Symbolbild: Blitze zucken während eines Sommergewitters über die Berliner Skyline an der Spree. (Quelle: dpa/Fischer)
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Gewitterwarnung in Berlin und Brandenburg - Tief "Vincent" bringt Abkühlung und Unwetter

Am Wochenende wird es in Berlin und Brandenburg zwar noch einmal heiß, aber auch nass. Die extreme Hitze der vergangenen Tage entlädt sich in Gewittern. Auch Starkregenfällen und Hagelschauer sind möglich.

Hinweis: Dieser Artikel wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Wetter-Meldung vom 27. Juni 2019 finden Sie hier.

Nach der anhaltenden Hitze sorgt Tief "Vincent" mit aufziehenden Gewittern und etwas kühlerer Luft am Wochenende für eine leichte Erfrischung in Berlin und Brandenburg. Der Freitag war mit Temperaturen zwischen 28 und 32 Grad Celsius aber durchaus heiß, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam.

Ab Samstag ist die große Hitzewelle demnach vorbei. Vor allem an der Grenze zu Polen seien in der Nacht vereinzelt Gewitter, teils mit Starkregen, möglich. Auch schwere Sturmböen seien wahrscheinlich. Örtlich könnten in kurzer Zeit bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. "Da die Böden meist sehr trocken sind, können sie das Wasser nicht aufnehmen, und es kann zu Überflutungen kommen", warnte der DWD.

Am Sonntag ziehe ein Gewitterband über Brandenburg und Berlin hinweg. Viele Orte könnten Regen und teils auch Hagel abbekommen. Die Temperaturen würden deutlich unter die 30-Grad-Grenze sinken, hieß es. Nur in der Lausitz wird laut DWD noch einmal die 30-Grad-Marke erreicht. Die Woche beginne ähnlich: wechselhaft und etwas kühler.

Gefahr von Waldbränden nach wie vor hoch

In ganz Brandenburg besteht derzeit aufgrund von Trockenheit und hoher Temperaturen erhöhte Gefahr von Waldbränden. Laut Umweltministerium gilt am Freitag in zehn der 14 Landkreise die Gefahrenstufe 4, das ist die zweithöchste. In Oberspreewald-Lausitz sowie in der Uckermark besteht sogar die höchste Gefahrenstufe 5. Lediglich in Oberhavel sowie in der Region Oder-Spree und Frankfurt (Oder) herrscht derzeit noch eine mittlere Waldbrandgefahr.

Seit Donnerstagabend wütet auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Jüterbog (Teltow-Fläming) ein Waldbrand auf einer Fläche von rund 50 Hektar. Da das Gelände mit Munition verseucht ist, kann nur aus der Luft gelöscht werden.

Waldbrände in Brandenburg 2019 (Stand Juli)

Waldbrände über 40 Hektar in Brandenburg 2019. (Quelle: rbb|24)

In Brandenburg sind die Temperaturen am Donnerstag weit über 30 Grad geklettert - mehr Notfalleinsätze gab es wegen der Hitze nicht, allerdings gleich mehrere Waldbrände.

"Es sind nicht mehr Einsätze gefahren worden als sonst", sagte ein Sprecher der Leitstelle Lausitz am Donnerstag. Rund 160 Mal rückten die Retter bis zum späten Nachmittag aus. Ähnliches berichteten auch die Leitstellen Brandenburg und Nordost.

Zum ersten Mal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde in Deutschland am Donnerstag die 42-Grad-Marke überschritten: Im niedersächsischen Lingen wurden 42,6 Grad gemessen. Dazu registrierte der Deutsche Wetterdienst an vier weiteren Messstationen Temperaturen von über 41 Grad. Erst am Mittwoch war mit 40,6 Grad in Bonn ein neuer Rekord aufgestellt worden.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wertete die zu Ende gehende Hitzewelle als eine Folge des Klimawandels. "Normal ist das in dieser Häufung jedenfalls nicht mehr", sagte Schulze der "Passauer Neuen Presse". Vielmehr passten die langen Hitze- und Dürreperioden, wie sie derzeit zu beobachten seien, "exakt zu dem, was die Klimaforschung uns für Deutschland prophezeit hat".

Sendung: Inforadio, 26.07.2019, 11 Uhr

Kommentar

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8 Kommentare

  1. 8.

    So toll scheint die Redaktion denn aber nicht zu finden. Oft wird hier parallel eine separate Vorhersage wie dieser Artikel verfasst.

  2. 6.

    Irgentwie stimmt ihr Bericht mit euren Wetterbericht nicht über ein weiss jetzt gar nicht was ich glauben soll

  3. 5.

    Ich finde für Berlin/Brandenburg den Wetterbericht im RBB-Videotext am besten. Den gibts auch im Netz unter www.rbbtext.de/162 und 163.

  4. 4.

    Also von Abkühlung war heute in Cottbus nichts zu merken, ganz im Gegenteil, war noch fieser als gestern...

  5. 2.

    Gibt es eigentlich eine eigene Unterseite für den Wetterbericht bei rbb24.de?

  6. 1.

    Was gibt es derzeit schöneres und wertvolleres, als Regen. Fein :-)

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