Ultraschall-Untersuchung bei Panda Meng Meng (Quelle: Zoo Tierpark Berlin/Twitter)
Zoo Tierpark Berlin/Twitter
Bild: Zoo Tierpark Berlin/Twitter

Berliner Zoo veröffentlicht Ultraschallvideo - Wir sind Panda!

"Das schönste Herzklopfen Berlins" titelt der Berliner Zoo in einer Mitteilung am Dienstag: Ein Ultraschallvideo zeigt einen Embryo im Bauch von Pandabärin Meng Meng. Mit einer Geburt sei schon in den nächsten zwei Wochen zu rechnen.

Der Berliner Zoo hat am Dienstagvormittag ein Ultraschallvideo veröffentlicht, auf dem 17 Sekunden das schlagende Herz eines Embryos zu sehen ist. Das Kleingedruckte auf dem Bild verrät auch, um welchen Nachwuchs es sich bei den Aufnahmen handelt: den von "Giant Panda Meng Meng". "Das schönste Herzklopfen Berlins", titelt der Berliner Zoo in einer Pressemitteilung. Die Ultraschall-Untersuchung zeige "mindestens ein Pandy-Baby".

Es sei dem Spezialisten für Reproduktionsmanagement des Leibnitz-Insitituts für Zoo- und Wildtierforschung nach erfolglosen Versuchen in der vergangenen Woche nun mithilfe der Gabe von Leckereien gelungen, die Pandabärin auf den Rücken zu legen und zu untersuchen. Dabei sei jetzt - 20 Wochen nach dem ersten Aufeinandertreffen der Bärin mit dem Männchen - "ein kleines, kräftig schlagendes Herz" entdeckt worden.

Man freue sich sehr, denn "bei bedrohten Tierarten wie den Pandas ist jeder Nachwuchs ein großes Geschenk", sagte Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem. Zu sehen ist Meng Meng für Besucher derzeit nicht.

Geburt könnte schon ganz nah sein

Das sechsjährige Pandaweibchen aus China lebt gemeinsam mit Männchen Jiao Qing seit Sommer 2017 im Berliner Zoo. Ihr Nachwuchs, über dessen Existenz schon Mitte August spekuliert worden war, bleibt Eigentum der Volksrepublik China.

Die Geburt von Meng Mengs Nachwuchs erwartet der Zoo in den nächsten zwei Wochen. Panda-Nachwuchs wiegt dabei nur 90 bis 130 Gramm. Das Team des Berliner Zoos und eigens aus China angereiste Experten seien gut vorbereitet, hieß es. Meng Meng werde nun rund um die Uhr von Tierpflegern, Veterinären, Biologen und Aufzuchtsexperten beobachtet.

Panda-Jungtiere werden nach rund vier bis sechs Monaten Tragzeit nur spärlich beharrt blind und geboren, mit einem Gewicht von meist nur 90 bis 130 Gramm bringt der Nachwuchs nur ein Bruchteil des Gewichts seiner Mutter auf die Waage. Nach Angaben des Zoos sei zwar bei der aktuellen Ultraschall-Untersuchung nur ein Jungtier zu sehen gewesen, es bestehe jedoch noch immer die Chance auf eine Mehrlingsgeburt. Panda-Würfe bestehen aus ein zwei, selten sogar drei Jungtieren.

Schon vor knapp zwei Wochen hatten Mitarbeiter des Zoos erklärt, Meng Mengs Verhalten spreche dafür, dass sie trächtig sei. Sie habe zugenommen und ihre Gebärmutter sei deutlich vergrößert. Damals war aber noch kein Herzschlag zu verzeichnen gewesen.

Meng Meng wurde auch künstlich besamt

Im ersten Jahr nach ihrer Ankunft in Berlin erschien die verspielte Meng Meng dem Zoo noch zu jung für einen Paarungsversuch. In diesem April durften die beiden Bären dann zueinander finden. Sonst leben sie auf ihrer Anlage - wie auch in der Natur - als Einzelgänger.

Um die Wahrscheinlichkeit auf Nachwuchs zu erhöhen, wurde Meng Meng zusätzlich zu der natürlichen Paarung auch künstlich besamt. Denn das Zeitfenster, in dem Panda-Weibchen empfängnisbereit sind, ist mit maximal 72 Stunden im Jahr sehr kurz.

Der werdende Vater Jiao Qing ist zur Zeit weiterhin für Besucher zu sehen, denn an der Jungenaufzucht sind Panda-Männchen nicht beteiligt.

Pandabärin Meng Meng ist schwanger

Sendung: zibb, 27.08.2019, 18:30 Uhr

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21 Kommentare

  1. 21.

    Legen Sie immer jedes Wort was geschrieben steht, auf die Goldwaage;-) Ich mag den Evers sehr;-)Und ja es stimmt zwar mit den Chinesen(die tun noch ganz andere Sachen, wenn ich an Nashörner denke) und doch tragen sie zur Erhaltung der Pandas bei. Ohne wäre es längst geschehen um diese possierlichen Bären. Das die Chinesen die Pandas sogar für ihre politischen Ziele missbrauchen, steht zweifellos fest. Ist aber hier nicht das Thema.

  2. 20.

    Sind die verstrahlt, Ihre Uran Utas? Da fällt mir doch gleich Horst Evers ein...
    Die Chinesen machen gute Geschäfte mit den Pandas, so ganz selbstlos ist das nicht.

  3. 19.

    Unterste Schublade Ihr Kommentar. Zoos dienen auch der Arterhaltung von Tieren, die es in freier Wildbahn bald nicht mehr gibt. Z.B. Das Breitmaulnashorn. Die Uran Utas. Land u. Berggorillas u.v.a. Manche Tiere werden sogar wieder ausgewildert. Tiere werden nicht qualvoll gehalten. Wovon Sie ausgehen, sind Einzelfälle und die werden auch geahndet. Heute gibt es sehr strenge Kontrollen und Auflagen für die Zoos und Tiergehege. Nächstes mal ERST DENKEN dann schreiben.Danke.

  4. 18.

    Wir alle sind Panda? Also Käfigbewohner, die ihr Leben lang qualvoll hinter Gittern leben werden und ihr Leben lang täglich von Tausenden blöde angeglotzt werden? Nur damit der Zoo Profite mit ihnen einfahren kann? Nächste Mal bitte ERST denken und DANN schreiben! Danke.

  5. 17.

    Liebe Schwester, Ihren Worten ist nichts hinzu zu fügen. Genauso sehe ich das auch. Wir waren als Kinder viel im Zoo und meine Tochter geht auch heute noch gerne entweder in den Tierpark und in den Zoo. Und ich hoffe das uns diese Einrichtungen noch sehr lange erhalten bleiben. Liebe Grüße zurück.

  6. 16.

    Liebe Heike, nicht ärgern, nur wundern. Auch ich freue mich über solch kleinen Nachwuchs im Zoo. Selbst die Chinesen haben es längst begriffen. Würden die sich dort nicht im eigenem Land so effizient für die Pandabären einsetzen, gäbe es vermutlich bald keine mehr. Ich glaube, mehr muß hier über Zoos nicht geschrieben werden. Zudem denke ich immer zuerst an die Kinder. Auch ich war als Knirps regelmäßig im Zoo unterwegs. Oft sogar alleine. Dürfte sogar damals noch umsonst rein. LG.

  7. 15.

    Tiere sind trächtig und nicht schwanger!

  8. 14.

    Wenn wir die süßen Bärchen in Ruhe lassen würden, wüssten Sie wahrscheinlich nicht einmal was ein Panda ist......
    Aber im Zeitalter des Internets und breit aufgestellter Medien und TV können Sie sich natürlich Ihre eigne Meinung bilden.
    Zoos haben nun mal Tradition, viele sind reine Aufzuchten, Kenntnis und Artenschutz, waren den Wenigsten Menschen vorbehalten. Sollen wir dank Smartphone und Internet Zoos schließen?

  9. 13.

    Ach Heike...
    ... andere wiederum haben keine anderen Hobbies, als sich über eine Schwangerschaft im Käfig zu freuen.
    Mir persönlich würde nicht der Weltfrieden wegrutschen, wenn sie die süßen Bärchen einfach in Ruhe ließen.
    Ein eingesperrtes Lebewesen mit allen Raffinessen dazu zu bringen, Nachwuchs zu erzeugen.... ich habe da etwas differenziertere Ansichten zur Achtung der Natur, Um- und Tierwelt.
    Ihre Freude über dieses Ereignis möchte ich Ihnen natürlich nicht nehmen.

  10. 12.

    Nunja, so heißt es wohl. "Voller Magen studiert nicht gern...". Babys machen wird dann dann wohl auch eher vernachlässigt^^. Dann drücken wir mal die Daumen, dass alles gut geht!! Dann haben mein Enkel und ich etwas zum drauf freuen. :-)

  11. 11.

    "Essen" soll ja bisweilen diese anderen Hobbys ersetzen, und Pandas essen den ganzen Tag :-) Panda-Bären - auch die Katzenbären oder "Feuerfüchse" - sind einfach klasse. Optisch und vom Verhalten her :-)

  12. 10.

    Na hören Sie mal! Es geht hier um süße Pandas und nicht um Niveau! Also ich freu mich jedenfalls, daß es bald Panda Nachwuchs gibt.
    Was ist eigentlich aus dem kleinen Eisbären geworden? Ist der noch süß? Ihr berichtet ja gar nichts mehr darüber.

  13. 9.

    na endlich mal wieder was gefunden zum meckern, kam sicher kein blaulichtreport mehr im fernsehen, nun muss der rbb herhalten, oder....danke rbb, weiter so gemacht!!! gute nachrichten gibts echt zu wenig

  14. 8.

    "Wir sind Panda!" - Also, alle in den Schwangerschaftsurlaub!

  15. 6.

    Cro ist auch Panda, oder?
    Trotzdem Glückwunsch - Pandas sind ja eher nicht so vermehrungsfreudig wie Waschbären und so...

  16. 5.

    Was schöneres kann es ja nicht geben für Berlin, da es ja genug an neg. Schlagzeilen gibt jeden Tag. Ich wünsche Meng Meng und dem Kleinen oder Kleinen alles LIebe und Gute, dass alles gut verläuft und vor allem dem engachiertem Zooteam die herzlichsten Glückwünsche dazu. Die machen eine hervorragende Leistung, zuletzt möchte ich aber auch dem Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem mal ein grosses Lob aussprechen, was besseres hätte der Zoo und Tierpark nicht bekommen können. Weiter so . lg CHrista Gelhardt

  17. 4.

    Manche scheinen ja sonst keine Hobbys zu haben, außer darauf zu warten, das es irgendetwas zu nörgeln gibt. Ganz großartig.

  18. 2.

    Zitat der Haedline: "Wir sind Panda!"

    Ja, ist auf dem BILD ganz deutlich zu sehen - als ob man in einen SPIEGEL schaut. Nun wird sich der FOKUS der WELT, ganz bestimmt darauf richten, ob das Kleine unter einem guten STERN geboren wird!

    Jetzt mal Hand aufs Herz rbb24: Springer oder Bertelsmann?
    Von wem der beiden wurdet ihr übernommen; und wann; und warum habt ihr uns nicht offiziell darüber informiert?

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