Der als "Volkslehrer" bekannt gewordene Nikolai Nerling spricht auf dem Breitscheidplatz im Rahmen einer rechtsextremen Kundgebung mit einem Mann (dpa/Zinken).
Audio: rbb 88,8 | 10.09.2019 | Kirsten Buchmann | Bild: dpa/Paul Zinken

Nach Kündigung - "Volkslehrer" gibt im juristischen Streit auf

Der selbsternannte "Volkslehrer" Nikolai N. hat die Berufung gegen seine Kündigung zurückgezogen. Damit wird er nicht mehr als Lehrer an öffentlichen Schulen in Berlin tätig sein. Das teilte ein Sprecher der Bildungsverwaltung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit Verweis auf Angaben des Anwalts mit.

Zu Neutralität verpflichtet

Die Berliner Verwaltung hatte Nikolai N. beurlaubt und später fristlos gekündigt, weil er über seinen Youtube-Kanal rechtsextreme Positionen vertrat. Vor dem Arbeitsgericht hatte das Land Berlin Recht bekommen. Es urteilte, dass das Land keinen Lehrer beschäftigen muss, der im Internet den Rechtsstaat verunglimpft und dort Straftäter zu Wort kommen lässt. Im Juni hatte N. Berufung eingelegt, die er nun zurückzog.

"Wir haben in dieser Angelegenheit eine klare Haltung vertreten", sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Lehrkräfte seien zu einer gewissen Neutralität verpflichtet. Auch über einen Youtube-Kanal dürften sie keine rechtsextreme Inhalte verbreiten. 

Sendung: Abendschau, 10.09.2019, 19:30 Uhr

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