Polizeifahrzeuge stehen vor einem Haus in Brandenburg an der Havel, in dem eine 26-Jährige tot aufgefunden worden war. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Bild: dpa/Annette Riedl

Ermittlungen in Brandenburg/Havel - Freund der getöteten 26-Jährigen ist in der Psychiatrie

Der Freund der getöteten 26-Jährigen aus Brandenburg an der Havel ist in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam am Montag sagt, bestehen Zweifel an der Schuldfähigkeit des Mannes.

Motiv für die Tat ist weiter unklar

Der 24-Jährige war in der vergangenen Woche nach einer intensiven Fahndung am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Berlin-Charlottenburg festgenommen worden. Später hatte er ein Geständnis abgelegt. Da er möglicherweise nicht schuldfähig ist, sei kein Haftbefehl, sondern ein sogenannter Unterbringungsbefehl gegen ihn erlassen worden, sagte die Sprecherin.

Mit "stumpfer Gewalt"

Die 26-Jährige war am Sonntag vor einer Woche tot in der Küche ihrer Wohnung gefunden worden. Sie hatte dort mit dem 24-Jährigen zusammen gelebt. Die Frau wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf getötet. Schnittverletzungen soll es den Angaben zufolge nicht gegeben haben.

Das Motiv war am Montag weiter unklar. "Die Ermittlungen laufen noch", sagte die Sprecherin. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Sendung: Brandenburg aktuell, 12.08.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Herbst Brigitte ] vom 13.08.2019 um 06:37
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

9 Kommentare

  1. 9.

    Ja, ich denke, es sollte an den Schulen auch ein paar Stunden Rechtskunde bzw. Einführung in das deutsche Rechtssystem geben, wo dann im Kapitel Strafrecht die Schüler einen kleinen Einblick in Vorsatz-/Fahrlässigkeitsstraftaten, Mord/Totschlag, Tatbestand/Rechtswidrigkeit/Schuld bekommen und warum wir ein Täter- und kein bloßes Tatstrafrecht haben.

  2. 8.

    Ja, klasse!
    Ich fand es auch ganz schön befremdlich Frau Brigitte Herbsts krude Gedankenwelt in Bezug auf unseren Rechtsstaat zu lesen. Es scheint da draußen bei den Menschen ganz schön viel 1/2-Wissen hinsichtlich der Judikative zu geben. Echt erschreckend!

  3. 7.

    Herbst Brigitte, Havelsee, Dienstag, 13.08.2019 | 06:37 Uhr:
    "Und wieder muss man die deutsche Justiz in Frage stellen.
    Da wird eine junge Frau aus dem Leben gerissen und der Täter wird als psychisch labil hingestellt."

    Niemand wird als psychisch labil "hingestellt"! Es wird lediglich geprüft, ob der Beschuldigte bei der Tat schuldfähig war. Und dies ist in einem Rechtsstaat notwendig!

    Herbst Brigitte:
    "Nichts aber auch gar nichts rechtfertigt so eine Tat , egal ob schlechte Kindheit ,noch Drogen oder sonst ein Grund ."

    Es geht hier nicht um Rechtfertigung, sondern um persönliche Schuldausschließungs- oder -minderungsgründe.

    Herbst Brigitte:
    "Mord bleibt Mord"

    Ja, aber wir wissen ja noch nicht, ob es Mord war!

    Herbst Brigitte:
    "Jeder der seine Steuern in Deutschland nicht pünktlich zahlt kommt hinter Gittern und wird als Straftäter hingestellt"

    FALSCH!

    Herbst Brigitte:
    "aber ein Mörder kommt nach einpaar Jahren wieder frei"

    Auch FALSCH!

  4. 6.

    Mo H. Mett, Charlottenburg, Dienstag, 13.08.2019 | 10:34 Uhr:
    "Hinweis: Eine begangene Straftat ist immer nocht unter den drei Aspekten Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld zu beurteilen."

    Sehr richtig. Und deshalb muss zunächst die Staatsanwaltschaft und später das Gericht innerhalb ihrer Aufgaben, die Tat aufzuklären, in einem Rechtsstaat immer prüfen, ob es Rechtsfertigungsgründe oder Schuldausschluss- oder -minderungsgründe gibt. Kein Rechtsstaat darf einen Menschen wegen einer tat verurteilen, die gerechtfertigt oder ohne Schuld erfolgt ist. Und bei Schuldminderung ist auch dies zu berücksichtigen.

    Die menschliche Wut: "Da ist jemand tot, da muss nun ein anderer dafür büßen." ist eine rechtsstaatswidrige Reaktion.

  5. 5.

    Marion, Berlin, Montag, 12.08.2019 | 15:38 Uhr:
    "Und wieder muss man emotional verarbeiten, dass immer nach einem entschuldigenden Auslöser für Mord, besonders an Frauen, gesucht wird."

    Das ist Unsinn!!!

    Niemand sucht nach einer Entschuldigung.

    Es wird lediglich geprüft, ob es Schuldausschließungsgründe gab. Das muss so sein in einem Rechtsstaat! Das gehört zur Tataufklärung. Ein Mensch, der ohne Schuld gehandelt hat, z.B. weil psychisch krank, darf nicht ins Gefängnis. Alles andere wäre bloße Rchejustiz und ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Man darf nicht ein Unglück mit einem Fehler "bestrafen". Aber das prüfen die Fachleute und - zum Glück - nicht wir Laien.

    Es ist zwar bitter, wenn durch solche in Unglück ein Mensch zu Tode kommt, aber es rechtfertigt keinesfalls einen unter Schuldausschluss Handelnden zu bestrafen.

  6. 4.

    Hinweis: Eine begangene Straftat ist immer nocht unter den drei Aspekten Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld zu beurteilen.
    Hier geht es dem Bericht nach wohl augenscheinlich um die Frage der Schuld(fähigkeit) und dieser Umstand wird/kann sich auf das weitere Verfahren bis hin zur Strafzumessung auswirken. Es gibt doch uferlos Literatur zum Kennenlernen unseres Rechtssystems, da kann man/frau/div. sich informieren - nur googeln hilft auch nicht immer weiter ;-)

  7. 3.

    Und wieder muss man die deutsche Justiz in Frage stellen.
    Da wird eine junge Frau aus dem Leben gerissen und der Täter wird als psychisch labil hingestellt
    Nichts aber auch gar nichts rechtfertigt so eine Tat , egal ob schlechte Kindheit ,noch Drogen oder sonst ein Grund .
    Mord bleibt Mord
    Jeder der seine Steuern in Deutschland nicht pünktlich zahlt kommt hinter Gittern und wird als Straftäter hingestellt aber ein Mörder kommt nach einpaar Jahren wieder frei

  8. 1.

    Und wieder muss man emotional verarbeiten, dass immer nach einem entschuldigenden Auslöser für Mord, besonders an Frauen, gesucht wird.

Das könnte Sie auch interessieren