12.08.2019, Berlin: Heiko Maas (SPD), Außenminister, geht die Gangway zum Airbus A319 der Luftwaffe auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel hinauf (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)
Bild: dpa/Kay Nietfeld

Defekt an Luftwaffen-Airbus - Außenminister Maas muss in Berlin Ersatzflieger nehmen

Wegen eines Defekts an einem Luftwaffen-Airbus ist Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Berlin-Tegel mit einem Ersatzflieger gestartet. Statt wie geplant mit einem A321 brach der Minister am Montagnachmittag vom militärischen Teil des Flughafens Tegel mit einer kleineren Ersatzmaschine - einem Airbus des Typs A319 - zu seiner viertägigen Nordamerika-Reise auf.

Es war für den Minister bereits die vierte Panne innerhalb eines halben Jahres. Die Ersatzmaschine mit Maas startete etwa eine halbe Stunde später als geplant. Um welche Art von Defekt es sich handelte, wollte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes auf Anfrage nicht sagen.

Verspätungen und Totalausfälle

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war in den vergangenen Monaten immer wieder in den Schlagzeilen. Ende Mai musste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen einer gerissenen Cockpitscheibe auf einen Privatjet umsteigen. Die Bundesregierung hat inzwischen Konsequenzen aus den Pannen gezogen und die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben.

Maas hatte zuletzt drei Mal innerhalb von nur drei Monaten wegen Flugzeugpannen Verspätungen hinnehmen müssen. Mitte Mai traf er wegen einer Flugzeugpanne mit einer Verspätung von etwa 70 Minuten zu seinem Antrittsbesuch in Bulgarien ein. Ende Februar blieb Maas zum Abschluss einer Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. 20 Stunden musste er dort auf einen Ersatzflieger warten.

Reise in die USA und nach Kanada

Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne. Er musste mehr als eine Stunde lang in dem Airbus A340 warten, ehe er aussteigen konnte, und verpasste deswegen den Auftakt einer informellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Davor war er fast ein Jahr lang rund 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen.

Maas besucht bei seiner jetzigen Reise zuerst New York, wo er an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten teilnehmen will. Danach reist er nach Kanada und in die kanadische Arktis.

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Antwort auf [Berlinerin] vom 12.08.2019 um 21:51
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7 Kommentare

  1. 6.

    Tatsächlich 300.000 km in einem Jahr? Da ist keine Null zuviel oder so?

  2. 5.

    Der "Ärmste", es geht den Menschen wie den Leuten. Ach nein, er gehört ja zu den Privilegierten. Warum können sie keine Konferenzschaltungen machen - dann brauchen sie nicht mehr hin und her fliegen, es wird eine Menge Geld gespart. Vielleicht kommt dann mehr raus.

  3. 3.

    Warum soll es dem Heiko besser gehen, als uns Fußvolk... Kann ja gern den Zug nehmen und Verspätungen und weitere Ausreden für Zugausfälle erlernen

  4. 2.

    Hat sie!
    https://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/start/waff/tran/a321/
    Die A319 hat dank Zusatztanks aber eine deutlich größere Reichweite:
    https://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/start/waff/tran/a319/

  5. 1.

    Hat die Flugbereitschaft der Luftwaffe A321?
    Ich glaube, Sie meinen einen defekten A340.

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