Hitze in Berlin: Wasserspiele vor dem Bundeskanzleramt im Sommer 2019 (Quelle: imago-images/A. Friedrichs)
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Sommer 2019 - Berlin und Brandenburg waren wieder wärmste Bundesländer

Mehr als 800 Stunden Sonne, Hitze und viel zu wenig Regen: Das war der Sommer 2019 in Berlin und Brandenburg. Ab Montag soll es kühler werden, doch am Wochenende ist es nochmal richtig heiß - wobei auch mit erhöhten Ozonwerten zu rechnen ist.

Berlin ist auch 2019 wieder das wärmste Bundesland, Brandenburg liegt auf dem zweiten Platz. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner noch vorläufigen Sommerbilanz für die Monate Juni, Juli und August.

21,3 Grad und 805 Sonnenstunden

Bedingt durch den Großstadteffekt und die dichte Bebauung, war es demnach in Berlin mit 21,3 Grad Celsius am wärmsten in ganz Deutschland, genau wie im vergangenen Jahr. Dabei verbuchte die Hauptstadt rund 805 Sonnenstunden und etwa 170 Liter Regen pro Quadratmeter.

Brandenburg folgt als zweitwärmstes Bundesland, wobei eine Durchschnittstemperatur von 20,6 Grad Celsius gemessen wurde. Dabei gab es 810 Sonnenstunden. Mit nur 135 Litern Regen pro Quadratmeter war es zudem sehr trocken. Ein größerer Teil der Niederschläge wurde dabei durch einige heftige Gewitter etwa in der Nacht zum 12. Juni verursacht. Regelmäßige Niederschläge dagegen fehlten.

Drittwärmster Sommer und zu wenig Regen

Deutschlandweit war der Sommer 2019 laut DWD der drittwärmste in Deutschland seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen vor fast 140 Jahren. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,2 Grad wurde er nur von den Sommern 2003 (19,7 Grad) und 2018 (19,3 Grad) übertroffen. Zugleich verschärfte sich die Dürre deutlich.

Im bundesweiten Schnitt war die Niederschlagsmenge mit 175 Litern pro Quadratmeter um 29 Prozent und damit fast ein Drittel niedriger als der Sollwert von 239 Litern. Regional fiel die Bilanz demnach noch wesentlich dramatischer aus. In einem breiten Ost-West-Streifen von Nordrhein-Westfalen bis in südliche Brandenburg fiel nur etwa die Hälfte der eigentlich üblichen Regenmengen, örtlich nur ein Drittel.

Demzufolge fiel die Bodenfeuchte in etlichen Bundesländern auf den niedrigsten Stand seit Beginn regelmäßiger Messungen 1961. Dies wirke sich insbesondere auf Getreideanbau und Waldbestände aus, teilte der Wetterdienst mit.

Thermometer stieg mehrmals über 40 Grad

Die Temperatur während der Sommermonate Juni, Juli und August lag um 2,9 Grad über dem durchschnittlichen Wert der Referenzperiode von 1961 bis 1990, die nach internationalen meteorologischen Standards als Basis für Vergleiche herangezogen wird. Großen Anteil daran habe die Hitzewelle zwischen dem 24. und 26 Juli gehabt, erklärte der DWD.

Dabei war in Deutschland jeden Tag die 40-Grad-Marke überschritten worden, in Lingen an der Ems wurde mit 42,6 Grad ein neuer nationaler Temperaturrekord aufgestellt. Laut Wetterdienst wurde der vorherige Rekord von 40,3 Grad zudem an 13 weiteren Messstationen übertroffen. Mit etwa 755 Sonnenstunden war es auch relativ sonnig. Der Wert lag 25 Prozent über dem Soll und war der vierthöchste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1951.

Nochmal Hitze und Ozon, nächste Woche dann Abkühlung auf 20 Grad und Regen

Am kommenden Wochenende nun könnte sich der Sommer relativ plötzlich aus Berlin und Brandenburg verabschieden. Zwar steigen die Temperaturen noch einmal auf bis zu 33 Grad - doch mit Wochenbeginn kühlt es merklich ab: mit Temperaturen um 20 Grad sowie Regen.

Am Samstag ist laut Wetterdienst noch einmal mit viel Sonnenschein zu rechnen. Die Höchstwerte steigen auf 30 bis 33 Grad. Auch in der Nacht zu Sonntag soll es mit 21 bis 18 Grad sehr warm und niederschlagsfrei bleibe. Der Sonntag wird laut Prognosen zunächst heiter und trocken. Ab den Nachmittagsstunden kann es dann vereinzelt zum Durchzug von Schauern und Gewittern kommen. Die Maximalwerte liegen zwischen 29 Grad in der Prignitz und 33 Grad in der Niederlausitz.  

Im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen warnt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vor erhöhten Ozonkonzentrationen. "Vorsorglich sollen Menschen, die erfahrungsgemäß auf Ozon empfindlich reagieren, ungewohnte und starke körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden", hieß es. Im Stadtgebiet würden Konzentrationen von mehr als 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter erwartet. Auch für Brandenburg sind hohe Werte vorhergesagt.

Es wird darum gebeten, möglichst auf die Nutzung von Kraftfahrzeugen zu verzichten. Am Sonntag würden sich die Werte wegen der zu erwartenden Wetteränderungen mit kühleren Temperaturen wieder normalisieren.

Kommentar

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Antwort auf [Marta] vom 31.08.2019 um 23:34
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34 Kommentare

  1. 34.

    manche können nur schwarz oder weiß. grautöne dazwischen sind ihnen zu wenig. wenn jeder nach seinem gewissen handelt, reicht es für mich. moralische vorhaltungen ignoriere ich. ich mache es ähnlich wie sie. ich will ja auch noch spaß haben und nicht alles so ausrichten, um bloß irgendwelchen erwartungen von moralisten zu entsprechen.

  2. 33.

    Über die Zukunft besorgt, bin ich schon seit langer Zeit. Das habe ich geschrieben. Ich fahre gelegentlich mit meinem Auto, steige für Langstrecke ins Flugzeug und ernähre mich nicht ganz ohne Fleisch, jedoch sehr bewusst. Was ist daran ignorant? Bei mir hat schon vor langer Zeit das umdenken begonnen, aber ich lebe in einer Großstadt passe meine Lebensverhältnisse so an, das es, solange ich im Arbeitsleben stehe, hier auch Lebenswert ist.

  3. 32.

    Doch, ich finde das darf man. Denn die Ignoranz und Verweigerung der Erkenntnisse, dass wir alle in der Pflicht sind umzudenken und unsere Lebensweisen zu verändern, zerstört auch das Klima für diejenigen, die da mehrere Schritte weiter sind und das schon länger tun. Solange es auch mein Leben mitversaut, darf ich andere Meinungen und Lebensweisen kritisieren. Das gestehe ich mir zu. Was ansonsten hinter geschlossenen Türen abläuft, das geht mich hingegen nichts an. Die Klimakatastrophe geht alle an. Es wird nicht erwartet (das schreibt hier auch kein einziger User), dass Einzelne sofort auf alles verzichten. Aber soweit gediehen sollte die Diskussion inzwischen sein, dass man die Fakten kennt und die Besorgnis seiner Mitmenschen empathisch toleriert. Und das tun hier einige nicht.

  4. 31.

    Ist auch klar, der Nordatlantikstrom reicht nicht bis Berlin/Brb.
    In Mecklenburg-Vorpommern ist kühlere Nordluft.
    in Sachsen-Anhalt/Thüringen/Sachsen kühlere Gewitter-Gebrirgsluft.
    In Berlin knallt die Sonne und das Regenwald Klima in Berlin verursacht durch wuchernde Bäume und verwilderten Grünanlagen heizt das Gebiet zusätzlich auf.
    Zudem kommt noch der osteuropäische Hitzeeinfluß.
    Wir liegen wie immer doof in der Landschaft.

  5. 30.

    Liebe Sarah, auch wenn es Sie überrascht, es geht hier nicht nur um Sie. Außerdem, durch die große Trockenheit drohen Missernten, damit verbunden steigende Preise, Wasserknappheit und in Ihrer Verwandschaft gibt es bestimmt auch Menschen, die unter der großen Hitze leiden. Sie sehen also, es ist nicht alles eitel Sonnenschein, sondern der Klimawandel geht auch Sie an.

  6. 29.

    Sachlich und besorgt sieht bei mir anders aus. Ich sage meine Meinung,die nicht Ihrer entspricht aber mache mir schon seit langem so meine Gedanken über den Klimawandel. Zu dem was in Ihren Augen fatal und falsch ist, habe ich eine für mich erst einmal vertretbare Einstellung gefunden. Das Sie und Andere dass
    anders sehen ist vollkommen in Ordnung. Jeder sollte für sich entscheiden was richtig ist, aber Meinungen von anderen nicht verteufeln.

  7. 27.

    Ich finde das Wetter toll. Ich mag Wärme. Nachts kann ich sehr gut schlafen. Schade, dass es nun kühl wird.

  8. 25.

    Alle Klimaforscher der Welt haben keine Ahnung, Sie aber schon? Wie wär's wenn Sie mal was publizieren würden, was den aktuellen Stand der Forschung widerlegt?

  9. 23.

    Wissen Sie, wie so oft denken Sie, dass es sich immer um Sie dreht. Das ist ein Irrtum. Es geht um wichtige Dinge wie unsere Natur, die grad in die Knie geht. Berlin und Brandenburg sind die beiden Bundesländer, die der Klimawandel derzeit am härtesten trifft. Aber jeder, der sich sachlich-besorgt äußert, ist hysterisch. Essen Sie Fleisch, fahren Sie Auto, fliegen Sie umher, wenn Sie das vor sich selbst vertreten können, ist ja alles gut. Wenn jeder an sich selbst denkt, ist auch an Jeden gedacht, scheint Ihr Motto. Für Argumente anderer sind Sie nicht nur blind, sie verlachen sie auch. Kein Wunder, dass auch schon andere User auf Abstand gingen, auch mir wird dieser Egotrip wird langsam zu heftig. Guten Tag.

  10. 22.

    Sie können nicht lesen? Hier verbreitet niemand Panik. (sollten mir jedoch Kommentare nicht angezeigt werden, die das doch beinhalten, bitte ich um detaillierte Infos, wer, wann, welche Äußerungen. Ironie natürlich ausgenommen. Ansonsten ist das pauschale Unterstellen zukünftig zu vernachlässigen.) Sie möchten nur um jeden Preis Ihre Ignoranz dem Thema Klimawandel gegenüber durchdrücken. Der neue Nick macht's aber auch nicht besser^^ Bye!

  11. 21.

    Ja klar, der wissenschaftliche Konsens ist Panikmache. Muss man wissen! Wahrscheinlich sind Sie auch gegen Impfungen (Autismus!) und Handys (Krebs!).

  12. 20.

    Ich hoffe Sie haben gut geschlafen....:-) Ich freue mich immer wieder darüber, hier feststellen zu dürfen, wer hier entscheidet wann es Polemik ist und wann Kritik. Und Sie zählen ganz gewiss dazu. Da ich noch nicht in Panik bin und Endzeit- Hysterie verbreite, ab und zu mein Auto bewege, ins Flugzeug steige und mich ausgewogen nicht ganz fleischlos ernähre zähle ich schon zu denen, die die Welt in den Abgrund treiben.

  13. 19.

    Sie belehren gerne? Sehr gut. Dann aber auch die, die hier Panik verbreiten. Auch Sie sollten sich erst informieren, bevor Sie anderen indirekt eine Ignoranz unterstellen. Wer behauptet, wir stünden kurz vor dem Weltuntergang, der hat keine Ahnung.

  14. 18.

    Sie haben darauf gewartet? Verständlich. Ich bin ja auch nicht die Erste, die auf Sie so reagiert. Übrigens verwechseln Sie Kritik mit Polemik ;-) Sie kommen häufig recht derb rüber. Könnte mal drüber reflektiert werden. Aber natürlich nur, wenn man das für nötig erachtet. Anderenfalls wird es sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.^^ Na dann, gutes Nächtle.

  15. 17.

    Darauf habe ich gewartet.... auch Ihnen eine gute Nacht. Polemisch... sollten Sie vielleicht bei Ihren Äußerungen einmal überdenken.Ich kann jedenfalls gut schlafen. Auch in Zukunft.

  16. 16.

    Also, falls es nicht noch 'ne Heike gibt, sind Sie eigentlich immer nur am polemischen Ihr Autogefahre verteidigen. Und egal wie oft Sie es gebetsmühlenartig wiederholen, die derzeitige Situation ist extrem ernst und verlangt mehr, als nur Biogemüse zu kaufen, das ist aber keine Panikmache. Jeder User, der das betont, wird von Ihnen ins Lächerliche gezogen, auch zu anderen Artikeln. Das steht niemandem zu, für andere zu entscheiden, wie sie auf die Klimakatastrophe reagieren. Ihnen scheint der Klimawandel relativ egal zu sein, anderen nicht. Lassen Sie bitte Menschen, die nicht Ihre Auffassung vertreten, die ihrige. Danke und gute Nacht.

  17. 15.

    Auf die IPCC Berichte sollte man nicht so viel geben. Auch gerne eine Panik- Mache. Ich persönlich bummel nicht seit den Achtziger Jahren vor mich hin... ich habe schon immer recht bewusst gelebt. Aber alle die jetzt Schweißperlen auf der Stirn haben, scheinen sich damals keine Gedanken gemacht zu haben....tja Pech gehabt. Die dürfen dann auch gerne in End-Zeit Hysterie verfallen oder Panik bekommen.Ich denke dann weiter darüber nach was ich vielleicht noch besser machen kann.

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