Schultafel am Einschulungstag (Quelle: imago images/MEV)
Audio: rbb 88.8 | 12.08.2019 | Andreas Marschner | Bild: imago stock&people/MEV

Unterrichtsstart für Erstklässler - Schulbeginn für 33.800 Berliner Kinder

Eine Woche nach dem Ende der Sommerferien hat in Berlin auch für die Erstklässler der Unterricht begonnen. 33.800 Kinder bekamen am Montagmorgen ihre Schultüten. In vielen Schulen sowie Familien gab es bereits am Samstag Feiern für die Erstklässler.  

Manche Klassen über Maximalzahl

Insgesamt gibt es in Berlin laut Bildungsverwaltung rund 410 Grundschulen in öffentlicher und freier Trägerschaft. Nicht alle Kinder konnten nach Angaben aus den Bezirken auf ihrer Wunschschule aufgenommen werden. Einige Eltern haben dagegen geklagt, daher laufen etliche Verfahren vor Verwaltungsgerichten. Manche erste Klassen haben mehr Schüler als die vorgesehene Maximalzahl von 26. Grund ist ein Mangel an wohnortnahen Schulplätzen in einigen Stadtteilen.

Kostenloses Mittagessen an allen Grundschulen

Eine Herausforderung für viele Grundschulen ist das kostenlose Mittagessen, das zum neuen Schuljahr vom Senat eingeführt wurde, um jedem Schüler der ersten bis sechsten Klasse eine warme Mahlzeit am Tag zu ermöglichen. An vielen Schulen nehmen nun mehr Kinder am Essen teil, was unter anderem Platznot zur Folge hat. An etlichen Schulen wurden Übergangslösungen gefunden, zudem wird in Schichten gegessen. Neu ist auch die kostenlose Hortbetreuung in der ersten und zweiten Klasse. 

In Brandenburg waren die Erstklässler bereits am 3. August eingeschult worden.

Sicherheit auf Schulwegen gefordert

Die Polizei wird wie jedes Jahr in der Nähe den Verkehr in der Nähe der Schulen stärker kontrollieren. Die Eltern-Initiative "Sicher zur Schule" forderte Senat und Bezirke auf, für sichere Schulwege zu sorgen. Dafür müsse ein Mindeststandard festgelegt werden, sagte die Gründerin der Initiative, Karin Hieronimus, am Montag im rbb. Sie verlangte, die gesamte Verkehrsplanung danach auszurichten, dass Kinder sich sicher bewegen können.
 

Sendung: Inforadio, 12.08.2019, 06.30 Uhr

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10 Kommentare

  1. 9.

    Heute ist übrigens der "Kinderüberzuckerungstag". D.h., Kinder und Jugendliche haben bereits heute ihren jährlichen maximalen Zuckerbedarf erreicht. Das stellte die Verbraucherorganisation "Foodwatch" fest. Viel Zucker macht viel krank und unruhig. So kann man nicht gut lernen. In den Schulen werden für ABC-Schützen-Eltern bei den Einschulungsfesten schon Zettel verteilt, wie gesunde Pausenernährung aussehen sollte. Soviel zum Thema "Zuckertüte" ;-)

  2. 8.

    Die körperliche Fitness eines Kindes hat schon eine große Bedeutung und hat indirekt auch mit der Schulbildung zu tun. Kinder, die viel und regelmäßig Zucker konsumieren haben oft Konzentrationsschwierigkeiten und neigen zum Zappeln. Ungünstig in der Schule. Übergewichtige Kinder werden häufig gemobbt und immer mehr Kinder haben Probleme mit dem Blutdruck und sind gefährdet Diabetes zu entwickeln. „Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“, schonmal gehört?^^ Also so unwichtig ist das Thema Zuckertüte nicht, zumal der User recht hat, ein wenig berlinerische Traditionspflege darf ja wohl gestattet sein ;-)

  3. 7.

    Bestimmen Sie jetzt, wer sich um was sorgen darf? Und wer sagt Ihnen denn, dass wir uns nicht um die anderen Belange auch sorgen? Zumal das ja aus unserem Kommentar sogar herauszulesen ist. Thema verfehlt, nochmal lesen, bitte!^^

  4. 6.

    Deswegen hieß sie schon immer bei uns Schultüte. Und auch mein Enkel bekam vorgestern keine Zuckertüte. Sondern sinnvolle, kleine Schulartikel sowie ein Buch, eine CD und eine Spardose. Das Nachzeug, das darin war, war qualitativ hochwertig und in der Menge überschaubar. Naschen mit Verstand. @NA: An der Schule meines Enkels gibt es von 3 Stationen aus Schulwegbegleitung, vom Förderverein der Schule mit Eltern organisiert. Für Erst- und Zweitklässler. Vorbildlich!

  5. 5.

    So lange man sich um die Begrifflichkeit der Tüte sorgen macht und nicht um den Zustand der Schulen und des Bildungssystem kann es noch nicht schlecht genug sein.

  6. 4.

    Wir haben nochmal nachgeschaut: Zuckertüte und Schultüte wird oftmals synonym verwendet, aber die Zuckertüte ist wohl eher regional verbreitet. Wir haben nun den Begriff ausgetauscht.

  7. 3.

    Na dann steigt ja wieder Zahl der Elterntaxis.
    Die Einschulungstüten nebst Inhalt sorgen selbstverständlich auch wieder für ne Menge Plastikmüll. :-(

  8. 2.

    Ohne jetzt den prozentualen Anteil von Süßigkeiten in den Tüten bei allen Kindern zu kennen, gehe ich davon aus, das dieser sehr hoch ist.
    Deshalb können diese Tüten als das bezeichnet werden, was sie sind, Zuckertüten.
    Zuckertüte klingt harmlos, wie wäre es mit Zuckerbombentüte.

  9. 1.

    Mag man jetzt kleinlich finden, aber ich finde es nicht gut, dass Schultüten überall nur noch "Zuckertüten" heißen. Schultüten sind immerhin eine berliner Erfindung und im Zeitalter von immer mehr übergewichtigen Kindern und Kariesproblemen oft schon bei Kita-Kindern, sollte man die Tüte nicht auf einen zuckrigen Inhalt reduzieren. Ja, es gibt schlimmere Probleme, aber wir möchten auch einfach mal darauf hinweisen, dass nicht alle berliner Traditionen einfach so wegfallen sollten. Allen Schülern einen positiven Start ins Schulleben. Die Bildungs-Situation ist angespannt, aber mit Fleiß und engagierten Eltern, die verbindlich unterstützen, kann alles gut funktionieren. Kopf hoch! :-)

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