Mehrere Polizisten transportieren eine in der Halenseestraße gefundene Leiche in einen Polizeiwagen (Bild: Morris Pudwell)
Video: Abendschau | 08.08.2019 | Kerstin Breinig | Bild: Morris Pudwell

Halenseestraße in Berlin-Grunewald - 51-Jähriger laut Obduktion offenbar getötet

Nach dem Fund einer männlichen Leiche im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich der Verdacht erhärtet, dass der Mann getötet wurde. Das habe die Obduktion des 51-Jährigen ergeben, sagte ein Polizeisprecher dem rbb am Donnerstag. Man gehe von einem Tötungsdelikt aus. Nähere Details zum Ergebnis der Obduktion und zur Todesursache nannte er nicht.

Nach einem unbestätigten Bericht der "B.Z." (online) soll das Opfer erstochen worden sein. Die Polizei sprach lediglich von schweren Verletzungen am Oberkörper, mehr wollte ein Sprecher dazu nicht sagen. "Das ist Täterwissen", hieß es.

Leiche lag neben Bahntrasse

Auch zur Identität des Mannes gab es aus "ermittlungstaktischen Gründen" keine Angaben. Das bedeutet: Würden nähere Angaben publik, könnte das die weiteren Ermittlungen und die Überführung des Täters oder der Täter erschweren.

Passanten hatten den leblosen Mann am späten Mittwochabend im Ortsteil Grunewald gefunden. Herbeigerufene Rettungskräfte stellten den Tod fest. Am Fundort der Leiche neben einer Bahntrasse in der Halenseestraße leben Obdachlose in Zelten. Nach rbb-Informationen gibt es eine Tatverdächtige, die in einem dieser Zelte wohnt. Sehr wahrscheinlich war auch das Opfer einer der Bewohner.

Der Fundort der Leiche wurde am Mittwochabend abgesperrt. Einsatzkräfte suchten noch bis tief in die Nacht nach Spuren. Teile der Avus wurden gesperrt. Nun ermittelt eine Mordkommission zu den Hintergründen der Tat. Schräg gegenüber des Fundorts befindet sich das Großbordell Artemis.

Sendung: Inforadio, 08.08.2019, 12:20 Uhr

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