Gruene Punkte, Verkehrsberuhigung, Bergmannstrasse, Kreuzberg, Berlin (Quelle: dpa/Schoening)
Bild: dpa/Schoening

Testlauf beendet - Parklets und grüne Punkte in Berlin-Kreuzberg kommen weg

Nach rund einem Jahr Testlauf sollen die umstrittenen Parklets in der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg ab nächster Woche abgebaut werden. "Der Abbau wird drei Wochen dauern", teilte Bezirksamtssprecherin Sara Lühmann auf Anfrage von DPA mit. Damit werde ein Beschluss der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) umgesetzt. Auch die grünen Punkte an mehreren Stellen der Fahrbahn sollen nun wieder abgetragen werden. Die Markierungen sollten der Verkehrsberuhigung dienen und hatten viel Spott auf sich gezogen.

Die Bergmannstraße als Begegnungszone

Parklets sind Aufenthaltszonen mit Sitzgelegenheiten und Pflanzen. Sie wurden Ende 2018 im Rahmen eines von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanzierten Modellprojekts aufgebaut. In sogenannten Begegnungszonen sollen in der Straße durch Umbauten der Autoverkehr reduziert und mehr Platz und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. In Berlin polarisieren solche Areale seit längerem.

Ob die Parklets womöglich zurückkommen, steht noch nicht fest. Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden nach Bezirksangaben Ende des Jahres erwartet, 2020 soll dann die BVV entscheiden. "Eine perfekte Lösung, bei der die Interessen aller Beteiligten abgedeckt werden, wird es sicherlich nicht geben", schreibt der Bezirk im Internet.

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18 Kommentare

  1. 18.

    Nächstes Jahr wird dann getestet ob rosa Punkte besser funktionieren...

  2. 17.

    Das CO2, was die Pflanzen über Jahrtausende aus der Atmosphere gezogen haben das holen wir wieder aus der Erde heraus und verbrennen es, dadurch gelangt mehr CO2 in die Atmosphäre als der natürliche Kreislauf verkraften kann. Auch ohne uns wird es CO2 geben.

  3. 16.

    1,6 Millionen insgesamt! Bisher! Dafür hätte man dringendere Projekte wie den Ausbau des ÖPNV starten können als sich im Kreuzberger Klein-Klein zu verzetteln. Die von Ihnen genannten Summe sind nur die Straßenmalereien.

  4. 15.

    Mühli aus Kreuzberg, ich bin sehr oft dort auf Durchreise gewesen. Die ersten Parklets sahen grauenhaft aus, die grünen Punkte waren einfach nur ein Witz. Die Arbeiter, die dort gewerkelt haben, hätten in der Zeit auch in Schulen und Kindergärten eingesetzt werden können. Das wäre Sinnvoll gewesen. Seitdem die Straße verändert wurde, hatte ich das Gefühl, Radfahrer waren noch mehr gefährdet. Herr Schmidt hat sich ja in Sendungen und Interviews total uneinsichtig gezeigt, er hat Recht und die Anderen haben nichts zu sagen. In der Schönhauser hat sich die Begeisterung auch in Grenzen gehalten. Wahrscheinlich fehlen die grünen Punkte.

  5. 14.

    Wie im Kindergarten... wir backen uns erst mal einen Sandkuchen und dann pflanzen wir einen Gummibärchenbaum.
    Ich frag mich, wo kommt denn das ganze CO2 her, das heute im Erdöl, Erdgas, Bäumen Moren etc steckt.. das werden die Pflanzen doch nicht etwa über Jahrtausende aus der Atmosphere gezogen haben. Ist doch quasi CO2 neutral.
    Wenn wir kein CO2 mehr produzieren, ist irgendwann keins mehr in der Atmosphere, da die Pflanzen alles aufnehmen, dann gibt's ne Eiszeit. Ich weiß, dass man in Gewächshäuser CO2 einleitet, damit die Pflanzen besser wachsen und in Gewächshäusern ist es auch wärmer.

  6. 13.

    Ich möchte keine Erfahrungen mit der Vernichtung von Infrastruktur durch Steuergelder sammeln. Dass das grober Unfug ist, ist mir auch ohne Erfahrungen bewusst. Dazu reicht gesunder Menschenverstand. Dass sowas im Desaster endet, sehen wir an der Börsen-Bahn. Ja ich war auch öfter da und habe den Irrsinn gesehen.. niemand will da an der Straße sitzen, höchstens als Gag mal da gesessen zu haben.
    Einfach mal für 2 Wochen alle Straßen für alle Sperren. Auch für Versorgung, Müll und Radfahrer..., die ja alles einfach so mitbenutzen, ohne einen Cent beizutragen. Euer Ökogejammer ist so, als würdet ihr über Backöfen jammern aber Brot essen wollen. Ohne Autos gäbe es kaum Straßen und damit auch kaum Buslinien und Radwege auch nicht.
    Bin gespannt, wenn die ersten Zeitungen und Bücher dran glauben müssen, weil dafür Bäume gefällt werden.
    Der Natur juckt ein Klimawandel gar nicht, die hat schon mehrere durch. Sondern dem bequemen Menschen wird's unbequem.

  7. 12.

    bei den Grünen bekommen der Ausdruck "das Geld liegt auf der Straße" eine ganz neue Dimension... ist ja nicht deren Geld, sondern unser Geld, das da verprasst wird.

  8. 11.

    Mehr als 146.500 Euro verballert. puh.

  9. 10.

    Bla, bla, bla..... Natürlich geht hier in den Kommentaren sofort wieder das Genöhle los. "Geldverschwendung" uns so.
    Leute - ist es nicht eine sehr gute Idee, Erfahrungen im Umbau zu einer Zukunftsstadt zu gewinnen? Ist es nicht sinnvoll, auszuprobieren? Das kostet halt mal ein paar Tausend-€, sichert aber eine weitere Planung ab!

    Und alle Negativ-Kommentar-Schreiberlinge: Wart ihr da? Seit ihr durch den Bergmann-Kiez gegangen. Habt Ihr vielleiht sogar mal im Parklet im Original gesehen? Nein? Nur Empörungs-Blabla nachgeplappert? Dachte ich mir...

    Ich denke mal: Vor Ort werden viele den Vesuch vermissen (auch die anfangs eher krittischen Betrachter) , wenn jetzt wieder alles "autogerecht" wird.
    Danke für den Versuch - es war nicht übel - weiter so!

  10. 9.

    Worauf fahren denn Ihre Busse und Straßenbahnen und worauf werden Ihre Radwege gepinselt? Auf Straßen ! Ohne Straßen keine Häuser und ohne Häuser keine Städte. Die Grünen sind Realitätsverweigerer und beratungsresistent.
    Es gibt nur einen Unterschied. Während die Autofahrer ihre Verkehrswege (und diverse Sozialleistungen) überfinanzieren, beteiligen sich schwere, die Straßen zerstörenden Busse und Bahnen wie auch Fahrräder mit NULL % an diesen Kosten. Im Tierreich würde man sowas parasitär nennen.

  11. 8.

    Kann Berlin das Geld nicht einfach in Ruhleben verbrennen lassen?

  12. 7.

    Zum Glück wurden keine Steuergelder verschwendet.

  13. 6.

    Sie sind doch die Dame, die gegen Fahrzeuge auf den Straßen, jeder Art ist.
    Man kann es wirklich übertreiben.
    Wir können nicht zurück ins Mittelalter und alles per Pferd beliefern lassen.
    Ausserdem ist diese ganze Geschichte ein teurer Flopp gewesen.
    Die Grünen dürfen ja unsere Steuergelder zum Fenster raus werfen.

  14. 4.

    Aber um jeden Winkel der Republik mit Auto-Strassen zu überziehen, um ja jedes Haus und jeden Hauseingang mit einer Auto-Strasse zu beglücken, dafür ist GELD da.

  15. 2.

    Wieseo Abbau?
    Warum werden sie nicht auf ganz Berlin erweitert?

  16. 1.

    wir haben ja genug GELD---teurer "Test"lauf

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