Symbolbild - Ein Mitarbeiter einer Klinik in Berlin trägt einen Seuchenschutzanzug (Bild: imago/Thomas Koehler)
Audio: rbb 88,8 | 12.07.2019 | Swetlana Oheim | Bild: imago/Thomas Koehler

Verdacht auf Krim-Kongo-Fieber - Patient mit Seuchenverdacht löst Großeinsatz aus

Ein Patient mit einer Viruserkrankung hat in Berlin einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Es bestand der Verdacht, dass er am Krim-Kongo-Fieber erkrankt ist. Die Feuerwehr brachte den Patienten am Donnerstagnachmittag mit einem Spezial-Rettungswagen auf die Sonder-Isolierstation des Virchow-Klinikums der Charité. Die 24 Feuerwehrleute trugen dabei Schutzanzüge.

Eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung gab inzwischen Entwarnung: Der Verdacht habe sich nicht bestätigt. Der Patient werde jetzt weiter untersucht und behandelt.

10 bis 40 Prozent der Erkrankten versterben laut WHO

Das Krim-Kongo-Fieber ist laut des Robert-Koch-Instituts eine Viruserkrankung, die meist durch Zeckenbisse übertragen wird und durch hohes Fieber gekennzeichnet ist. Schwere Verläufe gehen meist mit Blutungen und Leberschäden einher. Laut der WHO starben bei Ausbrüchen 10 bis 40 Prozent der Erkrankten durch multiples Organversagen.

Die jüngsten beiden Erkrankungsfälle in Deutschland wurden dem RKI im Jahr 2009 übermittelt. Ein Erkrankter war demnach ein US-Soldat, der sich in Afghanistan infiziert hatte und verstarb; ein in der Türkei infizierter Mann überlebte. Das erste Mal wurde die Krankheit laut WHO im Jahr 1944 in der Krim beschrieben, 1956 gelang im Kongo das erste Mal die Identifizierung im Blut eines Erkrankten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.07.2019, 8:30 Uhr

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