An der Kreuzung Krumme Straße Ecke Schillerstraße kam eine Fahrradfahrerin am 10.07.2019 ums Leben (Quelle: rbb/ Störmann)
Video: Abendschau | 11.07.2019 | D. Störmann/ F. Smit | Bild: rbb/ Störmann

Tödlicher Unfall in Charlottenburg - Abbiegendes Auto überrollt Radfahrerin

Eine 55 Jahre alte Radfahrerin ist bei einem Verkehrsunfall in Berlin-Charlottenburg ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde die Frau von einem abbiegenden Auto überrollt.

Der Unfall ereignete sich demnach am Mittwochabend gegen 18 Uhr an der Kreuzung Krumme Straße Ecke Schillerstraße. Die Radfahrerin habe eine Straße im Kreuzungsbereich zwischen einer Spielstraße und einer verkehrsberuhigten Zone überqueren wollen, als ein 78 Jahre alter Autofahrer in einem VW Touran dort abbog und sie erfasste. Die 55-Jährige geriet dabei unter das Fahrzeug.

Nach einem Bericht der "B.Z." hatten Anwohner vergeblich versucht, das Auto mit Wagenhebern anzuheben. Erst die Feuerwehr habe die Frau unter dem Fahrzeug hervorholen können. Sie erlag noch an der Unfallstell ihren Verletzungen.

Mahnwache und Fahrraddemo angekündigt

Für Freitagabend (17.15 Uhr) wurde unter dem Titel "Motorisierte Gewalt stoppen" eine Mahnwache für die getötete Frau am Unfallort angekündigt. Anmelder ist der Verein Changing Cities. Danach (18.00 Uhr) hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) eine Fahrraddemo zum Gedenken an tödlich verunglückte Radfahrer angemeldet. Start ist an der Ecke Krumme Straße/Schillerstraße, Ziel ist das Rote Rathaus.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.07.2019, 7:30 Uhr

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24 Kommentare

  1. 24.

    Nicht nur, aber besonders, da sie das potenziell gefährlichere Betriebsmittel führen. Fußgänger und Radfahrer kommen leider oft durch Unfälle mit Kraftfahrzeugen ums Leben. Umgekehrt habe ich das noch nicht gehört. Sie müssen sich das hoffentlich nie von einem Richter erklären lassen.

  2. 23.

    Hm, klar. Weil es in Bernau ja jetzt schon so üppig freie Parkplätze gibt. Von Großstädten ganz zu schweigen. Möchten Sie Fußgänger dann auch verbieten? Was machen wir mit Jugendlichen und Kindern? Führerschein ab 18 Monaten? Sie sollen ja sicher in den Kindergarten kommen...
    Das Dilemma ist, dass Radfahrer vom Auto aus grundsätzlich als Hindernis wahrgenommen werden, durch die aktuelle Verkehrsinfrastruktur auch oft nicht unbegründet. Aber wenn Sie das nächste Mal beim Abbiegen auf ein paar Radler warten müssen, stellen Sie sich bitte vor, die würde alle noch im Auto vor Ihnen stehen und dann alle mit ihnen zusammen einparken wollen. Von weniger Abgasen und Lärm schreibe ich gar nicht erst.
    Viel Kraft sowohl den Hinterbliebenen der Radfahrerin als auch dem Autofahrer.

  3. 22.

    Mein Gott, hier ist ein Mensch getötet worden; was hat der Bericht darüber mit Autofahrerbshing zu tun hat, wüßte ich gern.

  4. 21.

    Wenn alle Auto fahren, ist es sicherer? Fußgänger sollten dann natürlich auch besser Auto fahren, natürlich auch Kinder, oder? Erst denken, bitte

  5. 20.

    und auf
    Ramona L. 12.07.2019 | 07:06 Uhr

    All dies ist seit Jahren bekannt.
    Es wird seit langem unterlassen die Verkehrsvorschriften nur halbwegs umzusetzen.
    Es werden grobe Verstöße gegen Verkehrsvorschriften, Verletzte und Tote billigend in Kauf genommen.
    Der Rechtsstaat hat vor Gesetzlosigkeit und Anarchie auf den Straßen kapituliert.
    Nur für Staats- und Politikerbesuche sind immer Hunderte von Polizisten und große Fahrzeugkolonnen vorhanden.
    Nun wird wieder medial Empörung und Betroffenheit kundgetan, bis zu den nächsten Toten und Verletzten, nächste Woche, vielleicht schon übermorgen. Und so geht es immer weiter. Staat, Behörden und Gesellschaft haben sich mit sehr hohem Blutzoll im Straßenverkehr abgefunden.

  6. 19.

    Seine Aussage stimmt so nicht, auch Radfahrer haben schon tötliche Unfälle verursacht, es wäre besser, wenn jeder auch Fussgänger, Radfahrer und Autofahrer mehr Rücksicht nehmen würden, dann würde auch weniger passieren und nicht stur und mit Tunnenblick auf sein Recht beharren, Denn in der Bibel steht schon Geben ist seeliger denn nehmen

  7. 18.

    Eher umgekehrt. Würde jeder ein Auto benutzen, wäre auch jeder viel sicherer. So einfach ist das! Man sollte Radfahren in Städten generell untersagen.

  8. 17.

    "...als ein 78 Jahre alter Autofahrer in einem ..."
    Und schon wieder ein Grund endlich die Fahrtüchtigkeitsüberprüfung für Senioren einzuführen! Wann wacht das Verkehrsministerium endlich auf.

  9. 16.

    Seit Jahren wird über Verletzte und Tote im Straßenverkehr in den Medien ausführlich berichtet. Jede Woche wird über schreckliche Ereignisse im Straßenverkehr berichtet. Das interessiert aber eine große Anzahl von Verkehrsteilnehmern überhaupt nicht. Auch wenn Kinder oder gebrechliche Menschen oder Fernsehkameras am Straßenrand stehen, es wird weiter erheblich zu schnell gefahren. Es wird falsch mit Behinderung geparkt. Es wird mit dem Fahrrad auf dem Gehweg gefahren und auf Fußgänger zugefahren. Die Unverfrorenheit vieler Verkehrsteilnehmer scheint sich immer weiter auszuweiten. Wie lange brauchen die Verantwortlichen in der Verkehrsverwaltung und Polizeiführung noch um zu erkennen dass sich weitere Opfer, dauerhafte Gesundheitsschäden und schreckliches Leid nur mit viel mehr Polizeipräsenz auf den Straßen mindern lassen. Nur wenn die Wahrscheinlichkeit, für verkehrsgefährdendes Verhalten zeitnah empfindlich bestraft zu werden, erheblich steigt, werden die Unfallzahlen sinken.

  10. 15.

    Sie sollten auch den Rest des Kommentares lesen. Da wird die Großschrift erheblich eingeschränkt:
    "Auch wenn ich als Führer eines Kfz Vorfahrt habe, habe ich nicht das Recht dazu." Dass man beim Verlassen eines verkehrsberuhigten Bereiches wartepflichtig ist, hatte ich ja bereits ausgeführt.

    Die Situation dürfte sich jedoch auf Grund des Abendschauberichtes noch komplizierter sein. Zu dem Geschehen im Hintergrund während des Interview mit dem ADFC-Vertreter und den Roller-Einsammlern schreib ich jetzt nichts Da kann sich jeder selber ein Bild machen.

  11. 14.

    HALLO!!! Autofahrer-Bashing??? Eine Radfahrerin ist gestorben, gehts noch!

    Und: immer mehr solcher Unfälle werden von alten SUV-Fahrer verursacht, weil sie einfach keinen Überblick über die Ausmasse ihrer Autos haben und wohl mit der Technik sowie der Kraft dieser Fahrzeuge überfordert sind.

  12. 13.

    Vielleicht können wir uns ja alle darauf einigen, dass mit einer drastischen Reduzierung des Autoverkehrs auch die Anzahl der Unfallopfer drastisch abnehmen wird. Fahrradfahrer und Fußgänger töten nämlich keinen.

  13. 12.

    Sie können nicht anders oder?

    "JEDER Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer gefährdet oder geschädigt oder nach den Umständen unvermeidbar behindert bzw. belästigt wird. "

    "Warum müssen Ihrer Meinung nach nur Kraftfahrer Rücksicht nehmen?" Nicht einmal GROßSCHRIFT hindert sie daran anderen falsche Unterstellungen unterzujubeln. Das muß schon manisch sein.

  14. 11.

    Ich bin sowohl Rad- als auch Autofahrer und versuche mein möglichstes auf den anderen Verkehrteilnehmer zu achten. beim gassi gehen werde ich auch des öfteren beinahe von Auto sowie von fahradfahren umgefahren die die Geschwindigkeit nicht beachten bzw auch auf dem Fußweg rasen. Auch Als Autofahrer der 12km/h schnell fährt bin ich oft von Radfahren rechts überholt worden. Bisher hatte ich glück das ich schnell genug reagieren konnte (sonst hätte es beim rechtsabbiegen schon offt gescheppert), von den rechtüberholenden radfahren, die sich verkehrswidrig verhalten haben bin ich sogar noch ausgeschimpft worden. Die Fühlen sich leider oft, nicht alle. Im Recht alles sich erlauben zu können. Die Polizei sollte hier viel öfters Präsent sein, gerne auch mit Videoüberwachung an den Kreuzungen um die Schwarzen Schafe der Auto- sowie Fahradfahrer zu maßregeln. Traurig das jemand zu Tode gekommen ist. Und bitte erst Urteilen wenn genau klar ist wer sich falsch verhalten hat !!

  15. 10.

    Als Anwohnerin erlebe ich täglich: die Schrittgeschwindigkeit wird hier selten eingehalten. Fährt man mit seinem PKW so langsam wird man permanent angehupt und beschimpft. Besonders an Markttagen und nachts tobt hier der Verkehr. Wer überprüft hier endlich einmal die Ausschilderung des verkehrsberuhigten Bereichs, warum gibt es nicht mehr Bremsschwellen und warum wird die Geschwindigkeit nicht öfters überwacht? Seit in der Kantstrasse Tempo 30 ist, benutzen viele Autofahrer die Krumme Strasse als "Abkürzung" - und fahren meistens nicht in Schrittgeschwindigkeit. Der Bezirk schaut hier seit Jahren (Anfragen in der BVV bleiben unbeantwortet)einfach weg. Gehwege werden beispielsweise am Karl-August-Platz systematisch als Parkplatz missbraucht, Lieferverkehr ist wichtiger als Verkehrsberuhigung. Wo bleibt endlich einmal ein Verkehrskonzept?

  16. 9.

    Das kann ich genau so auch aus anderen Gebieten Berlins bestätigen.
    Verkehrsberuhigung? 30er-Zone? Schulen, Kitas und Seniorenheime? Alles kein Grund, nicht voll aufs Gas zu treten.
    Oft gesehen bei jungen "sportlichen" Männern oder bei gut betuchten (wenig oder viel) älteren Fahrer*innen, die die für den Stadtverkehr völlig überzogene Motorleistung ihres Gefährts nicht einschätzen können oder wollen oder schlicht nicht im Griff haben.

    Moderne PKW haben doch Navi und Sensoren ohne Ende - warum kann man nicht endlich schlicht und einfach technisch unmöglich machen, dass man damit schneller fährt als erlaubt??? Teststrecken für autonomes Fahren, Fördermittel ohne Ende - aber so ganz einfache "Technik-Tests" im Normalbetrieb, die sofort die Unfallzahlen senken würden, das geht nicht?

  17. 8.

    Kleiner Kommentar dazu: Wer aus einer verkehrsberuhigten Zone heraus fährt, hat ALLEN anderen Verkehrsteilnehmern die Vorfahrt zu gewähren! Rechts vor Links gilt in diesem Fall ausdrücklich nicht! Hintergrund ist, dass ein verkehrsberuhigter Bereich verkehrsrechtlich einem Fußweg gleich gestellt ist und daher das Verlassen des Bereiches genau so zu sehen ist, wie eine Grundstücksausfahrt.
    Ansonsten verbietet es sich aktuell ohne die Kenntnis über den genauen Sachverhalt, über die Schuld zu diskutieren. Das bringt das Leben des Verkehrsopfers auch nicht zurück. Den Hinterbliebenen kann man nur viel Kraft wünschen.

  18. 7.

    Ich wohne dort, wo der Unfall passiert ist. An dieser Kreuzung hat es schon einige Male Unfälle gegeben. Die Kreuzung liegt am Anfang einer verkehrsberuhigten Zone – was aber sehr viele Autofahrer leider nicht interessiert. Sie fahren weiter mit Tempo 50 in die Spielstraße hinein, wenn sie z. B. von der Bismarck- in die Kantstraße wollen (Zur Info, und weil die Führerscheinprüfung vielleicht so lange her ist: Dort ist Schritttempo Pflicht). Klar, vielleicht hat auch die Radfahrerin sich nicht richtig verhalten und es gibt Radler, die sich (in einer ausgewiesenen Spielstraße) nicht verkehrskonform verhalten. Aber m. E. missachten eben auch sehr viele Autofahrer die dort geltenden Verkehrsregeln, sei es Rechts vor Links oder eben auch die Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich denke, man sollte die Straße dort durch Poller oder Hindernisse so bebauen, dass ein schnelles Fahren mit dem Auto nicht mehr möglich ist.

  19. 6.

    Ja, ja. Wieder mal Autofahrer-Bashing, ohne zu wissen, welcher Verkehrsteilnehmer hier die Verkehrsregeln verletzt hat.

    Viele Radfahrer beanspruchen für sich doch das ewige Vorfahrtsrecht, das ewige Recht auf dem Bürgersteig zu fahren, das ewige Recht, rote Ampeln zu missachten.

    Wen wundert es eigentlich noch, dass wir nur noch ein jeder gegen jeden haben?

  20. 5.

    Wie Anke schrieb "JEDER Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer gefährdet oder geschädigt oder nach den Umständen unvermeidbar behindert bzw. belästigt wird. "
    Radfahrer und Fußgänger sind auch Verkehrsteilnehmer. Aber in Berlin denken viele für sich allein.
    Ich bin sehr viel mit dem Fahrrad und Motorrad unterwegs, und ich kann nur von Glück reden, dass ich noch lebe. Und ich ziehe manches Mal den kürzeren, obwohl ich im Recht war. Aber das einem Autofahrer klar zu machen ist sinnlos.

  21. 3.

    Was wollen Sie mit Ihrem Kommentar sagen? Dass Radfahrer sich nicht an die Verkehrsregeln zu halten haben?
    Richtig ist, dass alle § 1 einzuhalten haben. Und dass sich niemand seine Vorfahrt erzwingen darf.

    Da wir aber den genauen Unfallverlauf nicht kennen, sollten wir uns mit Schuldzuweisungen zurückhalten.
    Tragisch genug, dass eine Frau ums Leben gekommen ist. Egal, wer schuld hat.

  22. 2.

    Ach ne...
    Grundsätzlich gilt Paragraph 1 der StVO im Straßenverkehr: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
    JEDER Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer gefährdet oder geschädigt oder nach den Umständen unvermeidbar behindert bzw. belästigt wird.
    Das scheinen leider viele zu vergessen. Auch wenn ich als Führer eines Kfz Vorfahrt habe, habe ich nicht das Recht dazu.

  23. 1.

    Die Bilder der für die großen Buchstaben bekannten Presse zeigen einen PKW, der bei Verlassen des verkehrsberuhigten Bereiches mit der von links kommenden Radfahrerin kollidierte. Wenn das zutrifft, wäre der PKW wartepflichtig gewesen.

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