Hell leuchtet das Blaulicht an einem Polizeiwagen an der Alte Schönhauser Straße (Quelle: DPA/Paul Zinken)
Bild: dpa

Pillen, Kiloweise Marihuana und Gold - Berliner Polizei hebt mutmaßliche Drogenbande aus

Sie sollen bandenmäßig mit Rauschgift in "nicht geringer Menge" gehandelt haben: Die Polizei hat sechs mutmaßliche Mitglieder einer Drogenhändlergruppe in Berlin festgenommen. Bei der Durchsuchung von neun Wohnungen in Kreuzberg, Marienfelde, Charlottenburg und Tegel sowie von drei Lokalen in Charlottenburg stellten die Beamten außerdem große Mengen Drogen sicher. 40 Kilogramm Marihuana, zwei Kilogramm Haschisch, etwa 3.000 Ecstasy-Tabletten und etwa 100 Gramm Kokain seien beschlagnahmt worden, teilte die Polizei am Samstag mit.

Sechs Festnahmen, zwei Jahre andauernden Ermittlungen

Außerdem seien bei den Einsätzen am Freitagabend mehrere Zehntausend Euro Bargeld und neun jeweils ein Kilogramm schwere Goldbarren gefunden worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Zudem stellten die Ermittler diverse Handys und Speichermedien sicher.

Fünf Männer im Alter zwischen 29 und 65 Jahren sowie eine 57-jährige Frau sind nach Polizeiangaben dringend tatverdächtig. Sie sollten noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden, der entscheidet, ob sie in Untersuchungshaft kommen. Ihnen wird bandenmäßiger Rauschgifthandel vorgeworfen. Den Einsätzen waren den Angaben zufolge mehr als zwei Jahre intensive Ermittlungen eines Rauschgiftkommissariats vorausgegangen.

Sendung: Abendschau, 17.08.2019, 19.30 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Stimmt zwar was Sie hier schreiben, doch nochmal zu Ihrer Information: vor Jahren schon hat es eine Lockerung bezüglich der Menge an persönlichen Besitz von Cannabis innerhalb Berlins gegeben. Demnach ist es nicht mehr strafbar eine kleine Menge ( bis ca.8 Gramm) mit sich zu führen. Wird man damit erwischt, stellt dies die Polizei zwar sicher und hat eine Menge an Papierkram zu erledigen. Doch es führt zu rein gar nichts. Das macht es doch diesen Kleindealern im Görlitzer Park auch so leicht, ihre Geschäfte dort zu tätigen. Es sind Kleinstmengen die diese dort an den Mann bringen. In erster Linie sind es kl.Tütchen für 20 Euro, bis maximal 50 Euro. Deshalb schaut die Polizei da in die Röhre. Und wieder hier meine Antwort darauf. Selbst die Polizei wäre erleichtert, wenn es eine Legalisierung von Cannabis in Berlin gibt. Denn diese hat wesentlich besseres zu tun, als Kleindealer i.Parks zu jagen.

  2. 8.

    Ihrem Wortlaut nach macht jetzt das Mexikanische Kartell( nicht Mafia) mit härteren Drogen weiter, seitdem einige Bundestaaten i.d.USA legales Cannabis unter staatlicher Kontrolle anbauen. Marihuana war das kleinere Übel, das die USA zu bekämpfen hatte in all den Jahrzehnten. Kokain und Heroin sind in den USA immernoch leider die illegalen Drogen Nr.1 (Marihuana stand immer schon nur an dritter Stelle)und dies kommt nur über die Mexikanische Grenze aus Lateinamerika. Mexiko selbst produziert die harten Drogen somit nicht. Seit die Legalisierung v. Cannabis in den USA voranschreitet, bricht der dazugehörige Markt in Mexiko geradezu komplett zusammen. Wenn Deutschland den gleichen Weg gehen würde wie viele Staaten es mit Marihuana machen, dann könnten sich die Polizeilichen Ermittlungen endlich mal ausschließlich auf die Harten Drogen konzentrieren. Hört man sogar aus Polizeikreisen. Nicht zu vergessen d.emensen Steuereinnahmen durch eine Legalisierung v.Cannabis.

  3. 7.

    Der legale Markt für Zigaretten wird auch von einem Schwarzmarkt begleitet, der durchaus gut floriert. Illegaler Alkohol ist wohl nur deshalb kein Thema, weil der ohnehin spottbillig ist. Da lohnt kein Schwarzmarkt. Insofern ist die Hoffnung, eine Legalisierung von Cannabis würde den Schwarzmarkt lahmlegen, wohl eher der Hoffnung geschuldet. In den USA hat die Legalisierung letztlich dazu geführt, dass die mexikanische Mafia sich neben dem Cannabis-Schmuggel auf noch weitaus gefährlichere Drogen umgestellt hat. Ähnliches wäre hier auch nicht ausgeschlossen. Die Dealer gehen ja nicht plötzlich einer ehrlichen Arbeit nach, die verlagern nur den Markt. Und bevor die alte Diskussion wieder losbricht: Ich würde eine Verschärfung des Zugangs zu den legalen Drogen sehr befürworten.

  4. 6.

    Herzlichen Glückwunsch! Hoffe Mal die mutmaßlichen Gangsters werden um ihre Profite erleichtert. Laut Funden scheint es ein lukratives Geschäft zu sein. Schade, dass der Staat wegen Legalisierungsbedenken auf diese Einnahmen verzichtet und die Organisierte Kriminalität und anderen Gangsters davon profitieren lässt.
    @rbb Gibt es inzwischen Schätzungen zu den Tagesumsätzen z.B. von Marihuana in Berlin (& Brandenburg) ?

  5. 5.

    Kleine Korrektur: Der Konsum von Rauschgift ist nicht strafbar, der Besitz dagegen gemäß §29 Betäubungsmittelgesetz immer strafbar. Es gibt also auch eine Anzeige, die auch an die Staatsanwaltschaft weiter geleitet wird. Diese KANN das Verfahren aber aufgrund der geringen Menge wegen Geringfügigkeit einstellen. Darauf verlassen sollte man sich nicht, denn es gibt keinen Anspruch auf Anerkennung der Geringfügigkeit. Es handelt sich lediglich um eine interne Richtlinie der Staatsanwaltschaft. Je nach Konstellation kann es auch innerhalb der "Freimengen" zu Verurteilungen kommen. Die Freimengen beruhen auf einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, welches zwar die Strafbarkeit grundsätzlich bejaht, aber gleichzeitig davon ausgeht, dass nur der Besitz größerer Mengen Rauschgift zu einer Gefährdung der Allgemeinheit führen (im Umkehrschluss der Besitz kleinster Mengen nur zur Eigengefährdung führt).

  6. 4.

    Sie scheinen keine Ahnung davon zu haben, wie solche Ermittlungen bei der Kriminalpolizei nicht nur gegen Drogenbanden vonstatten gehen. Schon im Artikel wird dargelegt, wie es zu der Festnahme gekommen ist. Zudem ist der Besitz kleiner Mengen an Cannabis ( ca. 5-8 Gramm) hier in Berlin erlaubt. Im Görlitzer Park stehen „Kleindealer“ herum, die oftmals nicht einmal die Herkunft des“ Zeugs“ zurückverfolgen können und gar wollen. Nur über Mittelsmänner das Zeugs erhalten. Wurde aber alles hier auf rbb24 schon sehr deutlich beschrieben. Nun dürfen Sie Ihre Schnappatmung wieder einstellen.

  7. 3.

    prima!
    Solche Meldungen gibt es leider viel zu wenig..!

    Was ich nur nicht verstehe, am Görli gucken se nur zu und dulden das Geschehen. Ist nicht schon der Besitz von so'n Zeugs eine strafbare Handlung?

  8. 2.

    Guten Tag, die war rund 100 Kilogramm schwer. Hat aber mit diesem Thema nichts zu tun. Beste Grüße aus der Redaktion

  9. 1.

    Wie schwer war der Goldtaler aus dem Museum?

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