Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen am Straßenrand in der Nähe eines Tatortes in Berlin-Moabit. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: rbb24 | 24.08.2019 | Laurence Thio | Bild: dpa/Paul Zinken

Mann in Moabit erschossen - Haftbefehl gegen mutmaßlichen Schützen erlassen

Ein Mann wurde am Freitag in Berlin erschossen - im Kleinen Tiergarten in Moabit, gegen 12 Uhr mittags. Noch am selben Tag gab es eine Festnahme. Nun wurde ein Haftbefehl gegen den Verdächtigen ausgestellt - wegen Mordes aus Heimtücke. 

Nach der Tötung eines Mannes auf offener Straße in Berlin-Moabit ist Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Schützen erlassen worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Samstagabend auf Twitter mit. Dem 49-Jährigen wird demnach Mord aus Heimtücke  vorgeworfen. Der Beschuldigte befinde sich in Untersuchungshaft.

Die Tatwaffe und das mutmaßliche Fluchtfahrrad konnten den Angaben zufolge sichergestellt werden. Zum Motiv gab es zunächst keine Angaben. Am Abend war bei der Generalstaatsanwaltschaft niemand zu erreichen. Das Opfer war den Angaben zufolge 40 Jahre alt.

Tatspuren an der Leiche

Die tödliche Attacke ereignete sich am Freitagmittag gegen 12 Uhr im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit. Passanten hatten die Einsatzkräfte alarmiert. Medienberichten zufolge soll das Opfer durch einen Kopfschuss getötet worden sein. Die Polizei sprach von einem Radfahrer, der unter Verdacht stehe.

Die Staatsanwaltschaft verkündete am frühen Freitagabend, dass eine Person vorläufig festgenommen worden sei.

Die Leiche wurde zunächst in einem blauen Zelt abgeschirmt. Laut Staatsanwaltschaft wurden Tatspuren am Körper sowie an der Kleidung entdeckt. Die Leiche des Mannes sollte obduziert werden. 

Fund von Waffe und Fahrrad möglicherweise in Spree

Die Polizei war am Freitag zwischenzeitlich mit bis zu 30 Einsatzkräften vor Ort. Sie habe Zeugen vernommen und Spuren gesichert, hieß es. Am Mittag waren auch ein Hubschrauber und die Wasserschutzpolizei an der Suche nach dem Täter und möglichen Spuren beteiligt. 

Am Freitagabend hieß es, Taucher der Polizei hätten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Tatwaffe, eine Pistole, am Holsteiner Ufer in der Spree gefunden. Der Ort liegt nur einige hundert Meter vom Tatort im Kleinen Tiergarten entfernt. Auch das Fahrrad soll dort gefunden worden sein. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte sich dazu am Freitag nicht äußern.

Sendung: Inforadio, 24.08.2019, 20:30 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Ich nehme an, der Forist fragt an, warum es den Behörden nicht gelungen ist, den ausreisepflichtigen Ausländer abzuschieben.
    Denn bekannt ist, dass der RRG Senat die gesetzlichen Abschieberegeln nicht umsetzt.

  2. 2.

    Gibt es irgendeinen Zusammenhang zwischen dem Lommentar des selbsternannten "Berliner Retter" und dem Artikel?
    Nein! Nur sinnfreies Rumstänkern!

  3. 1.

    Was muss noch passieren in Berlin bis RRG merkt mit Kuschelkurs erreicht man keine Sicherheit.

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