zahlreiche im Halteverbot stehende Autos wurden am 25.08.2018 auf der Frankfurter Allee in Berlin für den Zug der Liebe abgeschleppt. (Foto: imago/Olaf Wagner)
Bild: imago/Olaf Wagner

Kreuzungen, Rad- und Busspuren - Berliner Polizei will Falschparker konsequenter abschleppen

Die Berliner Polizei will Falschparker etwa auf Radwegen und Busspuren künftig konsequenter abschleppen. Die bisherigen Regelungen zum Umsetzen von Fahrzeugen seien überprüft und die Änderungen allen Dienststellen mitgeteilt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Das Abschleppen von Autos, die auf Rad- und Busspuren, in zweiter Reihe sowie im Kreuzungsbereich halten oder parken, soll damit der Regelfall werden. Bislang hätten Beamte im Einzelfall entscheiden müssen, ob abgeschleppt werden soll. Die bisherige Situation bei der Regelung für das Umsetzen von Fahrzeugen sei "konkretisiert" worden, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik laut der Mitteilung. 

Beim Lieferverkehr auch künftig Ausnahmen

Auch weiterhin sollen jedoch Einzelfälle beim Halten und Parken etwa von Lieferverkehr in zweiter Reihe berücksichtigt werden. Auch die Einsatzlage der Beamten spiele eine Rolle, hieß es. 

Zuletzt hatte die Polizei bei einer Schwerpunktkontrolle im Juni innerhalb von fünf Tagen 6.500 Falschparker festgestellt. Rund die Hälfte von ihnen stand auf Radwegen, Busspuren oder in zweiter Reihe.

Sendung: Abendschau, 10.07.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 10.

    @TG
    Auf Lieferanten einzuhacken machen Sie auch nur solange, bis der nächste Waschmaschinenneukauf ansteht. In den Altbau, Hinterhof im 5. Stock ...
    Die parken nicht falsch, weil die es schön finden den Verkehr zu behindern, sondern weil die nur ihren Job machen. Dass Berlin es nicht auf die Reihe kriegt, Lieferzonen frei zu schleppen oder neue Zonen zu schaffen, ist nicht das Problem derer, die jeden Tag Schwerstarbeit verrichten, um Essen für sich selbst und Familie auf den Tisch bringen zu können.
    Ich bitte einfach zu überdenken das schwächste Glied in der Kette bestrafen zu wollen. Nicht umsonst lassen viele Ordnungskräfte Lieferanten in Ruhe, solange die nicht allzu asozial stehen. Ich weiß, wovon ich rede.

  2. 9.

    Dazu müsste man den deutschen Bußgeldkatalog für falsches Parken sowie den Bußgeldkatalog für falsches Halten komplett ändern:
    z.Z. sind 30 Euro das Maximum, es sei denn man behindert Einsatzfahrzeuge 60-65 Euro oder parkt auf der Autobahn Euro je 1P.
    www.bussgeldkatalog.org/halten-parken

  3. 8.

    Danke Paul...
    Genau meine Gedanken...

  4. 7.

    Ach Gottchen, das ist ja mal wieder Wasser auf die Mühlen der Grünen und Ökos mit ihren Fahrrädern, die auch nur so lange rollen, wie das Wetter schön ist. Davon abgesehen, wer will das kontrollieren? Gibt doch schon jetzt viel zu wenig Beamte.

  5. 6.

    Wenn jetzt die Polizei verstärkt gegen Falschparker vorgehen soll, stellt sich mir die Frage, was eigentlich die originär zuständigen Ordnungsämter tun. Die Ordnungsämter wurden meines Wissens damals geschaffen, um die Polizei zu entlasten.
    Und wie soll das in der Praxis funktionieren? Viele Abschleppfirmen haben die Zusammenarbeit mit der Polizei mittlerweile aufgekündigt. Oder schafft die Polizei jetzt eigene Abschleppfahrzeuge an? Das hat schon bei der BVG nicht funktioniert.

  6. 5.

    "Auch die Einsatzlage spielt eine Rolle"? Soll heißen: Ehe die Polizei irgendwann mal kommt, ist der Falschparker schon längst wieder weg. Und beim Lieferverkehr, der am übelsten ist, passiert auch nichts. Also wird alles weiter so bleiben wie es ist. Warum dann dieser Artikel? Gibt es nichts Wichtigeres?

  7. 4.

    Und bitte die Falschparkenden zur Kasse bitten - ich meine gelesen zu haben das es jetzt 100,- statt 15,- - 30,- € kosten soll. Aber selbst das ist noch zu wenig.

  8. 3.

    Nicht nur reden,sondern handeln....wie oft wurde DAS schon angekündigt.....das Falschparken muss weh tun...

  9. 2.

    Hoffentlich!

  10. 1.

    Und wie sieht es beim Parken auf Bürgersteigen aus ? Fussgänger sollten nicht benachteiligt werden .

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