Fahrgäste stehen an der Bushaltestelle des TXL-Busses am Flughafen Tegel (Archivbild/Quelle: dpa/Schoening Berlin)
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Video: rbb|24 | 04.08.2019 | Neele Westphal | Bild: dpa/Schoening Berlin

Änderungen bei der BVG - TXL-Bus fährt nicht mehr bis zum Alex

Neue Endhaltestelle: Robert-Koch-Platz. Der TXL-Bus fährt seit Montag nicht mehr bis zum Alexanderplatz. Auch bei zwei weiteren Buslinien gibt es Veränderungen. Ganz neu verkehrt jetzt die BVG-Linie 300.

Die Busse der Berliner Linie TXL fahren seit Montag nur noch zwischen dem Flughafen Tegel und dem Robert-Koch-Platz am Charité-Campus Mitte. Bislang lag der Endpunkt in der Innenstadt am Alexanderplatz. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verkürzen die Linie, um den planmäßigen Sechs-Minuten-Takt zwischen Flughafen und Hauptbahnhof besser einhalten zu können.

Vor allem auf der Strecke zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof habe die Linie bislang häufig viel Zeit verloren, hieß es. Zwischen Hauptbahnhof und Alexanderplatz verkehre dafür künftig die Linie 245, die aber im Gegensatz zum TXL an allen vorhandenen Haltestellen stoppe.

Neue Linie 300 ab 4. August

Außerdem gibt es seit eine neue Buslinie 300 von der Philharmonie über den Potsdamer Platz, Unter den Linden und den Alexanderplatz bis zur Warschauer Straße. Dort sollen häufig Elektrobusse fahren, um die Luft weniger zu belasten. Busse der Linie 200 fahren dafür nicht mehr Unter den Linden, sondern über die Leipziger Straße bis zum S- und U-Bahnhof Alexanderplatz. Damit ersetzt sie in diesem Abschnitt die Metrobuslinie M48, die am U-Bahnhof Mohrenstraße enden soll.

Stadtrand soll besser angebunden werden

Darüber hinaus will die BVG den Berliner Stadtrand besser anbinden. Hier sollen - so die Planung - alle Buslinien tagsüber mindestens im Zehn-Minuten-Takt fahren. Das sagte der BVG-Chefplaner, Klaus Emmerich, im Juni in der rbb-Abendschau. Ziel sei es, dass Bewohner der Außenbezirke "keinen Fahrplan mehr brauchen, sondern einfach ein Netz haben, das sie überall hinbringt und sie wissen: Spätestens nach zehn Minuten kommt mein Bus." Dafür würden gerade die finanziellen Rahmenbedingungen mit dem Senat geprüft. Bis die neue Taktung umgesetzt sei, könnten allerdings noch zwei bis vier Jahre vergehen.

Ebenfalls ab Montag will die BVG erstmals selbstfahrende Busse in Berlin-Reinickendorf testen. Diese sollen entlang der Straße Am Tegeler Hafen die U-Bahnstation Alt-Tegel mit dem Ausflugsziel der Seeterassen verbinden. Der Rundkurs ist insgesamt etwa 1,2 Kilometer lang.

Sendung: Abendschau, 04.08.2019, 19:30 Uhr

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34 Kommentare

  1. 34.

    Bisher konnte ich den 200er mit einem Kurzfahrschein nutzen. Jetzt darf ich umsteigen, muss also einen vollen Fahrschein lösen. So kann man auch die Preise erhöhen und zu Geld kommen. Das ärgert mich sehr.

    Ich frage mich, wer von den Verantwortlichen sich einen persönlichen Wunsch erfüllt hat, den 300er an der Philharmonie beginnen zu lassen. Tagsüber steigt da kaum jemand ein oder aus. Aber wahrscheinlich handelt es sich bei dem Verantwortlichen um einen Konzertliebhaber, der nun abends sehr gut nach Hause kommt.

  2. 33.

    Ich bitte Sie, es gibt sehr triftige Gründe für das Buslinienverschiebe, das die BVG in vorbildlicher Manier (eine Verschlechterung immer als Verbesserung ausgeben) verkauft: Die BVG und die grüne Verkehrssenatorin wollen unbedingt eine Akkubuslinie durch Mitte fahren lassen. Wobei nach den bisherigen Erfahrungen mit Batteriebussen schon angekündigt wird: "Bei vielen Fahrten werden Elektrobusse zum Einsatz kommen." Meint: Wer weiß, wie oft wir wieder auf Dieselbusse zurückgreifen müssen, weil nicht genügend Batteriebusse einsatzfähig sind.

    Außerdem wollen uns BVG und Senat den Doppeldecker weiter abgewöhnen. Der ist zwar komfortabel (hoher Sitzplatzanteil), kann aber nicht so von der Stange gekauft werden wie die unsäglichen Schlenkis. Früher gab es in West-Berlin einen Doppeldeckeranteil von gut neunzig Prozent, heute machen die "Großen Gelben" in ganz Berlin nicht mal mehr ein Drittel der BVG-Flotte aus. Und die verursachten bisher laut BVG die miese Luft in der Leipziger Straße.

  3. 32.

    Das bezog sich auf den "Frühkommentar", nicht auf die folgenden, in denen sie andere Dinge berichtete.
    Ist Sarkasmus jetzt auch schon verboten? Wäre echt langweilig.

  4. 30.

    Sie haben natürlich Recht. Ich habe auch nur meine persönliche Situation angeführt. Klar bin ich nicht der Nabel der Welt, aber es war halt für mich vieles einfacher. Vielleicht ist es jetzt für andere Menschen. Auch gut so.

    @Der Ketzer, Sie sind einfach nur dumm und unsachlich. Haben Sie auch was Intelligentes zum Thema beizutragen?

  5. 29.

    Mimimi?
    Jetzt ist der Bus weg, auwei, die Beine tun jetzt schon weh und, ach, der Verschleiß der Schuhe nimmt zu. Welch Frevel Ihnen, nur Ihnen widerfährt, ist enorm.
    Ich werde für Sie beten, eine Kerze anzünden, eine Gebetsmühle drehen oder Räucherkerze aufstellen - was ist Ihnen lieber?

  6. 28.

    Ich kann Ihre Problematik gut nachvollziehen. Aber bitte bedenke Sie dabei doch Folgendes: ÖPNV war noch so gedacht, dass jede Privatperson eine persönliche direkte Verbindung wo auch immer sie hinmöchte erhält. Dass es bisher für Sie umsteigefrei geklappt hat war vielleicht schlicht Glück oder auf das glückliche Händchen einiger Planer zurückzuführen? Dafür erhalten jetzt mit der neuen Führung der Linie 200 über die Leipziger Straße oder der neuen Linie 300 vielleicht andere Menschen, die es ebenfalls benötigen eine Direktverbindung?
    Alles nur Vermutungen - ich möchte Sie bloß darauf hinweisen, dass der ÖFFENTLICHE Nahverkehr nicht dafür da ist, Ihre Partikularinteressen gesondert zu bedienen. Auch wenn Ihnen diese mit der Begleitung eines behinderten Menschen zweifelsohne hoch anzurechnen sind.

  7. 27.

    @Diana, #2:

    Wie bitte - es gibt keine Busse, die zu Beginn der ersten Check-In-Zeiten den Flughafen erreichen? Der erste Bus vom Zoo nach Tegel fährt um 3:13 Uhr, Ankunft 3:30 Uhr - 2,5 Stunden vor Ende des Nachtflugverbots! Der erste Bus vom Hbf nach TXL fährt um 3:53 Uhr, Ankunft 4:10 Uhr. In beiden Fällen fahren die Busse ab Betriebsbeginn dann im 10-min-Takt.

  8. 26.

    45 Minuten Wartezeit bei einem 10-Minuten-Takt. Alles schon erlebt und zurückgerannt, Auto geholt, weil ich ja nicht wusste, ob überhaupt mal ein Bus kommt. Ich musste zu einem Termin, der ohne meine Anwesenheit nicht hätte stattfinden können. 20 Minten warten ist die Regel. Zu früh oder zu spät erlebe ich ständig. Wobei ich für zu spät noch Verständnis habe. Obwohl ich nur 3 Stellen von der Ersthaltestelle entfernt bin.

    Klappt doch hervorragend. Eigentlich wollte ich mein Auto abschaffen. Eigentlich. Die BVG-Realität hat mir klar gemacht, dass das ziemlich dumm wäre.

  9. 25.

    Natürlich gibt es das. Meine Freundin wohnt in Bacharach am Rhein. Dort fahren die Busse und Züge auch nur alle paar Stunden. Und manchmal fällt etwas aus, oder verschiebt sich nach hinten oder vorne. Und trotzdem überlebt sie sehr gut mit Kind und Vollzeitjob ohne Auto. Ich bin auch wie @Moony der Meinung, dass, was noch vor einigen Jahren ganz normal war, für viele auf einmal unzumutbar zu sein scheint. Die BVG zu benutzen und trotzdem gut klar zu kommen. Das ist schon eine Art Bequemlichkeit und Verwöhntheit.

  10. 24.

    "Mit Koffern kann jetzt jeder mehrmals umsteigend durch die Innenstadt jockeln.
    Danke BVG! "

    Bisher musste jeder, der nicht direkt am Alex wohnte oder Unter den Linden oder am Brandenburger Tor mit Koffern umsteigend durch die Innenstadt jockeln. Und mehrmals bedeutet max. 2 Mal; häufig dürfte auch 1 Mal reichen.

    Wie oft fliegen Sie eigentlich bzw. wie oft müssen Sie zum TXL?

  11. 23.

    Da das eigentliche Thema geschlossen wurde, hier noch etwas zum Touristenzwangsticket der Grünen: Bei der BVG haben die sich für ihre Zahlenspielchen vorher nicht nach Fakten erkundigt. Frau Nikutta befürchtet ebenso wie VisitBerlin sogar Einnahmeausfälle.

    Das wäre damit ein weiterer Baustein gegen den Nahverkehr, diesmal nicht durch Aussitzen, sondern aktivem Handeln.

  12. 22.

    Das sogenannte Mobilitätsgesetz bleibt beim ÖPNV schön im Ungefähren und macht kaum konkrete Vorgaben. Zusammen mit dem Nahverkehrsplan ist es eine Bankrotterklärung des Senates, da es an den Bedürfnissen vieler in dieser Metropole vorbei gestaltet wurde.

    Die BVG darf immer noch nicht abschleppen, steht dafür aber im Kleingedruckten als eine wichtige Geldquelle auf dem Schild "30 Mrd. zusätzlich für den ÖPNV". Bei den großspurig angekündigten neuen Busspuren geht es nicht voran. Die hebt sich Günther wohl für den Wahlkampf auf, so dass jetzt Linien verkürzt werden. Die Linke blockiert zusammen mit den Linksalternativen selbst den homöopathischen Ausbau der U-Bahn. Während andere Metropolen die Verkehrswende aktiv vorantreiben, werden hier Tram-Schienen ausgebaut und andere Projekte in die Warteschleife geschickt. Die Beschaffung neuer BeOStrab-Fahrzeuge kommt auch kaum voran, weil daraus ein Denkmal werden sollte.

    Hauptsache, grünes Plastik wird in die Umwelt gebracht.

  13. 21.

    Es ist schon mehrmals vorgekommen, daß der Bus, trotz Fahrplans zu früh von den Haltestellen abgefahren ist. Wenn kein Fahrgast sich dort befindet fährt er ohne Halt weiter. Und Ausfälle gab es auch häufig.

  14. 20.

    Mag sein, dass einigen hier der TXL bis Alex nicht gepasst hat. Aber es kann doch nicht sein, dass ein Bus, der regelmäßig in erheblichem Umfang genutzt war - was ja nun kein Indiz dafür ist, dass er nicht gebraucht würde - einfach eingestellt wird. Mit Koffern kann jetzt jeder mehrmals umsteigend durch die Innenstadt jockeln.
    Danke BVG!
    Wenn das die Konsequenz ist, wenn Taktungen nicht mehr eingehalten werden, haben wir in der Innenstadt ja bald busfreien Straßenverkehr. Welche Innenstadtlinie hält denn ihre Takte ein?
    Und mit solchen Winkelzügen fahren bald noch mehr mit dem PKW nach Tegel... Danke für die chronische Kurzsicht

  15. 19.

    " dadurch bin ich nicht so bequem und panisch, wie hier manche Autofahrer reagieren ;-) Und zum Flughafen kann man sich fahren lassen. Von Freunden, Familie, dem Partner. Geht alles, wenn man denn will"

    Es ist schon ein bisschen frech, anderen Menschen Bequemlichkeit und Panik zu unterstellen, nur weil man nicht über die eigene Sichtweise hinauskommt.
    Ich bringe einen behinderten Menschen 3 x in der Woche in die Mohrenstraße und zurück bis zur Corneliusbrücke. Das haben wir bisher immer mit dem Bus erledigt. Weil wir resp. ich an die Umwelt gedacht haben. Mohrenstraße fährt der Bus nun nicht mehr. Ich kann demjenigen weder den Hin- noch den Rückweg zur neuen Haltestelle zumuten. Aber das ist natürlich nur Bequemlichkeit. *ironieoff*
    Schön, dass Du immer jemanden hast, der Dich zum Flughafen fährt. Ich habe leider niemanden. Schon gar nicht morgens um 4.30 Uhr.

  16. 18.

    Nachdem ja nun alle Verantwortlichen und Betroffenen erkennen (können),dass die Umsetzung des Möbilitätsgesetzes und der Umbau der Verkehrsinfrastruktur noch bis zu 10 Jahren dauern kann/ wird, sollten sich alle entspannen. Rücksichtsvoll miteinander umgehen, egal wie man sich durch die Stsdt bewegt und den gesunden Menschenverstand einsetzen.
    Alles andere beschleunigt nicht die Verfahren sondern bringt Mitmenschen in Gefahr. Die Stadt wird nicht größer, leider nur voller. Da ist Vernunft gefragt.

  17. 16.

    Habe ich eh nie verstanden warum der TXL-Bus bis zum Alex ging. Gibt doch mit S- und U-Bahn schnellere Verbindungen um in den Osten zu kommen.

    Ansonsten ist das wieder ein Beleg für die desolate Anbindung Tegels an den ÖPNV. Hat sich ja hoffentlich bald erledigt.

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