Ein Bewohner eines Seniorenpflegeheims bietet in Berlin einem Mopsmischling ein Leckerli an. (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)
Bild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Vorschlag von Linken-Politiker - Der erste Hund soll für Arme steuerfrei sein

Wer in Berlin einen Hund hält, muss Steuern zahlen: 120 Euro jährlich für den Ersthund, 180 Euro für jeden weiteren. Menschen, die Grundsicherung oder Harz IV beziehen, können sich das oft kaum leisten. Ein Linken-Politiker will das ändern.

Um Berliner Hundehalter mit geringem Einkommen zu entlasten, sollte die Hundesteuer zum Teil gestrichen werden. Das sagte der rechtspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke, Sebastian Schlüsselburg, am Freitag dem rbb. Wer Grundsicherung oder Arbeitslosengeld bezieht, sollte für den Ersthund keine Steuern mehr zahlen müssen, so Schlüsselburg. Er werde einen entsprechenden Vorschlag seiner Fraktion vorbereiten.

"Ein Hund ist kein Aufwand, sondern für viele Menschen der einzige Freund oder das einzige Familienmitglied", sagte der 36-Jährige. Die Koste für Futter oder medizinische Behandlung würde jedoch gerade Menschen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, oft überfordern. Der Regelsatz beim Arbeitslosengeld II zum Beispiel enthält lediglich knapp 40 Euro im Monat für Freizeit und Unterhaltung vor. "Das ist bedauerlich, denn ein Hund kann auch gegen die zunehmende Vereinsamung in Großstädten, gerade im Alter helfen", sagte Schlüsselburg. Er schlägt daher vor, das Hundesteuergesetz entsprechend zu ändern.

11 Millionen Euro Steuereinnahmen im Jahr

Der Ersthund kostet in Berlin 120 Euro pro Jahr, jeder weitere 180 Euro im Jahr. Ausgenommen sind zum Beispiel Blindenführhunde oder Rettungshunde. Wer einen Hund aus einem Tierasyl aufnimmt, zahlt im ersten Jahr keine Abgaben. Ausnahmen für Empfänger von Hartz IV oder Grundsicherung gibt es nur, wenn die Steuer existenzbedrohend wäre.

In Berlin gab es laut Senatsverwaltung für Finanzen im vergangenen Jahr 105.000 steuerpflichtige Hunde – rund 5.000 mehr als vor zehn Jahren. Die Zahl der steuerbefreiten Hunde ist hingegen drastisch gesunken: Von 4.400 im Jahr 2009 auf zuletzt knapp 2.000 im Jahr 2018. Die Einnahmen sind dagegen kontinuierlich gestiegen: Nahm Berlin durch die Hundesteuer vor zehn Jahren noch knapp 10,5 Millionen Euro ein, waren es 2018 bereits 11,7 Millionen Euro.

Die meisten Hunde sind bei den Finanzämtern von Reinickendorf, Spandau, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf registriert. Allein dort fallen pro Jahr jeweils mehr als eine Million Euro Steuereinnahmen an. Die meisten steuerbefreiten Hunde - genau 462 - leben in Lichtenberg.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

53 Kommentare

  1. 53.

    Der LINKE schreibt: "Das ist bedauerlich, denn ein Hund kann auch gegen die zunehmende Vereinsamung in Großstädten, gerade im Alter helfen". Aha. Das ist ein Armutszeugnis f. Schlüssselburg u. die Menschen, die auf d. Funktonalisierung d. hilflosen Hunde glauben angewiesen zu sein, die nicht gefragt werden können, ob sie so u. so gezüchtet werden u. leben möchten!
    Hausstierzüchtung u. -haltung dient nicht dem Tierwohl u. hat nichts mit Tierliebe zu tun!
    Hier ein wunderbarer Text v. F.F.Weyh:
    Die Größe d Hunde- u. Katzenkolonien in unseren Städten kann man als direktes Maß für d. Entfremdung der Menschen nehmen. Während das Telefon die nötige Distanz in d. städtischen Überfüllung garantiert, befriedigen die handwarmen, felltragenden Haustiere alle körperlichen Sehnsüchte. Eine perfekte Lösung: Mit der rechten Hand den Hörer umklammernd, mit der linken den Hund kraulend, kann der Citoyen die peinlichen Bedürfnisse nach Nähe, Wärme, Geborgenheit am Tel. artikulieren....

  2. 52.

    In erster Linie werden die sog. Haustiere "intrumentalisiert" (!!!) und vielfältig funktionalisiert durch gedankenlose, bedürftige Menschen, die ein anderes Wesen besitzen wollen, das ihnen unconditional love entegegen bringt, nicht widerspricht, dem sie Befehle einbläue können und die flauschig ist. Über die armselige Psyche von Hundefesthaltern ist schon viel geschreiben worden. Was sind das eigentlich f. Leute, die Hunde, die durch Rotz und Spucke laufen, mit ins Bett nehmen...
    Die Sache m. den Ausscheidungen wird zu oft anderen überlassen, von den anderen Belästigungen, Gefahren und Störugen nicht zu reden.

  3. 51.

    Es geht nicht nur um Hundeexkremente und die Schäden durch die Hundepinkelei an alles, sich nicht bewegt, meist fremdes Eigentum! Es geht um die Belästigung (auch akustisch) u./od. Gefährdung der Öffentlchkeit nicht nur durch leinenlose Hunde und völlig gedankenfreie, verantwortungslose Hundebesitzer, die in erster Linie ihr eigenes Wohlfühlen im Sinn haben und nicht das der eingesperrten, domestizierten, teils verzüchteten Hunde. Tierliebe bedeutet, keine "Haustiere" zu kaufen u. einzusperren - und vor allem keine Tiere zu essen.

  4. 50.

    Wenn Ihr Tag wegen ein paar Hundehaufen ruiniert ist, legen Sie sich doch auf die Lauer und zeigen jeden Hundehalter an, der einen Haufen liegenlässt. Ich wünsche viel Spaß dabei. Nur müssen Sie dann natürlich damit rechnen, als Denunziant verschrieen zu sein. Sowas mögen die meisten Leute noch weniger als Hundekot.

  5. 49.

    Ach, nicht die Leier. Kinder werden immer dann hochgehalten, wenn sie instrumentalisiert werden können.
    Die katastrophale Gesamtsituation in Berlin interessiert nicht halb so sehr. Man könnte auch sagen: Wer Kinder liebt, setzt keine in die Welt, schon gar nicht in Berlin. Weil es hier weder gute Luft, noch geeignete Schulen noch ein kindgerechtes Umfeld gibt. Dafür Blechlawinen ohne Ende, marode Schulen, Mobbing, Drogen, Elend und Kriminalität - ein "toller" Start ins Leben. Ich weiß nicht, wie man das Kindern antun kann. Aber damit können Sie anscheinend ganz prima leben, wenn nur der eine oder andere Hundehaufen an einer Baumscheibe nicht wäre, gell? ;-)

  6. 48.

    Sie merken wohl gar nicht mehr, wie aggressiv Sie und Ihre Gesinnungsgenossen herüberkommen? Ich habe immer Rücksicht genommen und kenne eigentlich nur solche Hundehalter, die das auch tun. Aber Rücksicht ist keine Einbahnstraße. Wenn wir uns trotzdem anpöbeln lassen müssen, kann ich diejenigen langsam verstehen, die sich fragen, wozu sie eigentlich kilometerweit nach funktionierenden Mülleimern laufen sollen, während andere ringsherum alles vollmüllen und das scheinbar völlig in Ordnung geht. Wie soll man sich solchen Neid und Hass auf Hunde und deren Menschen erklären? Haben Sie keine Liebe erfahren? Hören Sie doch mal auf, mit fadenscheinigen Argumentationen die Freiheit anderer einschränken zu wollen und Lebewesen, die liebenswerter sind als Sie, als das Übel der Welt zu diskreditieren. Es gibt keine Kollektivschuld.

  7. 47.

    Und vor allen Dingen haben wir das Recht hundescheissefrei zu leben und Kinder sollten in Parks rennen und spielen können, ohne ständig auf Haufen achten zu müssen. Aber Bello und Fiffi und die Faulheit deren Halter sind natürlich wichtiger.^^ Eine weitere Diskussion scheint aussichtslos. Viele Hundehalter haben einfach den Bezug zur Realität verloren, das wird bei solchen Gelegenheiten immer klarer. Ich bin dagegen, dass es eine pauschale Steuerfreiheit gibt. Jeder Hund weniger ist Gold wert. Alles gut und Ende.

  8. 46.

    Hundehaufen "hinnehmen"? Sie Scherzkeks. Auf gar keinen Fall. Ich möchte nicht im Hundekacka-Land leben, wenn Sie das so prickeln finden, dann bitteschön. Und weil die Einen die Gesetzte brechen (Falschparker), muss man das Andere auch akzeptieren? Nö. Nicht in meiner Welt. Hunde raus aus Berlin. Es ist nur noch eklig. Und Ihre Positionierung zeigt deutlich, dass das auch der beste Weg wäre. Wir Bürger müssen vor der Schlamperei der Anderen geschützt werden. Ich bin raus, wird mir zu doof. Sie sind dermassen wutgesteuert, lesen nicht einmal, was andere schreiben und schlagen blundwütig um sich. Vielleicht würde Sie ein wenig mehr Kontakt zu Menschen, statt nur zum Hund, erden. Schade und tschüß.

  9. 45.

    Sie kommen hier zunehmend aggressiv rüber. Niemand schreibt Ihnen hier etwas vor. Haben Sie einfach Freude an Ihrem Hund, halten sich weiter an die Regeln und zahlen Ihre Hundesteuer und alles ist gut. Nur zur Erinnerung: Hier im Artikel geht es um die Abschaffung eben dieser Steuer für bestimmte Personenkreise. Das muss nicht jeder gut finden und die Gründe, warum manche es nicht tun, wurden Ihnen ausführlich dargelegt. Das sieht der Staat nämlich auch genau so. Wurde die Hundesteuer einst als Luxussteuer eingeführt, erfüllt sie inzwischen die Form einer Lenkungssteuer. Sie soll die Anzahl an Hunden in der Stadt begrenzen. Genau deshalb ist der Zweithund im Haushalt deutlich teurer als der erste und nicht preiswerter. Trotzdem steht es jedem frei, sich einen Hund zu halten, wenn er dies mit seiner persönlichen Wohnsituation vereinbaren kann und will. Insofern ist alles gut so, wie es ist.

  10. 44.

    Nehmen Sie es einfach hin, dass es viele Leute gibt, die Hunde mögen. Und zu denen gehören Sie definitiv nicht, sonst könnten Sie einen solchen anmaßenden Vorschlag gar nicht machen, der von Ignoranz nur so trieft. Das ist, als würden Sie Standesämter schließen wollen, da es schließlich einen Puff an jeder Ecke gibt. Nicht jeder Hundehalter ist einsam und nicht jeder sieht seinen Hund als Substitut für irgend etwas. Ob Sie es glauben oder nicht: Viele haben tatsächlich deshalb einen Hund, weil sie einen Hund möchten, auch wenn das für Sie unbegreiflich ist.

  11. 43.

    Und wenn Sie die paar Häuflein auch noch so sehr stören wie Sie behaupten. Dann hätten Sie das genauso hinzunehmen wie Sie Falschparker hinnehmen müssen und wie ich es hinnehmen muss, dass meine (und unsere) Atemluft durch unnötige Privatfahrzeuge verpestet und jeder freie Raum zugestellt wird (nein, ich bin kein Autohasser ;-).
    Hundehalter sind nämlich nicht Menschen zweiter Klasse. Wir haben genau das gleiche Recht wie jeder andere, so zu leben wie wir es wollen.
    Was Berlin nicht braucht, sind Leute wie Sie, die anderen sagen möchten, wie sie ihr Privatleben gestalten sollen.

  12. 42.

    Kein Mensch möchte in Sippenhaft genommen werden.Das ist verständlich.Kein User hat aber „alle“ oder „jeder“ geschrieben,im Gegenteil.Lesen Sie doch noch einmal. Warum ziehen Sie sich dann das Jäckchen an,wenn es nicht passt?Wenn ich z.b. über die sehr ärgerlichen Rad-Kamikazen auf Fußwegen lese,fühle ich mich auch nicht angesprochen,weil ich mich an die Gesetze halte.Das mit der Sippenhaft gilt dann aber auch für Sie ;-).Nicht jeder, äder gegen Hunde in der Großstadt ist,lehnt Hunde ab.Im Ländlichen hätte ich einen,bin damit aufgewachsen.Ich bin aber,dazu stehe ich auch,gegen Hunde in Berlin. Wer Kinder und Enkel hat und viel mit denen unternimmt,wird das verstehen können.Bleibt kaum (sauberer) Raum für Kinder.Daher bitte keine Hunde frei finanziert für sozial Schwache und Einsame.Ich sehe es wie viele andere: es bräuchte andere Maßnahmen.

  13. 41.

    Richtig.Wer es noch nicht kapiert hat,nicht jeder,der sich gegen Hunde in Berlin ausspricht,ist ein Hundehasser.Aber Hundekothasser.Und wenn der Kot nicht schlimm für Hundehalter ist,warum bleibt er dann so oft liegen?^^Klar,es ist einfacher anderen gegenüber beleidigend und unterstellend zu werden,als sein eigenes Verhalten zu reflektieren.Ein alter Hut. ;-)Auch ich fände es viel sinnvoller,mehr Begegnungsstätten für einsame Menschen einzurichten und dass die Leute einfach selber mehr aufeinander achten.In unserem Umfeld gibt es die Initiative,dass man die direkten Nachbarn im Auge behält,ihnen Unterstützung und z.b. Hilfe im Haushalt und Garten anbietet.Funktioniert.Hunde braucht hier keiner,wir freuen uns über jeden weniger,der unsere Hecken zerpinkelt.

  14. 40.

    Ich lasse mich nicht in Sippenhaft nehmen. Ich habe in 30 Jahren Hundehaltung noch nie einen Haufen liegenlassen (und übrigens auch sonst keinen Müll). Und das, obwohl das Einsammeln früher eher unüblich war. Vor etwa 10 Jahren noch haben sich die Leute sogar bedankt, wenn sie gesehen haben, wie jemand die Hinterlassenschaften aufhebt. Heute kommt das nur noch selten vor, da weniger Kot herumliegt und das Einsammeln nicht nur üblich, sondern Pflicht geworden ist. Auf dem Kudamm findet man so gut wie gar nichts. Trotzdem wurde ich neulich gelobt, weil ja im Gegensatz zu mir, alle Hundehalter "alles vollscheißen" lassen würden. Es war weit und breit kein Haufen zu sehen. Deshalb fragte ich den Herrn, wo denn "alles vollgeschissen" sei? Er machte eine Handbewegung: "Na überall." Deutlicher kann man nicht sagen, dass die "massive" Verschmutzung durch Hunde nur gefühlt ist. Wer Hunde nicht mag, dem fällt eben jeder Haufen dreifach ins Auge, während er den Müllberg daneben nicht sehen will.

  15. 39.

    Quatsch. Bloß weil es auch anderen Dreck gibt, ist der Hundedreck auf Strassen und Plätzen, in Parks und auf Spielplätzen, an Bäumen und vor Schulen und Kitas nur ein Vorwand? Völlig daneben. Doch, es geht um Hundekot und -urin. Und den mutet man uns zu. Anstatt den Ball flach zu halten, kommt der todlangweilige Spruch, man sei Hundehasser. Gähn. Solange sich so viele Hundebesitzer so asi benehmen, möchte man ungerne noch mehr Köter in Berlin. Nicht für Arme und nicht für niemanden. So ist das.

  16. 38.

    Es hetzt niemand. Man ist in dieser verkoteten und verpinkelten Stadt einfach nur noch verzweifelt. Es wäre ignorant und nicht korrekt, das anderen nicht zuzugestehen. Zumal, wie schon erwähnt, gibt es Bevölkerungsgruppen, die diesbezüglich völlig ignoriert werden. Kinder z.b. Mir ist völlig egal ob arm oder reich: bitte nicht noch mehr Hunde in dieser Stadt. Oder es muss ein unerschütterliches Konzept her, dass die Haufen beseitigt werden. Die Unterstützung für sozial schwache Menschen jetzt auf einmal an Hundehaltung festmachen zu wollen, ist lächerlich. Andere Maßnahmen wären viel wichtiger, um Leuten aus der Not und Einsamkeit zu helfen. Das hier ist doch wieder nur ein Wolkenkuckucksheim.

  17. 37.

    Dreck ist nur ein Vorwand. "Ich mag ja Hunde, aber.. " Nein, tun sie nicht. Denn sonst würde ihnen nicht entgehen, dass der meiste Dreck in dieser Stadt nicht von Hunden stammt. Die *meisten* Hundehalter verhalten sich sauberer als diejenigen, die Dreck, Müll, Kippen, Glasscherben, Rotz, Matratzen und was nicht noch alles auf den Boden werfen. Ganz zu schweigen von der ganzen Luftverschmutzung, die vielen Nicht-Autofahrern auch massiv auf den Geist geht. Aber das ist alles kein Thema, nur das bisschen Hundekot ist schlimm. Alles klar. Geben Sie mal die Suchbegriffe "Müll Berlin" in die Google-Bildersuche ein und dann sage nochmal einer, dass Hundehalter das verursachen. Manche laufen spät bei Minusgraden mit dem Beutel in der Hand mehrere Straßen ab auf der Suche nach einem Mülleimer, der *nicht* demoliert oder überfüllt ist und haben die Nase voll von solchen "Argumenten"!

  18. 36.

    "Jemand" hat völlig Recht. Das Forum quillt, generell beim Thema Armut sowie Arbeitslosigkeit, über mit verächtlichen, gängelnden, unsolidarischen Kommentaren. Man liest hier vielfach Sozialneid, der bis ins Absurdeste gesteigert wird u. dabei werden falsche Annahmen als zur Empörung berechtigende Wahrheiten verklärt.

    1. Niemand zahlt, auch jetzt nicht, für Hunde Anderer. Daher verbittet sich ein Dauerjammern über die achso hohen Lasten der achso viel für Andere zahlenden Steuerzahler*innen. Steuern zahlt man anteilig immer für sich selbst.

    2. Arbeitslosigkeit wird durch Lohnerwerbsarbeit und nicht Schuld oder Faulheit bedingt. Das sind abwertende Vorurteile, die tagtäglich v. Millionen Arbeitslosen widerlegt werden.

    3. Armut an sich ist grds. sozial exkludierend. Sie ist ursächlich zu bekämpfen.

    4. Sozio-ökonomischer Status hat keine Auswirkung darauf, ob man Hunde halten darf oder nicht. Gegen Hunde v. Reichen o. gegen diese selbst wurde auffälligerweise nicht gehetzt.

  19. 35.

    Es gibt so viele abgeschobene Hunde in Tierheimen. So lange diese überfüllt sind, braucht es nicht noch extra Anreize, sich ein Haustier anzuschaffen, schon gar nicht in dicht besiedselten Großstädten - egal ob für Arme oder Reiche.
    So gesehen, würde der Vorschlag aus meiner Sicht vielleicht Sinn machen, wenn die Steuer für Hunde aus Tierheimen für ärmere Leute ausgesetzt wird. Vielleicht auch generell eine gute Idee: Hundesteuer für normal erworbene Hunde rauf, für Tierheimhunde runter - das würde auch an die Verantwortung von "Tierliebhabern" appelieren.

  20. 34.

    Nach 40 Jahren mit Katzen, muss ich wegen einer Allergie jetzt auch verzichten. Zumal auch Katzen recht aufwändig sind, auch da fallen Tierarztkosten an und erst das Geschleppe wegen Futter und Streu. Zumal man auch öfter staubsaugen muss, besonders im Frühjahr. Für gehandicapte, behinderte oder ältere nicht so fitte Menschen, auch sehr überlegenswert, ob man sich das aufbürdet. Ich kann den Wunsch nach Fiffi und Bello verstehen, aber auch die Vorbehalte aller Menschen, unsere Stadt ist schon sehr kontaminiert. Die Vernunft sollte siegen und es sollte lediglich eine Steuererleichterung für bereits vorhandene Tiere geben. Wenn ein Mensch zudem derart vereinsamt ist, was passiert dann mit dem Hund, wenn er erkrankt, verstirbt oder einen Unfall hat?

  21. 33.

    Man hat den Eindruck, dass der LINKEN außer finanziellen Vorteilen für ihre Wählerschichten nichts einfällt und kein echtes Interesse am Beseitigen von Problemen besteht. Wer einen Hund als Menschen-Ersatz braucht, hat ein anderes Problem als die Hundesteuer, da helfen auch Geldgeschenke nicht.

  22. 32.

    Die meisten Kommentare sind weder gehässig noch voller Unverständnis. Unsinn. Sie sind argumentativ klar unterlegt. Viele Berliner haben nur die Faxen dicke vom Hundedreck. Und das ist wohl verständlich. Bevor Sie hier also User angehen, denken Sie doch zunächst über die Argumente nach. Wer denkt denn bitte an unsere Kinder in der Stadt? An vollgekotete Parks und zugepinkelte Spielplätze? Das ist doch Bigotterie. Ich schließe mich an: wer kein Geld für einen Hund hat, kann keinen haben. Sich auf 10-15 Jahre ein Haustier anzuschaffen, dass nicht finanzierbar ist, das geht gar nicht. Und jeder Hund weniger in dieser schmutzigen Stadt ist Gold wert. Die Linke soll erst für eine saubere Stadt sorgen, dann können sie ja wieder mit Ideen kommen. Das ist doch absurd.

  23. 31.

    Es existiert bereits eine Härtefallregelung für die Hundesteuer. Weitere Befreiungen sind nicht nötig!
    "Das Berliner Hundesteuergesetz sieht keine Vergünstigungen für Hundehalter, die Grundsicherungsleistungen oder Hartz IV beziehen, vor. Billigkeitsmaßnahmen mit dem Ziel des teilweisen oder vollständigen Erlasses der Hundesteuer sind nur im Rahmen des § 227 Abgabenordnung (AO) möglich. Die Erlassbedürftigkeit ist gegeben, wenn die Einziehung der Hundesteuer die wirtschaftliche oder persönliche Existenz des Steuerpflichtigen vernichten oder ernstlich gefährden würde. Steuerpflichtige, die Grundsicherungsleistungen oder Hartz IV beziehen, befinden sich oftmals in wirtschaftlicher Bedrängnis, so dass ein Antrag Ihrerseits nicht aussichtslos ist."
    https://www.berlin.de/sen/finanzen/steuern/informationen-fuer-steuerzahler-/faq-steuern/artikel.8848.php#9

    Die Zeit und Energie, einen Antrag zu stellen sollten die Betroffenen doch wohl haben.

  24. 30.

    Warum muss jmd., der nicht viel Geld mehr als ein Hund haben? Ich denke einen Hund als Gefährte ist völlig ok, aber die Kosten drum herum sollte man nicht vergessen. Mehr als ein Hund wird da schon ordentlich teurer und wer das Geld dafür nicht hat, muß halt darauf verzichten

  25. 29.

    Was kommt als nächstes? "Wozu müssen arme Leute Kinder haben. Ein Meerschweinchen tut es doch auch." ? Viele der Kommentare strotzen vor Gehässigkeit und Unverständnis. Sie zeigen deutlich, wie weit es mit der Entsolidarisierung in dieser Gesellschaft gekommen ist. Mich widert das an.

  26. 28.

    Katzen sind Balsam für die Seele. Leider habe ich eine Katzenallergie. Wenn es diesen „Impfstoff“ jetzt gegen diese Allergie gibt, könnte auch ich mir vorstellen eine Katze anzuschaffen.

  27. 27.

    Und jetzt schon höre ich das Geschrei, dass man nicht für andere bestimmen darf, was für Tiere man sich anschafft und blä. Aber unterm Strich waten wir täglich durch Müll, Kacke und Pisse. Meine Toleranzschwelle ist diesbezüglich weit unter Null. Bedanken können sich die ordentlichen Hundebesitzer bei den anderen. Man hat es so satt. Und jetzt ist der Herbst da und man muss noch vorsichtiger laufen, damit man Blätter nicht mit Häufchen verwechselt. Tiere in der Wohnung, bei Absturz in Hartz finanzielle Zuschüsse für absolut notwendige Tierarztbesuche, von mir aus. Aber keine weiteren Hunde in der Hundekacke-Hauptstadt. Und nein, ich habe nichts gegen Hunde. Sondern gegen deren Hinterlassenschaften, die stinken, nerven, krank machen können, Spielplätze und Parks versauen, alle anderen Bürger belasten und Bäume killen. Und da diese nunmal aus den Hunden kommen, hätte ich lieber keine Hunde in Berlin. Spaß und Freude am Hund haben Herrchen und Frauchen-den ekligen Rest wir anderen. Nein danke!

  28. 26.

    Lieber gar keine Hunde mehr in Berlin, damit irgendein grüner Halm mal wieder für die Menschen zur Verfügung steht.
    Oder in Laubhaufen springen im Herbst für Kinder. Kennen die gar nicht mehr, ist viel zu eklig. Und kotfreie Straßenränder.
    Ich liebe Tiere. Auch Hunde. Aber es gibt einfach zuviele verantwortunglose Hundehalter. Die versauen auch meine Welt. Das vergessen sie oft bei ihrer Faulheit. Hunde in Berlin geht gar nicht mehr. Weder für arm, noch für reich. Gibt so viele andere, tolle Haustiere, die indoor keinen anderen belästigen. Z.b. Katzen sind für einsame Menschen Balsam für die Seele.

  29. 25.

    Sie haben recht. Mit allem. Es gibt halt nicht nur schwarz/weiß. Wer unverschuldet in Hartz rutscht und schon einen Hund hat, sollte von der Steuer befreit werden. Das wäre nachvollziehbar. @Hanne: Nein. Die Hundesteuer ist leider nicht zweckgebunden. Viele Hundebesitzer denken übrigens immer noch, die würde für die Beseitigung der Haufen und die Verunreinigungen vom Urin abgestellt werden. Daher bin ich der Meinung, dafür müssten von Hundebesitzern sogar extra Abgaben gezahlt werden, da die restl. Bevölkerung unter dem liegengebliebenen Dreck tagtäglich leiden muss. @Marlis: Richtig. Meerschweinchen oder Katze täten es bei Einsamkeit doch auch. Muss es in Berlin nun ausgerechnet ein Hund sein? Spazierengehen kann man auch ohne.

  30. 24.

    Für alte Menschen, die Grundsicherung beziehen sicher eine gute Sache. Und alle mal besser als die Arbeitslager Fantasien in manchen Kommentaren.

  31. 22.

    Chris, ich kann Ihnen nur 100%ig zustimmen!

    Wenn ein Mensch so einsam ist und ein Tier der einzige Sozialpartner darstellt, stimmt doch an ganz anderer Stelle etwas nicht!
    Übrigens muss man, wenn man ein Tier haben möchte, keinen Hund halten. Es gibt Katzen, Meerschweinchen, Kanarienvögel, Bartagamen, Vogelspinnen ... alles steuerfrei.

  32. 21.

    Die spinnen die Linken. Es gibt auch Leute, die gehen arbeiten, haben nicht viel mehr als H4 und zahlen Hundesteuer. Langsam werden diese Menschen verarscht.

  33. 20.

    Dem kann ich nur zustimmen, wenn ich mir ein Haustier nicht leisten kann, muss ich drauf verzichten. Aber nicht dass die Allgemeinheit dafür zahlt. Geht's noch?

  34. 19.

    Arbeitsunwilligen??? Also prinzipiell bin ich ja bei Ihnen. Noch mehr Hunde, Hundedreck und Steuervergeudung ist z.zt. unnötig. Aber Ihre pauschale Abwertung von finanziell hilfebedürftigen Menschen ist respektlos. Das geht gar nicht.

  35. 18.

    weiter hundesteuer aber anstatt alles an hundesteuer an den staat? wo ein hund ja im krankheitsfall nichts von hat,besser von diesen 10 euro die hälfte 5euro jeden monat für den hund gegen krankheit versichern quasi finanzielles polster ansparen für tierartzt ec

  36. 17.

    Ich bin dagegen, dass Lebewesen als "Luxusgüter" angesehen und entsprechend besteuert werden. Hundesteuer sollte generell abgeschafft werden.

    Wenn man Arme von der Steuer befreit, schürt das, wie man sieht, nur Hass auf Hundehalter, die sich die Frechheit erlauben, ihren Job verloren zu haben. Nach Ansicht einiger *********** sollen nur Leute einen Hund halten, die ihr vieles Geld ohne Arbeit verdienen. Wenn überhaupt. Arme, Armgewordene und Armgemachte sollen gefälligst ihre "nutzlosen Köter" aussetzen, auch wenn die das einzige sind, was sie vom Leben haben.

  37. 16.

    ganz richtig: Bei den hohen Kosten für Hunde wäre ein Sozialhilfezusatzbetrag "Hund" die logische Schlussfolgerung dieses Vorschlags...mehr als Geld ausgeben können die Linken auch nicht.

  38. 15.

    Krass wie unwissend und dumm dreist hier völlig falsche Behauptungen rausgehauen werden - die Hundesteuer finanziert was genau?? Hunde?? Weit gefehlt liebe Freunde, die Hundesteuer ist nicht zweckgebunden sondern einfach nur eine zusätzliche Steuereinnahme, und sei es um die Diäten der Politiker zu erhöhen... und nein, bei diesen Diäten handelt es sich nicht um ein Kalorienzählprogramm...

  39. 14.

    Ich möchte manchen der Kommentatoren hier, die gegenargumentieren, den Gedanken nahelegen, dass so mancher Bezieher von ALG2 den Hund schon hat, bevor er/ sie in den Bezug gerutscht sind. Und das es auch keine Lösung sein kann, dass dann der Hund ins Tierheim abgeschoben, ausgesetzt oder eingeschläfert wird. Das Tier kann ja nichts für die Arbeitslosigkeit des Besitzers bzw. für das zu geringe Einkommen und kaum ein liebender Tierbesitzer würde sein Tier wegen der vorübergehenden Hilfebedürftigkeit abgeben. Es gibt auch einige Menschen, die direkt ALG2 erhalten, z. B. Azubis bei der Beendigung ihrer Lehre, die keinen direkten Jobanschluss finden, oder Selbstständige, die zB krank werden, und und und.(Die arme Rentneroma übrigens bekommt i.d.R. kein ALG2, sondern ergänzendes Sozialgeld, wenn die Rente nicht reicht - ALG2 bekommt sie höchstens übergangsweise.)

  40. 13.

    Das geht jetzt schon einen Tick zu weit. So wird der Unmut nur noch weiter gesteigert. Aber das System der Linken besteht ja scheinbar darin, die fleißig Arbeitenden gegen die Arbeitsunwilligen auszuspielen. Was bitte soll ich noch alles mit meinen Steuern finanzieren? Bildung, wirklich soziale Projekte - Ja! Sehr gern. Hunde, Bequemlichkeit - Nein! Auf keinen Fall.

  41. 12.

    Den Beitrag von Hase, kein Klarname? kommentier ich mal nicht. Ich finde die Idee sehr gut. Für viele Menschen ist das der einzige soziale Kontakt.

  42. 11.

    Sehe ich genauso.
    Hundesteuer, Tierarztkosten, Futter...wenns denn so knapp mit dem Geld ist, sollte man vernünftigerweise verzichten. Vielleicht kann man über z.b. Nachbarschafts.de berufstätige Hundebesitzer beim Gassi gehen unterstützen, da liest man öfter mal derartige Anfragen. Dann könnte man Kontakt zum Tier haben und hat keine finanziellen Verpflichtungen. Den ohnehin schon hundekotgebeutelten Bürgern dieser Stadt jetzt das noch aufbürden zu wollen, finde ich unangemessen. Erstmal mehr OA auf die Strassen, um den Hundedreck zu dezimieren und die Leinenpflicht durchzusetzen.

  43. 10.

    Und ab dem dritten Hund, gibt es dann "Hundegeld" vom Staat. ;)

    Wer sich die Hundesteuer nicht leisten kann, der kann sich auch die übrigen Kosten, die ein Hund so verursacht, nicht leisten.

    Und es mag ja sein, dass die Steuereinnahmen in Berlin hoch sind, aber anstatt das Geld für unnötige Wohltaten zum Fenster rauszuwerfen, sollte man es doch lieber in die Schuldentilgung stecken - Berlin ist immernoch extrem hoch verschuldet.

  44. 9.

    Nicht das drängendste Problem in Berlin, aber dennoch ein begrüssenswerter Vorschlag.

    Noch besser, den H4 Satz endlich bedarfsgerecht zu berechnen ohne miese Rechnungstricks. Dann wäre so was erst gar nicht nötig.

  45. 8.

    Ich glaub mein Schwein pfeift, jetzt soll ich noch für die Köter anderer zahlen?

  46. 7.

    Ich bin eindeutig ein Hundefreund. Aber von dem Vorschlag für H4 Empfänger die Hundesteuer abzuschaffen halte ich nichts. Ein Haustier bringt Verpflichtungen mit die mit der Integrationspflicht am Arbeitsmarkt kaum in Einklang zu bringen sind. Ich würde eine Art Sozialpass für Arme besser finden. Dieser müsste stark verbilligten Einlass(75% verbilligt) in Museen, Theater, Schwimmbäder, geförderte Kurse bei Volkshochschulen),Öffis, sowie freie Benutzung aller Bibliotheken gewährleisten.

  47. 6.

    Ein guter Vorschlag! Der typische "Oma-Hund" ist ja quasi therapeutisch zu sehen. Beim Kampfhundfreund mit Hang zu Profilierungsfahrten trotz Hartz-IV-Bezug sehe ich das aber etwas differenzierter.

  48. 5.

    Die jährlichen Gesamtkosten für ein Haustier (also z.B. Futter, Tierarzt, Spielzeug, Umfeld) übersteigen die Hundesteuer so massiv, dass ich sagen möchte: Wenn für jemanden die Hundesteuer ein massives finanzielles Problem darstellt, ist es vielleicht besser, wenn kein Haustier in Frage kommt. Da sähe ich das Tierwohl (und evtl. in der Folge auch das von Menschen im unmittelbaren Umfeld) gefährdet.

  49. 4.

    Also ich kann dem Vorschlag nicht viel abgewinnen.
    Fördern wir noch mehr, dass Tiere in Stadtwohnungen gehalten werden, die Allgemeinheit für die Straßenreinigung aufkommt oder täglich mehrere Tüten verbraucht werden. Was hat ein Tier mitten in der Großstadt eingesperrt zu suchen?
    Wie soll ein vereinsamter Transferempfänger mit Hund auf sem Arbeitsmarkt vermittelt werden? Wer kümmert sich in der Zeit um den Hund?
    Das Geld wäre besser in Projekten gegen Vereinsamung investiert. Ein Hund sollte kein Ersatz für ein soziales Umfeld sein.
    Völliger Quatsch dieser Vorschlag.

  50. 3.

    Die Hundesteuer sollte für alle verdopelt, verdreifacht oder was auch immer werden. Damit auch noch Platz für Bürger und vor allen Dingen Kinder ist, der nicht zugesch.... ist.

  51. 2.

    Da fällt einem doch die Wurst vom Brot, wer einen Hund haben will, ob arm oder reich muss für Futter und Untersuchungen Geld haben, wieso sollte jemand der wenig Geld hat nichts bezahlen, hier in Berlin wird nur noch mit dem Gießkannen Prinzip Wohltaten verkauft und der gemeine Steuerzahler bzw. der Länderfinanzausgleich bezahlt das ja. Typisch linke Propaganda.

  52. 1.

    Na klar, und ich zahle für zwei.

Das könnte Sie auch interessieren