Auch im Glienicker See leben Aale (Quelle: imago images/blickwinkel).
Audio: Inforadio | 12.08.2019 | Nina Amin | Bild: imago images/blickwinkel

Schwermetallbelastung - Senat warnt vor Verzehr von Fisch aus Rummelsburger See

Der Aufenthalt ist unbedenklich, aber beim Angeln gilt Vorsicht: Fische aus dem Rummelsburger See sollten einer neuen Untersuchung zufolge besser nicht gegessen werden. Insbesondere vom täglichen Verzehr werde abgeraten, teilte die  Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Montag mit. Sie berief sich dabei auf eine Analyse der Freien Universität Berlin (FU).

Vor allem in fettreichen Fischen wie Aalen könnten sich gesundheitsschädigende Substanzen anreichern. Wegen der früheren industriellen Nutzung ist der Seegrund den Angaben zufolge mit Schadstoffen wie Schwermetallen belastet. Das führe jedoch zu keiner gesundheitsbelasteten Luftqualität, lautet das Ergebnis einer weiteres Analyse des Frauenhofer Instituts. Dennoch sollte es vermieden werden, den Seegrund etwa durch Wasserfahrzeuge aufzuwirbeln.

Wassersport ist ungefährlich

An dem See zu wohnen und sich dort aufzuhalten ist laut der FU-Untersuchung im Auftrag der Umweltverwaltung aber unbedenklich - ebenso wie Freizeitaktivitäten wie Segeln. In das Wasser zu fallen, geringe Mengen davon zu verschlucken und Hautkontakt mit dem Wasser seien ebenso unkritisch, hieß es. "Die Geruchsbelästigung, die zeitweise von dem See ausgeht, wird nicht als gesundheitsschädigend im Sinne einer toxischen Wirkung eingeschätzt."

Generell herrscht dort wegen des Schiffsverkehrs aber Badeverbot. 

Die Analyse basiert auf Daten zur Belastung der Sedimente und Modellrechnungen. Damit habe man nun "fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse", nachdem es zuvor viele Vermutungen gegeben habe, hieß es in der Mitteilung.

Die Spree­bucht grenzt an die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg.

Rummelsburger See

Sendung: Inforadio, 12.08.2019, 18 Uhr

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