Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen im Bereitstellungsraum zusammen. In Potsdam werden fünf Weltkriegsbomben entschärft. (Quelle: dpa/Julian Stähle)
Bild: dpa/Julian Stähle

Sperrkreise aufgehoben - Bombenentschärfungen in Potsdam erfolgreich beendet

Um genau 15:49 Uhr war es soweit: Wie die Stadt Potsdam über Twitter meldete, ist die Entschärfung von fünf Weltkriegsbomben durch den Kampfmittelräumdienst abgeschlossen. Die Sperrkreise im Bereich der Michendorfer Chaussee sind aufgehoben.

Der Kampfmittelräumdienst des Landes Brandenburg hat am Mittwoch in Potsdam fünf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Um 15:49 Uhr meldete die Stadt über Twitter, dass die Entschärfung erfolgreich beendet wurde und beide Sperrkreise im Süden der Stadt aufgehoben wurden.

Drei der fünf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Potsdam wurden am Mittwochmittag westlich der Michendorfer Chaussee entschärft. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurde der erste Sperrkreis danach aufgehoben, etwa 800 Menschen können zurück in ihre Wohnungen. Sie hatten am morgen das gesperrte Areal verlassen müssen. Der Sperrkreis verlief etwa 800 Meter um den Fundort herum [Karte der Stadt Potsdam].

Betroffen waren auch die Bewohner einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen, Sportplätze sowie mehrere Mehr- und Einfamilienhäuser entlang der Templiner Straße und auf der Insel Hermannswerder. Mit der Entschärfung der beiden Bomben östlich der Michendorfer  Chaussee wurde am Nachmittag dann auch zweiter Sperrkreis wieder geöffnet, der in einem Waldgebiet eingerichtet wurde. Für diesen müssen keine Anwohner ihre Häuser verlassen.

Dem ersten Sperrkreis folgt ein zweiter

Die fünf jeweils 250 Kilogramm schweren Blindgänger wurden bei der systematischen Kampfmittelsuche im Süden der Stadt gefunden. Sprengmeister Mike Schwitzke hatte für seinen Einsatz am Mittwoch Unterstützung von zwei Auszubildenden bekommen.  

Die Michendorfer Chaussee, entlang der die Bomben gefunden worden waren, war selbst nicht von den Sperrungen betroffen, allerdings war es am Vormittag andernorts zu Einschränkungen im Straßenverkehr gekommen.

Restaurant Preußenschenke dient als Ausweichquartier

Die Havelinsel Hermanswerder, die zum Teil mit im westlichen Sperrkreis lag, konnte mit Auto oder Bus nicht erreicht mehr werden. Der Fährtakt werde deswegen verstärkt, wie die Stadtverwaltung erklärte. Die Buslinien 694 und 607, die während der Sperrung gar nicht mehr verkehrten, nahmen ihren Betrieb nach Öffnung des Sperrkreises wieder auf.

Während des Einsatzes hatte das Restaurant Preußenschenke sowohl als Ausweichquartier für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner als auch als Lagezentrum für die Einsatzkräfte gedient. 

Seit 1990 wurden 200 Bomben mit einem Gewicht von mehr als 100 Kilogramm in der Landeshauptstadt gefunden. Etwa 300 Helferinnen und Helfer aus der Stadtverwaltung, von der Berufs- und den freiwilligen Feuerwehren, der Polizei und der Bundespolizei werden am Mittwoch im Einsatz sein, um unter anderem die Sperrkreise abzusichern.

Karte: Potsdam Sperrkreis (Quelle: rbb24)

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.09.2019, 19.30 Uhr

Sprengmeister Mike Schwitzke entschärft Brandenburg

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1 Kommentar

  1. 1.

    Das ist doch mal eine gute Nachricht.
    Danke an alle die diese Hinterlassenschaften beseitigen.

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