Überfüllte Glascontainer in einem Berliner Hinterhof (Quelle: imago/Bernd Friedel)
Audio: Inforadio | 19.08.2019 | Oliver Soos | Bild: imago/Bernd Friedel

Mehr öffentliche Container - Erste Altglas-Tonnen werden aus Hinterhöfen abgeholt

Seit Montag werden die ersten Altglascontainer von Berliner Privatgrundstücken abgeholt. Bis Anfang kommenden Jahres sollen rund 30.000 Tonnen, also ein Drittel aller Berliner Glastonnen, aus den privaten Höfen verschwinden.

Der Senat und die für Berlin zuständigen Recycling-Dienstleister ("Duales System") wollen damit erreichen, dass Altglas stärker als bisher in die großen Sammelcontainer an den Straßen eingeworfen wird.

400 neue öffentliche Container

Dazu sollen 400 neue Sammelcontainer auf öffentlichen Plätzen aufgestellt werden. Von Senat und Abfallwirtschaft heißt es, dass bei diesen Containern unter anderem die Glastrennung besser funktioniere. So stünden auf privaten Grundstücken in der Regel nur Tonnen für weißes und buntes Glas. Braunes und grünes Glas würden in einer Tonne landen und müssten im weiteren Verlauf wieder getrennt werden.

Betroffen sind vor allem der Berliner Westen und Südwesten, wo ein Großteil der privaten Altglastonnne stehen, also Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf.

In der Vergangenheit waren Vorstöße für weniger Altglas-Tonnen und mehr zentrale Glas-Sammelstellen in Berlin gescheitert. Zuletzt hatte das Berliner Abgeordnetenhaus 2017 derartige Pläne abgelehnt.

Sendung: Inforadio, 19.08.2019, 8 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Dann in den Restmüll. Auch keine Thema. Wegen eine leeren Olivenölflasche geh ich doch nicht zum Sammelcontainer. Und Platz zum Sammeln von Altglas habe ich in meiner Wohnung nicht.

  2. 8.

    Stimmt. Aber so deutlich darf man das natürlich nicht sagen. Der RBB illustriert diesen Vorgang ja auch mit einem Bild, das uns einreden soll, die Tonnen auf den Hinterhöfen würden überquellen, und deshalb würde sich auch noch haufenweise um sie rundherum das Altglas ansammeln. Man setzt natürlich darauf, dass niemand nachdenkt: Wenn schon die Tonnen in den Hinterhöfen überquellen, wie soll das denn erstmal werden, wenn diese Tausende Tonnen "ersetzt" werden durch gerade mal vierhundert Container? Und wären Glasberge auf den Hinterhöfen nicht eigentlich weniger problematisch als Glasberge auf den Straßen?

  3. 7.

    Und dann trägt man die wieder nach Hause, wenn der Container voll ist. Oder schleppt den vollen Beutel mit zur Arbeit? Ich bin meist mit dem Rad unterwegs, da habe ich keinen Platz für sowas.
    Hier in Lichtenberg sind die hausnahen Tonnen ja schon ein paar Jahre weg. Ich werfe das Glas mittlerweile in den Restmüll. Rundum wird überall gebaut, für die vielen neuen Einwohner gibt es aber keine zusätzlichen Container. Also oft Container übervoll und drumherum auch alles vollgestellt. Dann fällt was um und geht kaputt, dann liegt der Gehweg voller Scherben ...

  4. 6.

    Was für eine blödsinnige Bevormundung. Nein, ich werde nicht mit alten Flaschen durch die Gegend wandern. Und haben sich Senatens mal die Dreckecken mit den Sammelcontainern angeschaut? Hier in Spandau sind das die reinsten Müllkippen. Da landen dann auch Fernseher und olle Matratzen. Super Idee!

  5. 5.

    Erst werden die großen Sammelcontainer abgeschafft, dann werden sie wieder aufgestellt.
    Das kostet ja alles nix.
    Erst wird den Haushalten eine sehr komfortable Lösung geboten, dann wird sie wieder weggenommen.
    Money makes the world go round...
    Scheinbar werden wir alle für stumpfe Menschen gehalten.

  6. 4.

    "Bottles in Yellow" - Flaschen in die Gelbe! So heißt die Devise ab sofort!

  7. 3.

    Das Einzige, was das Auslösen wird ist, dass das Glas wieder in der Restmülltonne landet. Da werde ich mein Glas jedenfalls in Zukunft reinwerfen, denn ich werde die schweren Gläser keine 10 Minuten zum nächsten Sammelcontainer schleppen.

  8. 2.

    Glas ist ein Wertstoff, mit dem die Abholer Geld verdienen. Sonst würden sie das nicht tun. Wenn sie das nicht mehr aus den Hinterhöfen holen, wollen sie auf unsere Kosten nur ihren Pofit erhöhen. Nichts anderes. Ich werde diese Profitmaximierung nicht unterstützen. Die gelbe Tonne ist ja auch noch da.

  9. 1.

    Glaubt der Senat ernsthaft, dass die Bürger jetzt mit ihren alten Flaschen durch die Gegend laufen. Es werden wieder vermehrt Flaschen im normalen Hausmüll und den gelben Tonnen landen. Einen Intelligenztest sollten die Verantwortlichen nie machen, sie währen enttäuscht.

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