

    Ach so, selbst wenn es einen gesellschaftlich breiten Rassismus gegen arabischstämmige Einwohner gäbe, was ich mal bestreite, heißt das dann, dass Araber im Gegenzug dann Juden angreifen und bedrohen dürfen? Oder warum bringen Sie den Einwurf hier bei diesem Artikel rein? Mann, Mann, Mann! KEINER darf für seine Religion körperlich angegriffen oder bedroht werden, egal ob er Christ, Moslem, Jude, Hindu oder Spaghettimonster ist. Da gibt es überhaupt keine Entschuldigung oder Ausrede. Punkt! Wer das nicht akzeptieren kann oder will, gehört mit der Härte unserer Strafverfolgung konfrontiert oder darf gern unser Land verlassen (einschließlich der Genossen mit dem durchgestreckten rechten Arm).

  23. 30.

    Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) twitterte: "Es ist beschämend. Wir werden nicht nachlassen, den Antisemitismus in allen Erscheinungsformen zu bekämpfen. Herrn Rabbiner und seinem Kind habe ich meine persönliche Solidarität erkärt. Berlin steht an seiner Seite."

    Es ist beschämend das ein Justizsenator Herrn Teichtal tatsächlich Herrn Rabbiner nennt.

  24. 29.

    "...dass in der PKSt. etwa 95% der Täter eine rechtsextreme Gesinnung zugeordnet wird..." Genau da liegt der Fehler im Lesen der Statistik oder vielleicht auch von Manchen die gewollte Fehlinterpretation. Die PKS unterscheidet überhaupt nicht nach Gesinnung sondern nach Art und Weise der begangenen Straftat. Die hinter der Straftat liegende Gesinnung kann da mit einfließen, muss es aber nicht. Ein geschmiertes Hakenkreuz oder ein gezeigter Hitlergruß sind immer eine rechtsextreme Straftat, da rechtsextreme Elemente oder Symbole genutzt werden, egal wer da schmiert. Auch ein Ausländer kann eine Straftat mit rechtsgerichtetem Hintergrund begehen, wenn er Elemente der rechtsradikalen Ideologie in die Tat umsetzt, also Menschengruppen herabwürdigt oder sie ins Gas wünscht. Dies trennt die PKS nicht, weil es nicht deren Aufgabe ist. Demzufolge kann man aber leider auch nicht sagen, wie viele Rechtsradikale eine rechtsgerichtete Straftat begangen haben.

  25. 28.

    Sehr bedenklich (bzw. widerlich) diese ANTISEMITISCHEN Angriffe u.ae., die die Politik offenbar nicht in den Griff bekommt - oder? Es muss doch moeglich sein, ohne den ueblichen "Kultur-Bonus", diese Menschen zu bestrafen , wenn sie nicht nur das Gastrecht missbrauchen, sondern sich auch bewusst ausserhalb von Recht und Gesetz eines demokratischen Staates stellen.

  26. 26.

    Der Konflikt des Nahen Ostens macht nicht an der Grenze Halt. Er ist alt und tiefgreifend. Wir müssen damit leben, dass mit einer Einwanderung von Arabern auch antisemitische Araber dabei sind. Und der ist wesentlich älter als der bei uns. Antisemitismus ist vielschichtig und verbreitet. Ihm deutlich zu begegnen ist unser aller Pflicht. Das Politiker ihn phrasenhaft immer wieder verurteilen reicht nicht aus. Der Schutz der jüdischen Einrichtungen muss verstärkt werden.

  27. 24.

    Das ist ja FURCHTBAR!

  28. 20.

    So schlimm und verachtenswert jeder einzelne Vorfall dieser Art ist, muss man wachsam sein, dass man sich im Zuge der Empörung darüber, nicht wiederum in Rassismus gegen arabischstämmige Mitbürger verliert. Denn das wäre kontraproduktiv. Antisemitismus kommt aus verschiedenen Richtungen und muss insgesamt fokussiert werden.

  29. 19.

    Ich stimme Ihnen 100%ig zu.
    Es wird wieder unerträglich in Deutschland mit soviel Verachtung, Haß, Ausgrenzung und Gewalt gegen Menschen und [deren] Sachen. Beschämend ist es, andauernd solche Meldungen wie diese und andere aus Potsdam, Spandau, Schöneberg etc.pp. zu lesen. Ist doch wohl wirklich nicht zuviel verlangt, wenn all diese Dumpfbacken da draußen mehr Friedfertigkeit, Nächstenliebe, Demut und Empathie an den Tag legten; Höflichkeit wäre ja zuviel des Guten aber einfach wenigstens mal in die ersten paar Artikel unseres GG schauen und auf sich wirken lassen. Andernfalls werden es die Götter mit Spucke strafen, so daß Schwimmflügel kaum noch helfen werden!

  30. 18.

    Und das ist nicht das erste Mal, dass weiß doch jeder.
    Hier wird sogar mal gesagt das es Araber waren. Wird ja oft genug nicht erwähnt.

  31. 17.

    Angriffe an Schulen und im öffentlichen Raum können leider immer wieder Anhängern einer bestimmten Religion zugeschrieben werden. Wenn wir weiter stillschweigend hinnehmen, dass der Name der jüdischen Religion von dieser bestimmten Community als Schimpfwort benutzt wird, sehe ich uns als Mittäter.

  32. 16.

    Wenn man sich an die vor kurzem erst von der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichte Mittestudie erinnert, wird schnell klar, dass Antisemitismus leider kein begrenztes sondern ein extrem verbreitetes Phänomen darstellt. Es gilt hier dringend zu handeln und antidemokratischen und autoritären Tendenzen entgegenzutreten - natürlich auch und insbesondere in den Umfeldern, die zu solchen Übergriffen wie denen im Artikel genannten führen.

  33. 15.

    Typische Reaktion von Politikern auf eine abscheuliche antisemitische Beleidigung und eine in diesem Zusammenhang erfolgte Körperverletzung (ja, für mich ist das Bespucken ein Angriff auf die körperliche und seelische Unversehrtheit!) !! Nein Herr Saleh, der Antisemitismus hat leider Platz in Berlin!!! Denn es gibt diese widerlichen Vorfälle nämlich! Und es gibt auch noch den Antisemitismus, der nie öffentlich wird!!
    Wie problematisch allein mit der Klassifizierung von antisemitische Vorfällen/Straftaten umgegangen wird, zeigt sich daran, dass in der PKSt. etwa 95% der Täter eine rechtsextreme Gesinnung zugeordnet wird und es einen islamistischen Hintergrund angeblich nur bei 5% der Täter gibt. Ohne die riesige Gefahr des rechtsextremen Antisemitismus auch nur ansatzweise in Frage zu stellen: Was ist mit einem Hamasanhänger, der bei der islamistischen Al Kuds Demo "Juden raus!"ruft und den Arm zum Hitlergruß erhebt???
    Ist der jetzt Rechtsextremist? Islamischer Antisemit? Oder sogar beides??

  34. 14.

    Der von Rechstextremen aber auch. Da darf auf keinen Fall differenziert werden. Jede Form von Ausgrenzung oder Hass ist nicht tolerierbar. Diese Situation ist ein schlimmes Beispiel für viele derartige Vorfälle, die täglich geschehen. Die Meisten bleiben leider unerwähnt.

  35. 13.

    Alles auf den Punkt gebracht.
    Mehr ist dazu nicht zu sagen.
    Perfekt.

  36. 11.

    Beterinnen und Beter... wieder was gelernt

  37. 10.

    Statt des quälend langweiligen Ethik-Lehrplans der Mittelstufen müssten umgehend alle diese Thematiken in dieses Unterrichtsfach gepackt werden. Zudem müssten alle Eltern mit ins Boot geholt werden, bei allen Elternabenden müsste immer wieder dahingehend sensibilisiert werden, dass mit den Schülern zu Hause darüber gesprochen wird. Auch regelmäßig über Rundmails von Schüler-und Elternvertretern. In manchen Schulen findet das schon statt. Auch in der Klasse unseres Kindes gab es Antisemitismus, zum Glück, mangels jüdischer Schüler, „nur“ allgemein geäußert. Lehrer sollten sofort die Eltern mit ins Boot holen. Irgendwo muss man ansetzen. Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Frauenfeindlichkeit und jegliche andere Form der Ausgrenzung dürfen nicht mehr geduldet werden. Und wo Eltern versagen, muss politisch etwas geschehen.

  38. 9.

    Aha, auf Arabisch. - Warum wundert mich das jetzt nicht?
    Wundern tut mich aber, dass das gleich im Artikel bekanntgegeben wird.
    Mich würde mal interessieren, was die Volksvertretung im Land des Holocaust zu unternehmen gedenkt, um künftige Übergriffe durch diese spezielle Bevölkerungsgruppe zu minimieren.

  39. 8.

    Lange Zeit wäre da sofort ein Aufschrei -auch der politisch Verantwortlichen- zu hören gewesen. Warum wird hier nicht in aller Schärfe sofort durchgegriffen. Es gehört zum Gastrecht, das der Gast sich höflich benimmt. Toleranz in Deutschland, auch warum wir das so wollen, muss den Einreisenden sofort erklärt werden. Wer das dann nicht kann, soll gehen.Das Juden in D nicht unbehelligt leben können, muss ein Stück traurige Geschichte bleiben. Mir tut leid, dass das passieren konnte.

  40. 5.

    Was nutzen vor Synagogen stationierte Polizisten, wenn es genauso andernorts zu antisemitischen Übergriffen kommt?
    Irgendwie ist das momentan das dysfunktionale "Patentrezept":
    Man äußere Empörung, stelle Verbote und Polizisten auf und alles wird gut.
    Aber wer nicht zu differenzieren wagt (auch da, wo's für ihn unbequem ist) und lieber pauschalisiert, macht es sich zu einfach, schaut einfach nicht genau genug hin.
    Wo kommt der Antisemitismus her? Wer übt ihn aus? Und warum?
    (Nebenbei: Es ist schade, dass Polizisten nicht mehr vor Wahllokalen stehen. Ich finde, sie sollten auch DARIN zu finden sein. Einmal um Ruhe und Ordnung zu gewährleisten, und dann noch, um die Stimmauszählungen zu überwachen.)

  41. 4.

    Es ist erschütternd. Den beiden arabisch sprechenden Tätern sollte irgend jemand dringend mal erklären, was es heisst respektvoll miteinander umzugehen. Solange aber "Du Jude" auf dem Schulhof als Beleidigung verwendet wird, mache ich mir wenig Hoffnung, dass sich solche Tabubrüche nicht künftig sogar noch häufen werden. Einen Menschen anzuspucken und zu bedrohen, weil er einer anderen Religion angehört ist unwürdiges Verhalten. Die beiden Täter haben sich damit auch ihrer eigenen Religion gegenüber als unwürdig erwiesen.

  42. 3.

    Wieder ist so etwas niederträchtiges in Deutschland passiert und es waren keine deutschen Staatsbürger!
    Aber leider wird es den Deutschen versucht, durch nicht konkrete und detaillierte Berichterstattung, unter zu schieben.

  43. 2.

    Der Rabbiner von Arabern beschimpft !!! Und warum nimmt man sie nicht fest ?
    Der Antisemitismus von arabischstämmigen Leuten ist unerhört !

  44. 1.

    Ich frage mich immer, was in den Köpfen der Täter vorgeht, wie tief man im Selbstwertgefühl gesunken sein muss, jemanden nur wegen seiner Religion zu bespucken. Ekelhaft! Meine Hoffnung, die Täter schnell zu finden und zu bestrafen, wird sich wohl leider nicht erfüllen, weil die Feiglinge danach sicher schnell abgehauen sind. Für Juden wird es in unserem Land immer ungemütlicher; und das bei unserer geschichtlichen Verantwortung. Traurig, einfach nur traurig!

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