Eingang zum Justizzentrum Potsdam (Quelle: imago images/Martin Müller)
Video: Brandenburg aktuell | 23.08.2019 | Stefan Sperfeld | Bild: imago images/Martin Müller

Prozess am Landgericht Potsdam - Angeklagter gesteht: Nachbar im Streit um Hund erschossen

Ein 60-Jähriger hat vor dem Landgericht Potsdam gestanden, seinen Nachbarn wegen eines Streits um seinen Hund mit der Schrotflinte erschossen zu haben. Im Prozess am Freitag gab der Mann an, er sei wegen eines früheren Erlebnisses traumatisiert, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Dabei sei er von Maskierten zusammengeschlagen worden. Der Streit mit dem Opfer habe ihn an dieses Erlebnis erinnert.

Der Mann ist wegen Mordes angeklagt. Der 60-Jährige soll seinen Nachbarn im Februar in Bauch und Kopf geschossen haben, weil ihn dieser darauf hinwies, dass seine Hunde in der Hofanlage verboten seien.

Es war der zweite Verhandlungstag. Insgesamt sind zehn Tage für den Mordprozess festgesetzt. Trotz der Einlassung des Mannes will das Gericht alle Zeugen hören, wie das Gericht mitteilte. Am 4. September ist der nächste Verhandlungstag.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Die Gewaltbereitschaft wegen unwichtiger Dinge ist wirklich heftig, aber ich finde am schlimmsten, dass es für manche Leute sehr einfach zu sein scheint, an Waffen zu kommen. Dezember 2018 wurde ein Mann in Charlottenburg auf der Straße erschossen (Beziehungstat), kürzlich hat es in Moabit jemanden erwischt und hier der Nachbar.

  2. 1.

    Ob das Gericht auch soviel Fantasie besitzt, beide Schüsse zu rechtfertigen?

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