Polizeieinsatz in Neukölln nach Messerangriff, 17.08.2019 (Quelle: rbb/Morris Pudwell)
Video: Abendschau | 17.08.2019 | Bild: rbb/Morris Pudwell

Dutzende Schaulustige in Neukölln - Streit zwischen Clan-Mitgliedern legt Straßenverkehr lahm

Bei einer schweren Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern zweier arabischstämmiger Großfamilien in Berlin-Neukölln ist ein Mann durch einen Messerstich schwer und ein weiterer leicht verletzt worden.

Autos durch fliegende Flaschen beschädigt

Ein Großaufgebot der Polizei musste anrücken, weil der Konflkt noch ein zweites Mal auf der Straße aufflammte. Das teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit. Die Auseinandersetzung, die viele Schaulustige beobachteten, habe den Verkehr am Einsatzort demnach zeitweise lahmgelegt.

Die Beteiligten hatten sich am Freitagabend gegen 21 Uhr zunächst in einem Café in der Fuldastraße gestritten. Später verlagerte sich die Auseinandersetzung auf den Gehweg vor dem Lokal. Nach Zeugenangaben sollen dabei auch Flaschen geflogen sein, die mehrere Autos beschädigt haben. Ein 46-Jähriger habe eine Schnittwunde am Arm erlitten, er sei von den herbeigerufenen Rettungskräften stationär behandelt worden. Ein 40-Jähriger sei mit einer Stichverletzung im Rücken ins Krankenhaus gekommen, wie die Polizei mitteilte.

Karl-Marx-Straße vorübergehend gesperrt

Später am Abend, gegen 23 Uhr, trafen die Streitenden auf der Karl-Marx-Straße in Höhe der Fuldastraße erneut aufeinander. Die Polizei, die erneut anrücken musste, habe die Gruppen getrennt. Laut Angaben der Behörde hielten sich zeitweise bis zu 100 Schaulustige am Einsatzort auf. Trotz mehrfacher Aufforderungen weigerten sich viele Personen, die Fahrbahn zu räumen. Die Polizei musste die Karl-Marx-Straße deshalb vorübergehend für den Verkehr sperren und sprach mehrere Platzverweise gegen Gaffer aus.

Eine Sprecherin rechnete erst ab Beginn der kommenden Woche mit ersten Erkenntnissen zu den Hintergründen. Dann sollen die Beteiligten des Streits verhört werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.08.2019, 15 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Die Gesetze, von denen wir sprechen, wurden nicht auf Schrifttafeln am Berg Sinai gefunden. Man kann sie ändern. Dazu bedarf es der richtigen Mehrheiten in den Parlamenten (hier vor allem im Bundestag) und entsprechender Rechtauffassung bei den Gerichten. Wie auch deren Meinungen bzw. Rechtsauslegungen (bis hin zum Bundesgerichtshof und zum Bundesverfassungsgericht) sich ändern können, dafür gibt es zahlreiche Beispiele.

  2. 11.

    Eine sehr interessante Rechtsauffassung!
    Ich stelle mir gerade die juristischen Konsequenzen und den daraus resultierenden Strafvollzug vor; wäre es denn dann in Ihren Augen nicht besser es gäbe wieder die Todesstrafe?

  3. 10.

    Warun kostet ein Auto Geld? Die Maschinen und Roboter sind doch sowieso da und die Arbeiter bekommen ihren Lohn auch wenn keine Autos verkauft werden?

  4. 9.

    Die adligen Großfamilien lachen doch über unseren Staat und die Polizei. Leider kann man sie nicht des Landes verweisen. Diese Leute werden immer Ärger machen.

  5. 6.

    Angriffe mit einem Messer oder auch mit einer Flasche sind für mich auf jeden Fall versuchter Mord und sollten entsprechend geahndet werden.

  6. 5.

    In dieser Zeit,die die Polizisten mit den Clans vertun, können diese andere Aufgaben nicht wahrehmen bzw. müssen von vornherein mhr Kräfte bereit gehalten werden. So sammeln sich Abertausende von Überstunden an, die zu gesundheilichen Lasten der Polizisten gehen bzw. irgndwann bezahlt werden müssen.

  7. 4.

    Die arabischen Großfamilien lachen doch über unseren Staat und die Polizei. Leider kann man sie nicht des Landes verweisen. Diese Leute werden immer Ärger machen.

  8. 3.

    Schade um das Porto. Offiziell verdienen die mit ihren diversen Bars und Geschäften doch nichts pfändbares oder leben gleich von Hartz IV. Die teuren übermotorisierten Karren gehören immer irgendwelchen Verwandten oder Bekannten.
    Das Schlimme ist, dass wir alle neben den hohen Einsatzkosten für die Polizei auch noch die exorbitanten Kosten für das Gesundheitswesen zahlen müssen, nur weil die Clans meinen, ihre Reviere mit Waffengewalt abstecken zu müssen. Wahrscheinlich müssen hier erst noch Unschuldige, Unbeteiligte zu Schaden oder gar ums Leben kommen, bevor die Politik wirklich aufwacht.

  9. 2.

    Wo genau entstehen denn Kosten für solch einen Einsatz?
    Die Polizisten sind doch normal im Dienst und bekommen eh ihr Gehalt.

  10. 1.

    Super, die Clan`s gehen aufeinander los und wie zahlen den Großeinsatz der Polizei von unseren Steuergeldern. Man sollten diesen Clan`s die Rechnung schicken.

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