Feuerwehrautos stehen am 11.07.2019 in der Karl-Marx-Allee in Mitte, um einen Hochhausbrand zu löschen (Bild: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Berlin-Mitte - Feuerwehr rettet bei Hochhausbrand zwei Frauen aus Fahrstuhl

Sie stiegen gegen 23 Uhr in den Aufzug, plötzlich blieb er stecken, Rauch quoll hinein. Hätte die Feuerwehr die beiden Frauen in der Karl-Liebknecht-Straße nicht rasch mit Sauerstoff versorgt, wären sie laut Feuerwehr "jämmerlich zugrunde gegangen".

Die Feuerwehr hat in Berlin-Mitte in der Nacht zu Freitag zwei Frauen gerettet, die wegen eines Feuers in einem Aufzug feststeckten. "Die beiden wären jämmerlich zugrunde gegangen, wenn
wir sie nicht mit Sauerstoff versorgt hätten", sagte ein Feuerwehrsprecher am Freitagmorgen.

Gegen 23 Uhr brannten in einem Hausflur eines Hochhauses in der Karl-Liebknecht-Straße Gegenstände. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Rauchgase zogen zu den beiden Frauen im benachbarten Fahrstuhl  - sie waren zwischen zwei Stockwerken stecken geblieben.

Die rund 40 herbeigerufenen Einsatzkräfte mussten sich laut Feuerwehr mit Trennschleifern Zugang zum Technikraum verschaffen. Erst nach rund einer Stunde konnten die Brandbekämpfer den Fahrstuhl ablassen.

Die beiden Frauen kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

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8 Kommentare

  1. 8.

    Der jeweilige Betreiber steht in der Pflicht, einen sicheren Betrieb der Aufzugsanlage zu gewährleisten, nicht der Hersteller bzw. die Wartungsfirma.

    Der Betreiber sollte verpflichtet sein/werden, der Feuerwehr die nötigen Informationen und Schlüssel zur VRR zu stellen. Ferner sollten in Mehrfamilienhäusern/öffentlichen Gebäuden die Aufzüge grundsätzlich mit Brandfallsteuerungen und Notstromeinrichtungen ausgestattet sein, dann erfolgt die Evakuierung aus Aufzügen automatisch!

  2. 7.

    "Wie könnte Ihr Vorschlag in der Praxis funktionieren? Wollen Sie Mitarbeiter verpflichten, 5 Minuten vom Objekt entfernt zu wohnen" Nun, ein Ansprechpartner muss nicht zwingend ein Mitarbeiter sein. Wo ein Wille, da ein Weg.

  3. 6.

    Wie könnte Ihr Vorschlag in der Praxis funktionieren? Wollen Sie Mitarbeiter verpflichten, 5 Minuten vom Objekt entfernt zu wohnen oder wie soll die Zeitvorgabe eingehalten werden?

    Waraum Leute ihren Sperrmüll illegal im Haus lagern? Weil Berlin so blöd war, die kostenlose Sperrmüllabfuhr in regelmäßigen Abständen abzuschaffen. Wir sind ein von Maior Domus (schlecht) verwaltetes Hochhaus, wo dieses Einsammeln von Mieter-Sperrmüll nicht mehr gemacht wird. Früher wurde im Hof gesammelt und dann (auf Kosten der Mieter) von der BSR abtransportiert wurde. Seit dem das nicht mehr so ist, haben wir genau das Problem. Die Mieter stellen alte Möbel und sonstigen Sperrmüll ins Treppenhaus. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann es hier zu einem Brand kommt. Die Erfahrung in einem ähnlichen Fall zeigte, dass von der Hausverwaltung niemand erreichbar war. Wir mussten die Polizei einschalten, ehe sich jemand bequemte, zur akuten Brandgefahr vor Ort zu erscheinen.

  4. 5.

    Schwein gehabt würde ich mal sagen. Wäre der Brand größer und die Raucheinwirkung stärker gewesen wäre den Frauen keine Stunde Zeit zum Überleben geblieben.

  5. 4.

    Applaus für die Helden der Berliner Feuerwehr

  6. 3.

    Der Vorschlag ist wirklich gut. Ich fürchte nur, es wird an der Umsetzung scheitern. Manche Hersteller existieren schon gar nicht mehr. Es sollten aber zumindest bei der Feuerwehr Listen existieren mit jeweils mindestens zwei Ansprechpartnern für jeden einzelnen Technikraum, die verpflichtend innerhalb von 5 Minuten mit einem Schlüssel vor Ort sein können. Das sollte recht einfach und zügig umsetzbar sein, bevor wirklich jemand ernsthaft zu Schaden kommt.
    Davon ab, warum lagern immer noch irgend welche Ignorante Gegenstände oder sogar Sperrmüll im Hausflur, obwohl es verboten ist? Denen sollte eine Mitschuld gegeben werden!

  7. 2.

    Das gibt es bereits und nennt sich Schlüsseltresor... Genauso wie für Mobilfunkanlagen und und und. Da sind überall kleine Schlüsseltresore an den Häusern die mit entsprechenden schlüsseln auch geöffnet werden können. Das muss also hier ein anderen Grund gehabt haben.

  8. 1.

    Warum ist es für die Fahrstuhlfirmen nicht Pflicht, einen All-Round-Schlüssel für die Feuerwehr für Technikräume zur Verfügung zu stellen? Dass die Feuerwehr über eine Stunde brauchte, den Raum zu öffnen, ist nachzuvollziehen, aber nicht akzeptabel, was das Bauwerk des Fahrstuhls betrifft. Firmen, die Fahrstühle erreichten, sollten mal darüber nachdenken, dass es wie hier um Leben und Tod gehen kann und nicht um Sicherung von Goldbarren o.ä.

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