Der selbstfahrende Kleinbus Easy Mile ez10 fährt bei einem Pressetermin auf seiner Teststrecke. Der Elektrobus hat sechs Sitzplätze und ist bis zu 15 Kilometer pro Stunde schnell. Nach Angaben der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordbrandenburg (REG) soll er am kommenden Montag die ersten Haltestellen der Stadt anfahren. (Quelle:dpa/Skolimowska)
Bild: dpa/Skolimowska

Wusterhausen - Selbstfahrender Bus bei erster Linienfahrt in Unfall verwickelt

Bei seiner ersten Linienfahrt ist der selbstfahrende Elektrokleinbus in Wusterhausen (Ostprignitz-Ruppin) am Montag in einen Unfall verwickelt worden.

Wie die Märkische Allgemeine Zeitung am Dienstag berichtet, streifte ein entgegenkommender Autofahrer das Fahrzeug seitlich. Er schätzte offenbar die Breite des Busses falsch ein. Das Fahrzeug soll so reagiert haben, wie die Programmierung es vorsieht und schon vor dem Zusammenstoß zum Stillstand gekommen sein. Verletzt wurde niemand. Wie eine Sprecherin des betreibenden Verkehrsunternehmens auf Anfrage von rbb|24 am Dienstag bestätigte, fahre der Bus wieder auf seiner Strecke.

Der Minibus mit sechs Sitzplätzen fährt nur bis zu 15 Kilometer pro Stunde. Bis Ende Juni kommenden Jahres pendelt er testweise auf einer Strecke entlang Dom und Bahnhof.  Solange ist auch ein Busfahrer mit dabei.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.07.2019, 05.00 Uhr

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13 Kommentare

  1. 13.

    Ohne einen Meter in einem KFZ nach dem FührerScheinBestehen gefahren zu sein,
    hatte ich meinen ersten 'Unfall' (und auch danach keinen verschuldet). Eine
    DachLawine mit EisPlatten fiel auf mein AutoDach und verursachte dort leichte
    Dellen. (Ein Schwabe mit DachSchaden - und doch nicht in Berlin?!?)
    Man sollte sich also auch nicht bei dem selbstfahrenden Bus daran aufhängen,
    dass bei dessen ersten Fahrt ein unverschuldeter Unfall passierte. -
    Allerdings warte ich (fast sehnsüchtig,um recht behalten zu haben, aber in Hoffnung,
    dass dabei nichts Ernsthaftes geschieht) auf den ersten Unfall eines SelbstFahrers,
    der verursacht wird, weil jemand glaubte, ein vom Fahrer verlassenes, unzuverlässig
    abgestelltes, wegrollend außer Kontrolle geratenes FahrZeug mit dem eigenen Auto
    abbremsen zu müssen. (Nebenbei: Nichts gegen solche tolle RettungsAktionen!)
    Zumindest deshalb sollten selbstfahrende Fahrzeuge für Menschen schnell erfassbar
    kenntlich gemacht werden!

  2. 12.

    Hallo Matthias, danke für Deinen Kommentar, daß gleiche hatt auch mein Mann gesagt . Da muss mindestens ein rot-weißer Reflektor ran, wie bei Baufahrzeugen.
    Wen Du im Auto sitzt kannst Du nicht die Breite sehen nur mit Scheibe runter. Naja wer denkt schon gleich dran.
    Dein Kommentar ist der Beste. Du hast alles richtig erkannt . Allzeit gute Fahrt!!!!!!!!! wünschen wir

    Freundliche Grüße Gabiclip

  3. 11.

    Deshalb in meinem Kommentar toberg | Dienstag, 16.07.2019 | 15:51 Uhr
    der Schlussgedanke:
    "Das kann ein Kraftfahrer bisher besser als Computer. Oder besser... sollte er können! " ;-))

  4. 10.

    "Und das funktioniert bei beiden Entgegenkommern meist auch ohne Zeichen, weil der erste, der eine Lücke sieht zur Seite fährt "
    ...eine wunderbare Theorie, die in der Praxis so eigentlich nie zu beobachten ist.

  5. 9.

    Habe leider neulich polizeilich die Belehrung erhalten müssen, dass wo es zu eng ist, ICH nicht durchfahren darf, auch wenn rechts und links verboten und falsch geparkt wird - wer da fährt, ist schuldig. Der Bus also total im Recht. Der Autofahrer hätte sich nicht quetschen dürfen. Shit. Seh-/Einschätzungsfehler sind halt Kacke, menschlich und kosten... (Aussenspiegel sag ich nur...)

    Der Einsatz von (fast) perfekten Selbstfahrern macht leider den Rest der Fahrer nicht perfekter...

  6. 8.

    In diesem speziellen Fall wollte sich der Kraftfahrer wohl noch vorbeiquetschen, was misslang. Sicher hätte er auch stehen bleiben müssen. Es hätten also beide gestanden. Im laufenden Verkehr natürlich die sicherste Variante, wenn alles steht ;-)Aber im Prinzip hapert es der Technik immer noch an Vorausschau und Bewertung der unterschiedlichen Lösungsvarianten.

  7. 7.

    Das ist wohl wahr, das ist mir auch aufgefallen. Ein Wunder das sowas zugelassen wird in Zeiten wo E-Scooter harten Restriktionen unterliegen und E-Bikes nicht...

    Die Bauform ist vermutlich der Laser Scanner geschuldet, aber Signalfarben wäre schon eine gute Maßnahme ja.

  8. 6.

    Guckt Euch mal das Foto an. Der Bus ist in Radhöhe viel breiter als oben. Und dann dort auch noch schwarz lackiert. Kein Wunder, wenn das jemand nicht erkennt und in einer schmalen Straße kollidiert. Die Form des Busses ist doch gemeingefährlich. Da muss mindestens ein rot-weißer Reflektor ran, wie bei Baufahrzeugen.

  9. 5.

    So reizvoll ich technische Neuerungen auch finde, kann ich in selbstfahrenden Bussen einfach keinen Nutzen erkennen.
    Das erscheint mir wie eine Lösung ohne Problem.

  10. 4.

    Der Kraftfahrer, der den Unfall verursacht hat, konnte das offenbar nicht besser als der Computer. Der hat ja festgestellt, dass es nicht passt und ist auf die Bremse gegangen.

  11. 3.

    Dieser Vorfall beweist auch gleich die Schwächen dieser Technik: Die Computer in diesen Fahrzeugen können nur auf die Situation drumherum reagieren, aber nicht vorausschauend fahren. Auf engeren Straßen sieht ein Autofahrer für gewöhnlich den Gegenverkehr schon in 100 Meter Entfernung sucht sich dann rechts eine Lücke, um Platz zu schaffen. Und das funktioniert bei beiden Entgegenkommern meist auch ohne Zeichen, weil der erste, der eine Lücke sieht zur Seite fährt. Das kann ein Kraftfahrer bisher besser als Computer. Oder besser... sollte er können!

  12. 2.

    Det wird doch nüscht. Und zu langsam fährt er aiuch.

  13. 1.

    Na also. Wieder einmal menschliches Versagen. Wäre das andere Fahrzeug auch automatisch gefahren, dann wäre es auch zum Stillstand gekommen.

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