Polizeiaktion zur 2006 vermissten Georgine Krüger (Bild: imago images/Bernd Friedel)
Audio: rbb 88,8 | 09.08.2019 | Simone Augustin | Bild: imago images/Bernd Friedel

Mordprozess am Landgericht Berlin - Georgines Mutter berichtet von großem Leid

Die Mutter der mutmaßlich ermordeten Georgine hat am Freitag im Prozess ausgesagt. Ihre Familie leide bis heute unter dem Verschwinden des Mädchens, sagte sie. Der Verlust habe sowohl sie als auch ihren Sohn krank gemacht.

Die Mutter der verschwundenen Berliner Schülerin Georgine Krüger hat im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter ausgesagt.

Das Verschwinden ihrer Tochter vor fast 13 Jahren sei ein Schicksalsschlag, der die ganze Familie verändert habe, sagte die 55-Jährige. Sie selbst sei durch den Schock erkrankt und leide bis heute unter massiven psychischen Problemen. Auch ihr Sohn sei "seelisch kaputt". Sie habe in all den Jahren kontinuierlich Kontakt zur Polizei gehalten und nie die Hoffnung aufgegeben, dass ihre Tochter noch am Leben sei.

Angeklagter verweigert die Aussage

Vor dem Berliner Landgericht muss sich ein 44-Jähriger verantworten. Ihm wird zur Last gelegt, im September 2006 das damals 14-jährige Mädchen in einen Keller seiner Moabiter Wohnung gelockt, vergewaltigt und erwürgt zu haben. Die Leiche wurde bis heute nicht gefunden.

Das rätselhafte Wegbleiben von Georgine war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland. Erst 2017 waren Kriminalisten durch Funkzellenauswertungen und verdeckte Ermittlungen auf den Angeklagten gekommen. Ihm wird Mord zur Verdeckung einer anderen Straftat und schwere Vergewaltigung zur Last gelegt. Der seit Dezember 2018 inhaftierte Mann soll gegenüber einem verdeckten Ermittler Täterwissen offenbart haben. Im Prozess verweigerte er bisher die Aussage.

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