Kinder und Jugendliche kühlen sich am Abend im Brunnen im Berliner Lustgarten ab (Bild: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

Vorläufige Zahlen: 20 Grad Durchschnittstemperatur - Berlin war im Juli das wärmste Bundesland

20 Grad Celsius war es in Berlin im bisherigen Juli durchschnittlich warm. Damit liegt das Bundesland im deutschen Vergleich ganz vorne. Der Wert lag 1,7 Grad über dem der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990, wie vorläufige Zahlen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Dienstag zeigen. Diese Referenzperiode wird nach international einheitlichen Vorgaben herangezogen, um Vergleiche über längere Zeiträume anzustellen. 

Bundesweit war es im Juli bisher durchschnittlich 18,9 Grad warm und damit 2,0 Grad mehr als im Referenzzeitraum. In Brandenburg wurde im Juli eine Durchschnittstemperatur von 19,5 Grad registriert. Die Hauptstadt verzeichnete im Juli rund 220 Sonnenstunden, Brandenburg etwa 225.

Trockenheit erreichte laut DWD "katastrophale Ausmaße"

Bundesweit war der Juli 2019 laut DWD bemerkenswert warm: "Drei Tage in Folge 40 Grad, dabei 25 Mal Höchstwerte von 40 Grad und mehr - das geht in die meteorologischen Geschichtsbücher ein", sagte ein DWD-Sprecher am Dienstag. Der Temperatur-Höchstwert von 42,6 Grad in Lingen im Emsland lag mehr als zwei Grad über dem bisherigen Rekord. "Von 1881 bis 2018 wurden in Deutschland insgesamt zehn Mal 40 Grad erreicht oder überschritten, jetzt im Juli 2019 25 Mal in nur drei Tagen", sagt Friedrich.

Auffällig war auch die Trockenheit, diese erreichte laut DWD "katastrophale Ausmaße". Mit knapp 40 Litern pro Quadratmeter gab es in Berlin noch einmal deutlich weniger Niederschlag als im Bundesdurchschnitt, wo 55 Liter fielen. In Brandenburg waren es 45 Liter. 

Etwa 235 Sonnenstunden hatte der Juli - das waren 13 Prozent über dem Soll. Am meisten zeigte sich die Sonne im Saarland mit örtlich mehr als 310 Stunden. Berlin (220) und Brandenburg (225) lagen knapp unter dem Schnitt.

Sendung: Abendschau, 30.07.19, 19:30 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    wenigstens ein Ranking wo Berlin nicht zu den Letzten Belächelten gehört ;-) Hier noch mehr Vorschläge, wo RRG in Bln. Bestwerte aufstellen kann: Windelverbrauch Hochbegabter, "Kippen" sammeln, Drogenkonsum von Kindern leichtgemacht, Integration gefährlicher Clan´s, "Autozündeln" usw. Sollten die Gelder für gönnerhaftes Umverteilen fehlen: Verkehrsteilnehmer lassen sich am besten und sehr einfach "abschöpfen" - was man in Bln. weiß aber noch verbessern kann. Wetten das da noch tolle Ideen umgesetzt werden?

  2. 9.

    Sie unternehmen ach eigenem Bekunden schon was, in dem Sie Ökostrom verwenden, mit Ihren Kindern vor der LEAG-Zentrale herumsringen und hier den Auklärer mimen.

  3. 8.

    Wichtig ist auch, den Monat vorm Ende des Selbigen zu analysieren. Wenn es jetzt die letzten drei Tage kaltes Dauerregenwetter gegeben hätte, wäre das unter den Tisch gefallen.
    Und wir kennen es alle - bei gefühlt fiesen, nassen Sommern kam dann am Schluss die Schlagzeile: Der Sommer war zu warm und zu trocken. Durchschnittwerte sind immer so eine Sache.

  4. 7.

    Je mehr freie Flächen wir mit Häusern zubauen, desto heißer wird es künftig in der Stadt werden. Aber um das zu verstehen, braucht es offenbar mehr Sachverstand, als im Senat vorhanden ist.

  5. 6.

    Dass es in Städten heißer wird, hat mit Verlaub nichts mit der Klima-ERWÄRMUNG zu tun, sondern mit der Unfähigkeit, klimazonen-angepasst zu bauen. Aber diese Architekten gewinnen ja alle Preise. Wir verkümmern dann an deren Glaspalästen, brauchen für jedes Klo ne Klimaanlage, die letzten Bäume (Urania?) werden für Blödsinn weggerissen. Ehem. Flughäfen werden zum BRENNpunkt, da dort nur verdorrtes Gras als Thermikfläche wuchert. Nein, wir können es nicht mehr, das Bauen, das unserem Land entspricht. Unserer Klimazone.

    Natürlich sind wir auch sehr erfolgreich gewesen, ganz Brandenburg zu entlauben, nebst angrenzenden Bundesländern. Unsere Klima-Reserve komplett zu verfeuern. Und dann Streichhölzer nachzupflanzen.

    Und damit die DDR noch mehr von den wenigen dort Lebenden füttern, wurden Moore trockengelegt (Schande!).

    Super gemacht, alle miteinander, seit dem ausgehenden Mittelalter. Als wir die Buchenwälder verfeuert haben.

  6. 5.

    Damals war es einmalig. Jetzt in den letzten Jahren passiert dies immer öfter.

    Das aktuelle Wetter hieß schon immer "Wetter" und das Wetter über einen langen Zeitraum auch schon immer Klima. Da hat sich nichts geändert. Und der Klimawandel ist ja nun offensichtlich - außer für Realitätsverweigerer, für die alle Realitätswahrnehmer "Hysteriker" sind.

    Das ist keine Hysterie, sondern die Warnehmung der Realität.

  7. 4.

    Die Klimakrise ist Realität, die Temperaturen nehmen weltweit rapide zu, besonders in den Städten wie Berlin. Wir müssen jetzt handeln, um die Folgen nicht völlig ausufern zu lassen! Ihr Verweis auf 2003 ist Fehl am Platze. Die Dürre 2018 hatte mit der HItze 2003 gemeinsam, dass beide sich mit dem Klimawandel erklären lassen. Schmelzendes Nordpoleis schwächt das Starkwindband (Jetstream) der Nordhalbkugel ab. Die Winde bleiben an Ort und Stelle, weshalb Hochdruckgebiete ebenfalls an Ort und Stelle bleiben. Folge: extreme Dürre und Hitze. 2003 wie 2018. Quelle: ttps://www.dnn.de/Nachrichten/Wissen/Jetstream-Stockende-Riesenwellen-sorgen-fuer-Hitze-und-Duerre

  8. 3.

    20 grad Celsius im Juli? Hm, ich habe mal 17, mal 24 und auch 32 Grad Celsius mitbekommen, aber keine durchschnittlichen 20 Grad. Uff, tut mir leid, aber ich kann es nicht leiden, wenn aus allen Dingen Durchschnitte gemacht werden. Gerda und Harald sind 84 bzw 81 geworden, Lars und Tina 43 bzw 44 Jahre alt geworden. Muss ich davon ausgehen, dass ich noch nicht einmal das Rentenalter erreiche? Der Deutsche verdient ja auch im Durchschnitt 3770 Netto. Herrlich, da verstehe ich nicht, warum Reinigungskräfte so viel Jammern. Entschuldigung, zu weit vom Thema entfernt. Das ist meine Meinung und Empfindung zum Durchschnitt.
    Natürlich sollte über alle Auswirkungen des Klimawandel geredet werden, wichtiger finde ich aber die einzelne Rekorde zu erwähnen, die Trockenheit wie eben der Artikel auch darstellt. Das ist handfest und nachvollziehbar.

  9. 2.

    Frühe hieß es Wetter, heute ist es Klimawandel.
    Ich erinnere mich an das Jahr 2003, da herrschen ähnliche Temperaturen. Nur war da noch keine solche Hysterie.

  10. 1.

    Das sind Anzeichen des Klimawandels, nicht zwei Tage Gewitter oder 35° nacheinander.

    Der Regen gestern dürfte vielfach auch nichts gebracht haben, da die trockenen Böden eher eine langanhaltenden Landregen benötigen und keine Sturzfliessen, die oberflächlich abfließen.

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