Eine Zugbegleiterin steht am 22.02.2012 am Hauptbahnhof in Berlin an einem Bahnsteig und wartet, um das Abfahrtsignal an das Fahrpersonal zu übermitteln. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)
Video: Abendschau | 10.09.2019 | Marcel Trocoli Castro | Bild: dpa/Franziska Gabbert

Sperrung bis Mitte Oktober - Hauptbahnhof vom Regio-Verkehr im Westen abgeklemmt

Wer mit der Regionalbahn durch Berlin fahren will, braucht ab Dienstag starke Nerven: Die Strecke zwischen Zoo und Hauptbahnhof wird komplett gesperrt, später wird die Sperrung sogar noch ausgeweitet. In der S-Bahn dürfte es voll werden - die fährt nämlich wie immer.

Der Regionalbahnverkehr auf der Berliner Stadtbahn wird ab Dienstag (10. September) für fünf Wochen unterbrochen. Zwischen Hauptbahnhof und Zoo fährt dann bis 14. Oktober keine Regionalbahn. Teilweise ist die Sperrung sogar ausgeweitet bis Charlottenburg und Spandau. 

Fahrgäste sollen stattdessen die S-Bahn (S3, S5, S7 und S9) nutzen, sie verkehrt auch auf der Stadtbahnstrecke nach Fahrplan. (Anders als im Nordosten, wo es seit Ende August auch umfangreiche Sperrungen gibt.) Erhöht wird der Takt dort nach Bahn-Angaben aber nicht. Es düfte also vor allem zu Stoßzeiten noch voller werden als sonst.

Die einzelnen betroffenen Regionalbahnlinien:

Der RE1 hat vom 10. September bis 14. Oktober zwischen Zoologischer Garten und Hauptbahnhof (drei Stationen, rund acht Minuten Fahrzeit) eine Lücke, für die die Fahrgäste auf die S-Bahn umsteigen müssen.
| Bild: rbb|24

Der RE1 hat vom 10. September bis 14. Oktober zwischen Zoologischer Garten und Hauptbahnhof (drei Stationen, rund acht Minuten Fahrzeit) eine Lücke, für die die Fahrgäste auf die S-Bahn umsteigen müssen.

Auch der RE2 ist vom 10. bis 23 September in Berlin zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Hauptbahnhof (fünf S-Bahn-Stationen, rund zehn Minuten Fahrzeit) und vom 24. September bis 14. Oktober zwischen Spandau und Berlin Hauptbahnhof (elf S-Bahn-Stationen, rund 20 Minuten Fahrzeit) unterbrochen. Auch hier ist ein Umstieg auf die S-Bahn nötig.
| Bild: rbb|24

Auch der RE2 ist vom 10. bis 23 September in Berlin zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Hauptbahnhof (fünf S-Bahn-Stationen, rund zehn Minuten Fahrzeit) und vom 24. September bis 14. Oktober zwischen Spandau und Berlin Hauptbahnhof (elf S-Bahn-Stationen, rund 20 Minuten Fahrzeit) unterbrochen. Auch hier ist ein Umstieg auf die S-Bahn nötig.

Beim RE7 müssen Fahrgäste vom 10. September bis 14. Oktober in Berlin zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Hauptbahnhof (fünf S-Bahn-Stationen, rund zehn Minuten Fahrzeit) auf die S-Bahn umsteigen.
| Bild: rbb|24

Beim RE7 müssen Fahrgäste vom 10. September bis 14. Oktober in Berlin zwischen dem Bahnhof Charlottenburg und Hauptbahnhof (fünf S-Bahn-Stationen, rund zehn Minuten Fahrzeit) auf die S-Bahn umsteigen.

Die RB14 hat dann vom 10. bis 23. September in Berlin zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Friedrichstraße (sechs S-Bahn-Stationen, rund zwölf Minuten Fahrzeit) und vom 24. September bis 14. Oktober in Berlin zwischen Berlin-Spandau und Berlin-Friedrichstraße (13 S-Bahn-Stationen, rund 25 Minuten Fahrzeit) eine Lücke.
| Bild: rbb|24

Die RB14 hat dann vom 10. bis 23. September in Berlin zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Friedrichstraße (sechs S-Bahn-Stationen, rund zwölf Minuten Fahrzeit) und vom 24. September bis 14. Oktober in Berlin zwischen Berlin-Spandau und Berlin-Friedrichstraße (13 S-Bahn-Stationen, rund 25 Minuten Fahrzeit) eine Lücke.

Die RB21/22 endet vom 10. September bis 14. Oktober in Berlin-Charlottenburg (sechs S-Bahn-Stationen bis zum eigentlichen Endhalt Friedrichstraße, rund zwölf Minuten Fahrzeit).
| Bild: rbb|24

Die RB21/22 endet vom 10. September bis 14. Oktober in Berlin-Charlottenburg (sechs S-Bahn-Stationen bis zum eigentlichen Endhalt Friedrichstraße, rund zwölf Minuten Fahrzeit).

Fernverkehr nach Hannover hält nicht am Ostbahnhof

Auch der Fernverkehr ist betroffen: Die IC- und ICE-Züge nach und aus Hannover enden und beginnen am Hauptbahnhof auf den unteren Gleisen, der Halt am Ostbahnhof entfällt. Der EC von und nach Warschau hält ebenfalls nicht am Ostbahnhof, dafür an den Bahnhöfen Gesundbrunnen und Lichtenberg. Der IRE Berlin-Hamburg endet und beginnt am Hauptbahnhof, die Halte am Zoo und am Ostbahnhof entfallen.

An der S-Bahn geht kein Weg vorbei

Wer normalerweise mit der Regionalbahn durch Berlin fährt, muss sich in jedem Fall auf Umstiege und verlängerte Fahrzeiten einstellen. An der S-Bahn führt dabei kaum ein Weg vorbei. Um trotz der zu erwarteten Überfüllung einen Sitzplatz zu ergattern, könnte es sich lohnen, eine längere Fahrzeit inkauf zu nehmen und schon ein paar Stationen früher von dem Regio in die S-Bahn zu wechseln.

Wer also zum Beispiel mit dem RE1 aus Richtung Frankfurt (Oder) kommt, steigt nicht erst am Hauptbahnhof in die S-Bahn Richtung Westen um, sondern schon an der Friedrichstraße oder am Alexanderplatz. Muss man in diesem Beispiel von Berlin mit dem RE1 aus noch weiter fahren, über Potsdam Richtung Magdeburg, kommt man um einen weiteren Umstieg aber nicht herum.

Sendung: Abendschau, 09.09.2019, 19:30 Uhr

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