Hells Angels 2018 vor dem Brandenburger Tor (Quelle: imago images/M. Czapski)
Bild: imago images/M. Czapski

Kundgebung vor Brandenburger Tor - Hells Angels wollen gegen "Kuttenverbot" demonstrieren

Die Rockerbande Hells Angels will erneut gegen das Verbot ihrer Abzeichen demonstrieren. Am 14. September wollen die Rocker dazu am Nachmittag mit einem großen Motorrad-Korso durch Berlin fahren.

Angemeldet für einen "Aufzug mit Motorrädern" von Berlin-Biesdorf bis Großer Stern, beantragt von einer Einzelperson, seien für diesen Tag, einen Samstag, 400 Teilnehmer, sagte eine Pressesprecherin der Berliner Polizei rbb|24 am Montagvormittag auf Nachfrage. Die Rocker selbst laden für diesen Tag im Internet zur Demo gegen "Kuttenverbot" und "Abschaffung der Vereinsfreiheit" ein.

Demo-Motto lautet "Freedom is our Religion"

Die dpa berichtet, am frühen Abend sei eine Kundgebung am Brandenburger Tor geplant. In einer Ankündigung stehe, erwartet würden von den Veranstaltern zwischen 1.000 und 1500 Teilnehmer. In den vergangenen beiden Jahren waren allerdings nur jeweils zwischen 400 und 500 Rocker, oft auf schweren Harley-Davidson-Motorrädern, dabei.

Das Motto der Demonstration lautet "Freedom is our Religion" (deutsch: Freiheit ist unsere Religion). Laut einem seit 2017 geltenden Gesetz dürfen die Hells Angels, deren Mitglieder schon häufig als Kriminelle aufgefallen sind, Vereinsabzeichen wie den geflügelten Totenkopf nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen. Daran hielten sie sich in den vergangenen Jahren.

Grund für die Regelung war, dass Vereinigungen insbesondere im Bereich krimineller Rockergruppierungen einen "Deckmantel für vielfältige Formen der schweren und organisierten Kriminalität" bieten können.

Staat, Gesetze und Polizei werden nicht akzeptiert

Die Hells Angels akzeptieren den Staat, die Gesetze und die Polizei nicht. Nach Einschätzung der Polizei sind sie besonders im Rauschgifthandel, bei der Schutzgelderpressung und der Zuhälterei aktiv. Bereits seit Ende 2014 sitzen einige Mitglieder der Gruppe auf der Anklagebank in einem Mordprozess vor dem Berliner Landgericht.

Wenige Wochen nach der Demonstration im vergangenen Jahr fand die Polizei bei einer Razzia gegen die Berliner Hells Angels diverse Waffen.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Das ist ja ein Witz sondersgleichen. Gerade in Berlin, wo die Hells Angels fast nur mit Mord und Totschlag Schlagzeilen gemacht hatten.
    Hier in NRW haben Hells Angels und Bandidos eine jahrzehntelange schöne Rockerkultur mit ihrer Gewalt vernichtet und die Clubs zwangsaufgelöst oder "verschlungen". Das soll "Freedom is our religion" sein ??
    Klar, Freiheit bei der neuzeitigen "Migrantenbande", aber bloß keine Freiheit bei kleineren lokalen Clubs.
    Ich war jahrelang kuttentragender Supporter der Hells Angels, bin auf Parties gefahren und, und, und. Aber nachdem sämtliche Traditionsclubs von den hohen Herren vernichtet wurden, sehe ich diese Rockerkultur mit anderen Augen. Es dreht sich tatsächlich nicht mehr ums Motorradfahren, sondern nur noch um Macht- und Gebietsansprüche.
    Das man sich unter Rockern mal was haut, war normal. Aber wenn sich heutzutage es sich nur darum dreht, den anderen zu "vernichten" (Töten, Verstümmeln), dann sind wir fernab der ursprünglichen Rockerkultur.

  2. 1.

    Na mit dem Motto kommt man bestimmt in Richtung Bundesverdienstkeks.
    Klingt ja richtig heimelig und nach Kuschelkurs, wie nett.
    Ist ja ein richtiger Charityclub geworden, oder?

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