Ein Dackel mit Regencape steht hinter seiner Besitzerin. (Quelle: imago/Seeliger)
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Unwettergefahr am Freitag - Die Hitze macht erst einmal Pause

Erleichterung für Landwirte, Gartenbesitzer und die Feuerwehren: Die heißen, trockenen Tage sind in Berlin und Brandenburg erst einmal vorbei. Schauer sind in den nächsten Tagen angesagt. Besonders ungemütlich soll es am Freitag werden.

Nach den heißen Monaten Juni und Juli, lässt es der August in Berlin und Brandenburg kühler und feuchter angehen. Schauer und Höchsttemperaturen von 25 oder 26 Grad erwarten die Meteorologen von MeteoGroup für die nächsten Tage.

Freitag wird neues Unwetter erwartet

Am Freitag droht sogar noch einmal ein Unwetter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen, wie Wetterexperte Alexander Fromm am Donnerstag rbb|24 sagte. Doch die Wucht des Unwetters vom Mittwochabend wird es nach seiner Einschätzung nicht erreichen. Allein in Berlin rückte die Feuerwehr mehr als 100 Mal wetterbedingt aus. In Brandenburg waren Stahnsdorf und Michendorf im Südwesten des Landes am stärksten betroffen, aber auch Bernau im Norden.

Badetauglich wird das Wetter in den kommenden Tagen wohl am ehesten am Sonntag, dann sind "Schauer und Gewitter am unwahrscheinlichsten", wie Fromm sagte. Zu Wochenbeginn machen sich dann dem Meteorologen zufolge wieder atlantische Tiefs auf den Weg in die Region und bringen Schauerwetter mit. Gerade in der zweiten Wochenhälfte soll es ungemütlicher werden.

Waldbrandgefahr deutlich gesunken

Das Nass von Oben sorgt auch für Entspannung in Brandenburgs Wäldern: Am Donnerstag galt in allen Landkreisen die niedrigste Gefahrenstufe 1. In den vorangegangenen heißen, trockenen Monaten war es immer wieder in Berlin und Brandenburg zu teils großflächigen Waldbränden gekommen. Bis Ende Juni wurden laut dem Landesbetrieb Forst 275 Waldbrände registriert, die Brandfläche beläuft sich demnach auf 1.100 Hektar. Zuletzt hatte es auf dem Truppenübungsplatz bei Jüterbog auf einer Fläche von mehr als 130 Hektar gebrannt.

Die Hitze in Deutschland hatte in der vergangenen Woche offenbar noch größere Ausmaße als zunächst bekannt. Einer abschließenden Auswertung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) zufolge wurden innerhalb von drei Tagen nicht nur 25 Mal Höchstwerte von 40 Grad und mehr gemessenen, sondern insgesamt 28 Mal. Das teilte der DWD am Donnerstag in Offenbach mit. In seiner vorläufigen Juli-Bilanz war der Wetterdienst am Dienstag noch von 25 Fällen ausgegangen. Der neue Deutschland-Rekord von 42,6 Grad in Lingen im Emsland habe aber Bestand. Der Sommer zeige deutlich, dass der Klimawandel an Fahrt aufgenommen habe, heißt es in dem Bericht.

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9 Kommentare

  1. 8.

    Wer im Jahr 2019 noch immer den Klimawandel und damit den Konsens aller bedeutenden Klimaforschungsinstitute weltweit in Frage stellt, verliert jede Glaubwürdigkeit und kickt sich selbst aus der Diskussion.

    Hier noch mal schön anschaulich:
    https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-11/klimagipfel-in-katowice-klimawandel-fakten-mythen-globale-erwaermung-wissenschaft

    Und wenn das nicht hilft: Bitte Alu-Hut abholen!

  2. 7.

    "Die Hitze macht erst einmal Pause" ..... die Klimawandel-Hysterie auch?
    Ich kann es nehmlich nicht mehr hören, die täglichen Horrornachrichten vom nahenden Ende der Menschheit.

  3. 6.

    Zur CDU!

    Sind schon seit über einem Jahrzehnt an der Macht.

    Und entdecken jetzt den sogenannten Klimawandel.
    Wow!!! Starke Leistung

    Aber den sogenannten Klimawandel hat die CDU vielleicht nur entdeckt, weil die Angst vor einem Grünen Kanzler in der CDU gewachsen ist.

    Das kann man eben nicht mal aussitzen, so wie andere Probleme.
    Wie gesagt, sehr starke Leistung aus den letzten ca 14 Jahren Regierungsverantwortung

  4. 5.

    Ja, Klimawandel. Unsere Wälder gehen gerade hops, sogar die CDU hat das gemerkt und wird aktiv (Klöckner macht's möglich). Nur weil es sich gerade "normal" anfühlt und zeigt ist das kein Zeichen für normales Wetter. Die Trockenperioden dauern immer länger, das weiß doch nun jedes Kind. Wollen Sie Ihren SUV und die schönen Fernreisen nicht aufgeben oder woher die Realitätsverweigerung?

  5. 4.

    Klimawandel ???

    Im Sommer sollte es warm sein!

    Jetzt regnet es alle zwei Wochen!

    Dann wird der Sommer 2018 als Beispiel genannt, für extreme Trockenheit.

    Dabei wird der Sommer 2017 sehr gerne vergessen, wo es sehr viel geregnet hat.

    Klimawandel ???

    Eher nicht, das nennt man Wetter. Und das ist nicht immer identisch von Jahr zu Jahr.

    Also bitte nicht immer gleich Klimawandel schreien und Konsequenzen fordern.

  6. 2.

    Der Sommer macht keine Pause, sondern die widernatürlich Hitze- und Dürreperiode! Temperaturen um die 25 Grad und hauptsächlich Sonnenschein und blauer Himmel sind sehr sommerlich und eigentlich normal für diese Jahreszeit, daran ändern auch die teils heftigen, aber kurzen Schauer und Unwetter nichts. Temperaturen um 37 bis 40 Grad im Schatten und weit über 20 Grad Nachts, die wir zuvor hatten, sind nicht "sommerlich", sondern katastrophal!

    Mir ist schon öfters aufgefallen, dass die rbb-Nachrichten die extrem hohen Temperaturen als "sommerlich" usw. verniedlichen und sobald das Thermometer unter 30 Grad fällt, wird dann so getan als sei der Winter ausgebrochen....

  7. 1.

    Seltsam,warm,sonnig mal ein Gewitter-wo lieber RBB macht der Sommer ne Pause ?

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