Der Tiefe See vor dem Babelsberger Schloss. Quelle: imago
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Anhaltende Trockenheit - Potsdam verbietet Wasserentnahme aus Seen und Flüssen

In Potsdam darf bis auf Weiteres kein Wasser mehr aus Flüssen, Seen, Kanälen und Gräben gepumpt werden. Das hat die Untere Wasserbehörde der Stadtverwaltung am Freitag mit einer Allgemeinverfügung angeordnet. Vorläufig soll die Verfügung bis zum 30. September gelten. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit gehe die Stadtverwaltung davon aus, dass die Wasserstände im Stadtgebiet noch mindestens bis in den Herbst hinein niedrig blieben. Wer dennoch Wasser entnimmt, um etwa ein Grundstück zu sprengen, muss mit hohen Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen.

"Auch wenn die einzelnen Wasserentnahmen meist nicht sehr groß sind, so summieren sie sich auf hohe Wassermengen", hieß es in einer Mitteilung vom Freitag. "Dadurch sind die Gewässer zusätzlichem Stress ausgesetzt, der sich unter anderem im Rückgang der Wasserstände, sowie im vermehrten Algenwachstum und Fischsterben auf Grund von Sauerstoffmangel auswirken kann." Die Flüsse Havel und Nuthe führen der Stadt zufolge momentan weniger Wasser als gewöhnlich.

Landkreise in Brandenburg untersagen Wasserentnahmen

In den vergangenen Wochen hatten Landkreise in Brandenburg reihenweise Verfügungen erlassen, die Bürgern die Wasserentnahme aus Seen, Flüssen und Kanälen untersagen. Erst hatten die Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und die kreisfreie Stadt Cottbus Einschränkungen in der Entnahme von Oberflächenwasser, beispielsweise zum Gießen von Kleingärten, ausgesprochen.

Der Landkreis Elbe-Elster folgte am 12. Juli. Der Landkreis Märkisch-Oderland appellierte in der vergangenen Woche zum Wassersparen und wies daraufhin, dass eine Genehmigung notwendig sei, um Wasser mittels Pumpem aus Flüssen, Seen oder anderen Oberflächengewässern zu entnehmen. Und auch wenn eine Erlaubnis vorliege, solle derzeit zwischen 6 und 21 Uhr kein Wasser entnommen werden, da dann die Verdunstungsverluste am höchsten seien.

Sendung: Inforadio, 09.08.2019, 17 Uhr

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