Polizist mit Geschwindigkeitsmessgerät (Bild: imago images/Becker)
Audio: Inforadio | 05.08.2019 | Peter Klinke | Bild: imago images/Becker

Fokus auf Eltern-Taxis und E-Scooter - Polizei führt zum Schulstart intensive Kontrollen durch

E-Scooter und Eltern-Taxis: Seit Montagmorgen nimmt die Berliner Polizei die Schulwege von Kindern stärker ins Visier und führt in den ersten Schulwochen nach den Sommerferien intensive Kontrollen durch. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, dienen die Einsätze der Aufklärung sowie der Prävention. Darüber hinaus misst die Polizei auch die Geschwindigkeit der Autos und ahndet Falschparken vor den Schulgebäuden.

Vor allem die Kleinsten sind auf die Rücksichtnahme der anderen Verkehrsteilnehmer angewiesen. Wegen ihrer Unerfahrenheit und noch eingeschränkten Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeiten sind sie im Straßenverkehr besonders gefährdet.

Immer wieder beklagt die Polizei ein rücksichtsloses Verhalten von Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, das Befahren von Gehwegen mit Fahrrädern und E-Scootern oder auch die Tatsache, dass die Schulkinder in den sogenannten Eltern-Taxis nicht angeschnallt sind.

Autofahrer sollten daher generell mit einer Zunahme im städtischen Verkehr rechnen, so der Sprecher. Schwerpunkte seien an Autobahnkreuzen, Autobahnzufahrten und an großen Verbindungsstraßen im Stadtgebiet. Bis zum 16. August wollen die Beamten vor allem vor den Schulen die Erwachsenen an ihre Vorbildfunktion erinnern.

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13 Kommentare

  1. 13.

    Nun darf auch nicht jedes engagierte, bemühte Elternteil zum “Heli“ stilisiert werden. Ich weiß, das bezwecken Sie nicht, aber oft bekommt man hier Kommentare zu lesen, da sträuben sich einem die Nackenhaare. Denn man sollte schon ein verbindliches Interesse am Leben des Kindes zeigen und das nicht nur bis 14.^^ Das darf man nicht miteinander vermengen. Die Zeiten ändern sich und Eltern haben durch die vielen üblen Informationen aus den Medien mehr Ängste, als früher. Genauso wie mehr als die Hälfte der Schüler nicht schwimmen können, sind viele der Kinder fast nie alleine unterwegs. Teilweise bis in die Mittelstufe nicht. Diese eigentlich ganz selbstverständlichen Themen müssen Eltern wieder näher gebracht werden, so schräg einem das auch vorkommt. Und wer sein Kind nun unbedingt fahren muss, muss sich auch an die Gesetze halten. Ohne Wenn und Aber!

  2. 12.

    Wenn „Helikopter“ zu sein implizieren würde, seine Kinder lediglich etwas überzubehüten, sie aber zu sozialkompetenten, lebenstauglichen und bildungsnahen Erwachsenen werden zu lassen, ginge das noch an. Unsere Erfahrungen besagen aber oft etwas anderes. Die Heli-Eltern wollen die absolute Kontrolle, weil sie selber entweder eigene Kindheits-Traumata damit kompensieren möchten, oder völlig verunsicherte Menschen sind, die kein Bauchgefühl für Erziehung und das angebrachte Maß an Zuneigung haben. Das äußert sich oft an Erdrückung. Die Schüler, die immer nur chauffiert und überall hin begleitet werden, können keine eigenen Lebenserfahrungen machen und selbstständig werden. Am Anfang, 1. und 2. Klasse, läuft man bis zur Schule, damit das Kind das ab der 3. selber bewältigt. Und „keine Zeit“ ist ein Armutszeugnis. Früher aufstehen, besser planen. Die Verkehrssituation vor vielen Schulen ist absurd. Auch bei uns am Stadtrand.

  3. 11.

    Da ja viele Schulen gerade umgebaut werden, sollte man vielleicht Mal darüber nachdenken Rampen einzubauen. Dann können die "Heli-Eltern" ihre hochbegabten "Gottesgeschenke an die Menschheit", mit dem SUV bis ins Klassenzimmer fahren.

  4. 10.

    In dem Beispiel müßte die Polizei ja dann diese zentnerschweren Poller dabeihaben und eventuell auch einen Kran o.ä.
    Ich halte das für nicht praktikabel, denn die Polizei fährt nicht nur VW Bulli sondern auch kleinere Autos; wird schwierig.

  5. 9.

    Bin voll bei Ihnen. Es wird auch jedes Jahr zum Schuljahresbeginn über diese Zustände bundesweit an Schulen morgens berichtet. Keinen Meter kann gelaufen werden, es ist immer Hetze und Eile, nur noch zum Kopf schütteln. Die ehem. Grundschule meiner Kinder möchte den ganze Bereich vor dem Schultor deswegen zum Halteverbot machen und das OA soll ein paar Wochen morgens „Wache“ schieben. Antrag läuft. Denn das Absolute ist ja auch keine Hürde mehr...

  6. 8.

    @rbb Rücksichtsvolles Radfahren auf dem Gehweg in Begleitung der Kinder ist ausdrücklich erlaubt und zur sicheren Verkehrserziehung ebenso erwünscht wie die Begleitung zu Fuß! In der Polizeipressemitteilung ist von der Vorbildfunktion von Erwachsenen und deren Fehlverhalten generell die Rede:
    ", das unzulässige (!) Befahren von Gehwegen mit Fahrrädern und (neuerdings auch) E-Scooter sowie das unaufmerksame Überschreiten von Fahrbahnen zu Fuß. Leider muss auch immer wieder festgestellt werden, dass Kinder in Fahrzeugen nicht ordnungsgemäß mit den vorgeschriebenen Rückhalteeinrichtungen gesichert sind. ..."
    @rbb Ist vielleicht auch von der Polizei unglücklich formuliert. Doch die radfahrenden Eltern mit Kindern sollten nicht verunsichert werden.
    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.833848.php

  7. 7.

    @ Ordnungsamt & Polizei Können bitte auch alle Fußgänger-Furten auf den Schulwegen von falsch geparkten Autos befreit werden. Konsequentes Abschleppen oder sichern mit Pollern führt zu sichereren Schulwegen, weil die Kinder dann den Verkehr sehen können - und selbst auch besser gesehen werden können!

  8. 6.

    Dazu kommt, dass solche gehetzten SUV-Eltern bereits auf dem Weg andere gefährden. Als Fahrradfahrer in der Nähe von Schulgeländen kann man die Male kaum noch zählen, in denen man bedrängt, zu dicht und schnell überholt wird (kurz vor der Kreuzung an der dann eh abgebogen wird), in denen einem die Vorfahrt genommen wird usw. "Eltern-Taxis" passt da vortrefflich, denn viele Taxifahrer sind hier ebenso schlechte Vorbilder.

  9. 5.

    Der User hat nicht alle über einen Kamm geschoren. Er schrieb „viele“ und „die“ Eltern, die sich so verhalten. Und ich kann das nur bestätigen. Es werden immer mehr. Ich wohne am Stadtrand und arbeite in der Innenstadt. Es kommt nur aufs Zeitmanagement an. Da wir nur ein Familienauto haben, begleite ich die Kinder bis zum Schultor und muss dann oft mit der BVG weiter, weil meine Lebensgefährtin das Auto braucht. Und umgekehrt. Das geht. Ich frage mich immer öfter, wie die Menschen das bis vor ein paar Jahren hinbekommen haben.^^

  10. 4.

    Großer Irrtum. Habe selber Kinder und bereits Enkel. War jahrelang an den Schulen meiner Kinder ehrenamtlich aktiv, nicht nur als Elternvertreter. Das sind realistische Beobachtungen, die ich an den Schultoren meiner Kinder (und jetzt Enkel) machen konnte und noch kann. Zudem wurde das auf vielen Elternabenden, leider vergeblich, immer wieder thematisiert. Die Bequemlichkeit der Menschen insgesamt wird immer größer und das spiegelt sich auch in diesem Bereich sehr deutlich wieder.

  11. 3.

    Harte, aber wahre Worte. Die Grundschule bei uns ist morgens zwischen 7:30 und 8h ein heilloses Chaos. Obwohl von engagierten Lehrern, Eltern und Schülern jedes Jahr organisiert, nehmen kaum Eltern den „Schüler-Begleiservice“ in Anspruch. Dieser beinhaltet eine Strecke von nicht einmal 100m, Treffpunkt ist ein riesiger, immer leerer Discounter-Parkplatz. Anstatt etwas früher aufzustehen, dort kurz zu halten und das Kind die paar Meter zum Schultor zu begleiten, oder dem Service das Kind zu übergeben, fahren alle in die kleine, enge Strasse, drängeln, hupen, schimpfen. Das Kind wird dann vor dem Schultor schnell-schnell aus dem Auto gelassen, es müssten die Feinstaubwerte dort mal gemessen werden. Es ist völlig absurd und peinlich, wie viele Eltern sich verhalten.

  12. 2.

    So kann nur einer schreiben, der selbst keine Kinder hat und alle Eltern über einen Kamm schert.
    Statt Eltern konstruktiv und an den richtigen Punkten zu unterstützen, werden Eltern von der Gesellschaft gebasht. Das fängt beim Stillen in der Öffentlichkeit an und hört beim vermeintlichen Besserwissen auf.
    Ja es gibt Helikoptereltern die am Besten 24/7 bei ihren Kindern sein wollen. Aber es gibt auch normale Eltern, die durch Zeitdruck in Verhaltensmuster fallen die gefährdend werden können.
    Kinder sind die Zukunft und nicht nur freitags, ergo sollten Eltern und Kinder mehr unterstützt werden, an den richtigen Punkten und nicht mit der Gießkanne.
    Das könnte zum Beispiel sein, dass Eltern mit Klein- oder schulpflichtigen Kindern Arbeitszeit gutgeschrieben bekommen, weil Kita und Schule nicht immer wohnortnah sein müssen, Hauptsache man hat einen Platz ergattert und statt dessen gibt es eine halbe Weltreise durch die Stadt.
    Ich weiß wovon ich schreibe.

  13. 1.

    Ja ja...am Anfang wird eine große Welle geschoben. Besonders kurz nach den Einschulungen am 1. Samstag nach Schulbeginn. Und dann läuft es wie immer. Dass nicht mehr Kinder umgefahren werden, ist ein Wunder. Diese faulen, unorganisierten Eltern, die es nicht schaffen, 5 Minuten früher aufzustehen und ein pasr Meter zu laufen. Und es stinkt bis zum Himmel. Die Gesellschaft degeneriert immer mehr. Das sollen liebende Eltern sein? Viele sind nichts mehr als bequeme Egoisten. Amen.

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