Neue Poller am 13.08.2019 im Samariterkiez (Bild: Miriam Keuter)
Audio: rbb 88,8 | 13.08.2019 | Miriam Keuter | Bild: rbb/Miriam Keuter

Berlin-Friedrichshain - Bezirk errichtet Auto-Durchfahrtssperren im Samariterkiez

Der Samariterkiez in Berlin-Friedrichshain soll vom Autoverkehr entlastet werden. Am Dienstag wurden mehrere Durchfahrtsperren errichtet. Betroffen ist unter anderen die Bänschstraße an den Ecken Samariter- und Pettenkoferstraße. Dort können nur noch Fußgänger und Radfahrer passieren.

Stadtrat Schmidt: Beitrag zur Mobilitätswende

Der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Die Grünen), bezeichnete gegenüber dem rbb die Maßnahme als Beitrag zur Mobilitätswende. Für Autofahrer solle es unattraktiv werden, durch die Kieze zu fahren. Dadurch sollen Anwohner von Lärm und Abgasen entlastet werden. "Autofahrer werden am Ende merken, dass es länger dauert durch den Kiez zu fahren, als die großen Straßen zu nehmen", sagte Schmidt. Allerdings habe man einen Kompromiss gewählt und nicht den ganzen Kiez gesperrt.

Das Bezirksamt will nach einem Jahr auswerten, wie sich die Sperren auswirken und dann entscheiden, ob weitere Poller aufgestellt werden.

Sendung: rbb 88,8, 13.08.2019, 11:30 Uhr

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Antwort auf [Janek] vom 15.08.2019 um 09:21
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71 Kommentare

  1. 71.

    Bravo dem Stadtrat Schmidt! Besser als mit der Schildbürger-Verkehrslösung im Samariterviertel kann eine Klientelpolitik zu Lasten einer Mehrheit nicht bewiesen werden. Die Mehrheit der Kommentare sind gegen diesen Wahnsinn. Mich wundert nur, daß Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste diese Schikane klaglos hinnehem. Oder haben sie schon reagiert? Die Absperrungen sind doch gemeingefährlich.

  2. 70.

    Merkwürdig, es findet immer nur da statt wo für „Zugezogene Neureiche“ Luxusbauten errichtet wurden.
    Erst wird der Kaskelkiez für „Zugezogene Neureiche“ dicht gemacht und dann der Bergmannkiez und jetzt der Samaritakiez / Wrangelkiez. Ich habe immer „Grün“ gewählt und bin für mehr Radwege und den Umweltschutz. Doch dieser Aktionismus für Luxusbautenbesitzer kotzt mich an. Ich wohne in der Schulze-Boysen Straße Höhe Magdalenenstraße und wenn Wir uns über die Durchgangsautobahn bei uns beschweren, heißt es nur „Die Polizei hat alles im Blick“. Es gibt auch hier Schulen und Kitas, aber eben keine Reichen Bonzen für die es sich lohnt etwas zu ändern. Es ist Okay wenn man keine Autos im Wohngebiet haben möchte bzgl. der Wohnqualität, aber dann sollte diese Leute auch nicht durch andere Kieze fahren dürfen und allen mit Ihren SUV aufn Sack gehen. Gleiches Recht für ALLE

  3. 69.

    Gut.
    Fahre ich bei der Parkplatzsuche eben ein paar Extrarunden durch die Paralellstraßen.
    Mit meinem Diesel.
    Herzliche Grüße an RRG

  4. 68.

    Wirklich eine absurde Maßnahme. Wer von Süden durch die Samariterstraße fahren will, muss nun um die Samariterkirche herumfahren. Der Umweg ist aber minimal, niemand wird entmutigt. Erheblich mehr Anwohner sind vom Verkehr betroffen.
    Die Gegenrichtung wird über die Bänschstraße zur Proskauer geleitet. Die Fahrtrichtung wird aus meiner Sicht hauptsächlich von Anwohnern genutzt. Effektiv werden die Menschen bestraft, die von Norden oder Süden zu ihrer Wohnung fahren wollen. In den Augen der Grünen wohl alles "Klimasünder", da der Mobilitätsbedarf von Pendlern, Eltern, Handwerkern usw. in der schönen neuen Verkehrspolitik nicht vorkommen darf.
    Ortunkundige werden nicht abgeschreckt, da ein Hinweis bei der Einfahrt in die Samariterstraße fehlt.
    Sehr viel sinniger wäre gewesen, den gesamten Kiez auf Anlieger zu beschränken.

  5. 67.

    Liebe Befürworter der Durchgangssperren, wenn sie wirklich glauben, dass sich der Verkehr in Samariterkiez beruhigt hat, dann lade ich sie dazu ein, die sich einmal in die Samariterstrasse zu begeben. Die Autos rasen hier mit einer Geschwindigkeit weit jenseits der erlaubten 30km/h auf die Ampel an der Frankfurter Allee zu. Mit über 160 durchfahrenden Autos in einer Stunde kommt hier nicht das Gefühl vom Sinn der Durchgangssperren auf. Die Wut der Autofahrenden wird auch gern durch Hupen zum Ausdruck gebracht. Es war von Anfang an logisch, dass sich der Verkehr nur verlagern wird. Danke für gar nichts, liebe Initiative. Benennt euch bitte in "Initiative verkehrsberuhigte Pettenkoferstrasse" um, denn das wäre wenigstens ehrlich!

  6. 66.

    Wir kamen Gestern (25.08.19) aus dem Urlaub wieder und sind nicht zu unserem Wohnhaus gekommen, da solche schwachsinnigen Poller einen ganzen Kiezblock absperren. Wir wohnen hier seit 1986 aber diesen Schwachsinn von einem Baustadtrat Schmidt und einer sogenannten Initiative von irgendwelchen dahergezogenen und nur noch das Wort Grün kennen ist es zu verdanken das Berlin langsam zum Dorf verkommt. Die werden sich alle noch wundern wenn kein Handwerker mehr kommt und keine Geschäfte mehr beliefert werden, wegen solche hirnrissigen Ideen.
    Eines ist sicher, die ganze " Grüne " Partei wird sich bei der nächsten Wahl im Keller wiederfinden. Warum ziehen esoviel Grünwähler hier her nach Berlin, sollen Sie doch in ihrem Kaff bleiben wo sie hergekommen sind da können sie auf ihre Weiden ziehen und mit den Kühen und Hühnern soviel rumgackern wie sie wollen.
    Die Urberliner werden sich das nicht lange bieten lassen und die Grüne Partei da hinschicken wo sie hingehört, nämlich nach j.w.d.

  7. 65.

    Ich bin voll dafür. Ich wohne in keinem schicken Neubau und zudem auch auf der Bänschstraße, die jetzt deutlich mehr Verkehr hat-es läuft noch nicht alles rund ABER: Seit Jahren steigt der Anteil des Durchgangsverkehrs durch den Kiez. Überall haben sich LKWs und Lieferwagen in den Straßen gesammelt. An der Frankfurter Allee wurden mitunter die höchsten CO2-Werte in Berlin gemessen. Der Kiez ist durchschnittlich 39 Jahre alt, dh. hier gibt es einen enorm hohen Anteil an Kindern. Ich kann echt nicht nachvollziehen wie man die Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität hinter die Bedürfnisse von Autofahrern stellen kann? Die Maßnahme mit Pollern find ich auch krass, aber ehrlich gesagt, werde ich jetzt dadurch bestätigt, dass es nur so geht. Die Autos fahren sogar verkehrt herum in die Einbahnstraße-Hauptsache es geht schneller. Sorry. Bin mittlerweile für einen AUTOFREIEN Kiez

  8. 64.

    Zudem wäre ich dafür, dass die Einfahrt in den Kiez komplett erschwert wird. Findlinge aufstellen, die einen nur einspurigen Verkehr ermöglichen. Dieses zu Beginn jeder Straße in den Kiez hinein: Frankfurter-, Eldenaer Str. usw. Die Absperrung zur Umfahrung der Samariterkirche erweitern: auch hinter der Samariterkirche, auf der Bänschstr. gehören Poller hin. Mit der jetztigen "Lösung" wird der Verkehr nur um 50 m veranlasst um die Kirche herum zu fahren.

    Insgesamt stimme ich meinen Vorredner aus der Schreinerstr. zu: den Verkehr bekam man früher kaum mit. Nunmehr ist der Durchgangsverkehr im Kiez angekommen. Er wurde von den Quer- auf die Parallelstraßen der Frankfurter verlagert. Ein Wohnen an diesen Straßen ist nunmehr genauso unmöglich, wie an der Frankfurter.

    2. Zustimmung zu einer Vorrednerin: Herrn Schmidt geht es nur um sich selbst. Populistische Politik für seine grünen Stammwähler: aber die nächsten Wahlen kommen bald, um mit dieser Politik abzurechnen.

  9. 63.

    Wohne erst seit 1989 hier. Aber kenne noch den Kiez so, dass es früher alles Einbahnstraßen waren. Nur nicht die eben gesperrte Pettenkoferstr. Diese diente immer als Durchgangsverkehr, war mit ihrem Pflaster früher noch unerträglicher, da es einige Hohenunterschiede in der Straße gab.

    Fakt ist, die Bewohner der Neubauten erreichten per Petition, dass sie es ruhiger vor ihrer Haustür haben wollen. Sorry, aber dann ziehe ich nicht mit meinem SUV in die Straße, um es im S-Bahnring ruhig zu haben. Da stört mich die kleinstädtische Ignoranz, dieses Denken nur an sich selbst. Baustadtrat Schmidt, mit ihm die Grünen, nehmen den Kiez und gesamten Bezirk in Geiselhaft, für ihre idologischen Ideen. Erst der Bergmannkiez, nun der Samariterkiez. Wählbar ist diese Partei für mich nicht, da sie nur für Verbote ist. Wenn man den Verkehr aus den Kiezen will, dann stellt man Schilder auf, so in Höhe der Petenkoferstr./Schreinerstr., dass die Str. in nördlicher Richtung zur Sackgasse wird.

  10. 62.

    Hier wünscht man sich ja quasi die Katastrophe schon herbei. Die Polizei kann einen flüchtigen Täter nicht mehr verfolgen, weil sie mitten in der Verfolgung erst die Poller rausnehmen muß und natürlich wieder einsetzen muß. Feuerwehr und Rettungsdienste kommen zu spät, weil erst Poller geöffnet werden müssen. Paketdienste müssen mehr schleppen als notwendig und schaffen dadurch ihr Tagespensum nicht mehr. Welch ein grün-grotesker Schwachsinn.

  11. 61.

    Die drei Vorschläge haben auch meine volle Zustimmung. Ich würde sie noch um einen, hier bereits auch schon angesprochenen Punkt erweitern. Ausweitung der Parkraumbewirtschaftungszone. Das würde den Kiez auch etwas uninteressanter für „Fremdparker“ machen. Weniger Verkehr und Abgase durch die ewige Parkplatzsuche gratis.
    I.Ü.: Wir wohnen hier seit 1994, mit uns hat weder jemand gesprochen noch wurden wir über die Sperrung im Vorfeld informiert.



  12. 60.

    Volle Zustimmung! Ich als Anwohner beobachte momentan mehr und vor allem aggressiveren Autoverkehr im Kiez. Alle drei vorgeschlagenen Maßnahmen halte ich auch für erfolgversprechender.

  13. 59.

    Die drei Vorschläge find ich Klasse und zielführend. Der Punkt mit den Motorradfahrern hatte ich gar nicht auf der Pfanne.

  14. 58.

    Wir wohnen seit 1987 hier im Kiez. Es stimmt schon, dass es zu viel Durchgangverkehr gibt und die Straßen zu eng sind. Aber da gibt es andere Lösungen als den Kiez zu sperren. Um nach Hause zu kommen oder zu den Kindern und Enkelkindern zu gelangen, müssen wir nun sehr viel mehr Zeit aufwenden. Unsere Zeit interessiert Sie nicht, aber die Umwelt sollten Sie im Auge behalten. Durch diese Umwege stoßen alle Fahrzeuge mehr Feinstaub und CO2 in die Luft. Na Klasse da haben wir ja was erreicht. Desweiteren wird der Kiez für Motorradfahrer jetzt sehr interessant. Sie umfahren die Hauptstrassenstassenstaus.
    Eine Möglichkeit wären ein vernünfitiges Gesamtkonzept:
    1. Einbahnstraßen: Damit würde das Gerangel in den engen Straßen aufhören. desweiteren könnten Radfahrer vernünftig fahren auch als Gegenverkehr in der Einbahnstrasse
    2. Durchfahrtverbotsschilder besonders für LKWs. Es ist sicher umstritten ob sich alle daran halten, aber ein Teil schon.
    3. Bremmsschwellen

  15. 57.

    Wenn es wirklich um die Kinder gegangen wäre, dann würde der Autoverkehr vor der Pettenkofer Grundschule, der Justus-von-Liebig Grundschule und der Schreinerstraße (vorm Drachenspielplatz) ferngehalten. So sind es die neureichen Wohnungsbesitzer in der Pettenkofer, die vor ihrer Haustür nur noch die "Wender" haben. Wer weiß wie's geht, kann eben die Gemeinschaft mit Schreinargumenten bluten lassen.

  16. 56.

    Was soll das?
    Gibt es nicht genug Zeichnen- und Töpferstudios, in denen Gelangweilte sich Ihrer "Kreativität" hingeben können?
    Wie wäre es denn mal mit einem Test gewesen, als gleich die Gelder so zu verschwenden?
    Verkehrsberuhigung - das ist ein Witz. Wie soll dass gehen? Denkt da auch mal einer in der Verkehrsplanung mit? Das Verkehrsaufkommen ist dadurch nicht geringer - lediglich genervter, verstauter und an Spielplätzen vorbeiführender.
    Schon mal was von Bremmsschwellen gehört? Funktioniert in anderen Bezirken seit Jahren und kostet ein Bruchteil dessen. Durch solch simple Maßnahmen würde niemand mit halbwegs klarem Verstand auf die Idee kommen, durch eine Umfahrung einer Hauptstraße Zeit zu sparen.
    Oder in welcher Straße wohnt hier ein sich vom Autolärm (den es im Kiez nicht gab, jetzt schon) belästigt gefühlte(r) Abgeordnete(r), der jetzt seine Privatstraße hat? Herr Schmidt - deinstallieren Sie diesen Blödsinn!

  17. 55.

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich wohne seit 20 Jahren in der Bänschstr. 2 Kinder großgezogen und die Problemübergänge Pettenkoffer Str. und Proskauer haben Zebrasteifen bekommen - gut so. Diese Sperr-Aktion löst bei mir nur Kopfschütteln aus. Wir haben jetzt Staus im Kiez, Herr Schmidt was soll das? Um an meinen Wohnort zu kommen muss ich Umwege fahren. Grün ist davon weit entfernt. Apropos grün - warum wird die Parkzone nicht erweitert? Dies würde die ewige Parkplatzsucherei beenden.

  18. 54.

    Egal, was einige behaupten. Es ist das eingetreten, was von ehrlichen Mitmenschen prognostiziert wurde. Der Verkehr wurde aufs der Pettenkofer in den Kiez verlagert. GoogleMaps schlägt Routen von Süd nach Nord um die Kirche rum und von Nord nach Süd über Bänsch- und Schreinerstr auf die Samariterstr. Schämt euch, ihr Pettenkofer-Neubaubesitzer.

  19. 53.

    Ganz ehrlich: Die Bänschstr. ist eine sehr verwinkelte Einbahnstr. Ich wüsste nicht wer diese Straße für den Durchgangsverkehr nutzen sollte.
    Die Maßnahme dient der Polemik. Ich würde mich darüber freuen, wenn Herr Schmidt versuchen würde, die Menschen mitzunehmen statt Feindbilder zu entwickeln. Eine derartig polarisierende Vorgehensweise kannte ich bisher nur von der AfD.

  20. 52.

    Ich wohne seit 15 Jahren in diesem Kiez und habe eine Tochter, die an einer der Stelle, an der jetzt die Poller aufgestellt wurden von einem Auto angefahren wurde. Nicht nur deswegen freue ich mich darüber, dass endlich etwas gegen den Autoverkehr im Kiez unternommen wird. Wie hier bereits häufig erwähnt wurde, haben viele Menschen in diesem Kiez kein Auto und diejenigen die eins haben bekommen ca. 9 m² Platz für ihr Auto fast geschenkt bzw. bezahlen dafür nur den lächerlichen Betrag eines Anwohnerparkausweises.
    Die tägliche Blechlawine, die sich in die Stadt und wieder hinausdrängt ist für alle (auch für die Autofahrer) ein Belastung und wenn man das Leben in der enger und voller werdenen Stadt attraktiv machen will, sollten diejenigen Platz machen, die am meisten Platz und Frischluft verbrauchen, d.h. Autofahrer, die meist alleine mit ihrem tonnenschweren PKW Abkürzungen durch Wohnbezirke suchen.

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