Schrottplatz in Berlin-Neukölln brennt (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Warnung wegen Rauchs aufgehoben - Brand auf Schrottplatz in Berlin-Neukölln gelöscht

Hunderte Kubikmeter Kunststoffteile standen am Freitag auf einem Schrottplatz im Berliner Bezirk Neukölln in Flammen. Erst am späten Abend hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Vorher hob sie die Warnung wegen der starken Rauchentwicklung auf. 

Der Brand auf einem Schrottplatz in Berlin-Neukölln ist seit dem späten Freitagabend gelöscht. Er hatte starken Rauch verursacht, der weithin über Berlin zu sehen war; außerdem starken Brandgeruch in zahlreichen Berliner Ortsteilen. Er war am Freitagnachmittag in der Lahnstraße ausgebrochen. Kurz vor 22 Uhr twitterte die Feuer, das Feuer sei aus. 

Die Gefahreninformation an die Bewohner in den Gebieten rund um die Neuköllner Lahnstraße war rund eine halbe Stunde zuvor aufgehoben worden. Wegen der starken Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr die Bewohner aufgefordert, am späten Nachmittag und frühen Abend Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Warnung galt für die Berliner Stadtteile Neukölln, Britz, teilweise Tempelhof, Schöneberg, Kreuzberg und Steglitz, hieß es.

Bereits am Abend hatte die Feuerwehr mitgeteilt, Luftmessungen hätten keine bedenklichen Werte ergeben. 

Reifen und und Kunststoffteile waren in Brand geraten

Auf dem Schrottplatz brannten nach Feuerwehrangaben insgesamt 500 Kubikmeter Mischschrott. Kurz nach Einsatzbeginn hatte es von der Feuerwehr geheißen, es brenne auf 100 Quadratmetern. Es seien etwa Reifen und Kunststoffteile in Brand geraten. 

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit mehr als 60 Einsatzkräften vor Ort.

Neben den brennenden Kunststoffteilen musste sich die Feuerwehr auch um einen Kran kümmern. Der "sehr teure Kran" stehe direkt neben den brennenden Schrotthaufen, sagte Sprecher Kirstein. Die Feuerwehr habe ihn gekühlt, um Schäden zu vermeiden.  

Sendung: Inforadio, 23.08.2019, 16:00 Uhr

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13 Kommentare

  1. 13.

    <für den Dreck, der dort hochgeschleudert wurde, kann man sehr lange staubige Diesel fahren..>

    Ich verstehe nicht den Zusammenhang von "Diesel" , "Bränden" und "Rumänis" nicht und eine " gelbe-Punkt-auf-Windschutzscheibe" lässt sich super mit "Spüli" entfernen. Feuer und Glas ist keine gute Idee.

    Was ist schlimm an "Sonnenblumenkernschalen"?
    Da war wohl jemand gut zu den Vögeln.

    Klären sie mich auf :-).

  2. 12.

    Warum wohnen Sie sein wann dort?

    Die Ringbahn wurde 1877 vollständig in Betrieb genommen und war wenige Jahre später durchgängig viergleisig, das Gelände für den Hafen wurde 1906 von der Stadt erworben.

    Das erinnert mich an die Berliner Allee. Dort zog eine vom RBB interviewte Dame vom ca. 10 -15 Jahren hin und hofft seit dem darauf, dass der Straßenbahnverkehr eingeschränkt wird, damit sie mehr Ruhe hat und auf der Hauptverkehrsstraße gespielt werden kann.

  3. 10.

    In Moabit am Westhafen direkt an der Umweltzone haben wir auch so einen Schrottplatz. im Forum zur Lärmverminderung habe ich schon einen Beitrag zum Lärm geschrieben, jetzt kommt noch die Gefahr durch Luftverschmutzung dazu.
    https://mein.berlin.de/ideas/2019-04879/ ....es darf gerne kommentiert werden.

  4. 9.

    Popelnix, nix verstanden? für den Dreck, der dort hochgeschleudert wurde, kann man sehr lange staubige Diesel fahren... Übrigens war beim Blick vom Hausdach klar, was da brannte und dass es weder Tchibo noch ein Tanklager war, sondern Altreifen und co. Und der tägliche Riesel.. nun Reifenabrieb, Bremsabrieb, Dieselruß, Schmutz, Abfall, Sonnenblumenkernschalen, Koks...

    Aufgrund der genau in dieser Ecke vorherrschenden Müll-Misere, und zwar nicht der von Remondis sondern von Rumänis, hätte man auch vermuten können, die Einzelunternehmer brennen ihre gelbe-Punkt-auf-Windschutzscheibe-Bestände ab :-)

  5. 8.

    Werte Berlinerin,
    das war kein Diesel - überwiegend Altreifen. Ok - der Abrieb dieser "Ausgedienten" wabert auch tagtäglich durch Luft. Der Vergleich mit "Diesel" hinkt etwas.

  6. 7.

    In Berlin sagt man dazu: Ruckheb, Ruckheb!

    Viele würden auch sagen: Ruckheb, Hrz, Krh!

    Diejenigen, die in Neukölln wohnen, wissen was ich meine.

  7. 6.

    Ich habe über Katwarn nach Auswahl des Bereiches sofort eine Push-Nachricht bekommen.

  8. 5.

    In Schöneberg mindestens zwischen Kaiser-Wilhelm- und Nollendorplatz riecht es verbrannt. Soll ich jetzt besser vorsichtshalber drinnen bleiben? Wäreja nur logisch, wenn Fenster/Türen geschlossen gehalten werden sollen. Bei solch einer Meldung würde ich mir eine Pushnachricht wünschen. Nicht bei so manch anderen Themen, über die Pushupnachrichten kommen.

  9. 3.

    Super, dann kann die Feuerwehr ja abrücken. Wir holen Sie dann ab, Gartenschlauch bitte mitbringen.

  10. 2.

    100 qm das lösche ich mit einem Gartenschlauch.

  11. 1.

    Aus der Nähe betrachtet sehr beeindruckend. Hier rieselt täglich Schmutz vom Himmel, schon durch die Stadtautobahn, aber dafür kann ganz Berlin recht lange Diesel fahren, was da gerad hochgeht...

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