Berliner Polizisten in der Kreuzberger Yorckstraße (Bild: imago images/Schoening)
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Großangelegte Razzia - Polizei geht gegen mutmaßliche Schleuser vor

In einer koordinierten Aktion ist die Polizei am Donnerstag gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen und hat dazu Dutzende Gebäude durchsucht. Die Beamten durchsuchten in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 33 Objekte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Dabei seien neun Vietnamesen wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthaltes festgenommen worden.  

In Berlin wurden demnach Geschäftsräume und Wohnungen in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Lichtenberg und Mitte durchsucht, in Brandenburg waren zwei Objekte betroffen. An den Durchsuchungen waren bundesweit 170 Bundespolizisten beteiligt, in Berlin kamen 110 Beamte der Hauptstadt-Polizei hinzu, in Brandenburg waren es 20 der Landespolizei.

Scheinehen und fingierte Vaterschaften

Den Tatverdächtigen wird gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern vorgeworfen. Sie sollen in zehn Fällen mit Scheinehen und fingierten Vaterschaftsanerkennungen den Migranten ein Aufenthaltsrecht in Deutschland verschafft haben. Die Ermittler stellten umfangreiche Beweismittel sicher, darunter Unterlagen, Datenträger und Mobiltelefone. Außerdem beschlagnahmten sie einen fünfstelligen Bargeldbetrag.  

Schon seit März 2017 wird gegen die vietnamesischen und deutschen Beschuldigten ermittelt. ein Objekt in Sachsen, zwei Objekte in Nordrhein-Westfalen sowie ein weiteres Objekt in Mecklenburg-Vorpommern.

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1 Kommentar

  1. 1.

    So etwas ist schon lange überfällig und muss viel öfter gemacht werden.
    Das Vertrauen der Bürger, was die Behörden und die Regierung angeht, wird immer geringer.

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