Die Unfallstelle der auf dem Potsdamer Rummel verunglückten Frau wird von einem Polizisten untersucht (Bild: rbb)
Video: Brandenburg aktuell | 30.09.2019 | Ulrike Nagel | Bild: rbb

29-Jährige getötet - Potsdamer Oktoberfest wird nach Unfall fortgesetzt

Nach dem tödlichen Unglück auf einem Oktoberfest in Potsdam ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung. Augenzeugen können derzeit noch nicht vernommen werden. Sie stehen unter Schock. Der Festbetrieb wurde am Montagnachmittag wieder aufgenommen.

Einen Tag nach dem tödlichen Unfall auf dem Oktoberfest am Potsdamer Lustgarten dauern die Ermittlungen der Polizei wegen fahrlässiger Tötung weiter an. Am frühen Sonntagabend gegen 17 Uhr war eine Mitarbeiterin eines Fahrgeschäftes zu Tode gekommen.

Nach Polizeiangaben befand sich die 29-Jährige auf der Drehplattform der Attraktion "PlayBall", als dieses anfuhr. Sie wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Ein zufällig anwesender Arzt hatte noch versucht, die Frau wiederzubeleben. Sie erlag allerdings ihren schweren Verletzungen am Unfallort.

Nach rbb-Informationen hat der Freund des Opfers den Unfall mitangesehen. Er leidet unter einem Schock und ist nicht ansprechbar. Weitere Augenzeugen mussten ebenfalls nach dem Unfall seelsorgerisch betreut wurden. Unter anderem hatten mehrere Jugendliche das Unglück beobachtet. Viele Schausteller hatten dagegen erst zwei Stunden später von dem Tod der gebürtigen Rumänin erfahren.

Festbetrieb wieder aufgenommen

"Ich habe sowas in meiner 30-jährigen Laufbahn als Schausteller das erste Mal erlebt", sagte Thomas Müller, Vorsitzender des Brandenburgischen Schaustellerverbandes, dem rbb. Man wolle nun versuchen, mit dem Freund des Opfers Kontakt aufzunehmen, um den Hergang zu klären.

Inzwischen haben Trauernde Blumen in der Nähe des Unfallortes abgelegt.  

Der Festbetrieb wurde wegen des Unglücks und den damit zusammenhängenden Ermittlungen der Behörden vorübergehend geschlossen. Am Montagnachmittag konnte er wieder aufgenommen werden. Das Fest laufe wieder bei leiser Musik, sagte der Geschäftsführer des Brandenburgischen Schaustellerverbandes, Ron Affeldt, dem rbb. Das Karussel "Playball", an dem sich das Unglück ereignet hatte, sei aber weiterhin abgesperrt und stillgelegt. Die technischen Ermittlungen vor Ort seien abgeschlossen. Nun müsse der Tüv entscheiden, wie es mit dem Karussell weitergehe, so Affeldt weiter. Zuerst hatte die Zeitung "PNN" [pnn.de] über die Fortsetzung des Festbetriebs berichtet. Das Oktoberfest läuft noch bis zum 20. Oktober.

Sendung: Inforadio, 30.09.2019, 14 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

5 Kommentare

  1. 5.

    Rasten sie ruhig aus.
    Es gibt kaum einfache Kommentare.
    Aber nur mal so-Schausteller müssen arbeiten um ihre Familie und den Staat zu erhalten.
    Meinen sie die bekommen etwas geschenkt ?
    Ne Leute gibbet.

  2. 4.

    Ich habe neulich gehört, dass nach jedem Unfall auf der Autobahn niemand mehr dort fährt. Also das nenne ich doch mal Anteilnahme.

  3. 3.

    Manchmal frage ich mich ernsthaft ob man nicht erst Nachdenken und dann schreiben sollte. Und es fällt mir schwer angesichts solch einfacher Kommentare nicht ausfallend zu werden.

  4. 1.

    Ein Zeichen für die Verrohung der Gesellschaft und offensichtlicher Profitgier ?

Das könnte Sie auch interessieren