Ein Bewohner eines Seniorenpflegeheims bietet in Berlin einem Mopsmischling ein Leckerli an. (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)
Bild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Vorschlag von Linken-Politiker - Der erste Hund soll für Arme steuerfrei sein

Wer in Berlin einen Hund hält, muss Steuern zahlen: 120 Euro jährlich für den Ersthund, 180 Euro für jeden weiteren. Menschen, die Grundsicherung oder Harz IV beziehen, können sich das oft kaum leisten. Ein Linken-Politiker will das ändern.

Um Berliner Hundehalter mit geringem Einkommen zu entlasten, sollte die Hundesteuer zum Teil gestrichen werden. Das sagte der rechtspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke, Sebastian Schlüsselburg, am Freitag dem rbb. Wer Grundsicherung oder Arbeitslosengeld bezieht, sollte für den Ersthund keine Steuern mehr zahlen müssen, so Schlüsselburg. Er werde einen entsprechenden Vorschlag seiner Fraktion vorbereiten.

"Ein Hund ist kein Aufwand, sondern für viele Menschen der einzige Freund oder das einzige Familienmitglied", sagte der 36-Jährige. Die Koste für Futter oder medizinische Behandlung würde jedoch gerade Menschen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, oft überfordern. Der Regelsatz beim Arbeitslosengeld II zum Beispiel enthält lediglich knapp 40 Euro im Monat für Freizeit und Unterhaltung vor. "Das ist bedauerlich, denn ein Hund kann auch gegen die zunehmende Vereinsamung in Großstädten, gerade im Alter helfen", sagte Schlüsselburg. Er schlägt daher vor, das Hundesteuergesetz entsprechend zu ändern.

11 Millionen Euro Steuereinnahmen im Jahr

Der Ersthund kostet in Berlin 120 Euro pro Jahr, jeder weitere 180 Euro im Jahr. Ausgenommen sind zum Beispiel Blindenführhunde oder Rettungshunde. Wer einen Hund aus einem Tierasyl aufnimmt, zahlt im ersten Jahr keine Abgaben. Ausnahmen für Empfänger von Hartz IV oder Grundsicherung gibt es nur, wenn die Steuer existenzbedrohend wäre.

In Berlin gab es laut Senatsverwaltung für Finanzen im vergangenen Jahr 105.000 steuerpflichtige Hunde – rund 5.000 mehr als vor zehn Jahren. Die Zahl der steuerbefreiten Hunde ist hingegen drastisch gesunken: Von 4.400 im Jahr 2009 auf zuletzt knapp 2.000 im Jahr 2018. Die Einnahmen sind dagegen kontinuierlich gestiegen: Nahm Berlin durch die Hundesteuer vor zehn Jahren noch knapp 10,5 Millionen Euro ein, waren es 2018 bereits 11,7 Millionen Euro.

Die meisten Hunde sind bei den Finanzämtern von Reinickendorf, Spandau, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf registriert. Allein dort fallen pro Jahr jeweils mehr als eine Million Euro Steuereinnahmen an. Die meisten steuerbefreiten Hunde - genau 462 - leben in Lichtenberg.

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Antwort auf [Jemand] vom 07.09.2019 um 20:02
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53 Kommentare

  1. 53.

    Der LINKE schreibt: "Das ist bedauerlich, denn ein Hund kann auch gegen die zunehmende Vereinsamung in Großstädten, gerade im Alter helfen". Aha. Das ist ein Armutszeugnis f. Schlüssselburg u. die Menschen, die auf d. Funktonalisierung d. hilflosen Hunde glauben angewiesen zu sein, die nicht gefragt werden können, ob sie so u. so gezüchtet werden u. leben möchten!
    Hausstierzüchtung u. -haltung dient nicht dem Tierwohl u. hat nichts mit Tierliebe zu tun!
    Hier ein wunderbarer Text v. F.F.Weyh:
    Die Größe d Hunde- u. Katzenkolonien in unseren Städten kann man als direktes Maß für d. Entfremdung der Menschen nehmen. Während das Telefon die nötige Distanz in d. städtischen Überfüllung garantiert, befriedigen die handwarmen, felltragenden Haustiere alle körperlichen Sehnsüchte. Eine perfekte Lösung: Mit der rechten Hand den Hörer umklammernd, mit der linken den Hund kraulend, kann der Citoyen die peinlichen Bedürfnisse nach Nähe, Wärme, Geborgenheit am Tel. artikulieren....

  2. 52.

    In erster Linie werden die sog. Haustiere "intrumentalisiert" (!!!) und vielfältig funktionalisiert durch gedankenlose, bedürftige Menschen, die ein anderes Wesen besitzen wollen, das ihnen unconditional love entegegen bringt, nicht widerspricht, dem sie Befehle einbläue können und die flauschig ist. Über die armselige Psyche von Hundefesthaltern ist schon viel geschreiben worden. Was sind das eigentlich f. Leute, die Hunde, die durch Rotz und Spucke laufen, mit ins Bett nehmen...
    Die Sache m. den Ausscheidungen wird zu oft anderen überlassen, von den anderen Belästigungen, Gefahren und Störugen nicht zu reden.

  3. 51.

    Es geht nicht nur um Hundeexkremente und die Schäden durch die Hundepinkelei an alles, sich nicht bewegt, meist fremdes Eigentum! Es geht um die Belästigung (auch akustisch) u./od. Gefährdung der Öffentlchkeit nicht nur durch leinenlose Hunde und völlig gedankenfreie, verantwortungslose Hundebesitzer, die in erster Linie ihr eigenes Wohlfühlen im Sinn haben und nicht das der eingesperrten, domestizierten, teils verzüchteten Hunde. Tierliebe bedeutet, keine "Haustiere" zu kaufen u. einzusperren - und vor allem keine Tiere zu essen.

  4. 50.

    Wenn Ihr Tag wegen ein paar Hundehaufen ruiniert ist, legen Sie sich doch auf die Lauer und zeigen jeden Hundehalter an, der einen Haufen liegenlässt. Ich wünsche viel Spaß dabei. Nur müssen Sie dann natürlich damit rechnen, als Denunziant verschrieen zu sein. Sowas mögen die meisten Leute noch weniger als Hundekot.

  5. 49.

    Ach, nicht die Leier. Kinder werden immer dann hochgehalten, wenn sie instrumentalisiert werden können.
    Die katastrophale Gesamtsituation in Berlin interessiert nicht halb so sehr. Man könnte auch sagen: Wer Kinder liebt, setzt keine in die Welt, schon gar nicht in Berlin. Weil es hier weder gute Luft, noch geeignete Schulen noch ein kindgerechtes Umfeld gibt. Dafür Blechlawinen ohne Ende, marode Schulen, Mobbing, Drogen, Elend und Kriminalität - ein "toller" Start ins Leben. Ich weiß nicht, wie man das Kindern antun kann. Aber damit können Sie anscheinend ganz prima leben, wenn nur der eine oder andere Hundehaufen an einer Baumscheibe nicht wäre, gell? ;-)

  6. 48.

    Sie merken wohl gar nicht mehr, wie aggressiv Sie und Ihre Gesinnungsgenossen herüberkommen? Ich habe immer Rücksicht genommen und kenne eigentlich nur solche Hundehalter, die das auch tun. Aber Rücksicht ist keine Einbahnstraße. Wenn wir uns trotzdem anpöbeln lassen müssen, kann ich diejenigen langsam verstehen, die sich fragen, wozu sie eigentlich kilometerweit nach funktionierenden Mülleimern laufen sollen, während andere ringsherum alles vollmüllen und das scheinbar völlig in Ordnung geht. Wie soll man sich solchen Neid und Hass auf Hunde und deren Menschen erklären? Haben Sie keine Liebe erfahren? Hören Sie doch mal auf, mit fadenscheinigen Argumentationen die Freiheit anderer einschränken zu wollen und Lebewesen, die liebenswerter sind als Sie, als das Übel der Welt zu diskreditieren. Es gibt keine Kollektivschuld.

  7. 47.

    Und vor allen Dingen haben wir das Recht hundescheissefrei zu leben und Kinder sollten in Parks rennen und spielen können, ohne ständig auf Haufen achten zu müssen. Aber Bello und Fiffi und die Faulheit deren Halter sind natürlich wichtiger.^^ Eine weitere Diskussion scheint aussichtslos. Viele Hundehalter haben einfach den Bezug zur Realität verloren, das wird bei solchen Gelegenheiten immer klarer. Ich bin dagegen, dass es eine pauschale Steuerfreiheit gibt. Jeder Hund weniger ist Gold wert. Alles gut und Ende.

  8. 46.

    Hundehaufen "hinnehmen"? Sie Scherzkeks. Auf gar keinen Fall. Ich möchte nicht im Hundekacka-Land leben, wenn Sie das so prickeln finden, dann bitteschön. Und weil die Einen die Gesetzte brechen (Falschparker), muss man das Andere auch akzeptieren? Nö. Nicht in meiner Welt. Hunde raus aus Berlin. Es ist nur noch eklig. Und Ihre Positionierung zeigt deutlich, dass das auch der beste Weg wäre. Wir Bürger müssen vor der Schlamperei der Anderen geschützt werden. Ich bin raus, wird mir zu doof. Sie sind dermassen wutgesteuert, lesen nicht einmal, was andere schreiben und schlagen blundwütig um sich. Vielleicht würde Sie ein wenig mehr Kontakt zu Menschen, statt nur zum Hund, erden. Schade und tschüß.

  9. 45.

    Sie kommen hier zunehmend aggressiv rüber. Niemand schreibt Ihnen hier etwas vor. Haben Sie einfach Freude an Ihrem Hund, halten sich weiter an die Regeln und zahlen Ihre Hundesteuer und alles ist gut. Nur zur Erinnerung: Hier im Artikel geht es um die Abschaffung eben dieser Steuer für bestimmte Personenkreise. Das muss nicht jeder gut finden und die Gründe, warum manche es nicht tun, wurden Ihnen ausführlich dargelegt. Das sieht der Staat nämlich auch genau so. Wurde die Hundesteuer einst als Luxussteuer eingeführt, erfüllt sie inzwischen die Form einer Lenkungssteuer. Sie soll die Anzahl an Hunden in der Stadt begrenzen. Genau deshalb ist der Zweithund im Haushalt deutlich teurer als der erste und nicht preiswerter. Trotzdem steht es jedem frei, sich einen Hund zu halten, wenn er dies mit seiner persönlichen Wohnsituation vereinbaren kann und will. Insofern ist alles gut so, wie es ist.

  10. 44.

    Nehmen Sie es einfach hin, dass es viele Leute gibt, die Hunde mögen. Und zu denen gehören Sie definitiv nicht, sonst könnten Sie einen solchen anmaßenden Vorschlag gar nicht machen, der von Ignoranz nur so trieft. Das ist, als würden Sie Standesämter schließen wollen, da es schließlich einen Puff an jeder Ecke gibt. Nicht jeder Hundehalter ist einsam und nicht jeder sieht seinen Hund als Substitut für irgend etwas. Ob Sie es glauben oder nicht: Viele haben tatsächlich deshalb einen Hund, weil sie einen Hund möchten, auch wenn das für Sie unbegreiflich ist.

  11. 43.

    Und wenn Sie die paar Häuflein auch noch so sehr stören wie Sie behaupten. Dann hätten Sie das genauso hinzunehmen wie Sie Falschparker hinnehmen müssen und wie ich es hinnehmen muss, dass meine (und unsere) Atemluft durch unnötige Privatfahrzeuge verpestet und jeder freie Raum zugestellt wird (nein, ich bin kein Autohasser ;-).
    Hundehalter sind nämlich nicht Menschen zweiter Klasse. Wir haben genau das gleiche Recht wie jeder andere, so zu leben wie wir es wollen.
    Was Berlin nicht braucht, sind Leute wie Sie, die anderen sagen möchten, wie sie ihr Privatleben gestalten sollen.

  12. 42.

    Kein Mensch möchte in Sippenhaft genommen werden.Das ist verständlich.Kein User hat aber „alle“ oder „jeder“ geschrieben,im Gegenteil.Lesen Sie doch noch einmal. Warum ziehen Sie sich dann das Jäckchen an,wenn es nicht passt?Wenn ich z.b. über die sehr ärgerlichen Rad-Kamikazen auf Fußwegen lese,fühle ich mich auch nicht angesprochen,weil ich mich an die Gesetze halte.Das mit der Sippenhaft gilt dann aber auch für Sie ;-).Nicht jeder, äder gegen Hunde in der Großstadt ist,lehnt Hunde ab.Im Ländlichen hätte ich einen,bin damit aufgewachsen.Ich bin aber,dazu stehe ich auch,gegen Hunde in Berlin. Wer Kinder und Enkel hat und viel mit denen unternimmt,wird das verstehen können.Bleibt kaum (sauberer) Raum für Kinder.Daher bitte keine Hunde frei finanziert für sozial Schwache und Einsame.Ich sehe es wie viele andere: es bräuchte andere Maßnahmen.

  13. 41.

    Richtig.Wer es noch nicht kapiert hat,nicht jeder,der sich gegen Hunde in Berlin ausspricht,ist ein Hundehasser.Aber Hundekothasser.Und wenn der Kot nicht schlimm für Hundehalter ist,warum bleibt er dann so oft liegen?^^Klar,es ist einfacher anderen gegenüber beleidigend und unterstellend zu werden,als sein eigenes Verhalten zu reflektieren.Ein alter Hut. ;-)Auch ich fände es viel sinnvoller,mehr Begegnungsstätten für einsame Menschen einzurichten und dass die Leute einfach selber mehr aufeinander achten.In unserem Umfeld gibt es die Initiative,dass man die direkten Nachbarn im Auge behält,ihnen Unterstützung und z.b. Hilfe im Haushalt und Garten anbietet.Funktioniert.Hunde braucht hier keiner,wir freuen uns über jeden weniger,der unsere Hecken zerpinkelt.

  14. 40.

    Ich lasse mich nicht in Sippenhaft nehmen. Ich habe in 30 Jahren Hundehaltung noch nie einen Haufen liegenlassen (und übrigens auch sonst keinen Müll). Und das, obwohl das Einsammeln früher eher unüblich war. Vor etwa 10 Jahren noch haben sich die Leute sogar bedankt, wenn sie gesehen haben, wie jemand die Hinterlassenschaften aufhebt. Heute kommt das nur noch selten vor, da weniger Kot herumliegt und das Einsammeln nicht nur üblich, sondern Pflicht geworden ist. Auf dem Kudamm findet man so gut wie gar nichts. Trotzdem wurde ich neulich gelobt, weil ja im Gegensatz zu mir, alle Hundehalter "alles vollscheißen" lassen würden. Es war weit und breit kein Haufen zu sehen. Deshalb fragte ich den Herrn, wo denn "alles vollgeschissen" sei? Er machte eine Handbewegung: "Na überall." Deutlicher kann man nicht sagen, dass die "massive" Verschmutzung durch Hunde nur gefühlt ist. Wer Hunde nicht mag, dem fällt eben jeder Haufen dreifach ins Auge, während er den Müllberg daneben nicht sehen will.

  15. 39.

    Quatsch. Bloß weil es auch anderen Dreck gibt, ist der Hundedreck auf Strassen und Plätzen, in Parks und auf Spielplätzen, an Bäumen und vor Schulen und Kitas nur ein Vorwand? Völlig daneben. Doch, es geht um Hundekot und -urin. Und den mutet man uns zu. Anstatt den Ball flach zu halten, kommt der todlangweilige Spruch, man sei Hundehasser. Gähn. Solange sich so viele Hundebesitzer so asi benehmen, möchte man ungerne noch mehr Köter in Berlin. Nicht für Arme und nicht für niemanden. So ist das.

  16. 38.

    Es hetzt niemand. Man ist in dieser verkoteten und verpinkelten Stadt einfach nur noch verzweifelt. Es wäre ignorant und nicht korrekt, das anderen nicht zuzugestehen. Zumal, wie schon erwähnt, gibt es Bevölkerungsgruppen, die diesbezüglich völlig ignoriert werden. Kinder z.b. Mir ist völlig egal ob arm oder reich: bitte nicht noch mehr Hunde in dieser Stadt. Oder es muss ein unerschütterliches Konzept her, dass die Haufen beseitigt werden. Die Unterstützung für sozial schwache Menschen jetzt auf einmal an Hundehaltung festmachen zu wollen, ist lächerlich. Andere Maßnahmen wären viel wichtiger, um Leuten aus der Not und Einsamkeit zu helfen. Das hier ist doch wieder nur ein Wolkenkuckucksheim.

  17. 37.

    Dreck ist nur ein Vorwand. "Ich mag ja Hunde, aber.. " Nein, tun sie nicht. Denn sonst würde ihnen nicht entgehen, dass der meiste Dreck in dieser Stadt nicht von Hunden stammt. Die *meisten* Hundehalter verhalten sich sauberer als diejenigen, die Dreck, Müll, Kippen, Glasscherben, Rotz, Matratzen und was nicht noch alles auf den Boden werfen. Ganz zu schweigen von der ganzen Luftverschmutzung, die vielen Nicht-Autofahrern auch massiv auf den Geist geht. Aber das ist alles kein Thema, nur das bisschen Hundekot ist schlimm. Alles klar. Geben Sie mal die Suchbegriffe "Müll Berlin" in die Google-Bildersuche ein und dann sage nochmal einer, dass Hundehalter das verursachen. Manche laufen spät bei Minusgraden mit dem Beutel in der Hand mehrere Straßen ab auf der Suche nach einem Mülleimer, der *nicht* demoliert oder überfüllt ist und haben die Nase voll von solchen "Argumenten"!

  18. 36.

    "Jemand" hat völlig Recht. Das Forum quillt, generell beim Thema Armut sowie Arbeitslosigkeit, über mit verächtlichen, gängelnden, unsolidarischen Kommentaren. Man liest hier vielfach Sozialneid, der bis ins Absurdeste gesteigert wird u. dabei werden falsche Annahmen als zur Empörung berechtigende Wahrheiten verklärt.

    1. Niemand zahlt, auch jetzt nicht, für Hunde Anderer. Daher verbittet sich ein Dauerjammern über die achso hohen Lasten der achso viel für Andere zahlenden Steuerzahler*innen. Steuern zahlt man anteilig immer für sich selbst.

    2. Arbeitslosigkeit wird durch Lohnerwerbsarbeit und nicht Schuld oder Faulheit bedingt. Das sind abwertende Vorurteile, die tagtäglich v. Millionen Arbeitslosen widerlegt werden.

    3. Armut an sich ist grds. sozial exkludierend. Sie ist ursächlich zu bekämpfen.

    4. Sozio-ökonomischer Status hat keine Auswirkung darauf, ob man Hunde halten darf oder nicht. Gegen Hunde v. Reichen o. gegen diese selbst wurde auffälligerweise nicht gehetzt.

  19. 35.

    Es gibt so viele abgeschobene Hunde in Tierheimen. So lange diese überfüllt sind, braucht es nicht noch extra Anreize, sich ein Haustier anzuschaffen, schon gar nicht in dicht besiedselten Großstädten - egal ob für Arme oder Reiche.
    So gesehen, würde der Vorschlag aus meiner Sicht vielleicht Sinn machen, wenn die Steuer für Hunde aus Tierheimen für ärmere Leute ausgesetzt wird. Vielleicht auch generell eine gute Idee: Hundesteuer für normal erworbene Hunde rauf, für Tierheimhunde runter - das würde auch an die Verantwortung von "Tierliebhabern" appelieren.

  20. 34.

    Nach 40 Jahren mit Katzen, muss ich wegen einer Allergie jetzt auch verzichten. Zumal auch Katzen recht aufwändig sind, auch da fallen Tierarztkosten an und erst das Geschleppe wegen Futter und Streu. Zumal man auch öfter staubsaugen muss, besonders im Frühjahr. Für gehandicapte, behinderte oder ältere nicht so fitte Menschen, auch sehr überlegenswert, ob man sich das aufbürdet. Ich kann den Wunsch nach Fiffi und Bello verstehen, aber auch die Vorbehalte aller Menschen, unsere Stadt ist schon sehr kontaminiert. Die Vernunft sollte siegen und es sollte lediglich eine Steuererleichterung für bereits vorhandene Tiere geben. Wenn ein Mensch zudem derart vereinsamt ist, was passiert dann mit dem Hund, wenn er erkrankt, verstirbt oder einen Unfall hat?

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